“The Walking Dead”: Wie geht es in Staffel 5 weiter? (Spoiler!)

Nach einem spektakulären Staffel-Finale von “The Walking Dead” brennt es den Fans unter den Fingernägeln: Wie geht es weiter? IOFP sich die finale Folge noch einmal ganz genau angesehen und einige Hinweise entdeckt. Achtung Spoiler!

"The Walking Dead": Was erwartet uns nach dem Finale? (Spoiler!)

Das Poster zur fünften Staffel von “The Walking Dead”.

Achtung! Im Folgenden wird insbesondere auf die Handlung aus Staffel 4 Folge 16 von “The Walking Dead” eingegangen. Wer bisher noch keine Gelegenheit hatte, sich das Finale anzusehen, sollte an dieser Stelle nicht weiterlesen. Wer die letzte Folge nocheinmal Revue passieren lassen möchte, klickt hier.

Ebenfalls interessant: “The Walking Dead”: Familienfreundliche TV-Version geplant

Menschenfresser in Terminus?

Nachdem Rick, Michone, Daryll und Carl in Terminus angekommen sind, müssen die Zuschauer eine erschreckende Erkenntnis machen. Auf einem großen Grill werden ihnen riesige Fleischstücke unbekannter Herkunft angeboten – woher gibt es so viel Nahrung? Werden hier Menschen gebraten? Auch bei ihrer Flucht aus Terminus verhärtet sich der Verdacht. Rick, Carl und Michone laufen an einem Innenhof vorbei und entdecken Leichenteile, die aufgrund ihrer hellroten Farbe nicht von “Beißern” zu kommen scheinen. Handelt es sich hier vielleicht sogar um das Skelett von Beth, die nach ihrer Flucht mit Daryll spurlos verschwunden ist?

Neben diesen Hinweisen deuten auch die Comics, welche “The Walking Dead” als Vorlage dienen, auf Kannibalismus hin. Dort tauchen die Terminus-Bewohner als „The Hunters“ auf – eine Gruppe von menschenfressenden Überlebenden! Der Autor und Zeichner Robert Kirkman äußerte sich zu den Spekulationen ausweichend, schloss aber nichts aus: „Es gibt viele Möglichkeiten, wie sich diese Handlung entwickeln könnte, wer diese Charaktere sind und was sie machen, und das ist sicherlich eine davon.“

Der neue alte Rick

Seit der letzten Folge von “The Walking Dead” steht fest: Rick ist zurück! Mit einem Biss in den Hals seines Gegners wehrt er sich gegen die Angreifer und schafft es seine Gruppe zu retten. Damit dürfen seine Mitstreiter nach der Trauerphase um Lori und Judith endlich wieder auf ihren Anführer zählen. Dennoch ist Rick nicht der Gleiche wie zuvor, denn es scheint, als fehle ihm nun jegliche Art von Menschlichkeit. Die Hilferufe anderer Menschen werden ignoriert und auf Angreifer wird auch noch nach ihrem Tod mehrmals eingestochen.

"The Walking Dead": Wie geht es in Staffel 5 weiter? (Spoiler!)

Rick entdeckt eine neue Seite an sich.

Er ist also genau der Rick, den die Gruppe am Ende des vierten Staffel-Finales braucht! Für Staffel 5 lässt sich damit erwarten, dass die Terminus-Bewohner kein leichtes Spiel mit Rick und den anderen Neuankömmlingen haben werden. Nicht umsonst verkündigt Rick unheilvoll: “Die haben sich mit den Falschen angelegt!”

Ein komplett neues Spiel

Terminus ist nicht Woodburry! Dass wird spätestens bei Ricks, Carls, Michonnes und Darylls Flucht klar, als sie unter anderem durch einen okkulten Schrein-Raum laufen und Seltsames entdecken. Überall stehen Kerzen und auf dem Boden sind zahlreiche Namen geschrieben. Die Wände sind mit Worten wie “Never again. Never Trust. We first, always.” (“Nie wieder. Vertraue nicht. Wir zuerst, für immer.”) verziert. Ist das noch normal? In Woodburry gab es so etwas nicht.

Auch Serien-Macher Robert Kirkman deutet an, dass auf die Zuschauer etwas Unheilvolles wartet, dass man zuvor noch nicht gesehen hat:  „Woodbury war eher ein Versuch zur Zivilisation zurückzukehren. Es war ein verhältnismäßig sicherer Ort. Es gab einen Anführer, der eine zwar viele dunkle Geheimnisse hatte, aber im Endeffekt konnten dort Familien leben und Menschen überleben. Terminus ist das nicht. Es ist eine eigenartige Umgebung mit sehr fremdartigen Bewohnern, die auf eine äußerst befremdliche Art und Weise leben, die nichts mit den Dingen gemeinsam haben, die wir kennen.”

"The Walking Dead": Wie geht es in Staffel 5 weiter? (Spoiler!)

In der fünften Staffel von “The Walking Dead” bekommen es Rick & Co. mit etwas komplett Neuem zutun.

“Sie [die Terminus-Bewohner] sind in Wirklichkeit sehr viel gefährlicher und gruseliger, wenn alles ans Tageslicht kommt.”, verrät Kirkman weiter. Rick, Glenn und die anderen dürfen sich damit einem noch nie zuvor gesehenem Gegner stellen.

Wie geht es in der fünften Staffel von “The Walking Dead” weiter? Habt Ihr weitere Hinweise entdeckt? Schreibt uns Eure Vermutungen und Ideen in die Kommentare!

  • Jan Frederik Langshausen
  • 5. April 2014
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  • 01-08-2014
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Nach “Sharknado” kommt “Z Nation”

SyFy und The Asylum holen nach "Sharknado 2" zum nächsten Schlag aus. Mit "Z Nation" wechselt man vom Katastrophenfilm zum Zombigenre. IOPF zeigt Euch den ersten Trailer. Am gestrigen Abend fegte "Sharkando 2 - The Second One" durch die amerikanische Fernsehlandschaft. 3,9 Millionen erreichte man bei SyFy mit der Fortsetzung zum trashigen Spektakel von 2013. Auch die Socialmediaplattformen explodierten unter dem TV-Ereignis. Laut Senderangaben trafen alleine auf Twitter über eine halbe Milliarde Nachrichten zum Katastrophenfilm ein. Bei SyFy nutzte man die überraschend hohe mediale Aufmerksamkeit gleich geschickt, um das nächste Projekt anzukündigen. "Z Nation" heißt das gute Stück und präsentiert sich, wie der Name bereits verrät, als Serienmix aus "World War Z", "The Walking Dead" und "I Am Legend". In vorerst 13 Episoden soll es mal wieder um den Untergang der Menschheit gehen, ausgelöst durch eine globale Zombie-Plage. Drei Jahre nach dem Ausbruch der Epidemie liegen weite Teile der zivilisierten Welt in Scherben. Hoffnung kommt auf, als ein junger Mann gebissen wird uns sich - oh Wunder - plötzlich doch nicht in einen sabbernden Untoten verwandelt. Eine Heilmittel rückt  in greifbare Nähe und es liegt nun in den Händen einer zusammengewürfelten Gruppe von Überlebenden, den potentiellen Erlöser von der amerikanischen Ostküste bis zu einer Forschungsstation in Kalifornien zu eskortieren - eine Strecke von fast 5000 Kilometern, quer durch das zombiinfizierte Kernland der Vereinigten Staaten. Hinter dem Ganzen steht selbstverständlich wieder das berüchtigte Filmstudio The Asylum, das sich mit seinen Lowbudget-Produktionen beinahe vollständig auf Plagiate populärer Blockbuster konzentriert. Auf der Besetzungliste steht hingegen der aus "Lost" bekannte Harold Perrineau, der als engagierter Anführer der Bande herhalten darf. Eine ersten Trailer gibt des währenddessen auch schon. Wir von IOFP wollen Euch das Video natürlich nicht vorenthalten: Haben wir darauf nicht alle gewartet? Eine neue Zombieserie! Wie lautet Eure Meinung zu "Z Nation"?  

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  • 25-07-2014
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“The Walking Dead” Staffel 5: Erster Trailer ist da!

Endlich ist der erste Trailer zur fünften Staffel von "The Walking Dead" draußen und IOFP macht Euch zu den Glücklichen, die ihn zuerst sehen können! Es ist also soweit und all unsere Erwartungen werden erfüllt: Der erste Trailer der nächsten Staffel "The Walking Dead" wurde soeben auf der Comic-Con gezeigt und lässt die Serienfans jubeln. Er ist intensiv, stark, blutig und noch so vieles mehr, was uns schon im Voraus von Comic-Schöpfer Robert Kirkman versprochen wurde. Doch nicht nur das. Auch unsere Vermutungen, dass der Zugwagon, in dem Rick und Co. gefangen wurden, nicht lange der Überlebenswut standhält und geknackt wird, bestätigt sich. Wir feiern Wiedersehen mit allen: So taucht auch Beth (Emily Kinney) wieder auf, die in der vierten Staffel in einem mysteriösen Leichenwagen entführt wurde. Um das eigene Leben müssen jedoch alle fürchten. Das vor Kurzem veröffenlichte Foto von Daryl (Norman Reedus) wird jetzt mit den Szenen im Terminus begründet, in denen sich nicht nur Daryl den Kannibalen stellen muss. Bis zum 12. Oktober müssen wir uns noch gedulden, dann startet auf AMC zumindest für das US-amerikanische Publikum die fünfte Staffel, die Seth Gilliam als Father Gabriel einführen wird. Dass der "The Wire"-Star in dieser Rolle erscheint, haben wir schon Anfang Mai vermutet und freuen uns über die offizielle Bestätigung. Wie sehr zittert Ihr der fünften Staffel "The Walking Dead" entgegen? Wir können es kaum noch aushalten.

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  • 25-07-2014
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“The Walking Dead” Produzentin entwickelt neue Serie

Nach bald fünf Staffeln von "The Walking Dead" scheint Produzentin Anne Gale Hurd langsam genug von den Zombies zu haben. Parallel zur Erfolgsshow entwickelt sie eine neue Serie mit Comicautor Warren Ellis. Schon einen Tag nach Eröffnung der San Diego Comic-Con häufen sich die Neuankündigungen über Serienprojekte und TV-Adaptionen verschiedener Comicvorlagen. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht hier momentan Gale Anne Hurd, ihres Zeichens Produzentin von"The Walking Dead". Wie der britische Comicautor Warren Ellis ("Transmetropolitan", "Red") bekannt gab, entwickle er momentan eine neue Serie in Zusammenarbeit mit der erfolgreichen Produzentin: „Ich habe mich die letzten Jahre sehr fürs Fernsehen interessiert. Mit solch brillanten und zielstrebigen Mitarbeitern wie Gale und dem UCP-Team zusammenzuarbeiten, freue ich mich über die Gelegenheit, meinen Input für das neue, novellistische Fernsehen hinzuzugeben, das sich so grundlegend entwickelt hat.“ Hinter dem Projekt steht Hurds Produktionfimra Valhalla Entertainmet, welche die Serie für Universal Cable Productions entwickeln wird. Ein Name sowie weitere Details sind bislang nicht bekannt. Nicht die einzige Ankündigung aus dem Hause UCP: Auch die Comicreihe "Night Mary" von Rick Remender und Kieron Dwyer sowie "Five Ghosts" von Frank Barbiere und Chris Mooneyham sollen eine Aufarbeitung als TV-Serie erfahren. Erstere handelt von einer Frau, deren Vater im Besitz eines Schlaflabors ist und die die Fähigkeit besitzt, in die Träume der Patienten zu springen. Gefährlich wird die Situation für das Mädchen, als sie überraschend in die Traumwelt eines psychopathischen Serienmörders springt und sie die Visionen zu übermannen drohen. "Five Ghosts" ist hingegen das Ergebnis einer 2013 gestarteten Crowdfunding-Aktion auf Kickstarter, das sich schnell zum Hit entwickeln konnte. Ein Abenteurer und Schatzjäger wird von fünf Geistern aus verschiedenen Werken der Literaturgeschichte besessen und übersteht danach allerlei verrückte Ereignisse. Mit im Team: Merlin, Dracula, Sherlock Holmes, Robin Hood und der Samurai Musashi. Was sagt Ihr zu den neuen Serienankündigungen? Schreibt es uns in die Kommentare!

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  • 23-05-2014
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DVD-Tipp: “Californication”, Staffel 6

Hochwertige Serienware aus Übersee hat Hochkonjunktur. Gerade um den versoffenen Schriftsteller Hank Moody aus der Serie "Californication" hat sich eine große Fanbase gescharrt. Nun ist in Deutschland die sechste Season auf DVD und Blu-ray Disc erhältlich. IOFP hat einen Blick darauf geworfen. Sex, Love and Rock'n Roll Er ist der wohl charmanteste Drecksack innerhalb der internationalen Serienlandschaft. Bereits über ganze sieben Staffeln pöbelt, säuft und – mit Verlaub – vögelt sich der abgehalfterte Schriftsteller Hank Moody (in der Rolle seines Lebens: David Duchovny) durch allerhand Eskapaden hinter den schönen Fassaden der Hollywood-Industrie. Immer mit dem Ziel, das Herz seiner Angebeteten Karen (Natasha MacElhone) sowie das seiner heranwachsenden Tochter Becca (Madelaine Martin) zurückzuerobern, die unter dem Raufboldimage ihres Familienoberhauptes schon oft zu leiden hatten. Am besten im Sturm und von jetzt auf gleich. Doch das Leben von Hank verläuft selten in geordneten Bahnen. Als Stationen seines bisherigen Lebens mussten bereits der Knast, die Entzugsklinik und diverse Krankenhäuser herhalten. Doch Hank Moody wäre nicht Hank Moody, wenn er es nicht immer wieder aufs Neue versuchen würde, seine Ankündigungen, ein besserer Mensch werden zu wollen, auch in die Tat umzusetzen. Zumindest versucht er es. An seiner Seite: Sein Agent und bester Freund Charly (Evan Handler), der nicht unbedingt mit weniger Problemen zu kämpfen hat als sein über alles geliebter Kumpel. Doch gemeinsam lassen sich schwere Zeiten einfach besser durchstehen als allein. Gemeinsam und mit schönen Frauen, Alkohol und jeder Menge Kokain. Genau in solch einer schweren Zeit beginnt auch die seit kurzem hierzulande auf DVD und Blu-ray erhältliche, sechste Staffel der Showtime-Serie „Californication“, die in den USA nun mit einer finalen achten Season abgeschlossen wird.  Schon mehrmals manövrierten sich einzelne Seasons in ein Staffelende, das ohne Zweifel auch als Serienfinale hätte herhalten können. Nicht so die fünfte, in welcher Moody von seiner Kurzzeit-Affäre Carrie (verführerisch: Natalie Zea) mit Tabletten vergiftet wird. Nur wenige Stunden später befinden wir uns am Krankenbett des dem Tod wieder einmal von der Schippe gesprungenen Hank Moody. Dass der Strudel aus Besäufnissen, Drogenkonsum und schlüpfrigen Bettgeschichten nun aufs Neue beginnt, sollte jedem klar sein, der all die Kapriolen unserer aller Lieblingsautors bereits über die letzten fünf Staffeln mitverfolgte. „Californication“ bleibt seinem Stil treu; viel nackte Haut und brachial-sexistische Dialoge inklusive. Auch eingefleischte Fans der Serie müssen zugeben, dass das Format noch nie für seine überbordenden Plottwists bekannt war. Es ist die Freude am Voyeurismus, die „Californication“ zu einer Art süßer Sünde macht, womit sie ihr angestrebtes Kernthema noch nicht einmal verfehlt. Hinter die Hochglanzfassade der Reichen und Schönen zu blicken, bietet auch der sechsten Staffel reichlich Zündstoff und schlussendlich reichte dies auch in der Vergangeneit völlig aus, um im Jahresrhythmus 13 Folgen zu bestücken. Schöne Frauen, heiße Affären und das Spiel mit diversen illegalen Verlockungen: Auch Staffel sechs nimmt sich nicht davon aus, dem Publikum all die bekannten Zutaten erneut auf dem Silbertablett zu servieren. Intensiver denn je Dennoch verliert gerade „Californication“ dabei eines nicht aus den Augen: die Figurenzeichnung. Scheint die Serie auf den ersten Blick lediglich oberflächliche Unterhaltung für Erwachsene zu bieten, offenbart sich unter der rauen Schale ein intensiv gezeichneter Kern, der den psychischen Verfall seiner Protagonisten betrachtet und dabei kein Blatt vor den Mund nimmt. Trat der Charakter Hank Moodys vor allem in Staffel zwei und drei spürbar auf der Stelle (was dennoch in ein nie erreichtes Staffelfinale am Ende der dritten Season mündete), reift vor allem er in den darauf folgenden Ereignissen zusehends. Folglich beginnt die sechste Staffel mit einem längst fälligen Aufenthalt in einer Suchtklinik – und seine Tochter ist auf dem besten Weg, in seine Fußstapfen zu treten. Die Interaktion innerhalb dieses Vater-Tochter-Gespannes ist einer der größten Pluspunkte von Staffel sechs und erreicht nie erahnte Höhepunkte. Wenn sich Hank und Becca über das Leben der hübschen Teenagerin unterhalten und ihr Vater begreift, was für Auswirkungen sein Lebensstil auf sie gehabt haben muss, erreicht „Californication“ eine emotionale Tiefe, die man so vorab noch nie innerhalb des Formats gesehen hat. Auf der anderen Seite sorgt wieder mal vornehmlich das Duo Charly-Hank für allerhand kurzweilige Situationskomik. Highlight: Charly gibt sich zu Gunsten eines Jobs als Homosexueller aus. Dass sich das für den bekennenden Sexsüchtigen (und Hetero!) nicht lange mit sich selbst vereinbaren lässt, ist da wenig verwunderlich. Natasha MacElhone rückt derweil mehr denn je in den Hintergrund, was der Figur Karen jedoch nicht schlecht bekommt. Viele Fans waren die ewige „Kriegen-sie-sich-oder-kriegen-sie-sich-nicht“-Thematik mittlerweile Leid. Einen Hauch dessen kann auch die sechste Season noch gut vertragen, mehr denn je stehen jedoch andere Konflikte im Mittelpunkt. Fazit Auch in Staffel sechs entwickelt sich „Californication“ weiter, ohne die einstigen Wurzeln zu leugnen. Es ist ein Jammer, dass nach der achten Staffel definitiv Schluss sein wird.

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  • 14-05-2014
  • ReviewsTV

DVD-Kritik: “Accused – Eine Frage der Schuld” (Staffel 2)

Der Serienmarkt wird überschwemmt von durchschnittlicher Crime-Ware. Die BBC-Serie "Accused - Eine Frage der Schuld" bietet dagegen düstere Unterhaltung, abseits des Mainstream. Beeindruckend inszeniert und intensiv erzählt, kommt das in der zweiten Staffel vier Folgen umfassende Format mit einer faszinierenden Mischung aus Thriller und Drama daher. Zum DVD-Start hat IOFP einen Blick auf die zweite Season geworfen. Der britische Fernsehsender BBC stellt unter TV-Fans eine der wichtigsten Quellen für qualitative Serienware. „Dr. Who“, „Sherlock“ oder gar das Kritiker überzeugende Castingformat „The Voice UK“: Was auch immer der meistgesehene, britische TV-Kanal ausstrahlt, erfreut sich selbst über die Landesgrenzen hinaus einer wachsenden Beliebtheit. Ähnlich erging es auch der 2010 von Jimmy McGovern  ins Leben gerufenen Crime-Serie „The Accused – Eine Frage der Schuld“. Der Schöpfer von Formaten wie „The Street“ und „Moving On“ inszenierte mit seinem neuartigen Format eine spitzfindige Krimi-Anthologie, in der jede Episode eine eigene Geschichte erzählt. Vertrieben wird „Accused“ von Jimmy McGoverns Produktionsfirma RSJ Films, die der Drehbuchautor und Produzent einst gründete, um unabhängige Independent-Dramen zu inszenieren. Diesen Hintergedanken lässt  „Accused“ mehr als einmal erahnen. Versprühte bereits die erste Staffel der 2011 mit einem International Emmy ausgezeichneten Serie den Charme eines Charakterdramas legen die Regisseure David Blair („Best Laid Plans“) und Ashley Pearce („Downton Abbey“) in Season zwei noch eine Schippe drauf. „Accused“ ist ein intensives Thriller-Drama der Marke „Zodiac – Die Spur des Killers“, das mit seinen gerade einmal vier Folgen das Konzept nicht überreizt und beweist, dass die Briten in puncto Serie einfach die Besten auf ihrem Gebiet sind. Fincher meets Hitchcock Bereits der Auftaktepisode „Tracies Geschichte“ – im Original „Tracies Story“ - gelang im Vereinigten Königreich ein phänomenaler Start. Mit rund sechs Millionen Zuschauern erreichte die Geschichte um einen Transvestit nahezu doppelt so viele Zuschauer wie das Staffelfinale von Season eins. Dies dürfte vor allem der hochklassigen Besetzung geschuldet sein. Standen für die erste Staffel Stars wie Andy Serkis („Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“), Naomie Harris („James Bond 007 – Skyfall“) oder auch Christopher Ecclestone („Thor – The Dark Kingdom“) vor der Kamera, konnte „Tracies Geschichte“ mit Sean Bean aufwarten, der in diesem Jahr zudem in „Jupiter Ascending“ zu sehen sein wird. In den weiteren Folgen „Mos Geschichte“, „Stephans Geschichte“ und „Tinas Geschichte“ darf das Publikum auf Hollywood-Durchstarter Robert Sheehan („Chroniken der Unterwelt – City of Bones“), Serien-Star John Bishop („Skins“) und Michael Maloney („Die eiserne Lady“) freuen. Inszenatorisch überzeugt „Accused – Eine Frage der Schuld“ auch in der zweiten Staffel durch die beeindruckende Erzählweise. In jeder Folge steht eine vor Gericht angeklagte Person im Mittelpunkt, welche die vergangenen Geschehnisse aus ihrer Sicht rückblickend schildert. Dabei entsteht vor allem durch sämtliche technischen Aspekte stets solch eine hypnotische Wirkung, dass der Ausgang der Geschichte weder zu erahnen, noch für das Publikum zu verpassen ist. Fabian Wagner, der ebenso moderne wie düstere Bilder bereits für einzelne „Sherlock“-Episoden einfing und  Kieran McGuigan („Inspector Banks“) wissen die beklemmende Atmosphäre beeindruckend in Szene zu setzen. „Accused“ wird dominiert von einer brodelnden Stimmung, ohne dabei zu bedrohlich zu wirken. Dadurch erinnert vor allem die zweite Staffel auf der Basis des Suspense durchaus an die Hochzeiten des Filmemachers Alfred Hitchcock, gemischt mit den beklemmenden Szenarien, die man aus den Werken David Finchers kennt. Fazit Für Fans anspruchsvoller Krimi-Kost abseits des US-Crime-Mainstream bietet die zweite Staffel von „Accused – Eine Frage der Schuld“ unkonventionell erzählte und gedrehte Serienkost. Die sowohl auf DVD als auch Blu-ray erhältliche Staffelbox erhält die komplette Season und sorgt für intensive Stunden vor dem Fernseher.

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  • 24-04-2014
  • Archiv (nicht mehr nutzen)ReviewsTV

DVD-Kritik: “House of Cards – Das Original”

Fast ein Vierteljahrhundert vor Kevin Spacey in der Rolle des Francis Underwood zeigte bereits Ian Richardson, wie richtig Politik gemacht wird. IOFP sagt euch, ob sich das Original von House of Cards lohnt. Ein wackliges Gebilde Wir schreiben das Jahr 1990, Margaret Thatcher tritt im November als Premierministerin des Vereinigten Königreichs zurück. Die Konservative Partei, die Tories, sind unter Zugzwang. Wer wird neuer Premierminister Großbritanniens? Hier kommt unser Protagonist ins Spiel. Wer die erfolgreiche Netflix-Adaption von House of Cards kennt, wird gleich in der ersten Sekunde merken, von wem Underwood seine Charakterzüge übernommen hat. Francis Urquhart, verkörpert vom dem gealterten Ian Richardson ("From Hell"), ist parlamentarischer Geschäftsführer der Tories, und muss dafür Sorge tragen, dass ein angemessener Nachfolger gefunden wird. Als neuer Premierminister wird unter großem Stimmenverlust Henry Collingridge (David Lyon) gewählt, der Francis Urquhart eines der höheren Ämter versprochen hat. Dieses bekommt Francis, trotz Versprechen vom Premier, allerdings nicht. Um letzten Endes doch dort zu stehen wo er sich sieht, nämlich am oberen Ende der politischen Leiter, zieht Francis in einen Feldzug gegen seine eigene Partei, gegen seinen eigenen Premierminister. Die junge aufstrebende Journalistin Mattie Storin (Susannah Harker) spielt Francis hier geradezu in die Hände. Als Angestellte beim Daily Telegraph bietet sich Francis hier der ideale Nährboden für seine politischen Spielerein. Mattie wird nichtsahnend zu einer seiner Schachfiguren, die getrieben von ihrer jungen Naivität erst zu spät merkt, welches Spiel Francis Urquhart hier mit ihr treibt. Doch als sie es realisiert, ist der Schaden schon angerichtet: Francis lässt interne Parteiinformationen an die Öffentlichkeit gelangen, um den Bruder des Premierministers zu diffamieren. Angeblich spekuliere dieser mit Aktien eines Pharmakonzerns, der staatliche Aufträge erhalten hat. Kann das Schlimmste noch verhindert werden, kann Mattie rechtzeitig noch die Notbremse ziehen? Urquhart und Underwood Das Vorbild der Netflix-Adaption ist für Kenner der Serie nicht von der Hand zu weisen. Von der ersten Sekunde an wird klar, dass Francis Underwood die amerikanische Version eines Francis Urquhart ist. Von den Monologen bis hin ins kleinste Charakterdetail spiegelt Spacey eine moderne Version von Richardson wider. Was Spacey fehlt, ist der britische Schneid vor dem Präsidenten keinen Halt zu machen. So begnügt sich Underwood mit der Rolle des Vizepräsidenten, während Urquhart eben die Rolle des Premierministers anstrebt. Doch auch viele andere Details fallen einem sofort ins Auge, so auch die Rolle der jungen Journalistin. Die Mattie Storin der Neuzeit ist Zoe Barnes, die wie ihr Vorbild in ein tiefes Netz aus Intrigen gerät, aus welchem sie sich nur schwer befreien kann. Auch wird der Kokainsüchtige Roger O'Neill Urquharts Instrument für die schmutzigen Jobs, wie es Peter Russo für Underwood heute war. Das schöne an alledem ist, dass das "Original" sich in keiner Art und Weise vor der Netflix-Adaption verstecken muss. Die von 1990 bis 1995 von der BBC produzierte Mini-Serie ist dank der Thematik zeitlos, und weiß auch heute noch zu begeistern. Fazit Für Fans von House of Cards ist "House of Cards –Das Original" eine Reise in die Vergangenheit. In jeder Folge entdeckt man Parallelen zur Neuauflage, und ahnt schon, welches Schicksal der Person im Zweifelsfalle wiederfährt. Die BBC-Produktion ist in schauspielerischer Darbietung und Inszenierung erste Güteklasse. Allen voran zeigt Ian Richardson, wie Politik in Großbritannien auszusehen hat. Es ist ein Fest für die Sinne, wenn wieder einer seiner mit Kalkül geplanten Pläne die Früchte des Erfolgs trägt. Aber auch die überarbeitete DVD-Fassung kann sich sehen lassen, so ist die vorliegende DVD-Ausgabe von Grund auf "Remastered", so ist das Bild in eine zeitgemäße Auflösung gestreckt, wobei der schwarze Rahmen des 4:3-Formats ein Makel seiner Zeit ist. Einzig der Ton, welcher ein leichtes Hintergrundrauschen mit sich bringt, fällt negativ auf. Doch auch ist der Umfang der DVDs sehr bescheiden: abgesehen von einem Audiokommentar zur jeweiligen Folge ist nicht viel an Extras auf den DVDs zu finden. Dennoch sollte jeder Fan von House of Cards sich diesen Klassiker keinesfalls entgehen lassen. "House of Cards – Das Original" darf in keiner Sammlung fehlen!    

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