Seit dem 03. März können Fans asiatischer Filme wieder die Händlerregale plündern, denn „Die Söhne Des Generals Yang“ ist endlich auf dem deutschen Markt erschienen und lädt auf DVD und Blu-ray zum Kurzurlaub im alten China. Ob die Fans allerdings enttäuscht sein werden, oder ob sich letzte Woche eine wahre Direct-to-DVD Perle auf den Markt geschmuggelt hat, verraten wir euch in unserer Review.

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Stolz & Ehre

Angesiedelt ist „Die Söhne Des Generals Yang“ im feudalen China des Jahres 986. Im Mittelpunkt dieses historischen Streifens steht der Yang-Clan mitsamt dem General und seinen titelgebenden Söhnen. Und General Yang war fleißig, denn er kann auf ganze sieben Stammhalter blicken. In Zeiten in denen Hochzeiten noch arrangiert wurden und Töchtern ihren Ehemännern schon im Kindesalter versprochen wurden, setzten sich der sechste und der siebte Sohn über diese Tradition hinweg und wollen mit einem Mitglied eines anderen Clans um die Gunst einer jungen Prinzessin kämpfen. Während des erbitterten Zweikampfes kommt es zu einem Unfall und das Mitglied des anderen Clans kommt ums Leben. Während die Beziehungen zwischen den beiden Familien zu eskalieren drohen, wird das Kaiserreich zu allem Überfluss auch noch von einer feindlichen Armee angegriffen.

General Yang erfüllt seine kaiserliche Pflicht und zieht mit seinen Soldaten an die Front. Während des Kampfes wird er von der Armee des anderen Clans im Stich gelassen und muss sich schwer verwundet mit seinen Soldaten in eine Festung zurück ziehen. Nun liegt es an den sieben Söhnen und den zurück gebliebenen Truppen ihren Vater schnellstmöglich zu befreien. Was sie nicht wissen ist, dass der grausame Heerführer der feindlichen Armee sich für ein lange zurückliegendes Massaker rächen will und die sieben Brüder in einen Hinterhalt lockt. Die Söhne des Generals Yang sehen sich plötzlich einer Übermacht von 3.000 Kriegern gegenüber …

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Gewaltiges Säbelrasseln

Kultregisseur Ronny Yu (Fearless, IP Man) hat sich nicht nur zusammen mit Edmond Wong für das Drehbuch verantwortlich gezeigt, sondern höchstpersönlich auf dem Regiestuhl Platz genommen. Dabei herausgekommen ist eine epochale Geschichte über Ehre, Familie und Rache. Wenn sich zwei verfeindete Armeen vor einer gigantischen Bergkulisse gegenüberstehen und beide Seiten bereit sind bis zum letzten Mann zu kämpfen oder sich zwei Bogenschützen und spannendes Duell in einem Kornfeld liefern, dann kommt man nicht drum herum diesen Streifen zu mögen.

Auch der Verzicht auf modernste CGI-Effekte schadet „Die Söhne des Generals Yang“ ganz und gar nicht. Die Spannung wird maßgeblich von der hausgemachten Action, den gut choreografierten Schwerkämpfen und gekonnt in Szene gesetzten Zeitlupenaufnahmen getragen und das funktioniert über weite Strecken des Films hervorragend. Auch optisch dürfte Kennern und Fans des Genres das Herz aufgehen, denn in permanent scharfen Bildern kommen die detaillierten Rüstungen, Waffen und Kulissen perfekt zum Einsatz.

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Gesamtpaket

„Die Söhne des Generals Yang“ ist ein sichtlich qualitativ hochwertiger Film, bei dem die harten Soundeffekte nur durch die ständig abwechselnden imposanten Bilder übertroffen werden. Lediglich den Soundtrack selbst hätten wir uns ein wenig wuchtiger gewünscht. Bei all dem Lob für das Film-Spektakel kommt die Blu-ray-Fassung allerdings nicht über ein passables Gesamtpaket hinaus. Extras wie etwa ein Making of, Interviews oder  Trailer suchen wir leider vergebens, was den durchaus positiven Gesamteindruck ein wenig trübt. Auf der anderen Seite hätte ein Making-of „Die Söhne des Generals Yang“ aber auch ein wenig seltsam geklungen…

Fazit

Dennoch, wer asiatische Kampffilme liebt oder eine Schwäche für Ronny Yu hat, der wird „Die Söhne des Generals Yang“ mögen. Während der gut 100 Minuten langen Laufzeit geben sich gewaltige Schlachten, epochale Kulissen und spannende Zweikämpfe einen Schlagabtausch nach dem anderen. Bei all der Action schafft es Yu aber stets, die interessante Geschichte nicht zu weit in den Hintergrund rücken zu lassen. Wer fehlendes Bonus-Material verschmerzen kann, darf guten Gewissens zugreifen.