Willkommen an Bord des „Non-Stop“-Fluges mit Liam Neeson. Die IOFP-Redaktion hat sich Tickets gesichert und das Flugzeug betreten. Welches Programm das Personal während der 106 Minuten zu bieten hat, wollen wir Euch nicht vorenthalten.

Air Marshall Bill Marks sorgt für Ihre Sicherheit. Oder doch nicht?

Air Marshall Bill Marks sorgt für Ihre Sicherheit. Oder doch nicht?

Weg vom Charaktermimen hin zum Action-Star: Liam Neeson sorgt im Action-Thriller „Non-Stop“ für einen nervenaufreibenden Flug in schwindelerregender Höhe. Seine Verkörperung des Bryan Mills in den bisherigen zwei „Taken“-Filmen verschaffte Neeson die nötige Standhaftigkeit im Action-Milieu. Doch sein neuer Film nimmt ungeahnte Höhen an. Verfolgungsjagd, Entführung und Terror versprechen abendfüllende Spannung. Wem es vorm Fliegen graust, sollte sich für das in 12000 Metern Höhe befindliche Szenario jedoch gut anschnallen.

Die Story

Air Marshall Bill Marks (Liam Neeson) ist genervt von seinem Job. Die Menschenmassen, das Warten, die Langeweile – all das ist ihm in seiner Laufbahn zuwider geworden. Privat von Schicksalsschlägen gezeichnet, betritt er mit mürrischer Miene das Flugzeug von New York Richtung London. Ein sechsstündiger Flug, der für ihn nicht schnell genug vorbei sein kann. Trotz der angenehmen Gesellschaft seiner Sitznachbarin Jen Summers (Julianne Moore) sehnt sich Marks nach einem ruhigen, schnellen Flug.

Die unerwünschte Störung

Als er über sein gesichertes Netzwerk von einem Unbekannten eine Textnachricht bekommt, ist ein entspannter Flug passé. Ihm wird alle 20 Minuten ein Mord angekündigt, wenn er nicht umgehend 150 Millionen Dollar auf ein spezielles Konto überweist. Versucht er die Nachricht anfangs zu ignorieren, wird mit dem ersten Opfer klar, dass es sich nicht um einen Scherz handelt. Auf begrenztem Raum scheitert er an einer unauffälligen Aufklärung. Dank Social Network gelangen die Medien an Videos aus dem Fluzeug und rasend schnell wird Marks als Terrorist eingestuft. Die einzige Unterstützung bekommt er von Jen und Stewardess Nancy (Michelle Dockery). Rebellierende Passagiere und selbsternannte Helden erschweren die Arbeit des Marshalls. Ein zufällig auftauchender Software-Spezialist lässt jedoch auf ein gutes Ende hoffen. Die eigentliche Bedrohung an Bord sind aber nicht die Morde, sondern eine viel zu späte Entdeckung…

Warum Non-Stop ansehen

Argwohn und Misstrauen werden von Beginn an geschürt. Jeder Passagier scheint verdächtig, keiner harmlos genug, um ihm nicht automatisch eine Geschichte anzudichten. Was ruhig beginnt, nimmt schnell an Spannung zu. Der überzeugend gespielte Miesepeter wird zum Attentäter wider Willen. Spannung, Atem- und Ahnungslosigkeit dehnen die Nerven bis aufs Äußerste. Die Kampfszenen auf begrenztem Raum könnten kaum unübersichtlicher und spannender sein. Eine Flugzeugtoilette scheint für den eigentlichen Sinn schon fast zu klein, doch ein waffengeladenes Handgemenge ist auch hier umsetzbar. Voneinander abhängig, wenn man auf den Piloten nicht mehr zählen kann, zeigen die unterschiedlichsten Charaktere ihre wahren Gesichter. Die Fassung zu bewahren, nicht aufzuspringen und sich aufzuregen, fällt hier auch dem Zuschauer schwer. Nervenkitzel und Spannung sind in dieser Situation, die jede Angst vorm Fliegen noch zu steigern vermag, garantiert.

Was hätte Non Stop besser machen können

„Flightplan“, „Flight“ und jetzt „Non-Stop“? Wie will man wieder ein Flugzeug zum Schauplatz eines Filmes machen? Engster Raum, nervige Passagiere und ein dominierender Hauptdarsteller? Klingt anstrengend. Es gibt kurze Momente, in denen man an der Story zu zweifeln beginnt. Woher kommt so urplötzlich der Software-Spezialist (Nate Parker als Zach White), der den Telefonnetzwerk-Hacker auffliegen lassen soll? Warum macht Jen (Moore) so ein Geheimnis aus ihrer Person und genießt trotzdem das Vertrauen des Air Marshalls? Und, und, und…Doch es gibt für alles eine Lösung und für die Passagiere weniger erfreuliche Wendungen, die dem Film seine Glaubwürdigkeit zurückgeben.

Fazit

Liam Neeson hat seinen Platz gefunden. Der Hühne macht erneut eine überaus gute Figur und überzeugt sowohl mit schlechter Stimmung, als auch mit vollem Körpereinsatz. Regisseur Jaume Collet-Serra ist mit Non Stop ein Action-Thriller gelungen – mit mehr Thriller als Action -, der sowohl Flugangst, als auch Hoffnung in existente Helden aufbaut. Eine Story, die außerhalb des Luftweges beginnt und in einer ausweglosen Situation eskaliert, wird vom Cast gekonnt umgesetzt. Neben Liam Neeson und Julianne Moore sind auch Corey Stroll („House of Cards„), Omar Metwally („Twilight: Bis(s) zum Ende der Nacht 2“) und die junge Quinn McColgan für Überzeugungskraft und Nervenkitzel des Films verantwortlich.

Ihr dürft Euch freuen, denn am 13. März heißt es anschnallen und Notausgänge im Auge behalten, denn dann startet „Non-Stop“ in unseren Kinos. Noch nicht überzeugt, dann seht Euch den Trailer an: