Diablo 3 auf der BlizzCon 2017 führt, wie so viele Male davor, ein eher marginales Dasein. Nach der letztjährigen großen Feier zum 20-jährigen Bestehen von Diablo und der Einführung des Totenbeschwörers in diesem Jahr war auch wirklich nicht mit vielen Neuigkeiten zu rechnen.

Auch Patch 2.6.1. welcher mit vielen Klassenbuffs aufwartet, ist bis dahin online. Konsequenterweise beschäftigen sich die einzigen beiden Panels mit Themen in Art einer Nachlese und Reflexion. Immerhin, anders als es die Ankündigung vor ein paar Wochen vermuten liess, haben wir dennoch zwei Panels von jeweils einer halben Stunde die sich mit Diablo 3 beschäftigen!

Die neue Klasse hat, wie vielleicht viele von Euch mitbekommen haben, sehr viel Arbeit bei den Entwicklern verursacht. Unzählige neue Grafiken mussten geschaffen werden um die Monster stilgerecht explodieren zu lassen (Corpse Explosion) und die weiteren Effekte wie seine Skelettarmee, denn Golem etc. des Necs zu visualisieren. Am Freitag Nachmittag, den 03. November 2017 im Anaheim Convention Center zwischen 14.45 und 15.15 Uhr Ortszeit werden die Entwickler von ihren Gedanken berichten welche sie zu der uns bekannten visuellen Darstellung bewogen haben.

Bei diesem Panel wird es darum gehen, inwieweit Tips aus der Spielercommunity von Diablo 3 in das Spiel importiert werden und welche Gedanken die jeweils Beteiligten dabei hatten. Es findet am Samstag, den 04. November 2017 um die gleiche Uhrzeit wie das Freitagsevent statt. Das könnte ein ziemlich interessantes Panel werden, denn traditionsgemäß haben die Spieler viel mehr Wünsche als die Designer jemals umsetzen können. Vielleicht erfahren wir hier auch etwas über den Auswahlprozeß von Vorschlägen aus der Community die es dann doch geschafft haben.

Bei der bisherigen Informationspolitik von Blizzard würde ich freilich keine grundlegend neuen Erkenntnisse erwarten. Ob sich die Anschaffung eines virtuellen BlizzCon-Tickets dennoch lohnt? Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Es gibt jedoch eine Reihe von Events die sich vor allem mit dem E-Sport-Sektor beschäftigen, sei es in Form von Panels oder von Wettbwerben – für Overwatch, StarCraft II, WoW, Heroes und Hearthstone. E-Sport erlebt seit einigen Jahren eine rasante Entwicklung weg vom Nischendasein hin zur Professionalisierung. Das beste Anzeichen sind steigende Preisgelder, das Interesse der Werbetreibenden und eine sich entwickelnde Infrastruktur an Ligen – und Spielern und Teams, die auf Jahre hinaus vom E-Sport leben können. Es gibt kaum einen größeren Spielehersteller der es sich leistet kein E-Sports-fähiges Game zu haben.

Auch wenn wir dieses Jahr nichts Neues von Diablo 3 hören, vielleicht ist ja ein Diablo 4 in näherer oder fernerer Zukunft geplant mit einer E-Sports-Variante? Konsequent wäre es. Mit PvP und Brawling war D3 bisher ja nicht besonders erfolgreich. Scharf bin ich persönlich nicht darauf, aber hätte auch nichts dagegen. Der E-Sports-Gedanke lässt sich immer noch mit dem gefühlten Modus “ Einer gegen Alle“ oder „Party gegen Alle“ verbinden. Ein allererstes Anzeichen hierfür könnte die Beliebtheit des wöchentlichen Herausforderungsportals sein, eine standardisierte Umgebung und ein Char für alle.

Zugegeben, Kämpfe gegen den Computer sind nicht so reizvoll wie Kämpfe gegen andere Menschen – irgendwann erschöpft sich das in den Millisekundenbereich hinein, während „echte“ Kämpfe und Strategien, etwa in Form eines Einzel- oder Gruppen-PvP für die meisten Zuschauer aus verschiedenen Gründen deutlich mehr und länger anhaltenden Reiz haben.

Was meint Ihr? Worauf legt Ihr Euer Augenmerk bei der diesjährigen BlizzCon?