Blu-ray-Kritik: Da Vinci’s Demons – Staffel 1

Er war ein Künstler, ein Freidenker und ein wahres Genie: Die Rede ist von Leonardo Da Vinci. Und da in den vergangenen Jahren historische Fantasyserien einen wahren Boom erlebt haben, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch dieser Universalgelehrte den Weg ins Fernsehen findet. Mit „Da Vinci’s Demons“ hat David S. Goyer genau das getan – mit Bravour!

Da Vinci's Demons ((c) Foxchannel)

Die Handlung

Florenz, 15. Jahrhundert: Leondardo Da Vinci (Tom Riley) hat sich mit seinen gerade einmal 25 Jahren bereits einen Namen in der italienischen Stadt gemacht. Doch nicht allein durch seine Malerei – auch sein grenzenloses Denken und sein Hang in Konflikt mit dem Gesetz zu geraten, haben sein Übriges getan. Er hat sich bewusst für Florenz entschieden, denn an diesem Ort sind die Richtlinien für Freidenker nicht so strikt, wie in anderen Orten. Ist es in Rom verboten Erfindungen wie dem des Fliegens nachzueifern, kann Da Vinci vor den Toren Florenz diesem Drang nachgehen.

An seiner Seite stehen ihm sein Handlanger Nico (Eros Vlahos) sowie der latent kriminelle Zoroaster (Gregg Chillin). Und auch Vanessa (Hera Hilmar) gehört zum Trupp der vierköpfigen Bande und ist ein gern verwendetes Motiv des Künstlers. Dieser führte bisher ein Leben ganz nach seinem Geschmack – ohne Regeln, ohne Restriktionen. Wäre da nicht Lucrezia Donati (Laura Haddock), die auf Leonardo einen ganz besonderen Reiz ausübt. Doch die Mätresse des Stadtherren von Florenz, Lorenzo de Medici (Elliot Cowan), liegt außerhalb seines sehr profanen Standes. Trotzdem gelingt es ihm durch sein Können Zugang zu den Medicis und somit auch Lucrezia zu erhalten. So soll er unter anderem seine Herzdame für den Stadtherren porträtieren.

Da Vinci's Demons ((c) Foxchannel)

Doch die politischen Zeiten sind kompliziert: Durch den Mord am Herzog von Mailand (Hugh Bonneville) stehen die Zeichen der italienischen Großmächte Florenz und Rom auf Konfrontation. Der Papst Sixtus IV. (James Faulkner) setzt alles daran die Medici abzusetzen – koste es was es wolle – nur um der Alleinherrscher Italiens zu werden. Sein Enkel Girolamo Riario (Blake Ritson) ist dafür zuständig, alles dafür in die Wege zu leiten. Und dann ist da auch noch „der Türke“ aka Al-Rahim (Alexander Siddig), der Leonardo wundersame Dinge offenbart und in eine äußerst mysteriöse Welt entführt, die ihm unmessbares Wissen garantiert, sofern er das „Buch der Blätter“ findet.

Umsetzung und Darsteller

Da sich derzeit Serien mit historischen Bezügen großer Beliebtheit erfreuen, war die Ausgangssituation für „Da Vinci’s Demons“ nicht die Schlechteste. Allein die produzierenden Sender hinter der Serie, die britische BBC sowie der US-amerikanischen Starz-Sender, haben allerhand Erfahrungen mit solchen Formaten: Figuren, dessen Existenz belegt sind, die jedoch aus moderner Sicht erzählt werden – sei es „Sherlock“ von der BBC oder auch „Spartacus“ von Starz. In diese Schiene lässt sich auch „Da Vinci’s Demons“ eingliedern. Allerdings tat sich die erste Staffel am Anfang schwer: Zu viel wurde in die erste Folge gesteckt, um auch ja die Zuschauer für sich zu gewinnen. Alles, was über Leonardo Da Vinci bekannt ist, wurde allein in der ersten Folge thematisiert: Sein Interesse an Kriegsmaschinen, sein Drang die Lüfte zu erobern, sein außerordentliches Können was die Malerei und Bildhauerei angeht, sein Trickserdasein und und und. Schöner wäre es gewesen, das vielschichtige Porträt des Meisters nach und nach aufzuschlüsseln.

Da Vinci's Demons ((c) Foxchannel)

Dennoch ist die Serie ab der zweiten Folge fesselnd und spannend erzählt – vor allem die politischen Machtverhältnisse und Intrigen. Und wem die Geschichte der Medici, Da Vinci und generell dem Florenz des 15. Jahrhunderts nicht fremd ist, wird hier und da mit bekannten Fakten konfrontiert. So auch die Verhaftung Leonardos wegen Sodomie, sein Zwist mit dem jüngeren Künstler Sandro Botticelli, mit dem er im gleichen Atelier arbeitete, die Erfindung des Taucheranzuges sowie das exakte Studium der Natur.

Tom Riley spielt seine Figur in „Da Vinci’s Demons“ mit viel Hingabe und Sinn für Details. Je fortgeschrittener die erste Staffel ist, desto mehr erinnert Leonardo an Sherlock (Benedict Cumberbatch) aus der gleichnamigen BBC-Produktion. Wenn er seinen Gedanken und Ideen nachgeht und in eine Art Trance verfällt, in der er die kleinen Spitzfindigkeiten seiner Ideen nachvollzieht. Dann schließt er seine Augen, seine Fingerspitzen fangen an zu zittern und die Kamera dreht ihre Kreise um das Universalgenie – ganz so wie bei Sherlock.

Da Vinci's Demons ((c) Foxchannel)

Ebenfalls hervorzuheben ist Blake Ritson der den Antagonisten von Leonardo und Handlanger von Papst Sixtus IV. spielt. In keiner Sekunde zweifelt der Zuschauer an der hinterhältigen Art und Weise, die seine Figur Riario verkörpert – Grenzen scheint er nicht zu kennen. Die schmale Gratwanderung zwischen adeliger Arroganz, gewiefter Hinterhältigkeit und unterwürfigem Gehorsam meistert Ritson par excellence.

Bild, Ton und Bonusmaterial

Hinsichtlich Bild und Ton gibt es auf der Blu-ray-Version nichts zu beanstanden. Das Bild ist selbst in dunkleren Szenen meistens körnerfrei und auch der Ton lässt keine Wünsche offen. Die Extras fallen hingegen leider etwas mager aus: Neben einem Interview mit David S. Goyer, gibt es lediglich noch einige entfallene Szenen sowie ein kurzer Blick hinter die Kulissen. Und dieser Blick ist wirklich sehr kurz. Schade eigentlich, da es gerade bei einer solchen Serie, die mit Wahrheiten und Fakten spielt, spannend ist, mehr über die Machart zu erfahren.

Da Vinci's Demons ((c) Foxchannel)

Fazit

Alles in allem ist „Da Vinci’s Demons“ eine Fantasy-Serie, die es schafft seine Zuschauer zu fesseln und das dank vielerlei Elemente: Nicht nur, dass es Spaß macht den Charakteren zuzuschauen, auch die Umgebung ist liebevoll designt. Und auch der Soundtrack gibt so einiges her. Die Main Title Theme ist eingängig und passt zum Stimmungsbild der Serie. Sie lässt sich immer und immer wieder anhören, ohne langweilig zu werden. Und wieder, und wieder, und wieder,…

Wer sich die erste Staffel zu Gemüte führt, wird am Ende sehnlichst auf die zweite Staffel warten, denn „Da Vinci’s Demons“ endet mit einem riesigen Knall und ziemlich cleveren Cliffhanger. BBC/Starz haben es einmal mehr geschafft eine Serie zu kreieren, die der Konkurrenz in nichts nachsteht. Zwar wird in der ersten Staffel noch nicht allzu viel über die „Demons“ von Da Vinci verraten und sie kratzt nur an der Oberfläche des Übernatürlichen, doch dabei weckt die im Zuschauer eine Neugier, wie es wohl weitergeht. In diesem Sinne: Die zweite Staffel läuft derzeit auf FOX, weshalb es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sie auf Blu-ray und DVD erhältlich ist. Und die dritte Staffel ist bereits von den Sendern in Auftrag gegeben worden.

Da Vinci's Demons ((c) Foxchannel)

  • admin
  • 11. Juni 2014
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  • 23-08-2014
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„American Horror Story: Freakshow“: Zweiter Teaser lässt Euch schaudern!

Das geht jetzt aber flott! Nachdem erst vor wenigen Tagen der erste Teaser zur vierten Staffel von "American Horror Story" veröffentlicht wurde, legen die Macher mit einer zweiten Ankündigung von "Freakshow" nach. IOFP zeigt ihn Euch und liefert zudem den internationalen und deutschen Starttermin. Er hört auf den Namen "Lick" - zu Deutsch: "Lecken" - und ist nur wenige Sekunden lang. Trotzdem versetzt er eine Heerschar an Horrorfans in Aufregung, denn der zweite Teaser zu "American Horror Story: Freakshow" kündigt die Fortführung eines der derzeit weltweit beliebtesten Genreformate an. Wer genau da genüsslich mit gespaltener Zunge an einem Lolly rumlutscht, wird aus der bewegten Kurzvorschau zwar nicht deutlich, dennoch ergänzt sich der zweite Teaser-Trailer hervorragend mit der gruseligen Hand aus dem ersten Teaser, den wir Euch erst vor wenigen Tagen an dieser Stelle präsentierten. Mittlerweile hat The FX auch endlich den US-Start der vierten Staffel von "American Horror Story" bekannt gegeben: Am 8. Oktober wird "Freakshow" in Übersee auf Sendung gehen. Nur knapp zwei Monate später, genauer am 26. November, wird der Pay-TV-Channel FOX hierzulande mit der Ausstrahlung beginnen. Wann die "Frakshow" allerdings im Free-TV zu sehen sein wird, ist bislang noch nicht bekannt. Um Euch die Wartezeit zu versüßen, findet Ihr hier den zweiten Teaser: Gefällt Euch der zweite Teaser zu "Freakshow"? Schreibt uns Eure Erwartungen in die Kommentarboxen!

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  • 11-08-2014
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Blu-ray-Kritik: The Last Days on Mars

Mit dem Sci-Fi-Thriller "The Last Days on Mars" wagt Ruairi Robinson den Schritt vom Kurz- zum Langfilm. Was von der Idee her gut klingt, scheitert jedoch an der Umsetzung – trotz einer namhaften B-Promi-Besetzung mit Liev Schreiber und Elias Koteas. Der Inhalt Nur noch wenige Stunden trennen Vincent Campbell (Liev Schreiber) und die restliche Missions-Crew von ihrer sechs Monate langen Rückkehr auf die Erde. Die vergangenen Monate haben sie auf dem Mars verbracht, um dort nach Spuren zu suchen, die auf Leben hinweisen können. Doch so wie es aussieht, muss die Crew ohne Ergebnisse zurückkehren. Bis zwei der Mitglieder plötzlich verschwinden und als Zombies die Basis heimsuchen. Es beginnt ein erbitterter Kampf um Leben und Tod. Die Überlebenden versuchen zudem herauszufinden, was ihre ehemaligen Kollegen zu solch Bestien verwandelt hat. "The Last Days on Mars" auf Identitätssuche Die Mars-Thematik, die Regisseur Ruairi Robinson für sein Spielfilmdebüt gewählt hat, ist per se nicht verkehrt, da sie allerhand Potential mit sich bringt. Doch statt es zu nutzen, scheint sich der gebürtige Ire selbst nicht so ganz schlüssig zu sein, in welche Richtung "The Last Days on Mars" gehen soll. Ist er ein Zombiefilm, oder doch eher Science-Fiction? Für einen Zombiefilm ist "The Last Days on Mars" definitiv zu harmlos und unblutig. Auf Splatterszenen á la "The Walking Dead" oder "28 Days Later" wartet der Zuschauer vergebens. Mehr als eine gebrochene Nase gibt es nicht wirklich zu sehen. Selbst typische Zombie-Gewohnheiten, wie das Fressen von Toten, gibt es lediglich einmal für eine Millisekunde zu sehen. Der Science-Fiction-Gedanke hingegen wird zwar vermittelt, ist aber auch keine bahnbrechende Neuerung in dem Genre. Beinahe identische Handlungen kennt man bereits aus Filmen wie zum Beispiel "Prometheus" oder "The Thing". Verschenktes Potential Dabei startet "The Last Days on Mars" ziemlich vielversprechend: Die ersten 15-20 Minuten sind geprägt von einer klaustrophobischen Atmosphäre und bringt die damit einhergehende Spannung richtig gut rüber. Es erinnert ein wenig an die isolierte Stimmung aus "Moon" von Duncan Jones aus dem Jahr 2009. Nur leider schwindet dieser Eindruck, sobald die Zombies ihren ersten Auftritt haben. Der Science-Fiction-Streifen wird schnell zum laschen Horrorfilm, dem es – im wahrsten Sinne des Wortes – an Biss fehlt. Die Schwächen des Drehbuchs können da auch ein Liev Schreiber oder ein Elias Koteas nicht mehr ausmerzen, auch wenn die einen souveränen Job abliefern. Zu vorhersehbar und klischeehaft agieren die Protagonisten: Es wird an den üblichen Stellen gestolpert, allein durch die Pampa gelatscht und der Strom fällt an den passenden Momenten aus. Dass es dabei einen nach dem anderen dahinrafft, ist daher kaum verwunderlich. Zudem werden die psychischen Belastungen, die offenbar jeden während solch einer Mission heimsuchen, nur angerissen. So wird Vincent beispielsweise immer wieder von Flashbacks heimgesucht, die sich in Panikattacken äußern. Doch was genau in der Vergangenheit passiert ist – das bleibt schleierhaft. Fazit Man merkt "The Last Days on Mars" an, dass er einiges an Budget zur Verfügung hatte, da die Effekte ganz ansehnlich sind. Auch die Hauptdarsteller sind in dem was sie tun gut und überzeugend. Allerdings lässt das nicht über die Schwächen des Films hinwegsehen: Zu vorhersehbar ist der Film, der sich zudem nicht klar ist, was er sein möchte. Am Ende gelingt Ruairi Robinson ein Werk, das zwar gute Ansätze bietet, aber für einen Zombiefilm viel zu brav und für einen mitreißenden Sci-Fi-Schocker viel zu langweilig und abgefrühstückt ist. Neuerungen suchen Fans der Genre vergebens. Und die Extras? Ach ja, da war ja noch was: Die Extras, die auf der Blu-ray zu finden sind. Doch die sind leider genauso enttäuschend wie der Film selbst. Zwar gibt es einen B-Roll-Teil, der unkommentiert hinter die Kulissen blickt und ein paar Interviews, doch das war es dann auch schon. "The Last Days on Mars" erscheint am 15. August auf DVD, Blu-ray und VoD.

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  • 02-07-2014
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„Sherlock“: Weihnachts-Special in Planung?

Dürfen sich die Fans der Serie "Sherlock" auf ein exklusives Weihnachts-Special freuen? Schauspieler Martin Freeman erklärt in einem Interview, was es mit den Gerüchten auf sich hat. Martin Freeman, der in der Serie "Sherlock" Dr. John Watson verkörpert, hat zu den Plänen des britischen Senders BBC Stellung genommen, wonach an einem einmaligen Weihnachts-Special gearbeitet werden soll. In einem Interview mit The Telegraph gab Freeman bekannt, dass BBCes sich zum Ziel gemacht habe, Ende des Jahres 2015 eine "Sherlock"-Weihnachtsepisode herauszubringen. Freeman sagte in diesem Zusammenhang: "Wenn es sich dabei um ein Special handeln sollte, denke ich, dass es für nächstes Jahr Weihnachten geplant sein wird - eben ein Weihnachts-Special. Genau das stelle ich mir darunter vor". Hinsichtlich einer möglichen Produktion fügte Martin Freeman hinzu, dass er nicht daran glaube, dass mit den Dreharbeiten für diese Sonderausgabe vor dem Frühjahr 2015 begonnen werden kann, weil dies weder sein eigener Terminplan, noch der von seinem Co-Star Benedict Cumberbatch (Sherlock Holmes) zulassen würde. Außerdem sei Steven Moffat, der Produzent der Serie "Sherlock", derzeit noch durch sein Mitwirken bei "Doctor Who" beschäftigt. Bislang sind drei Staffeln mit jeweils drei Episoden erschienen, die allesamt in 90-minütiger Spielfilmlänge ausgestrahlt wurden. Ob es sich bei dem Weihnachts-Special nur eine einmalige Folge oder gar den Beginn einer neuen Staffel handeln soll, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantwortet werden. Für die "Sherlock"-Fans heißt es geduldig zu bleiben und abzuwarten, was die Zukunft bringen wird. Was meint Ihr? Würdet Ihr Euch über ein Weihnachts-Special zu "Sherlock" freuen? Schreibt uns Eure Meinung in die Kommentare!

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  • 09-09-2014
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TV-Trash 2014: „Catch the Millionaire“ geht in die zweite Runde

Nachdem Millionär Dennis in der ersten Staffel "Catch the Millionaire" bereits die "große Liebe" gesucht hat, spielt nun Berufssohn Paul den Hampelmann in der Arena der öffentlichen Demütigungen. Vergangenen Donnerstag ging die große Menschenverachtung "Catch the Millionaire" in die zweite Runde und Hamburger Paul ist mittendrin. An seiner Seite sind die Pseudomillionäre Marcel und Peter, um diese drei Primaten schlawinern 18 erschreckend schlichte Damen. Scheinentrüstet kann der Privatsender-Rezipient künftig wieder die Stirn kraus legen, wenn Frauen reichen Männern nachjagen und die Männer unverschämterweise ja doch nur das Eine wollen. Jedes ähnliche Format zeigt immer wieder, dass erstaunlich viele Menschen bereit sind, sich für die Öffentlichkeit zu prostituieren und noch viel mehr Menschen wollen dabei zusehen. Aber wer kann sich schon davon freisprechen belustigt und erleichtert zu sein, wenn man merkt, dass man selbst noch nicht ganz unten in der gesellschaftlichen Ordnung angekommen ist. Zudem demonstriert ein schmieriger millionenschwerer Junge hervorragend, dass Großverdiener einen keineswegs in Ehrfurcht erstarren lassen müssen. Nun zieht eben jenes Bürschchen los und sucht natürlich nach der Frau fürs Leben. Seit einigen Jahren ist schon bekannt, dass diese sich gerne hinter Silikon, Gelnägeln und Extensions versteckt, wo auch sonst. Millionär Paul weist aber ja auch darauf hin, dass eine Frau das schönste Schmuckstück des Mannes sei. Selbstverständlich muss solch ein Schmuckstück aber eine reine und liebliche Seele beheimaten, die nur darauf wartet, ihren Mann hingebungsvoll zu lieben. Seine und die Absichten seiner Companions sind selbstverständlich absolut ehrenhaft, umso verwerflicher ist es, dass sich unter den "Ladies" sogenannte "Gold Digger" befinden könnten. Herzzerreißend welchen betrügerischen, gierigen Frauen solch ein reicher Junggeselle doch ausgesetzt ist. Dabei ist der Handel doch seit ewigen Jahrhunderten ganz einfach: jugendliche Schönheit gegen die Moneten. Mann kann halt nicht alles haben. 18 Frauen traten an, um mit öffentlicher Hilfe endlich den richtigen Partner zu finden. Dabei sucht natürlich jede den, der sie zum Lachen bringt, sie achtet und romantisch ist. Das ist doch mal etwas ganz Neues! Vier der Superleuchten verließen in der ersten Folge bereits die Sendung und natürlich flossen Tränen, warum auch immer. Mittlerweile dürfte man sich daran gewöhnt haben, dass sämtliche Gestalten im Fernsehen ihrer Sprache nicht mehr mächtig sind. "Catch the Millionaire" reiht sich damit in die Riege anderer Formate ein. Der Millionär sorgt sich, dass Anastasia stark auf Paul "reflektiert". Was auch immer das bedeuten sollte. Doch so lange man sich nur genug als Mann von Welt präsentiert, dürften solche Kleinigkeiten keinen stören. Fremdscham überkommt einen besonders bei dem Gequatsche der 18 Mäuschen, zum Verzweifeln! Aber man kennt das ja: solche Formate sind eben wie ein Unfall, zu schrecklich zum Wegsehen. Vier Fräulein sind leider schon nicht mehr dabei, doch auf 14 dürfen wir uns am kommenden Donnerstag noch freuen. Vor uns liegen einige Wochen, in denen wir mit den drei äußerst symphatischen Junggesellen hoffen können, dass sie ihre Traumfrauen finden. Nur um es noch einmal im ProSieben-Jargon zu sagen. Also, Donnerstag um 20:15 uhr auf ProSieben. Kann man gucken oder auch nicht. Was haltet Ihr von den neuen "Millionären"?  

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  • 27-08-2014
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TV-Tipp: 25 Jahre „Simpsons“ auf Pro 7

Am 1. September ist es so weit: Im Zuge der "Jubiläumswoche" wird auch Pro 7 gelb und feiert 25 Jahre Simspons. Den Auftakt macht der Start der 25. Staffel, darauf folgen die drei beliebtesten "Simpsons"-Folgen der Zuschauer. Welche das sein werden, das soll eine Online-Umfrage klären. 25 Jahre Simpsons. Fünfundzwanzig Jahre. Fünfhundertdreiundsechzig Folgen. Ein Film. Keine Serie hat sich länger gehalten - und die Geschichte geht noch immer weiter. Nun starten Homer und Co. in die 25. Runde und Pro 7 möchte den "Simpsons"-Fans zur Feier der silbernen Hochzeit mit der gelben Familie eine besondere Überraschung bescheren. Deshalb wird nicht nur die erste Folge der 25. "Simpsons"-Staffel, "Homerland", gezeigt, sondern im Anschluss auch die drei beliebtesten Episoden der Zuschauer. Welche Episoden die drei besten "Simpsons"-Folgen aller Zeiten sein sollen, darüber entscheidet das Online Voting auf Pro 7. Aktuell ist "Nedtropolis", (Staffel 21, Folge 20) auf Platz 1, dicht gefolgt von "Homer als Restaurantkritiker" (Staffel 11, Folge 3) und "Springfield Film-Festival" (Staffel 6, Folge 18). Die Lieblingsfolge unseres Redakteurs, "Das verlockende Angebot" (Staffel 8, Folge 2) ist zur Zeit auf Platz 25 von den insgesamt 536 Folgen. Allerdings erscheint bei der Abstimmung auch immer wieder eine Fehlermeldung. Abgestimmt werden kann noch bis zum 28. August und den Link zum Simpsons-Voting findet ihr hier. Am Freitag, dem 5. September wird dann auch - für alle, die ihn noch nicht gesehen haben - "Die Simpsons - Der Film" zur Prime Time ausgestrahlt. Was ist Eure liebste "Simpsons"-Folge und warum? Oder könnt Ihr die Simpsons inzwischen gar nicht mehr sehen? Schreibt es uns!

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  • 27-08-2014
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„The Voice of Germany“ beschert einen heißen Herbst!

Im Oktober startet die neue Staffel von "The Voice of Germany" mit neuen Coaches und vielen neuen Talenten, aber ohne Nena und The BossHoss. Die ProSieben Gesangsshow geht diesen Herbst in die vierte Staffel. Von den Urgesteinen der Sendung haben nun auch Nena und The BossHoss die Arena verlassen. Rea Garvey, ehemaliger Frontmann der Band Reamonn, kehrt aber wieder zurück. Auch Samu Haber, der sich in der letzten Staffel bereits großer Beliebtheit erfreute, ist mit dabei. Neu unter den Juroren sind Smudo und Michi Beck von "Die Fantastischen Vier" und "Silbermond"-Sängerin Stefanie Kloß. Erneut werden die Juroren nur mithilfe ihrer Ohren werden die Coaches wieder erhören, welcher Sänger es in ihr Team schaffen soll. Den erhofften Durchbruch dürfte aber auch bei "The Voice of Germany" keiner der Teilnehmer erwarten. Wie es in jeder anderen Castingshow zu sehen ist, verschwinden auch die "TVoG"-Sieger mit jeder weiteren Staffel noch schneller in der Versenkung. Wenigstens machen die Teilnehmer dieses Formats den Eindruck, als wären sie sich ihrer Situation bewusst und erwarteten nicht den goldenen Topf am Ende des Casting-Dschungels. Auch der Tränendrüsenfaktor, der bei ähnlichen Sendungen so gerne mit dramatischen Hintergrundsgeschichten ausgeschlachtet wird, ist bei "The Voice of Germany" noch begrenzt, wohlgemerkt NOCH. Erfrischend an dem ProSieben/Sat1-Projekt waren natürlich die umgedrehten Stühle. Dem Zuschauer vor dem Fernseher hingegen werden Hintergrundinformationen geliefert, sodass er oder sie die Sänger/innen plötzlich nur noch subjektiv bewertet. Auch für die kommende Staffel bleiben die Regeln die gleichen: Die "Talents" singen und wenn es einem der Coaches gefällt dreht der sich um, wenn nicht, ist es Zeit zu gehen. Ab dem 9. Oktober startet die vierte Staffel und wird wieder abwechselnd auf ProSieben und Sat1, donnerstags und freitags um jeweils 20:15 uhr zu sehen sein. Was haltet Ihr von der Sendung? Glaubt Ihr die Coaches finden die "Stimme Deutschlands"?

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