TV-Tipp: „Léon – Der Profi“

Keine Lust auf vier Stunden „Schlag den Raab“? Dann schaut Euch unseren heutigen TV-Tipp an. Statt Spiel und Albernheiten empfehlen wir Euch einen Klassiker, der Action, Humor und große Gefühle bietet.

tv-tipp: Jean Reno und Natalie Portman schufen mit "Léon - Der Profi" einen Klassiker.

Jean Reno und Natalie Portman schufen mit „Léon – Der Profi“ einen unvergleichlichen Klassiker.

Nur selten schaffen es Filme mit einer ganz besonderen Mischung, zu einem zeitlosen Meisterwerk zu werden. Luc Bessons „Léon – Der Profi“ (orig. „The Professional“) ist einer dieser Filme. Im eigentlichen Sinne als Actionfilm betitelt, beinhaltet „Léon“ jedoch auch humoristische Facetten und eine angemessene Menge an Emotionalität.

Das macht „Léon“ zu unserem heutigen TV-Tipp:

Natalie Portmans Schauspieldebüt stammt aus dem Jahre  1994 und vereint die damals 13-Jährige mit den Schauspielgrößen Jean Reno und Gary Oldman unter der Regie von Luc Besson. Reno verkörpert den Auftragsmörder Léon, der in New York für die italienische Mafia im wechselnden Einsatz ist. Er ist ein Einzelgänger und sein einziger Freund eine Topfpflanze, die wie Léon keine festen Wurzeln schlägt. Auch wenn Léon skrupelos und kalt erscheint, hat er sich seinen Berufsethos immer bewahrt: Er tötet keine Frauen und keine Kinder.

Doch schlagartig ändert sich sein eigenbrötlerisches Leben, als Mathilda (Natalie Portman) bei ihm unterschlüpft. Mathildas Familie wurde von korrupten DEA-Agenten getötet und hat auch vor ihrem kleinen Bruder nicht haltgemacht. Sie schwört Rache am DEA-Agenten Norman Stansfield (Gary Oldman) und bittet Léon um Hilfe. Dieser soll sie ausbilden und bekommt dafür von Mathilda Hilfe im Haushalt und beim Lesenlernen.

Wir wollen Euch, die Ihr unseren TV-Tipp noch nicht kennt, an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber es ist eine gefühlvolle Geschichte, die eine einzigartige Bindung zweier Menschen zeigt, die scheinbar unmöglich, aber gerade deshalb umso wünschenswerter ist. Vor Schmalz und Schmacht müsst Ihr Euch definitiv nicht fürchten, denn Action gibt es reichlich, aber in passenden Dosen. Wer Ansprüche an Luc Besson hat, wird diese erfüllt bekommen – nicht zuletzt durch Jean Renos Verkörperung des Léon. Also heute Abend nach Angrillen und Abwasch um 22.00 Uhr RTL II einschalten!

Wir sind gespannt, ob Ihr den Film kennt und ihn genau deshalb noch einmal seht oder ob wir Euch zum Anschauen dieses Meisterwerks überzeugen konnten. Hinterlasst uns einen Kommentar!

  • admin
  • 29. März 2014
Mehr zu diesem Thema
  • 12-08-2014
  • Reviews & Meinungen

Filmkritik: „Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück“

In "Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück" begibt sich Simon Pegg auf eine ganz besondere Reise, um das Glück der Menschen aufzuspüren. Ob er auf seinem abenteuerlichen Weg fündig wird und auch den Kinobesucher beglücken kann, erfahrt Ihr bei IOFP. Warum ist man nie so richtig zufrieden mit seinem Leben? Warum erkennt man die guten Momente erst, wenn sie längst vorbeigezogen sind? Wie findet man sein Glück? All dem will Simon Pegg in der Tragikkomödie  "Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück" eine Antwort geben können. Auf dem gleichnamigen Bestseller des französischen Autors François Lelord basierend, kommt nun genau zehn Jahre nach der deutschen Buchveröfflichung ein Film, der ein ganz persönliches Thema anspricht. All die Fragen, deren Antworten gefunden werden wollen, sind jedem Einzelnen bekannt und so hat der Film großes Potenzial seine Zuschauer auf tiefgreifender Ebene anzusprechen. Warum "Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück"? Als Londoner Psychiater begegnet Hector (Pegg) tagtäglich den unterschiedlichsten Menschen, die eines gemeinsam haben: Sie sind unzufrieden. Ob vom Alltag geplagte Hausfrau oder von Visionen verlassene Hellseherin (Veronika Ferres) - sie alle kommen zwar immer wieder in seine Praxis, aber Besserung ist nicht in Sicht. Hector wird bald bewusst, dass er selbst unglücklich ist und somit seinen Patienten keine Hilfe sein kann. Er beschließt eine Reise zu unternehmen, die ihn in unbekannte Gegenden sowie Orte aus der Vergangenheit führt. Obwohl Hectors erfolgreiche und scheinbar perfekte Freundin Clara (Rosamund Pike) von den Plänen zunächst nicht angetan ist und gar mit einer Trennung rechnet, lässt sie ihn ziehen. Es beginnt ein Abenteuer, dass Hector nach Shanghai, Tibet, Südafrika und Los Angeles führt. Das Glück ist nicht allein in dir Mit Notizbuch und Trekkingrucksack bewaffnet fühlt sich Hector so gut wie nie und lässt das auch spüren. Ein wenig planlos, aber euphorisch genug, um auch die entlegensten Flecken der Welt zu bereisen, lässt er sich von nichts und niemandem aufhalten. Die Begeisterung, die Abenteuerlust und auch die intensiven Rückschläge, halten Hector nicht auf und den Zuschauer im Kinosessel. Wir dürfen einen Mann begleiten, der sich unbewusst das innere Kind bis ins Erwachsenendasein bewahrt hat. Was dem einen jedoch gut tut, erschwert Hector widerum das Leben. Eine klare Sicht der Dinge fällt ihm oft schwer, sodass er nicht nur die Frage des allgemeinen Glücks, sondern vor allem seine eigene Unzufriedenheit klären muss. Nicht, dass irgendetwas gegen ein Quäntchen kindliche Unbeschwertheit sprechen würde, aber für den Hauptcharakter blockiert es die persönliche Entwicklung und die seiner Beziehung zu Clara. Roamund Pike brilliert als perfekt organisierte Dauerfreundin auf ihrem beruflichen Höhepunkt. Als scheinbar vollständiger Gegensatz zu Hector, verkörpert sie das Glied zwischen seinem alten Leben und seiner zeitweise sehr ungewissen Zukunft. Mit viel Humor und Tragik begleitet man das Paar und fühlt sich durch diese zwei Sichtweisen wie selbstverständlich mit den Charakteren verbunden. Hectors Gefühl, dass etwas fehlt, aber was genau das ist, nicht benennen zu können, ist erschreckend real. Das Glück fällt manch einem vielleicht ganz zufällig in den Schoß, aber es dann auch zu erkennen und zu bewahren, dazu sind die wenigsten in der Lage. Auch Hetor beweist ein ums andere Mal, dass es soviel Glück im Leben gibt, dass sich der Kampf um das Lösen der inneren Blockade lohnt. Und ein Kampf ist es allemal - man lacht und weint gleichermaßen, fühlt die Enge in der Brust genauso stark, wie die Freude über all die guten Momente. Aber nicht jeder muss sich gleich auf eine Weltreise begeben, um Antworten zu finden, denn wie es so schön heißt: "Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?" Alles, was man hat, aufs Spiel zu setzen, wagen wohl auch nur wenige und da ist es doch schön, wenn Hector diese Aufgabe übernimmt und uns am Ende mit einer Zufriedenheit entlässt, die uns mehr Zuversicht in die eigenen Fähigkeiten und vor allem die guten Zeiten des Lebens vermittelt. Und dieses unbestritten gute Gefühl wird durch eine thematische Authentizität geschaffen, die in der derzeitigen Blockbuster-Industrie oft ignoriert wird. Fazit "Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück" ist ein Aufruf an all die unzufriedenen, missgestimmten und schlecht gelaunten Menschen dieser Welt, die ihr Glück verloren glauben: Genießt die kleinen Dinge, freut euch über all das Schöne und besinnt euch dessen, was ihr schon längst an eurer Seite habt. Vergesst jedoch nie, auch etwas dafür zu tun! Zu sagen, dass wir eine Antwort auf die Frage der Herkunft des Glücks bekommen, wäre zuviel des Guten und ist auch nicht die Intention des Films, aber Hector hilft am Ende nicht nur seinen Patienten auf die Sprünge, sondern krempelt auch sein Leben um und geht somit mit gutem Beispiel voran. Das Kind im Manne hat er dabei nicht verloren, es ist nur erwachsen geworden - man darf sich eben niemals ganz verlieren.

Interesse geweckt? Jetzt weiterlesen
  • 12-08-2014
  • Reviews & Meinungen

Filmkritik: „Lucy“

Luc Besson ist zurück und mit ihm all die grandiosen Erinnerungen an "Das fünfte Element". 2014 will er alte und neue Fans mit "Lucy" begeistern. Ob ihm das gelingen kann, erfahrt Ihr bei IOFP. Wir lieben die "Taxi"-Filme, das grandiose "Fünfte Element" und "Léon - der Profi" ist einer unserer großen Favoriten. Obwohl er auch in den drei "Taken"-Filmen die Finger mit im Spiel hatte, einen richtigen Luc Besson gab es aber schon lange nicht mehr für seine Fans. Jetzt gibt es aber endlich Nachschub für alle, die die Besson'schen Verfolgungsjagden, Hirngespinste und die unterschwellige Komik lieben: "Lucy". Mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle, hat Regisseur und Drehbuchautor Besson nicht nur alte Muster aufgegriffen, sondern die perfekte Wahl getroffen. Einfach nur Lucy Was für Lucy (Johansson) als gewöhnlicher Tag beginnt, wird bald zu einer actionreichen Achterbahnfahrt. Nachdem ihr Richard (Pilou Asbæk), mit dem sie das Vergnügen einer kurzen Liason hatte, einen mysteriösen Koffer an das Handgelenk kettet, überschlagen sich die Ereignisse: In dem Koffer befinden sich vier Päckchen eines ominösen blauen Pulvers namens CPH-4, das der chinesische Drogenbaron Mr. Jang (Choi Min-sik) in die restliche Welt verschiffen will, er braucht dafür jedoch vier Kuriere, von denen jeder ein Päkchen in den Bauch gepflanzt bekommt. Ganz so einfach wird es aber nicht, denn Lucy wird abgefangen und zusammengeschlagen. Als sich dabei ihr Päkchen öffnet und der Stoff eine Symbiose mit ihrem Körper eingeht, entwickelt sie ungeahnte Fähigkeiten, die nicht nur das Leben ihrer Gegenspieler gefährden, sondern auch für Lucy alles verändern... Ein zweiter Erzählstrang führt Professor Norman (Morgan Freeman) ein, der sich auf theoretischer Ebene mit den Auswirkungen einer intensiveren Nutzung der Kapazitäten des menschlichen Gehirns befasst. Dass ihm bald eine junge Frau begegnen wird, die ganz unfreiwillig auf immer mehr Areale ihrer körpereigenen Schaltzentrale zugreifen kann, hat er dabei nicht für möglich gehalten. CPH-4 - in Forscherkreisen bisher reine Fantasie - wurde tatsächlich entwickelt und dass die vermuteten Auswirkungen auf den Menschen enorm sind, zeigt die "infizierte" Lucy, die plötzlich ungewollten, immer intensiveren Zugang zu allem hat, was durch elektrische Impulse gesteuert wird.  Was wäre, wenn wir 100 % unseres Gehirns nutzen könnten? Es läuft nichts mehr ohne die moderne Technik. Sei es Smartphone oder PC - der Mensch ist zum Untergebenen seines eigenen Entwicklungsdrangs geworden. Doch die eigentlich unschuldige Lucy lässt wahr werden, was sich der technikbessene Mensch nicht mehr erträumen kann: Sie nutzt die Kapazitäten ihres Gehirns. Ganz ohne Technik, denn Lucy beginnt ihre abgedrehte Reise bereits ohne das kleinste technische Anhängsel. Mit einer surrealen Intensität wird sie zur Suche nach den verbliebenen Päkchen gezwungen, denn wie auch bei 'gewöhnlichen' Drogen, braucht sie Nachschub. Nicht aber, weil sie abhängig ist, sondern weil das Nachlassen der Wirkung ihren unmittelbaren Tod bedeuten würde. Mit jeder neuen Prise CPH-4 verlängert sie nicht nur ihre Lebenszeit, sondern auch ihren Zugriff auf das unsichbare Netz der irdischen Impulse. Die Verwirrung ihrer Mitmenschen, wie dem französischen Polizisten Pierre Del Rio (Amr Waked), wird durch den Wechsel zwischen dem, was Lucy wahrnimmt und dem, was der 'normale' Mensch sieht, spürbar. Doch nicht nur die Wirkung der surrealen Weiterentwicklung Lucys, sondern auch ihre ganz persönliche Veränderung von einer schwachen jungen Frau zu einer Intelligenzmaschine, die zu allem fähig ist, versetzt uns in genau den Zustand, den wir bei Luc Besson erwarten: Realität von Täuschung, Gegenwart von Zukunft oder Vergangenheit zu unterscheiden, gelingt fast nicht mehr. Ob Leeloo oder Mathilda - Luc Besssons Faible für scheinbar schwache Hauptcharaktere, die im Laufe des Films in den Bann ihrer Veränderung ziehen, ist unbestritten. Mit Lucy reiht sich die Dritte in den Bund ein und tritt eine würdige Nachfolge ihrer Vorgängerinnen an. Doch auch die vielen anderen Kleinigkeiten, die einen Besson ausmachen, werden geboten: Der Peugeot ist eben noch immer unerkannte Flitzer unter den Autos, nur scheinbar unfreiwilliger Humor lockert die Stimmung, die durch äußerst willkommene Slow-Motion-Actionsequenzen wieder angespannt wird. Eine Moral oder Botschaft kann natürlich auch hineininterpretiert werden, aber im Grunde sollte man "Lucy" einfach auf die Sinne stürmen und wirken lassen. Dank der modernen Technik gelingt dies nämlich ausgesprochen gut. Fazit "Lucy" ist ein Feuerwerk für die Sinne, eine surreale Reise in die Unmöglichkeiten der menschlichen Möglichkeiten. Wer einen Luc Besson erwartet, wird ihn bekommen und zwar auf eine wunderbar irrsinnige Weise, die noch lange nachwirkt.

Interesse geweckt? Jetzt weiterlesen
  • 09-06-2014
  • googlenewsTV

TV-Tipp: „Ronal, der Barbar“

"Ronal, der Barbar" ist eins der ganz großen Animations-Kunststücke aus Dänemark. Die völlig versaute, durchgeknallte Fantasy-Komödie hat sich den Status als unseren TV-Tipp redlich verdient! Prädikat: Muss man gesehen haben! Heute, am 9. Juni, um 21.45 Uhr müsst Ihr unbedingt 3sat einschalten und Euch das Barbaren-Spektakel "Ronal, der Barbar" ansehen! Der 3D-Animationsfilm aus dem Jahr 2011 besticht jedoch nicht durch Familienfreundlichkeit oder gar neueste Technologie, vielmehr ist die schamlose Darstellung der egozentrischen Barbaren und ihrer speziellen Vorlieben so sehenswert. Muskeln, Frauen, Sex und ein Held widerwillen Ronal ist unter den Barbaren wohl der körperlich schwächste. Neben all den muskelbepackten und grobschlächtigen Kerlen, und auch Frauen, entspricht er nicht dem Ideal seines von Kron abstammenden Volkes. Während die anderen ihre Körper ölen und stählen, muss sich der schmächtige Ronal immer wieder dem Spott ergeben. Doch seine große Stunde naht! Als das Dorf mitten in einem rauschenden, alkohollastigen Fest überfallen wird, ist tatsächlich Ronal der einzig Verbliebene. Nun ist es an ihm, sein Volk aus den Fängen des bösen Prinzen Volcazar zu befreien. Dieser will den ältesten Feind Krons wieder heraufbeschwören und dessen Nachfahren vollständig auslöschen. Selbstverständlich muss der Held der Herzen nicht allein in den Kampf ziehen. Begleitet wird Ronal vom untalentierten Barden Alibert, der rabiaten Zandra und dem metrosexuellen Elf Elric. Der Weg zum Feind ist lang und es begegnen den Helden nicht nur blutrünstige Feinde, sondern auch sexbesessene, fortpflanzungsfreudige Amazonen. Warum ist "Ronal" unser TV-Tipp Mit seiner unschlagbaren Schamlosigkeit, der überspitzten Darstellung der selbstverliebten Barbaren und grandioser Musik ist "Ronal, der Barbar" nicht nur ein Fest für die Lachmuskeln. Auf eine ganz spezielle Weise, ist er eine Liebeserklärung an all die Fantasy-Filme rund um Barbaren. Aufgegriffen werden selbstverständlich "Conan, der Barbar" - was schon am Titel zu erkennen ist-, aber auch auf "Red Sonja" wird sich in Form von Brigitte Nielsen als großbusige Amazonenkönigin bezogen. Um Euch auch den letzten Zweifel zu nehmen, haben wir natürlich den Trailer für Euch. Werdet Ihr einschalten? Wir lassen uns dieses Erlebnis nicht nehmen, denn es kann auch beim zweiten oder dritten Mal noch herrlich gelacht werden!

Interesse geweckt? Jetzt weiterlesen
Mehr aus diesem Bereich
  • 09-09-2014
  • ReviewsReviews & MeinungenTV

TV-Trash 2014: „Catch the Millionaire“ geht in die zweite Runde

Nachdem Millionär Dennis in der ersten Staffel "Catch the Millionaire" bereits die "große Liebe" gesucht hat, spielt nun Berufssohn Paul den Hampelmann in der Arena der öffentlichen Demütigungen. Vergangenen Donnerstag ging die große Menschenverachtung "Catch the Millionaire" in die zweite Runde und Hamburger Paul ist mittendrin. An seiner Seite sind die Pseudomillionäre Marcel und Peter, um diese drei Primaten schlawinern 18 erschreckend schlichte Damen. Scheinentrüstet kann der Privatsender-Rezipient künftig wieder die Stirn kraus legen, wenn Frauen reichen Männern nachjagen und die Männer unverschämterweise ja doch nur das Eine wollen. Jedes ähnliche Format zeigt immer wieder, dass erstaunlich viele Menschen bereit sind, sich für die Öffentlichkeit zu prostituieren und noch viel mehr Menschen wollen dabei zusehen. Aber wer kann sich schon davon freisprechen belustigt und erleichtert zu sein, wenn man merkt, dass man selbst noch nicht ganz unten in der gesellschaftlichen Ordnung angekommen ist. Zudem demonstriert ein schmieriger millionenschwerer Junge hervorragend, dass Großverdiener einen keineswegs in Ehrfurcht erstarren lassen müssen. Nun zieht eben jenes Bürschchen los und sucht natürlich nach der Frau fürs Leben. Seit einigen Jahren ist schon bekannt, dass diese sich gerne hinter Silikon, Gelnägeln und Extensions versteckt, wo auch sonst. Millionär Paul weist aber ja auch darauf hin, dass eine Frau das schönste Schmuckstück des Mannes sei. Selbstverständlich muss solch ein Schmuckstück aber eine reine und liebliche Seele beheimaten, die nur darauf wartet, ihren Mann hingebungsvoll zu lieben. Seine und die Absichten seiner Companions sind selbstverständlich absolut ehrenhaft, umso verwerflicher ist es, dass sich unter den "Ladies" sogenannte "Gold Digger" befinden könnten. Herzzerreißend welchen betrügerischen, gierigen Frauen solch ein reicher Junggeselle doch ausgesetzt ist. Dabei ist der Handel doch seit ewigen Jahrhunderten ganz einfach: jugendliche Schönheit gegen die Moneten. Mann kann halt nicht alles haben. 18 Frauen traten an, um mit öffentlicher Hilfe endlich den richtigen Partner zu finden. Dabei sucht natürlich jede den, der sie zum Lachen bringt, sie achtet und romantisch ist. Das ist doch mal etwas ganz Neues! Vier der Superleuchten verließen in der ersten Folge bereits die Sendung und natürlich flossen Tränen, warum auch immer. Mittlerweile dürfte man sich daran gewöhnt haben, dass sämtliche Gestalten im Fernsehen ihrer Sprache nicht mehr mächtig sind. "Catch the Millionaire" reiht sich damit in die Riege anderer Formate ein. Der Millionär sorgt sich, dass Anastasia stark auf Paul "reflektiert". Was auch immer das bedeuten sollte. Doch so lange man sich nur genug als Mann von Welt präsentiert, dürften solche Kleinigkeiten keinen stören. Fremdscham überkommt einen besonders bei dem Gequatsche der 18 Mäuschen, zum Verzweifeln! Aber man kennt das ja: solche Formate sind eben wie ein Unfall, zu schrecklich zum Wegsehen. Vier Fräulein sind leider schon nicht mehr dabei, doch auf 14 dürfen wir uns am kommenden Donnerstag noch freuen. Vor uns liegen einige Wochen, in denen wir mit den drei äußerst symphatischen Junggesellen hoffen können, dass sie ihre Traumfrauen finden. Nur um es noch einmal im ProSieben-Jargon zu sagen. Also, Donnerstag um 20:15 uhr auf ProSieben. Kann man gucken oder auch nicht. Was haltet Ihr von den neuen "Millionären"?  

Interesse geweckt? Jetzt weiterlesen
  • 27-08-2014
  • TV

TV-Tipp: 25 Jahre „Simpsons“ auf Pro 7

Am 1. September ist es so weit: Im Zuge der "Jubiläumswoche" wird auch Pro 7 gelb und feiert 25 Jahre Simspons. Den Auftakt macht der Start der 25. Staffel, darauf folgen die drei beliebtesten "Simpsons"-Folgen der Zuschauer. Welche das sein werden, das soll eine Online-Umfrage klären. 25 Jahre Simpsons. Fünfundzwanzig Jahre. Fünfhundertdreiundsechzig Folgen. Ein Film. Keine Serie hat sich länger gehalten - und die Geschichte geht noch immer weiter. Nun starten Homer und Co. in die 25. Runde und Pro 7 möchte den "Simpsons"-Fans zur Feier der silbernen Hochzeit mit der gelben Familie eine besondere Überraschung bescheren. Deshalb wird nicht nur die erste Folge der 25. "Simpsons"-Staffel, "Homerland", gezeigt, sondern im Anschluss auch die drei beliebtesten Episoden der Zuschauer. Welche Episoden die drei besten "Simpsons"-Folgen aller Zeiten sein sollen, darüber entscheidet das Online Voting auf Pro 7. Aktuell ist "Nedtropolis", (Staffel 21, Folge 20) auf Platz 1, dicht gefolgt von "Homer als Restaurantkritiker" (Staffel 11, Folge 3) und "Springfield Film-Festival" (Staffel 6, Folge 18). Die Lieblingsfolge unseres Redakteurs, "Das verlockende Angebot" (Staffel 8, Folge 2) ist zur Zeit auf Platz 25 von den insgesamt 536 Folgen. Allerdings erscheint bei der Abstimmung auch immer wieder eine Fehlermeldung. Abgestimmt werden kann noch bis zum 28. August und den Link zum Simpsons-Voting findet ihr hier. Am Freitag, dem 5. September wird dann auch - für alle, die ihn noch nicht gesehen haben - "Die Simpsons - Der Film" zur Prime Time ausgestrahlt. Was ist Eure liebste "Simpsons"-Folge und warum? Oder könnt Ihr die Simpsons inzwischen gar nicht mehr sehen? Schreibt es uns!

Interesse geweckt? Jetzt weiterlesen
  • 27-08-2014
  • TV

„The Voice of Germany“ beschert einen heißen Herbst!

Im Oktober startet die neue Staffel von "The Voice of Germany" mit neuen Coaches und vielen neuen Talenten, aber ohne Nena und The BossHoss. Die ProSieben Gesangsshow geht diesen Herbst in die vierte Staffel. Von den Urgesteinen der Sendung haben nun auch Nena und The BossHoss die Arena verlassen. Rea Garvey, ehemaliger Frontmann der Band Reamonn, kehrt aber wieder zurück. Auch Samu Haber, der sich in der letzten Staffel bereits großer Beliebtheit erfreute, ist mit dabei. Neu unter den Juroren sind Smudo und Michi Beck von "Die Fantastischen Vier" und "Silbermond"-Sängerin Stefanie Kloß. Erneut werden die Juroren nur mithilfe ihrer Ohren werden die Coaches wieder erhören, welcher Sänger es in ihr Team schaffen soll. Den erhofften Durchbruch dürfte aber auch bei "The Voice of Germany" keiner der Teilnehmer erwarten. Wie es in jeder anderen Castingshow zu sehen ist, verschwinden auch die "TVoG"-Sieger mit jeder weiteren Staffel noch schneller in der Versenkung. Wenigstens machen die Teilnehmer dieses Formats den Eindruck, als wären sie sich ihrer Situation bewusst und erwarteten nicht den goldenen Topf am Ende des Casting-Dschungels. Auch der Tränendrüsenfaktor, der bei ähnlichen Sendungen so gerne mit dramatischen Hintergrundsgeschichten ausgeschlachtet wird, ist bei "The Voice of Germany" noch begrenzt, wohlgemerkt NOCH. Erfrischend an dem ProSieben/Sat1-Projekt waren natürlich die umgedrehten Stühle. Dem Zuschauer vor dem Fernseher hingegen werden Hintergrundinformationen geliefert, sodass er oder sie die Sänger/innen plötzlich nur noch subjektiv bewertet. Auch für die kommende Staffel bleiben die Regeln die gleichen: Die "Talents" singen und wenn es einem der Coaches gefällt dreht der sich um, wenn nicht, ist es Zeit zu gehen. Ab dem 9. Oktober startet die vierte Staffel und wird wieder abwechselnd auf ProSieben und Sat1, donnerstags und freitags um jeweils 20:15 uhr zu sehen sein. Was haltet Ihr von der Sendung? Glaubt Ihr die Coaches finden die "Stimme Deutschlands"?

Interesse geweckt? Jetzt weiterlesen