Divergent – Die Bestimmung“ beruht auf dem gleichnamigen Roman von Veronica Roth und ist der erste von drei Teilen. Die Filmadaption der „Teenie-Dystopie“ ist ab dem 28. August auf DVD erhältlich. Ob sich die Anschaffung lohnt, verrät Euch IOFP.

Tris muss sich in "Divergent" die Fraktion der Ferox kämpfen.

Tris muss sich in „Divergent“ in die Fraktion der Ferox kämpfen.

Die 16-jährige Beatrice „Tris“ Prior (Shailene Woodley) wächst in Chicago etwa 150 Jahre in der Zukunft auf. Die Stadt ist von einer hohen Mauer umgeben und die Menschen innerhalb der Mauer sind in klare „Fraktionen“ gegliedert. Jeder der Fraktionen ist eine Tugend zu eigen: die „Ferox“ sind furchtlos, sie verteidigen die Stadt, die „Ken“ sind die Gelehrten, die „Amite“ sind freundlich und bestellen die Felder, die „Candor“ sprechen immer die Wahrheit und sind freimütig und die „Altruan“ sind selbstlos und bescheiden. Tris gehört gebürtig zu der letzten Fraktion, entscheidet sich aber, als sie endlich wählen darf, für die Ferox. Sie will eine Kriegerin sein. Neben den Fraktionen gibt es noch jene Menschen, die nicht vollends in eine der „Tugend-Schubladen“ passen, diese sind „die Unbestimmten“. Sie werden von der Gesellschaft ausgegrenzt. Tris ist eine Unbestimmte, weiß das aber zu verbergen. Während Tris ihre Ausbildung bei den Ferox beginnt, spitzt sich die Lage zwischen den einzelnen Fraktionen zu. Die Ken planen einen Putsch, um die Altruan, welche derzeit die Regierungsgeschäfte leiten, zu entmachten. Die Gesellschaftsordnung droht zu zerbrechen.

Top oder Flop

Für Liebhaber von dystopischen Geschichten dürfte „Divergent“ anfangs eine Enttäuschung sein. Die jugendlichen Figuren und die Liebesgeschichte drängen den Film mehr in die „Teenie-Twilight-Ecke“. Die Fraktionen sind teilweise unglaubwürdig und besonders die Ferox sind mehr eine Gruppe kreischender Pubertierender, als eine Kriegereinheit. Dennoch, viele Details wurden zu Ende gedacht und man sieht dem Film an, dass er mit Herzblut gemacht wurde. Neil Burger („Der Illusionist“, „The Lucky Ones“) legt Wert auf Authentizität und das sieht man. Er nutzt überwiegend reale Kulissen, die Darsteller wurden einen Monat in die Kampftechniken eingeführt und die Kostüme sind gut durchdacht und wurden alle vor Ort angefertigt. Wie das alles gemacht wurde, kann man auf der DVD mit den Extras zu „Divergent“ sehen. Neben einem 45-minütigen Making-of beinhaltet die Extra-DVD Featurettes zu Musik, Kulisse und Kostümen, außerdem vier Minuten entfallene Szenen und einen Musikclip von Ellie Goulding, die am Soundtrack mitwirkte. Wem der Film nach dem ersten Ansehen nur begrenzt zusagt, der könnte durch die Specials einen wohlwollenderen Blick auf die Dystopie entwickeln.

Das hervorragende Cast

Mit der Besetzung der Rollen hat Neil Burger ganze Arbeit geleistet. Die Darsteller verleihen dem Film den nötigen Charme. Shailene Woodley („The Secret Life of the American Teenager“, „Das Schicksal ist ein mieser Verräter„) und Theo James („Sex on the Beach“, „Underworld: Awakening„) sind als „Quoten-Pärchen“ sehr überzeugend und Kate Winslet („Titanic„, „Der Vorleser“) ist in der Rolle des Bösewichts (oder wenn man so will der Bösewichtin) erfrischend. In weiteren Rollen sind unter anderem Maggie Q. („In 80 Tagen um die Welt“, „New York, I Love You“), Ashley Judd („Die Jury“, „Männerzirkus“), Ansel Elgort („Das Schicksal ist ein mieser Verräter“) oder Zoë Kravitz („Birds of America“, „X-Men: Erste Entscheidung„) zu sehen. Für alle, die spätestens mit Aufzählung des Casts nicht genug bekommen können, sei gesagt, dass Summit Entertainment bereits bekanntgegeben hat, dass auch die anderen Teile der Romanreihe verfilmt werden sollen. Der zweite Teil „Bestimmung – Tödliche Wahrheit“ füllt voraussichtlich kommenden März die amerikanischen Kinos.

Fazit:

Unabhängig davon, ob einem der Film gefällt, bietet die Special-DVD interessante Zusatzinformationen. Für jene, denen „Die Tribute von Panem“ bereits gut gefallen haben, könnte die DVD etwas zu sein. Die Doppel-DVD ist ab Donnerstag den 28.8. auf dem Markt.