Lange mussten Fans von „Garden State“, auf den zweiten Film von Zach Braff warten. Nun, 10 Jahre nach seinem ersten Kinoerfolg, kommt Braffs Nachfolgewerk „Wish I Was Here“ in die Kinos.

Wish I Was Here: Aiden Bloom (Zach Braff) mit seiner eigenwilligen Familie

Aiden Bloom (Zach Braff) mit seiner eigenwilligen Familie

In Zach Braffs zweiten Film „Wish I Was Here“ geht es um den Familienvater Aiden Bloom (Zach Braff), seine Frau Sarah (Kate Hudson) und deren gemeinsame Kinder Grace (Joey King) und Tucker (Pierce Gagnon). Aiden arbeitet in L.A. als eher erfolgloser Schauspieler und kann seine Familie nur knapp über Wasser halten. Die Rechnungen für die Privatschule seiner Kinder zahlt Aidens Vater Jonah (Mandy Patinkin) und auch sonst sucht der Mittdreißiger immer noch seinen Platz in der Welt. Als Aiden dann die Nachricht erreicht, dass sein Vater plötzlich an Krebs erkrankt ist somit und die teure Schule der Kinder nicht mehr finanzieren kann, nimmt er den Unterricht seiner Sprösslinge selbst in die Hand, was noch mehr Chaos aber auch die schönen Seiten in Aidens Leben zum Vorschein bringt.

Zach Braff ist den meisten wohl aus der erfolgreichen Serie „Scrubs – Die Anfänger“ bekannt. Nach dem Erfolg der Serie, wollte der Schauspieler seinem Traum nachgehen und einen einen eigenen Film drehen. Mit „Garden State“ feierte er 2004 sein Regiedebut. Der Film avancierte zum Erfolgshit des Jahres und konnte das 14-fache seiner Drehkosten einspielen. Auch von Kritikern wurde Braff für seine einfühlsame und intelligente Umsetzung des Streifens gelobt. Der Soundtrack, den Braff selbst zusammenstellte, erhielt einen Grammy und war für andere Indie-Projekte ein Wegweiser.

Eigentlich kann man sich als Drehbuchschreiber und Regisseur keinen besseren Einstieg wünschen. Doch mussten wir ganze 10 Jahre auf ein neues Projekt des Schauspielers und Regisseurs warten. 2013 startete Braff eine „Kickstarter-Kampagne“ und bat mit Hilfe eines Videos, seine Fans um Spenden, damit er den Film so umsetzen kann, wie er es sich vorstellt. Insgesamt kamen dabei 3,1 Millionen Dollar zusammen. Die Kritik ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Stimmen wurden laut, dass der Schauspieler, dessen Vermögen auf 30 Millionen Dollar geschätzt wird, den Film auch selber hätte finanzieren können. Auch der Erfolg durch sein Erstlingswerk hätte ihm eigentlich jede Tür zur Finanzierung eines Films öffnen müssen. Braff rechtfertigte seine Entscheidung schlichtweg damit, dass er seine künstlerische Freiheit behalten wollte.

„Wish I Was Here“ ist der thematische Nachfolger zu „Garden State“. Drehbuch und Regie führte der „Scrubs“-Darsteller selbst. Im Film wird es einige Cameo-Auftritte bekannter Gesichter geben. Unter anderem werden Jim Parsons („The Big Bang Theory„) und sein guter Freund sowie Scrubs-Kollege Donald Faison zu sehen sein.

Der Trailer bietet, wie schon bei „Garden State“, großartige Bilder, in denen eine leichte Melancholie mitschwingt. Zach Braff schafft es schon in kurzen Ausschnitten einen Mix aus Schwermütigkeit und Humor zu schaffen, der einem sicher über den Film erhalten bleiben wird. Da sich das neue Werk thematisch an „Garden State“ anschließt, kann man sich bis zu einem gewissen Punkt ausmalen, auf welche Reise uns der Film mitnehmen wird. Der Film startet in den amerikanischen Kinos am 25. Juli 2014. Ein deutscher Release-Termin ist noch nicht bekannt.

Trotz all der Widrigkeiten ist der Film nun abgedreht und ein erster Trailer zu sehen, den Ihr hier begutachten könnt:

Wie ist Euer erster Eindruck von „Wish I Was Here“? Hat vielleicht sogar jemand unter Euch Braffs Kickstarter-Kampagne unterstützt?