DVD-Kritik zu „American Horror Story: Asylum“

Nachdem die erste Staffel der preisgekrönten Horrorserie „American Horror Story“ eine abgeschlossene Gruselgeschichte rund um ein verfluchtes Geisterhaus erzählte, öffneten die Serienschöpfer Brad Falchuk und Ryan Murphy („Glee“) in der zweiten Season, die am 28. Februar auf DVD erscheint, neue Tore – genauer, die der einst von der katholischen Kirche erbauten Nervenheilanstalt Briarcliff Manor, angesiedelt im Jahre 1964.

Hier führt die strenge Oberschwester Jude (erneut Jessica Lange, die für die brillante Verkörperung ihrer Rolle mit dem Golden Globe sowie dem Emmy ausgezeichnet wurde) ein strenges Regiment über ihre Insassen, die hinter verschlossenen Mauern nicht nur zu Forschungszwecken des verrückten Dr. Arthur Arden (James Cromwell) herhalten müssen. Die ehrgeizige Journalistin Lana Winters (Sarah Paulson) wittert hinter der undurchdringlichen Fassade des altehrwürdigen Gebäudes eine brandheiße Enthüllungsstory, doch ehe sie es sich versieht, ist sie schon selbst Gefangene der Einrichtung. Ein Entkommen scheint es nicht zu geben, doch Lana nutzt die Gelegenheit, und ermittelt weiter. Es wird nicht lange dauern, bis sie diesen Entschluss bitter bereut…

In Briarcliff Manor hat jeder sein ganz eigenes, düsteres Geheimnis.

In Briarcliff Manor hat jeder sein ganz eigenes, düsteres Geheimnis.

David Lynch lässt grüßen!

Wie schon in „Murder House“ – so der offizielle Untertitel der ersten Staffel von „American Horror Story“ – reiht sich auch in „Asylum“ munter ein Mindfuck an den anderen, der zartbesaitetes Publikum auch ohne zu viel Effekthascherei schnell in Angst und Schrecken versetzt. Konnte man „Murder House“ noch als einen “gruseligen Auftakt” bezeichnen, so ist „Asylum“ die konsequente Zuspitzung sämtlicher irreführender Elemente (einschließlich Alien-Entführung und Nazi-Thematik) und stellt den klassischen Grusel dabei in den Hintergrund. Stattdessen heben die Macher das Element des Abstrusen hervor und machen dadurch die innerhalb der Anstalt allgegenwärtige Verrücktheit regelrecht spürbar – David Lynch lässt grüßen!

So funktioniert nicht nur der schleichende Horror: Ein Überfluss an verschiedenen Genremerkmalen vermischt sich in „American Horror Story: Asylum“ zu einem fiesen Gefühl von Unbehagen. Mit der Ahnung, ständig auf der Hut sein zu müssen, bewegt sich die Handlung konsequent inkonsequent voran und nimmt dem Zuschauer sämtliche Möglichkeiten der Orientierung. Nicht unbeteiligt an dieser Tatsache sind die Ausarbeitung der Charaktere und deren Besetzung. Dabei sticht wieder einmal vor allem Jessica Lange („Tootsie“) hervor, die in „Asylum“ als gnadenlose Oberschwester Jude agiert. Sie verleiht ihrer Figur eine unangenehme Unnahbarkeit und eine Kraft, die sie ausnahmslos alle anderen Darsteller an die Wand spielen lässt. Wenn sie einen Raum betritt, ist er ausgefüllt. Wenn sie mit Inbrunst ihre Dialoge vorträgt, hängt man an ihren Lippen, um ihren eindringlichen Worten zu lauschen. Gleichzeitig strahlt sie zu jedem Zeitpunkt Würde aus, sodass man ihr niemals den Rücken kehren möchte und es ist ein Segen, dass man auch in Staffel drei – erneut eine vollkommen andere Geschichte mit neuen Figuren – auf die Charakterdarstellerin zurückgreift. Neben ihr brilliert Lily Rabes Darstellung einer höchst ambivalenten Figur, Zachary Quinto triumphiert als geisteskranker, dabei jedoch nicht minder charismatischer Psychopath und Evan Peters unterstreicht seinen guten Ruf, den er sich in „Murder House“ bereits erarbeitete.

Fiese Inszenierung

Neben Story und Darstellern geht ein großer Verdienst für den unfassbaren Erfolg der Serie an sämtliche Bereiche der technischen Umsetzung. Schon der kunstvoll inszenierte, surrealistisch anmutende Vorspann zeigt deutlich, dass „American Horror Story“ auf anderen Pfaden wandelt, als es Horrorkost üblicherweise tut. Unruhige Schnitte, eine relativ ungenaue und unruhige Kameraführung (ohne Found-Footage-Touch!) sowie Bilder von Kulissen, die keinen geleckten Eindruck machen, sondern dreckig und unverfälscht daherkommen, fangen die schaurigen Geschichten perfekt ein und sorgen so für wohlige Gänsehaut. Hier wurde nichts auf Hochglanz getrimmt. Vielmehr zieht man den Schauer aus der ohnehin fiesen Umgebung, in der „American Horror Story“ gedreht wurde.

Lana Winters (Sarah Paulson) wird schnell selbst zur Gefangenen der Anstalt.

Lana Winters (Sarah Paulson) wird schnell selbst zur Gefangenen der Anstalt.

Der von Jonathan S. Levine komponierte Soundtrack versteht sich mehr als eine Ansammlung von obskuren Geräuschen denn als melodischer Score, in etwa vergleichbar mit der Musikuntermalung von Stanley Kubricks meisterlicher Stephen-King-Roman-Adaption „Shining“. Unter den Drehbuchautoren der einzelnen Folgen finden sich Namen wie James Wong („Final Destination“), die noch weitgehend unbekannte Jessica Sharzer und Tim Minear („Akte X“, „Angel – Jäger der Finsternis“). Aus den unterschiedlichen Schwerpunkten, die die verschiedenen Autoren in ihren Skripten spürbar setzen, ergibt sich die bereits ausführlich besprochene Genrevielfalt, die „American Horror Story“ vorweisen kann. Fraglich, ob ein Autor alleine diesen serientypischen Stimmungsmix hinbekommen hätte.

Fazit

„American Horror Story: Asylum“ ist die geisteskranke Stiefschwester von „Murder House“ – und setzt im Horrorseriensegment wieder einmal neue Maßstäbe.

  • admin
  • 21. Februar 2014
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  • 30-10-2014
  • Reviews & MeinungenTopnews

Heimkino-Tipp: „Spuren“

Basierend auf einer ebenso faszinierenden wie wahren Geschichte und vor dem Hintergrund der atemberaubenden Landschaft Australiens erzählt "Spuren" vom Mut und der Abenteuerlust einer Frau, die in die Einsamkeit aufbrach – und in einem neuen Leben ankam. Vier Kamele, ein Hund und die Wildnis 1975 kommt die junge Robyn Davidson (Mia Wasikowska) mit einem scheinbar verrückten Traum nach Alice Springs: Sie will zu Fuß die australische Wüste bis zum Indischen Ozean durchqueren – 2.700 Kilometer durch eine lebensfeindliche Wildnis, begleitet nur von vier störrischen Kamelen und ihrem geliebten Hund. Ihre Freunde und Eltern können Robyn ebenso wenig zurückhalten wie die vielen Widrigkeiten, die mit ihrem Plan verbunden sind. Als sie nach langer Vorbereitung plötzlich mit leeren Händen dasteht, macht Robyn einen Deal mit dem Fotografen Rick Smolan (Adam Driver): Er finanziert ihre Reise und darf sie dafür gelegentlich für ein Magazin fotografieren. Fern der Zivilisation erkennt Robyn langsam, was sie wirklich zum Glücklichsein braucht. Doch nicht nur die Fototermine mit Smolan stören ihr neu gewonnenes Gleichgewicht. Je länger die Reise dauert, desto öfter gerät Robyn in lebensgefährliche Situationen. Sie suchte die Einsamkeit - und wurde weltberühmt. Mit ihrem Buch "Spuren" über ihre einzigartige Reise durch die Wüste ihrer Heimat, begeisterte und inspirierte die Australierin Robyn Davidson Millionen von Lesern. Nun endlich kommt diese auch heute noch bemerkenswerte emotionale und körperliche Grenzerfahrung auf die Leinwand. Shooting Star Mia Wasikowska ("Alice im Wunderland") verkörpert dabei die Entschlossenheit und Verletzbarkeit Davidsons auf unvergleichliche Weise. Unterstützung bekommt sie dabei von Adam Driver ("Inside Llewyn Davis"), einem der derzeit angesagtesten Jungdarsteller Hollywoods. Bildgewaltig und episch - Faszination pur! Mia Wasikowska war in den vergangenen Jahren schon in ganz unterschiedlichen Rollen zu sehen. Zu den bekanntesten gehört wohl vorzugsweise die der jungen Alice im modernen Disney-Märchen "Alice im Wunderland". In der knalligen 3D-Verfilmung mimte sie verspielt die unkonventionelle Heldin. Dass ihr auch eine gänzlich entgegengesetzte Figur gut zu Gesicht stehen würde, bewies sie schon kurz darauf in der düsteren Hitchcock-Hommage "Stoker". Nun kommt ihr mit "Spuren" eine weitere Hauptrolle zu, die in ihrer schauspielerischen Bandbreite noch eindringlicher und vor der imposanten Kulisse Australiens noch imposanter daherkommt. Wasikowska füllt die wahre Lebensgeschichte der Weltenbummlerin Robyn Davidson mit einnehmender Intensität und beweist eine Kraft, die im kompletten Gegensatz zu ihrem zierlichen Erscheinungsbild steht. Doch Regisseur John Curran ("Der bunte Schleier") beweist nicht nur ein Fingerspitzengefühl für seine übersichtliche Besetzung, sondern auch für die In-Szene-Setzung des stringenten Drehbuchs. Der debütierende Autor Marion Nelson adaptiert die Memoiren Davidsons geschickt für die Leinwand, indem er sich auf die pure Ausdruckskraft der Natur konzentriert. Es braucht nicht viele Worte, geschweige denn Szenenwechsel oder Kulissen, um die charakterliche Reifung der Protagonistin zu verdeutlichen. Minimalistisch verzichtet Nelson darauf, jeden Charakter zu sezieren. Stattdessen baut er auf Momentaufnahmen, die, eingefangen von Kamerafrau Mandy Walker, die passenderweise auch schon "Australia" mit Bildern bestückte, viel mehr aussagen, als etwaige Dialoge. Das gestaltet sich für ein ungeduldiges Publikum in manchen Momenten anstrengend. Für Cineasten und Fans von ganz fein gezeichnetem Kinostoff ist "Spuren" jedoch genau das Richtige!

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  • 27-10-2014
  • Kino

Gewinnspiel: Mauern der Gewalt

Zum Heimkinostarts des weltweiten Kritikerlieblings "Mauern der Gewalt" verlost IOFP tolle Preise. Schnell die Quizfrage beantworten und einen der tollen Preise absahnen! „Starred up“ nennt man es in England, wenn ein Minderjähriger vorzeitig vom Jugendknast ins Erwachsenen-Gefängnis verlegt wird. So ein „Aufsteiger“ ist Eric. Der 19jährige ist hochaggressiv, eine tickende Zeitbombe. Er kennt die Tricks, weiß wie man aus Alltagsgegenständen Waffen baut und wo man sie versteckt. Seine explosiven Gewaltausbrüche gegen Wärter und Gefangene stören immer wieder die geregelten Abläufe. Und damit kommt er dem führenden Knastdealer in die Quere, der um sein Geschäft fürchten muss. Denn gute Deals klappen nur, wenn Frieden herrscht im Flügel. Eric kapiert die Zusammenhänge noch nicht, aber einer weiß genau, wie der Hase hier drin läuft: Nev, Häftling, Alphamann – und Erics Vater… Eine brutale Knast-Story, randvoll mit Wut und Gewalt, liefert Regisseur David Mackenzie hier ab. Kino, das unter die Haut geht, und eine tour de force für die Darsteller, allen voran der junge Jack O'Connell! Ein so kraftvoll physisches Drama kommt selten auf die Leinwand. Worte spielen in dieser düsteren Machowelt kaum eine Rolle. Hier ist alles körperlich, die Wut, die Angst, der Hass und die Enttäuschung. Dafür braucht man Schauspieler, die diese physische Intensität geradezu ausschwitzen. Und so einer ist O'Connell. Wenn er sich mit mehreren Wärtern gleichzeitig anlegt oder wie eine Bombe unter seinen Mithäftlingen explodiert, gehört ihm ganz allein die Leinwand. Kein Wunder, dass die Presse die Geburt eines Stars bejubelt. Dass "Mauern der Gwalt" so ein authentisches Knastdrama geworden ist, verdankt es neben seinen exzellenten Darstellern seinem Autor. Jonathan Asser kennt sich aus in dieser engen Welt hinter Gittern, war er doch selbst als Aggressionstherapeut dort tätig. Mit wenigen Worten entwirft er ein Drama, das ebenso spannend wie packend ist. Hier treffen keine Superhelden in choreographierten Fights aufeinander, sondern echte Menschen, die Regisseur Mackenzie in eindringlichen Bildern einfängt. Wir verlosen je eine zwei DVDs und zwei Blu-rays zum Film! Ihr wollt Euch "Mauern der Gewalt" auf gar keinen Fall entgehen lassen? Dann schnell folgende Frage beantwortet und die Lösung mit dem Betreff "Mauern" an win@iofp.de geschickt. Schreibt außerdem in die Mail, ob Ihr im Falle eines Gewinns die DVD oder Blu-ray bevorzugt. Viel Glück!. Wer führte Regie bei "Mauern der Gewalt"? Teilnahmebedingungen: Der Einsendeschluss ist der 09.11.2014 23:59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Pro Teilnehmer ist nur eine Mail / Einsendung gestattet. Mitarbeiter von iofp/ingame sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

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  • 22-09-2014
  • Kino

Gewinnspiel: Das finstere Tal“

Zum Heimkinostart des düsteren Schneewestern "Das finstere Tal" verlost IOFP zwei Blu-rays zum Film. Schnell die Quizfrage beantworten und einen der tollen Preise absahnen! Ein Western aus Deutschland - und dann auch noch im Schnee? Es ist wahrlich eine kuriose Mischung, die uns der vornehmlich für das deutsche Fernsehen arbeitende Regisseur Andreas Prochaska ("Spuren des Bösen") mit seinem Experimentalfilm "Das finstere Tal" präsentiert. Unter seiner federführenden Hand agieren Sam Riley ("Maleficent - Die dunkle Fee"), Clemens Schick ("Besser als nix") und Tobias Moretti ("Hirngespinster") in einem düster-eleganten Abenteuerfilm der alten Schule, der in seiner Wucht ebenso beeindruckt wie betört. Vor der imposanten Kulisse eines sporadisch bewohnten Bergdorfes erzählt "Das finstere Tal" eine Geschichte über Misstrauen, der Angst vor dem Fremden und der Macht der Verbrüderung - das Ergebnis dieses interessanten und atemberaubend fotografierten Filmprojekts waren acht deutsche Filmpreise und die österreichische Nominierung für den fremdsprachigen Academy Award 2015. Ein düsteres Geheimnis, ein entlegenes Hochtal und ein schweigsamer Fremder. Über einen versteckten Pfad erreicht ein einsamer Reiter ein kleines Dorf. Niemand weiß, woher dieser Fremde kommt, der sich Greider nennt, und niemand will ihn hier haben. Die Söhne des Brenner-Bauern hätten ihn wohl weggejagt, wenn Greider ihnen nicht eine Handvoll Goldmünzen gegeben hätte. Greider wird bei der Witwe Gader und ihrer jungen Tochter Luzi den Winter über untergebracht. Luzi, die kurz vor ihrer Heirat mit ihrem Lukas steht, ist voll Furcht. Denn eine Hochzeit ist in diesem Dorf mit einer furchtbaren Tradition verknüpft. Nachdem der Schnee das Dorf eingeschlossen hat, kommt es zu einem tragischen Unfall, bei dem einer der Brenner-Söhne stirbt. Als der nächste Sohn auf mysteriöse Weise umkommt, wird klar, dass es sich wohl nicht um einen Zufall gehandelt hat: Die Brenner-Familie muss büßen - Greider hat eine Rechnung aus längst vergessen geglaubten Zeiten zu begleichen... Wir verlosen zwei Blu-rays zum Film! Ihr wollt Euch "Das finstere Tal" auf gar keinen Fall entgehen lassen? Dann schnell folgende Frage beantwortet und die Lösung mit dem Betreff "Western" an win@iofp.de geschickt. Schreibt außerdem in die Mail, ob Ihr im Falle eines Gewinns die DVD oder Blu-ray bevorzugt. Viel Glück!. Wer spielt die Hauptrolle in "Das finstere Tal"? Teilnahmebedingungen: Der Einsendeschluss ist der 26.09.2014 23:59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Pro Teilnehmer ist nur eine Mail / Einsendung gestattet. Mitarbeiter von iofp/ingame sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

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  • 09-09-2014
  • ReviewsReviews & MeinungenTV

TV-Trash 2014: „Catch the Millionaire“ geht in die zweite Runde

Nachdem Millionär Dennis in der ersten Staffel "Catch the Millionaire" bereits die "große Liebe" gesucht hat, spielt nun Berufssohn Paul den Hampelmann in der Arena der öffentlichen Demütigungen. Vergangenen Donnerstag ging die große Menschenverachtung "Catch the Millionaire" in die zweite Runde und Hamburger Paul ist mittendrin. An seiner Seite sind die Pseudomillionäre Marcel und Peter, um diese drei Primaten schlawinern 18 erschreckend schlichte Damen. Scheinentrüstet kann der Privatsender-Rezipient künftig wieder die Stirn kraus legen, wenn Frauen reichen Männern nachjagen und die Männer unverschämterweise ja doch nur das Eine wollen. Jedes ähnliche Format zeigt immer wieder, dass erstaunlich viele Menschen bereit sind, sich für die Öffentlichkeit zu prostituieren und noch viel mehr Menschen wollen dabei zusehen. Aber wer kann sich schon davon freisprechen belustigt und erleichtert zu sein, wenn man merkt, dass man selbst noch nicht ganz unten in der gesellschaftlichen Ordnung angekommen ist. Zudem demonstriert ein schmieriger millionenschwerer Junge hervorragend, dass Großverdiener einen keineswegs in Ehrfurcht erstarren lassen müssen. Nun zieht eben jenes Bürschchen los und sucht natürlich nach der Frau fürs Leben. Seit einigen Jahren ist schon bekannt, dass diese sich gerne hinter Silikon, Gelnägeln und Extensions versteckt, wo auch sonst. Millionär Paul weist aber ja auch darauf hin, dass eine Frau das schönste Schmuckstück des Mannes sei. Selbstverständlich muss solch ein Schmuckstück aber eine reine und liebliche Seele beheimaten, die nur darauf wartet, ihren Mann hingebungsvoll zu lieben. Seine und die Absichten seiner Companions sind selbstverständlich absolut ehrenhaft, umso verwerflicher ist es, dass sich unter den "Ladies" sogenannte "Gold Digger" befinden könnten. Herzzerreißend welchen betrügerischen, gierigen Frauen solch ein reicher Junggeselle doch ausgesetzt ist. Dabei ist der Handel doch seit ewigen Jahrhunderten ganz einfach: jugendliche Schönheit gegen die Moneten. Mann kann halt nicht alles haben. 18 Frauen traten an, um mit öffentlicher Hilfe endlich den richtigen Partner zu finden. Dabei sucht natürlich jede den, der sie zum Lachen bringt, sie achtet und romantisch ist. Das ist doch mal etwas ganz Neues! Vier der Superleuchten verließen in der ersten Folge bereits die Sendung und natürlich flossen Tränen, warum auch immer. Mittlerweile dürfte man sich daran gewöhnt haben, dass sämtliche Gestalten im Fernsehen ihrer Sprache nicht mehr mächtig sind. "Catch the Millionaire" reiht sich damit in die Riege anderer Formate ein. Der Millionär sorgt sich, dass Anastasia stark auf Paul "reflektiert". Was auch immer das bedeuten sollte. Doch so lange man sich nur genug als Mann von Welt präsentiert, dürften solche Kleinigkeiten keinen stören. Fremdscham überkommt einen besonders bei dem Gequatsche der 18 Mäuschen, zum Verzweifeln! Aber man kennt das ja: solche Formate sind eben wie ein Unfall, zu schrecklich zum Wegsehen. Vier Fräulein sind leider schon nicht mehr dabei, doch auf 14 dürfen wir uns am kommenden Donnerstag noch freuen. Vor uns liegen einige Wochen, in denen wir mit den drei äußerst symphatischen Junggesellen hoffen können, dass sie ihre Traumfrauen finden. Nur um es noch einmal im ProSieben-Jargon zu sagen. Also, Donnerstag um 20:15 uhr auf ProSieben. Kann man gucken oder auch nicht. Was haltet Ihr von den neuen "Millionären"?  

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  • 27-08-2014
  • TV

TV-Tipp: 25 Jahre „Simpsons“ auf Pro 7

Am 1. September ist es so weit: Im Zuge der "Jubiläumswoche" wird auch Pro 7 gelb und feiert 25 Jahre Simspons. Den Auftakt macht der Start der 25. Staffel, darauf folgen die drei beliebtesten "Simpsons"-Folgen der Zuschauer. Welche das sein werden, das soll eine Online-Umfrage klären. 25 Jahre Simpsons. Fünfundzwanzig Jahre. Fünfhundertdreiundsechzig Folgen. Ein Film. Keine Serie hat sich länger gehalten - und die Geschichte geht noch immer weiter. Nun starten Homer und Co. in die 25. Runde und Pro 7 möchte den "Simpsons"-Fans zur Feier der silbernen Hochzeit mit der gelben Familie eine besondere Überraschung bescheren. Deshalb wird nicht nur die erste Folge der 25. "Simpsons"-Staffel, "Homerland", gezeigt, sondern im Anschluss auch die drei beliebtesten Episoden der Zuschauer. Welche Episoden die drei besten "Simpsons"-Folgen aller Zeiten sein sollen, darüber entscheidet das Online Voting auf Pro 7. Aktuell ist "Nedtropolis", (Staffel 21, Folge 20) auf Platz 1, dicht gefolgt von "Homer als Restaurantkritiker" (Staffel 11, Folge 3) und "Springfield Film-Festival" (Staffel 6, Folge 18). Die Lieblingsfolge unseres Redakteurs, "Das verlockende Angebot" (Staffel 8, Folge 2) ist zur Zeit auf Platz 25 von den insgesamt 536 Folgen. Allerdings erscheint bei der Abstimmung auch immer wieder eine Fehlermeldung. Abgestimmt werden kann noch bis zum 28. August und den Link zum Simpsons-Voting findet ihr hier. Am Freitag, dem 5. September wird dann auch - für alle, die ihn noch nicht gesehen haben - "Die Simpsons - Der Film" zur Prime Time ausgestrahlt. Was ist Eure liebste "Simpsons"-Folge und warum? Oder könnt Ihr die Simpsons inzwischen gar nicht mehr sehen? Schreibt es uns!

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  • 27-08-2014
  • TV

„The Voice of Germany“ beschert einen heißen Herbst!

Im Oktober startet die neue Staffel von "The Voice of Germany" mit neuen Coaches und vielen neuen Talenten, aber ohne Nena und The BossHoss. Die ProSieben Gesangsshow geht diesen Herbst in die vierte Staffel. Von den Urgesteinen der Sendung haben nun auch Nena und The BossHoss die Arena verlassen. Rea Garvey, ehemaliger Frontmann der Band Reamonn, kehrt aber wieder zurück. Auch Samu Haber, der sich in der letzten Staffel bereits großer Beliebtheit erfreute, ist mit dabei. Neu unter den Juroren sind Smudo und Michi Beck von "Die Fantastischen Vier" und "Silbermond"-Sängerin Stefanie Kloß. Erneut werden die Juroren nur mithilfe ihrer Ohren werden die Coaches wieder erhören, welcher Sänger es in ihr Team schaffen soll. Den erhofften Durchbruch dürfte aber auch bei "The Voice of Germany" keiner der Teilnehmer erwarten. Wie es in jeder anderen Castingshow zu sehen ist, verschwinden auch die "TVoG"-Sieger mit jeder weiteren Staffel noch schneller in der Versenkung. Wenigstens machen die Teilnehmer dieses Formats den Eindruck, als wären sie sich ihrer Situation bewusst und erwarteten nicht den goldenen Topf am Ende des Casting-Dschungels. Auch der Tränendrüsenfaktor, der bei ähnlichen Sendungen so gerne mit dramatischen Hintergrundsgeschichten ausgeschlachtet wird, ist bei "The Voice of Germany" noch begrenzt, wohlgemerkt NOCH. Erfrischend an dem ProSieben/Sat1-Projekt waren natürlich die umgedrehten Stühle. Dem Zuschauer vor dem Fernseher hingegen werden Hintergrundinformationen geliefert, sodass er oder sie die Sänger/innen plötzlich nur noch subjektiv bewertet. Auch für die kommende Staffel bleiben die Regeln die gleichen: Die "Talents" singen und wenn es einem der Coaches gefällt dreht der sich um, wenn nicht, ist es Zeit zu gehen. Ab dem 9. Oktober startet die vierte Staffel und wird wieder abwechselnd auf ProSieben und Sat1, donnerstags und freitags um jeweils 20:15 uhr zu sehen sein. Was haltet Ihr von der Sendung? Glaubt Ihr die Coaches finden die "Stimme Deutschlands"?

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