The Voice of Germany wer hat gewonnen

The Voice of Germany: Ivy Quainoo gewinnt das Finale

Letzte Woche noch im Halbfinale, jetzt sangen die Kandidaten im Finale darum, die neue Voice of Germany zu werden. Über drei Stunden lang wurden da die Nerven der Finalisten, ihrer Familien und den Zuschauern strapaziert. Welch ein Glück, wer für diese Show ein Ticket hatte, denn das, was wir zu Hause in unseren Wohnzimmern sahen, kann wohl nur in Bruchteilen das wiedergeben, was diese Show live abliefert.

Man selbst saß zwar jetzt nicht spannungsgeladen auf seinem Sofa, aber interessant war es dennoch, denn alle vier Finalisten hatten wirklich das Zeug dazu, die neue Stimme Deutschlands zu werden. Wer es so richtig wird, wusste man nicht, konnte es zwischendurch vielleicht einmal ahnen und sich dann aber wieder doch nicht vorstellen. Das bleibt weiterhin das Sympathische an diesem Format, dass alle Teilnehmer auf Augenhöhe agieren und auch die Juroren ihnen durch ihre respektvolle Haltung ein Vorbild dafür sind, wie noch man in solchen Castingshows miteinander umgehen kann. Also doch wieder ein bisschen Kuschelkurs und Gruppengeschmuse.

The Voice of Germany Finale

The Voice of Germany: Michael Schulte liegt zuerst im Download vorn

In drei Auftritten konnten Ivy Quainoo, Max Giesinger, Michael Schulte und Kim Sanders noch einmal zeigen welche Stimme in ihnen steckt. Sie sangen ihren eigenen Song, den wir mittlerweile dank zahlreicher Radiopräsenz auch schon schön im Ohr hatten, traten zusammen mit einem Star und zusammen mit ihrem Coach auf. „Tingel Tangel Bob“ Michael Schulte lag mit den Downloadzahlen seines Songs auf Platz 1 und bleibt mit seinem Lied ein Interpret, den man wohl auch dann noch hört, wenn man Freunde zu Hause hat. Ivys Auftritte dagegen überzeugten natürlich mehr durch ihre gesamte Erscheinung, sie gab Deutschland  ein bisschen mehr das, was es erwartet: Eine glanzvolle Show, wie man sie von einem Superstar nun einmal gewöhnt ist. Nach dem Auftritt mit ihrem Star „Florence and the Machine“, ahnte man es schon, Ivy wird den Abend gewinnen.

Für Max Giesinger lief der Abend wohl am schlechtesten. Im Duett mit seinem Star Katie Melua fand die Jury ihn „super süß“ und das ist ja das, was ein junger, attraktiver Mann niemals hören will. Egal ob es um Gesang oder etwas anderes geht. Aber zumindest wird es ein gutes Trostpflaster sein, denn Max mit dem sympathischen badischen Akzent, wird in Zukunft wohl viel Zuspruch von weiblichen Fans bekommen.

Kim Sanders verlässt den Abend als die zweite Stimme Deutschlands. Im Duett mit ihr sieht eher Team-Coach Nena wie eine Kandidatin aus, die noch einmal wie ein Teenager wild über die Bühne hopst. Aber mehr gab es da nicht zu sehen und gestaltete sich für diesen Auftritt klar als Nachteil für die gestandene Sängerin Kim.

Nur die Zuschauer und die Downloads, ganz entsprechend der Musikbranche, haben den Sieg bestimmt. In Zukunft wird sich zeigen wie es um die Nachhaltigkeit der Gewinnerin bestellt ist. Das Castingformat „The Voice of Germany“ hingegen hat seine Nachhaltigkeit bereits bewiesen. Das liegt nicht nur an den Stars der Jury sondern auch an Stefan Gödde, der souverän und mit Format durch das Programm moderiert . Auch, wenn wir eigentlich schon genug von solchen Sendungen haben. Aber wenn schon eine, dann bitte diese.