Serien-Tipp: „The Border“, Staffel 3

Die dritte Staffel der kanadischen TV-Serie „The Border“ triumphiert einmal mehr durch tolles Storytelling vor der Kulisse des kanadischen Grenzschutzes. IOFP.de hat sich die DVD zum Staffelstart ganz genau angesehen und spricht eine Empfehlung an die Fans aus.

An der Grenze wird schon mal scharf geschossen!

An der Grenze wird schon mal scharf geschossen!

An der Grenze

Die US-Homeland-Security und der kanadische Grenzschutz: Seit nunmehr drei Staffeln und insgesamt 38 Episoden arbeiten diese beiden Institutionen in der kanadischen Crime-Serie „The Border“ zusammen und ermitteln gemeinsam im Kampf gegen Menschenhandel, Schmuggel und illegale Einwanderung. Nun ist in Deutschland die dritte Season auf DVD erhältlich. Auf insgesamt drei Discs sagen James McGowan („Bitten“), Graham Abbey („Degrassi“) und Co. dem Verbrechen den Kampf an und sorgen damit für rund neun Stunden kurzweilige Krimi-Unterhaltung. Als Strippenzieher hinter den Kulissen fungieren der vornehmlich für seine Serien-Arbeiten bekannte Philip Earnshaw („Degrassi“, „The Best Years“) sowie der auch hierzulande und in den USA bekannte John Fawcett („Orphan Black“, „Saving Hope“).

Hierzulande wurde die Serie auf dem Pay-TV-Sender AXN ausgestrahlt, doch trotz Kritikerlob (die Serie wurde teilweise gar mit dem US-Klassiker „24“ verglichen) erschloss sich der Kult um „The Border“ zunächst nur einem ausgewählten Publikum. Vornehmlich beschränkte sich der Erfolg auf Kanada: Die erste Staffel avancierte dort zu einem Heimkino-Hit bei iTunes, eine zweite und dritte Staffel waren schnell bestätigt. So ließen auch die Award-Nominierungen nicht lange auf sich warten. Bei den Monte Carlo Television Festivals 2008 und 2009 wurde „The Border“ insgesamt sechsmal nominiert, unter anderem als „Beste Drama-Serie“.

Ab sofort im Handel: Die dritte Staffel von "The Border".

Ab sofort im Handel: Die dritte Staffel von „The Border“.

Fazit

Es muss nicht immer US-Crimekost sein, wenn es die Kanadier genauso gut können. Fans von Formaten wie „Navy CIS“ sowie „Criminal Minds“ sei der Geheimtipp „The Border“ aufgrund von frischen Gesichtern und interessanter Eindrücke von der täglichen Arbeit beim Grenzschutz wärmstens empfohlen. Wem der Kult um die Serie bislang jedoch verwehrt bliebt, sollte zunächst zur ersten Staffel greifen; bei manchen Verwicklungen innerhalb der dritten Staffel könnte der Zuschauer sonst schnell der Überblick verlieren.

  • admin
  • 22. Juli 2014
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  • 08-09-2014
  • Reviews & Meinungen

Serientipp: „The Killing – Staffel 1“

Zum DVD-Start der ersten Staffel von "The Killing" wirft IOFP einen Blick auf die US-Serienadaption des skandinavischen Erfolgsformats "Kommissarin Lund". Eine Staffel - Ein Mord Der US-Sender AMC ist in den letzten Jahren vor allem durch zwei Formate aufgefallen: "Breaking Bad" entwickelte sich sukzessive zur weltweit beliebtesten TV-Serie und "The Walking Dead" erfand das Zombie-Genre neu. Nun kommt mit "The Killing" das nächste Prestige-Projekt von AMC daher und erzählt ähnlich des derzeit rund um den Globus gehypten "True Detective" von einem Mordfall, der auf mehreren Erzählebenen aufgeklärt wird. von den Ermittlungen im Mordfall an einer Teenagerin, über die Versuche ihrer Familie, das Verbrechen zu verarbeiten, bis hin zu den Auswirkungen der Tat auf den Bürgermeisterwahlkampf entwickelt "The Killing" sukzessive eine atemberaubende Spannung, die der des skandinavischen Vorbilds "Kommissarin Lund" in Nichts nachsteht. Wer trotz des großen Erfolgs (sechs Nominierungen für den Primetime-Emmy, eine Golden-Globe-Nominierung) der Serie immer noch nicht weiß, worum es geht, hier eine kurze Zusammenfassung: Der brutale Mord an der jungen Schülerin Rosie Larsen bestürzt ganz Seattle. Nicht nur die leitende Mordkommission ist mit der Lage überfordert, auch der Wahlkampf um das Bürgermeisteramt gerät ins Stocken. Als Detective Sarah Linden (Mireille Enos) dem Verbrechen auf die Spur kommt, eröffnet sich ihr ein Geflecht aus Lügen und Intrigen, das sie bis in höchste politische Kreise führt. Fazit In 11 Folgen auf insgesamt vier DVDs bietet die erste Staffel von "The Killing" emotional fordernde, anspruchsvolle Thrillerkost auf höchstem Niveau, die dem Original locker das Wasser reichen kann. Dank der durchweg düsteren Atmosphäre gelingt es dem Format, die typisch nordische Tristesse einzufangen und überzeugt zudem auf Seiten der Darsteller.

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  • 02-09-2014
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Serientipp: „True Detective“

Zwei Ermittler auf den Spuren der menschlichen Abgründe: Die HBO-Serie "True Detective" entdeckt mit ihrer lethargischen Erzählweise die Langsamkeit neu und gipfelt in einem wahren Feuerwerk an Originalität.Warum die Serie schon jetzt zu den besten aller Zeiten zählt, erklärt Euch IOFP passend zum Verkaufsstart der ersten Staffel am 4. September. Touch Darkness and Darkness Touches you Back! Schon das Opening von "True Detective" ist eine Kunst für sich: Eine Minute und dreißig Sekunden dauert ein kunstvoll zelebrierter Vorspann, dessen Silhouetten und Figuren direkt aus David Lynchs "Twin Peaks" stammen könnten. Wie ein Sog saugen diese Credits das Publikum auf und die Bilder hüllen uns ein. In Sicherheit wiegen, wie es manch andere US-Crime-Formate zu Beginn ihrer Laufzeit tun, fällt in "True Detective" flach. Hier regieren Chaos, Wahnsinn und Tod. Und mittendrin: Matthew McConaughey ("Dallas Buyers Club") und Woody Harrelson ("7 Psychos"). Eine Kombination, die etwas unterstreicht, was schon viel zu viele längst wissen: Der Film ist tot, es lebe die Serie! Doch "True Detective" ist keine Serie. Es ist eine Marke. Ein Phänomen. Es ist seriell erzähltes Nischenkino, das immer wieder verdächtig in Richtung Awards und Hollywood Hills schielt, sich jedoch verdächtig vehement vor Konventionen verschließt. Einen Stoff wie "True Detective" kann man nicht mehr auf der großen Leinwand erzählen. Dafür kaufen sich die Leute heutzutage lieber Serienboxen ihrer Lieblingsformate, die ihre großen Filmkollegen in Substanz und Anspruch längst überdauert haben. So auch diese Geschichte hier... Cohle und Hart, zwei Detektive, arbeiten gemeinsam an einem Mordfall im Jahr 1995. Das Opfer, gefunden in der sumpfigen Steppe Louisianas, wurde ritualisiert hingerichtet: Nackt und in Gebetshaltung auf den Füßen kniend, auf dem Kopf eine Art Krone mit Tiergeweih, auf dem Rücken ein Spiralsymbol eintätowiert. Neben dem Opfer – es ist eine junge Prostituierte namens Dora Lange – stehen kleine Zweigengitter, die wie altmodische Vogelfallen aussehen. Symbole, die den beiden Detektiven Rust Cohle und Martin Hart bei der Aufklärung noch helfen sollen – denn so viel steht schon zu Beginn fest: Irgendwann schnappen sie den vermeintlichen Mörder.  Zwei Zeitebenen - Zwei Detective - Zwei Seiten In Rückblenden erzählen die beiden ikonischen Antihelden in jeder Folge von den Ereignissen, welche die Ermittlungen im besagten Mordfall begleitet haben. Dies geschieht auf zwei Zeitebenen: 1995 geschah der Mord, doch wenn die Detectives von diesem Jahr erzählen, befinden sich beide schon längst im Jahre 2012. Ganze 15 Jahre liegen zwischen damals und heute. Ein Umstand, der einerseits seine Tücken hat, andererseits nie geahntes Potenzial mit sich bringt, um den Zuschauer immer wieder zu verwirren und zum Mitdenken aufzufordern. Hier erkennen wir sie: die menschlichen Silhouetten aus dem Intro, die etwas zu verbergen haben – ein zweites Gesicht, eine dunkle Seite. Der Zuschauer ist sofort in den Bann gezogen. Er fragt sich nicht: Wer ist der Täter und warum geschieht ein solcher Ritualmord wieder, obwohl doch der Täter vor siebzehn Jahren geschnappt wurde? Sondern er fragt sich: Wer sind diese beiden Detektive, was hat sich damals zwischen den beiden gegensätzlichen Charakteren abgespielt? Was steckt hinter den figuralen Fassaden des gefestigten Hart und des gebrochenen Cohle? Warum hat sich das junge Detektivteam nach der Aufklärung des Falls schon bald wieder getrennt? Kennen sich Cohle und Hart selbst, wissen sie um ihre charakterlichen Abgründe?  Nach und nach entfaltet sich in der Pilotfolge von "True Detective" die Geschichte immer weiter, je länger die Interviewsitzungen dauern, je länger die Detektive erzählen. Der Zuschauer glaubt Muster zu erkennen, Charakterzüge, die die eigenen Fragen beantworten. Und kann doch in die Irre geführt werden. Warum Cohle trinkt, wird man sich zu Beginn fragen: Hat ihn der damalige Fall gebrochen? Nein, erkennt man langsam in den Rückblenden: Schon 1995 hat Cohle ein Alkoholproblem. Als sein neuer Kollege Hart ihn zum Abendessen einlädt, kreuzt Cohle volltrunken auf: Es ist der Geburtstag seiner verstorbenen Tochter; er versucht die Sehnsucht nach ihr mit Alkohol herunterzuspülen. Hart bittet ihn trotzdem herein, Cohle versucht sich bei dem Abendessen zusammenzureißen. Man erkennt den Schmerz, den der Mann empfindet, wenn er in die Augen von Harts Töchtern blickt.  Beide Schauspieler geben das kontemplative Tempo vor, das "True Detective" seinen diffusen Reiz verleiht. Hier kann es eine halbe Minute dauern, bis die Zigarette angezündet ist und der Monolog beginnt. Hier kann eine Autofahrt im Streifenwagen schweigend vonstattengehen. Harrelson und McConaughey kosten jede Sekunde aus, auch wenn sie vermeintlich nichts tun. Nach acht Folgen wird ihre Zeit vorbei sein, denn HBO hat "True Detective" als Anthologieserie ähnlich "American Horror Story" angelegt: Innerhalb einer Staffel ist der Fall aufgeklärt, eventuelle neue Folgen werden neue Schauspieler, neue Charaktere, neue Morde bekommen. Auch dies macht das Format so gut: Der Zuschauer weiß, dass er nur für kurze Zeit in dieses Charakterdrama eintauchen wird – und kann sich umso mehr auf das extrem langsame Tempo einlassen, kann die Geschichte intensiver erleben. Die Darsteller wiederum können ihre Rolle komprimiert anlegen.  Fazit Ikonisch und genial: HBOs "True Detective" verwebt höchsten Anspruch auf Hollywood-Niveau mit Suspense à la "Twin Peaks". Getragen von seinen beiden furiosen Hauptdarstellern Matthew McConaughey und Woody Harrelson serviert Cary Fukunaga seinem Publikum schwer verdauliche Kost in kleinen Portionen, deren Suchtfaktor sich - versprochen! - niemand entziehen kann. Schon jetzt freuen wir uns auf die angekündigte zweite Staffel

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  • 30-07-2014
  • googlenewsReviews & Meinungen

Heimkino-Tipp: „Veronica Mars“

Zum Heimkinostart von "Veronica Mars" widmet sich IOFP zu Ehren aller Fans dem Herzensprojekt eines Serienschöpfers, dessen größter Erfolg vor Jahren eine ganze Generation prägte. Von Fans für Fans Mit der Leinwandvariante der drei Staffeln umfassenden Crime-Noir-Serie „Veronica Mars“ schaffte es nach „Stromberg – Der Film“ in diesem Jahr bereits das zweite, von Fans (mit)finanzierte Kinoprojekt in die hiesigen Lichtspielhäuser. Ein drittes wird folgen, wenn in wenigen Wochen Zach Braffs „Wish I Was Here“ in die Kinos kommen wird, doch bis dahin widmet sich IOFP einmal mehr dem Heimkino. Im Falle des „Veronica Mars“-Films ist dies auch bitter nötig, denn trotz einer recht großen Fangemeinde blieb die Anzahl der Filmkopien deutschlandweit in einem übersichtlichen Rahmen. Nicht einmal die 100.000-Besucher-Marke konnte der filmgewordene Jugendkrimitraum knacken, doch angesichts des ungemein charmanten Fan-Service, den Serienschöpfer Rob Thomas den Liebhabern des vielzitierten Formats und Mitfinanciers hier bietet, ist diese Tatsache fast ein wenig traurig. All jene, die ihre Detektivheldin auf der großen Leinwand versäumten, können Veronicas erstes Spielfilmabenteuer nun zuhause erleben. Ihre Zeit als Amateurdetektivin in Neptune/Kalifornien hat Veronica Mars (Kristen Bell) hinter sich gelassen und steht nun kurz davor, ihr Studium an der juristischen Fakultät abzuschließen. Sie bewirbt sich schon bei noblen Anwaltskanzleien, da erhält sie einen Anruf von ihrem Ex-Freund Logan (Jason Dohring), der wegen Mordes angeklagt wird. Veronica fährt zurück nach Neptune und hilft Logan, einen Anwalt zu finden. Doch als sie den Eindruck hat, dass in Logans Fall nicht alles mit rechten Dingen zugeht, zieht es sie zurück in ein Leben, mit dem sie doch eigentlich abgeschlossen hatte. Krimi in Spielfilmlänge Als Nicht-Fan der Serie, die in den Jahren 2004 bis 2007 über die internationalen Fernsehschirme flimmerte und deren Serienboxen auch nach der Ausstrahlung alles andere als ein Ladenhüter wurden, kommt der 107-minütige Streifen vermutlich wie die Doppelfolge eines typischen US-Crime-Formats daher. Die Versatzstücke dieser berechenbaren Unterhaltung sind gegeben. Der „Fall der Woche“ erweist sich als ein Verwirrspiel aus Intrigen und Bösartigkeiten, die weit in die Jugendzeiten der Verstrickten hineinreichen. Ein Motiv besitzt so ziemlich jeder, anders könnte das klassische Whodunnit-Prinzip kaum greifen, doch in diesem Fall ist auch die nach wie vor bildhübsche Hauptaktrice Kristen Bell (lieh zuletzt Anna aus „Die Eiskönigin“ ihre Stimme) nicht davor gefeit, in ihrer eigenen Vergangenheit kramen zu müssen, um dem Täter auf die Schliche zu kommen. Vor diesem Hintergrund ist es ungemein charmant, mit den beliebten Serienfiguren zu hantieren. Nahezu im Minutentakt finden sich Anspielungen auf den Serienklassiker wieder. Dass das größte Sehvergnügen so für all jene aufkommt, die sich schon vorab zu den „Veronica Mars“-Fans zählen konnten, ist offenkundig, doch auch ohne Vorwissen und fangegebenen Backround kann „Veronica Mars“ auf eigenen Beinen stehen. Der Cast um Kristen Bell und Jason Dohring („Deep Impact“) versprüht das Lebensgefühl all derer, die sich schon einmal dem Freud und Leid eines Klassentreffens hingeben durften. Die Wiedersehensfreude der Darsteller springt alsbald auch auf das Publikum über – und wer nicht weiß, was all die Charaktere miteinander verbindet, der lässt sich einfach von der ungezwungenen Spielfreude ihrer anstecken. Auch die Cameo-Auftritte zwei großer Hollywoodstars dürften sogar denen Vergnügen bereiten, die „Veronica Mars“ nicht als das Stelldichein liebgewonnener Figuren empfinden: Fan-Service für Anti-Fans. Fazit Stilsicher manövriert sich die Geschichte vor an Film-Noir erinnernder Kulisse durch die Settings vergangener Zeiten. Dass gewisse Thematiken wie Korruption und die ansteigende Verbrechensrate dabei nur stiefmütterlich behandelt werden können, ist schade, war angesichts der eigentlichen Produktionsausrichtung aber wohl unvermeidlich. So erweist sich „Veronica Mars“ erwartungsgemäß als Schmankerl für Fans, gleichsam als spannende Variation gängiger Genre-Mechanismen. Ob Fan oder nicht: Wir freuen uns einfach nur, welche Projekte Fanherzen und moderne Medien heutzutage möglich machen!

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  • 09-09-2014
  • ReviewsReviews & MeinungenTV

TV-Trash 2014: „Catch the Millionaire“ geht in die zweite Runde

Nachdem Millionär Dennis in der ersten Staffel "Catch the Millionaire" bereits die "große Liebe" gesucht hat, spielt nun Berufssohn Paul den Hampelmann in der Arena der öffentlichen Demütigungen. Vergangenen Donnerstag ging die große Menschenverachtung "Catch the Millionaire" in die zweite Runde und Hamburger Paul ist mittendrin. An seiner Seite sind die Pseudomillionäre Marcel und Peter, um diese drei Primaten schlawinern 18 erschreckend schlichte Damen. Scheinentrüstet kann der Privatsender-Rezipient künftig wieder die Stirn kraus legen, wenn Frauen reichen Männern nachjagen und die Männer unverschämterweise ja doch nur das Eine wollen. Jedes ähnliche Format zeigt immer wieder, dass erstaunlich viele Menschen bereit sind, sich für die Öffentlichkeit zu prostituieren und noch viel mehr Menschen wollen dabei zusehen. Aber wer kann sich schon davon freisprechen belustigt und erleichtert zu sein, wenn man merkt, dass man selbst noch nicht ganz unten in der gesellschaftlichen Ordnung angekommen ist. Zudem demonstriert ein schmieriger millionenschwerer Junge hervorragend, dass Großverdiener einen keineswegs in Ehrfurcht erstarren lassen müssen. Nun zieht eben jenes Bürschchen los und sucht natürlich nach der Frau fürs Leben. Seit einigen Jahren ist schon bekannt, dass diese sich gerne hinter Silikon, Gelnägeln und Extensions versteckt, wo auch sonst. Millionär Paul weist aber ja auch darauf hin, dass eine Frau das schönste Schmuckstück des Mannes sei. Selbstverständlich muss solch ein Schmuckstück aber eine reine und liebliche Seele beheimaten, die nur darauf wartet, ihren Mann hingebungsvoll zu lieben. Seine und die Absichten seiner Companions sind selbstverständlich absolut ehrenhaft, umso verwerflicher ist es, dass sich unter den "Ladies" sogenannte "Gold Digger" befinden könnten. Herzzerreißend welchen betrügerischen, gierigen Frauen solch ein reicher Junggeselle doch ausgesetzt ist. Dabei ist der Handel doch seit ewigen Jahrhunderten ganz einfach: jugendliche Schönheit gegen die Moneten. Mann kann halt nicht alles haben. 18 Frauen traten an, um mit öffentlicher Hilfe endlich den richtigen Partner zu finden. Dabei sucht natürlich jede den, der sie zum Lachen bringt, sie achtet und romantisch ist. Das ist doch mal etwas ganz Neues! Vier der Superleuchten verließen in der ersten Folge bereits die Sendung und natürlich flossen Tränen, warum auch immer. Mittlerweile dürfte man sich daran gewöhnt haben, dass sämtliche Gestalten im Fernsehen ihrer Sprache nicht mehr mächtig sind. "Catch the Millionaire" reiht sich damit in die Riege anderer Formate ein. Der Millionär sorgt sich, dass Anastasia stark auf Paul "reflektiert". Was auch immer das bedeuten sollte. Doch so lange man sich nur genug als Mann von Welt präsentiert, dürften solche Kleinigkeiten keinen stören. Fremdscham überkommt einen besonders bei dem Gequatsche der 18 Mäuschen, zum Verzweifeln! Aber man kennt das ja: solche Formate sind eben wie ein Unfall, zu schrecklich zum Wegsehen. Vier Fräulein sind leider schon nicht mehr dabei, doch auf 14 dürfen wir uns am kommenden Donnerstag noch freuen. Vor uns liegen einige Wochen, in denen wir mit den drei äußerst symphatischen Junggesellen hoffen können, dass sie ihre Traumfrauen finden. Nur um es noch einmal im ProSieben-Jargon zu sagen. Also, Donnerstag um 20:15 uhr auf ProSieben. Kann man gucken oder auch nicht. Was haltet Ihr von den neuen "Millionären"?  

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  • 27-08-2014
  • TV

TV-Tipp: 25 Jahre „Simpsons“ auf Pro 7

Am 1. September ist es so weit: Im Zuge der "Jubiläumswoche" wird auch Pro 7 gelb und feiert 25 Jahre Simspons. Den Auftakt macht der Start der 25. Staffel, darauf folgen die drei beliebtesten "Simpsons"-Folgen der Zuschauer. Welche das sein werden, das soll eine Online-Umfrage klären. 25 Jahre Simpsons. Fünfundzwanzig Jahre. Fünfhundertdreiundsechzig Folgen. Ein Film. Keine Serie hat sich länger gehalten - und die Geschichte geht noch immer weiter. Nun starten Homer und Co. in die 25. Runde und Pro 7 möchte den "Simpsons"-Fans zur Feier der silbernen Hochzeit mit der gelben Familie eine besondere Überraschung bescheren. Deshalb wird nicht nur die erste Folge der 25. "Simpsons"-Staffel, "Homerland", gezeigt, sondern im Anschluss auch die drei beliebtesten Episoden der Zuschauer. Welche Episoden die drei besten "Simpsons"-Folgen aller Zeiten sein sollen, darüber entscheidet das Online Voting auf Pro 7. Aktuell ist "Nedtropolis", (Staffel 21, Folge 20) auf Platz 1, dicht gefolgt von "Homer als Restaurantkritiker" (Staffel 11, Folge 3) und "Springfield Film-Festival" (Staffel 6, Folge 18). Die Lieblingsfolge unseres Redakteurs, "Das verlockende Angebot" (Staffel 8, Folge 2) ist zur Zeit auf Platz 25 von den insgesamt 536 Folgen. Allerdings erscheint bei der Abstimmung auch immer wieder eine Fehlermeldung. Abgestimmt werden kann noch bis zum 28. August und den Link zum Simpsons-Voting findet ihr hier. Am Freitag, dem 5. September wird dann auch - für alle, die ihn noch nicht gesehen haben - "Die Simpsons - Der Film" zur Prime Time ausgestrahlt. Was ist Eure liebste "Simpsons"-Folge und warum? Oder könnt Ihr die Simpsons inzwischen gar nicht mehr sehen? Schreibt es uns!

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  • 27-08-2014
  • TV

„The Voice of Germany“ beschert einen heißen Herbst!

Im Oktober startet die neue Staffel von "The Voice of Germany" mit neuen Coaches und vielen neuen Talenten, aber ohne Nena und The BossHoss. Die ProSieben Gesangsshow geht diesen Herbst in die vierte Staffel. Von den Urgesteinen der Sendung haben nun auch Nena und The BossHoss die Arena verlassen. Rea Garvey, ehemaliger Frontmann der Band Reamonn, kehrt aber wieder zurück. Auch Samu Haber, der sich in der letzten Staffel bereits großer Beliebtheit erfreute, ist mit dabei. Neu unter den Juroren sind Smudo und Michi Beck von "Die Fantastischen Vier" und "Silbermond"-Sängerin Stefanie Kloß. Erneut werden die Juroren nur mithilfe ihrer Ohren werden die Coaches wieder erhören, welcher Sänger es in ihr Team schaffen soll. Den erhofften Durchbruch dürfte aber auch bei "The Voice of Germany" keiner der Teilnehmer erwarten. Wie es in jeder anderen Castingshow zu sehen ist, verschwinden auch die "TVoG"-Sieger mit jeder weiteren Staffel noch schneller in der Versenkung. Wenigstens machen die Teilnehmer dieses Formats den Eindruck, als wären sie sich ihrer Situation bewusst und erwarteten nicht den goldenen Topf am Ende des Casting-Dschungels. Auch der Tränendrüsenfaktor, der bei ähnlichen Sendungen so gerne mit dramatischen Hintergrundsgeschichten ausgeschlachtet wird, ist bei "The Voice of Germany" noch begrenzt, wohlgemerkt NOCH. Erfrischend an dem ProSieben/Sat1-Projekt waren natürlich die umgedrehten Stühle. Dem Zuschauer vor dem Fernseher hingegen werden Hintergrundinformationen geliefert, sodass er oder sie die Sänger/innen plötzlich nur noch subjektiv bewertet. Auch für die kommende Staffel bleiben die Regeln die gleichen: Die "Talents" singen und wenn es einem der Coaches gefällt dreht der sich um, wenn nicht, ist es Zeit zu gehen. Ab dem 9. Oktober startet die vierte Staffel und wird wieder abwechselnd auf ProSieben und Sat1, donnerstags und freitags um jeweils 20:15 uhr zu sehen sein. Was haltet Ihr von der Sendung? Glaubt Ihr die Coaches finden die "Stimme Deutschlands"?

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