Da will man einen gemütlichen Filmabend mit seinen Freunden oder seiner Angebeteten verbringen und sucht vermeintlich passende Filme, die sich dann aber als eine einzige Katastrophe entpuppen. Besonders, wenn man etwas in Richtung Horror oder Splatter sucht, findet man mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit viele Werke, bei denen man einfach nur das Kotzen kriegt. Doch selbst unter Trashfilmen gibt es Ausnahmen, die zumindest einige zum Lachen bringen können, wie beispielsweise Sharknado. Haie, die sich in Tornados fortbewegen und die Menschheit bedrohen, viele schlecht gemachte Effekte und Szenerien, die scheinbar aus vielen verschiedenen Filmen und Dokumentationen genommen und mit eingebaut wurden. Da kann man nicht mehr machen, als zu Weinen oder sich scheckig zu lachen.

Schlimmer geht immer

Leider gibt es auch Filme, die weniger gut produziert wurden, und auch alles andere als lustig sind. Plant man etwa, einen gruseligen Film zu schauen, damit die Liebste sich vor Angst an einen kuschelt, sollte man Vorsicht walten lassen. Ein Griff daneben, und anstatt eines fürchterlich schaurigen Spektakels muss man ein fürchterlich ekeliges Desaster überstehen. Da bietet einem das LeoVegas Casino meistens mehr Chancen auf einen Glücksgriff. Ein diesbezüglich noch recht harmloses Beispiel dafür liefert Wrong Turn 3. Wie es typischer nicht beginnen könnte, verbringen vier Teenager die Ferien im Wald beim Campen. Ein Kannibale mit dem sehr einfallsreichen Namen „Three Finger“ kommt kurz nach Beginn und tötet drei der Jugendlichen, während eines der Mädchen fliehen konnte. Sie trifft dann bald auf eine Gruppe Krimineller und ihre Gefängnisaufseher, die ebenfalls durch den Wald streifen. Auch hier werden wieder Leute ermordet und im Endeffekt bietet der Film auch sonst keinerlei Tiefgang oder eine wirklich gute Inszenierung.

Die Messlatte wird mit Hostel 3 allerdings noch tiefer gelegt. Wo in den ersten Minuten wenigstens ansatzweise versucht wird, Atmosphäre und eine schaurige Stimmung zu erzeugen, versagt der Film im weiteren Verlauf auf ganzer Linie. Aus Horror wird hier ein lächerlicher und überaus bemitleidenswerter Folter-Porno, der keine sinnlosere Story haben könnte. Die „Protagonisten“ werden entführt und vor Publikum zu Tode gefoltert. Dem einen wird die Haut vom Gesicht geschnibbelt, die nächste an Schaben erstickt. Nach und nach raffen auf diese Weise alle dahin, bis einem dann doch die Flucht gelingt. Dieser wird jedoch von dem Mädchen, in das er seit Anfang an verliebt war, am Ende getötet.

Die Kontroverse macht‘s

Ein Film, der seither stark umstritten ist und eigentlich nicht ins Genre der Trashfilme gehört, ist A Serbian Film. Auf Ereignissen basierend, die es im realen Leben wirklich gibt, und mit Szenen, die direkter und grotesker nicht sein könnten, verstört dieser Film eindeutig mehr als er unterhält. Wenn man als ehemaliger Pornostar keine Rente beziehen kann, muss man sich irgendwie anders helfen. So tut es auch der Protagonist in diesem Streifen und gerät durch eine ehemalige Partnerin an einen selbsternannten Regisseur, der künstlerische Pornos dreht und privat verkauft. Da mag noch nicht viel dran sein, doch als es dann weitergeht, kommen Vergewaltigungen, brutale Gewalt und sogar ein sogenannte „Newborn-Porn“ Genre mit ins Spiel, die mehr als nur ein flaues Gefühl im Magen hinterlassen. Von Genuss kann keine Rede sein, von Unterhaltung ganz zu schweigen. Widerlich trifft es da schon eher. Doch alles in allem bietet A Serbian Film gerade durch diese grässliche Direktheit eine starke Kritik an der Welt, wie wir sie nicht kennen. Wer einen Film sucht, der nicht unbedingt für einen romantisch-gruseligen Filmabend herhalten muss, sondern einen einzigen Mindfuck darstellt, der lange danach im Kopf herumgeistern wird, ist hier richtig.

Wer einen Film sucht, der es ihm eiskalt den Rücken herunterlaufen lässt, sollte also vorher einer kleinen Recherche nachgehen, um ja nicht als Depp mit abstrusem Filmgeschmack dazustehen – Ein Gedanke, der mehr Angst machen könnte als so mancher Film.