• 27-08-2014
  • Kino

„Inferno“: Dritter Dan Brown wird verfilmt

Nach "The Da Vinci Code - Sakrileg" und "Illuminati - Angels and Demons" schlüpft Tom Hanks in "Inferno" erneut in die Rolle des Robert Langdon. Im April nächsten Jahres sollen die Dreharbeiten zur dritten Verfilmung eines Dan Brown Romans beginnen, dies kündigten Sony Pictures und Imagine Entertainment kürzlich an. Erneut spielt Tom Hanks den Symbologen der Harvard Universität, der in den Tiefen der geheimen Bruderschaften wühlt. Zu Beginn des dritten Teils dürfte Langdon vorerst aber mit einer Amnesie und einer Schusswunde in einem florentiner Krankenhaus aufwachen. Nachdem einer seiner behandelnden Ärzte erschossen wird, flieht Robert Langdon mit der Ärztin Dr. Sienna Brooks aus dem Krankenhaus. Gemeinsam mit Brooks bemüht er sich darum, seine Erinnerungen zurückzuerlangen. Gleichzeitig muss er verhindern, dass ein Wahnsinniger eine globale Plage auslöst. Allein der erste Teil der Langdon-Reihe ("The Da Vinci Code") spielte weltweit etwa 758,2 Millionen US-Dollar ein. Das zweite Projekt, "Iluminati - Angels and Demons" spielte zwar nicht so viel wie Sakrileg ein, dennoch waren die Zahlen beachtlich. Auch die nächste Dan Brown Verfilmung dürfte ein Erfolg werden. Ursprünglich sollte der eigentliche dritte Teil "Das verlorene Symbol" bereits 2012 verfilmt werden. Nach einigen Schwierigkeiten mit der Regie entschied Sony Pictures aber den vierten Roman "Inferno" vorzuziehen. Die Regie bei "Inferno" übernimmt wieder Ron Howard und auch Produzent Brian Grazer ist erneut mit dabei. Drehbuchautor David Koepp, welcher schon das Skript zu "Illuminati - Angels and Demons" schrieb, wird auch "Inferno" verfassen. Bereits die ersten beiden Filme (sowie auch die Bücher) riefen bei einigen Vertretern der Kirche Verärgerung hervor. Andere hingegen sagten, dass in den Filmen die kirchenkritischen Sequenzen der Bücher deutlich entschärft worden seien. Die Veröffentlichung des Thrillers wird voraussichtlich im Dezember nächsten Jahres sein. Wie fandet Ihr die ersten beiden Filme und habt Ihr das Buch zu "Inferno" schon gelesen?

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  • 27-06-2014
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„Ithaca“: Meg Ryan und Tom Hanks vor der Kamera?

Tom Hanks soll sich in Gesprächen für einen Auftritt in Meg Ryans Regiedebüt "Ithaca" befinden. Die Regisseurin will auch selbst in dem Film mitspielen. Könnte dies also die große Zusammenkunft der beiden Hollywoodstars seit "Schlaflos in Seattle" und "E-Mail für dich" werden? Zu Anfang des Jahres hieß es, dass Tom Hanks nur die Produktion bei dem Regiedebüt von Meg Ryan übernehmen wird. Jetzt sieht es allerdings so aus, als könnten die beiden ihre große Rückkehr vor die Kamera feieren. Tom Hanks soll in "Ithaca" mit einem Cameo-Auftritt an der Seite von Meg Ryan auftauchen. Da Ryan nicht nur Regie, sondern auch selbst eine Rolle in ihrem Film übernehmen will, wären sie nach 16 langen Jahren wiedervereint. Zum letzten Mal sah man sie in der Liebeskomödie "E-Mail für dich". Berühmt Ryan und Hanks als Filmpaar 1993 durch die Romanze "Schlaflos in Seattle". "Ithaca" basiert auf dem Roma "The Human Comedy" von William Saroyan und spielt im Jahr 1942. Dort arbeitet der 14-jährige Homer Macauley als Fahrradkurrier. Er sorgt und kümmert sich um seine Familie, da sein älterer Bruder in den Krieg berufen wird. Täglich muss Homer Nachrichten überbringen, bis eines Tages eine dieser Nachrichten sein Leben verändern wird. Tom Hanks soll die Rolle von Homers Vater übernehmen. Außerdem sind bei "Ithaca" neben Meg Ryan auch Sam Shepard ("Black Hawk Down"), Melanie Griffith ("Now and Then") und Jack Quaid ("Die Tribute von Panem") mit dabei. Im nächsten Monat sollen die Dreharbeiten beginnen. Aktuell dreht Tom Hanks noch "Ein Hologramm für den König" von Tom Tykwer ab. Außerdem ist er schon als Darsteller für den neuen Film von Steven Spielberg über den Kalten Krieg gebucht. Von Meg Ryan hörte man zuletzt, dass sie bei "How I Met Your Dad" als Off-Stimme dabei ist. Aber ob wir die Sitcom jemals zu sehen bekommen, steht noch nicht fest. Freut Ihr Euch über die Rückkehr des Hollywood-Traumpaares aus den 90ern?

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  • 06-06-2014
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„Forrest Gump“ kommt zurück ins Kino!

Es gibt ein Wiedersehen mit einem der sympathischsten Tagträumer der Kinogeschichte! Anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums kehrt "Forrest Gump" zurück in die Kinos. Worauf sich die Zuschauer bei diesem Re-Release freuen dürfen, erfahrt Ihr auf IOFP! "Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man bekommt!" Dieses Filmzitat passt wie die Faust aufs Auge. Wohl kaum einer der Verantwortlichen des Films hätte gedacht, dass "Forrest Gump" auch noch 20 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung für Furore sorgt. Manche Geschichten schreibt eben einfach nur das Kino. Paramount wird "Forrest Gump" am 5. September erneut in die Kinos bringen. Das Besondere dabei ist, dass dieser Film durch das IMAX-System ausgestrahlt wird, was bedeutet, dass eine besonders große Filmfläche genutzt wird, um eine bestmögliche Auflösung zu erzielen. Die Projektionen auf der Leinwand werden damit noch heller und schärfer. Bekannte Vertreter, die dieses Verfahren nutzten, sind Filme wie "Avatar - Aufbruch nach Pandora", "Superman Returns" oder "The Dark Knight Rises". Zum ersten Mal erschien "Forrest Gump" am 6. Juli 1994 in den Kinos. Er wurde sowohl von Kritikern, als auch den Fans gefeiert und spielte weltweit über 677 Millionen Dollar ein. Bei der Oscarverleihung 1995 wurde der Film in dreizehn Kategorien nominiert, wobei er sechs Trophäen gewinnen konnte (unter anderem als bester Film). Robert Zemeckis gewann den Oscar für die beste Regie und Tom Hanks wurde als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Der Erfolg bei Filmen, die kürzlich ihren Weg ins Kino zurückgefunden haben, ist sehr gemischt. So brachte "Der König der Löwen" Disney 94 Millionen US-Dollar ein, als er 2011 im 3D-Format erneut anlief. "Jäger des verlorenen Schatzes" konnte 2012 hingegen nur einen Gewinn von drei Millionen US-Dollar erwirtschaften. In der ewigen Rangliste der höchsten Einspielergebnisse auf dem inländischen Markt belegt "Forrest Gump" Platz 31. Vielleicht wird sich dies ja schon bald ändern? Schaut Ihr Euch "Forrest Gump" noch einmal im Kino an? Schreibt uns Eure Meinung in die Kommentare!

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  • 21-05-2014
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Coen-Brüder schreiben Drehbuch für neues Spielberg-Projekt

Ethan und Joel Coen übernehmen die Drehbucharbeiten für Steven Spielbergs Kalter Krieg-Epos. Die Hauptrolle wurde bereits mit Tom Hanks besetzt. Ein Ensemble, das sehr vielversprechend klingt und Filmfans zurecht aufhorchen lässt! Das von DreamWorks geplante Filmprojekt über den Kalten Krieg  nimmt immer mehr Gestalt an. Neben Regisseur Steven Spielberg und Hauptdarsteller Tom Hanks, reihen sich nun auch die Coen-Brüder als Drehbuchautoren mit ein. Dass sie ein Händchen fürs Drehbuchschreiben haben, stellten sie bereits mehrere Male unter Beweis. 1997 gewannen sie den Oscar für das beste Original-Drehbuch ("Fargo"). Im Jahr 2008 heimsten sie den Oscar Bestes adaptiertes Drehbuch für den Film "No Country for Old Men" ein. Zudem waren sie drei weitere Male für einen Drehbuch-Oscar nominiert ("O Brother, Where Art Thou?", "A Serious Man" und "True Grit"). Das noch ohne Titel dastehende Projekt basiert auf den wahren Ereignissen des Lebens von James Donovan. Dieser war zur Zeit des Kalten Krieges ein von der CIA angeworbener Anwalt, der heimlich über die Freilassung des Francis Gary Powers verhandelte. Powers war ein US-amerikanischer Pilot und Spion, der zwei Jahre zuvor über Russland abgeschossen wurde. Regisseur Steven Spielberg ist jedoch in nächster Zeit noch mit genügend anderen Projekten beschäftigt. Er wird sowohl für die DreamWorks/Fox Koproduktion "Robopocalypse", als auch für das Historiendrama "Montezuma" ins Gespräch gebracht. Bereits als bestätigt gilt seine Regieübernahme für die Kinderbuch-Adaption "The Friendly Giant". Mit Tom Hanks und Steven Spielberg treffen zwei alte Bekannte aufeinander. Beide haben bereits in den Filmen "Der Soldat James Ryan", "Catch me if you can" und "The Terminal" zusammengearbeitet. Im ähnlichen Maße wie Spielberg sind auch die Coen-Brüder dafür bekannt, ihre eigenen Ideen in den Film einfließen zu lassen. Ob all diese Alphamännchen untereinander klarkommen, bleibt abzuwarten. Was meint Ihr? Gelingt den Coen-Brüdern mit ihrem neuen Drehbuch ein erneuter Geniestreich?

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  • 20-02-2014
  • KinoReviews

Filmkritik: Saving Mr. Banks

Die Entstehungsgeschichte des beliebten Familienmusicals “Mary Poppins” steht stellvertretend für den Geschäftssinn des Unterhaltungspioniers Walt Disney. Ebenjenes Unterfangen erzählt Hollywood-Regisseur John Lee Hancock nun in seinem leicht kitschigen "Saving Mr. Banks", das dank Tom Hanks und Emma Thompson tolles Schauspielerkino ist und erst durch kleine Schwächen so richtig liebenswert wird. Walt Disney – um den 1966 in Kalifornien verstorbenen Filmproduzenten, Zeichentrickpionier und ein der meistgeehrten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts ranken sich seit jeher diverse Fragen und Mythen. Kaum ein Mensch der Öffentlichkeit war so sehr auf sein Image bedacht wie der Begründer der Walt Disney Company. War sein Ruf doch maßgeblich an der Erfolgsgeschichte seines Konzerns beteiligt und wäre wohl ebenso dazu in der Lage gewesen, diese auf einen Schlag wieder zunichte zu machen. Rauchen, sich als knallharter Geschäftsmann outen – das alles passte nicht zum Bild des kinderliebenden Geschichtenerzählers und Erfinders der Mickey Mouse, der weltweit beliebtesten Cartoonfigur. Er wahrte stets das Bild des unbedarften Tüftlers, stellte seine Marketingkünste und einen beachtlichen Geschäftssinn jedoch nie unter den Scheffel. Diese Taktik macht Walt Disney bis heute zu einer der interessantesten Charaktere der Medienwelt. Höchste Zeit für eine Hollywoodproduktion, die sich der ehrenwerten Persönlichkeit annimmt, jedoch nicht urteilt, sondern stattdessen ein facettenreiches Bild von ihr zeichnet, zu dem sich anschließend jeder Zuschauer sein eigenes Bild machen kann. Verantwortlich dafür zeichnet John Lee Hancock, Regisseur des Oscar-prämierten Schmachtfetzens „Blind Side – Die große Chance“. Mit „Saving Mr. Banks“ kreiert er ein Bild Walt Disneys, das er gleichsam in die Entstehungsgeschichte eines jahrzehntealten Musicalklassikers einbezieht: „Mary Poppins“. Herausgekommen ist eine Mischung aus Biopic, Familiendrama und Einblick in die abenteuerlichen Verhandlungen zweier kreativer Größen, die ihre unterschiedlichen Ebenen gekonnt zu verknüpfen weiß und sich als hervorragender Einstieg in den Disney-Kosmos sowie spannender Blick hinter die Kulissen der Hollywood-Maschinerie entpuppt. Zwei Sturköpfe und eine singende Nanny Als Walt Disney (Tom Hanks) seinen Töchtern einst verspricht, ihr Lieblingsbuch “Mary Poppins” zu verfilmen, beginnt für den millionenschweren Medienmogul eine Odyssee. Bei seinen Bemühungen um die Filmrechte gerät er an die dickköpfige Schriftstellerin Pamela Travers (Emma Thompson), die keinesfalls vorhat, ihr magisches Kindermädchen der Hollywood-Maschinerie zu überlassen. Nach jahrelangen Verhandlungen kann Disney sie Anfang der 60er Jahre überreden, nach Los Angeles zu kommen und sich seine Ideen für eine Kino-Adaption anzuhören. In diesen zwei Wochen des Jahres 1961 setzt Walt Disney alle Hebel in Bewegung. Mit fantasievollen Storyboards und den fröhlichen Songs der talentierten Sherman Brüder (Jason Schwartzman & B.J. Novak) startet er eine umfassende Kreativ-Offensive, die bei der kratzbürstigen Travers allerdings keine Wirkung zeigt. Denn P.L. Travers verbindet mit ihrer Titelheldin eine ganz persönliche Geschichte, die bis in ihre Kindheit zurück reicht. Die starrköpfige Autorin muss sich erst den Geistern ihrer eigenen Vergangenheit stellen, bevor sie Mary Poppins ziehen lassen kann. Wie ließe sich ein Film über Walt Disney besser beleuchten, als nach einem System, das zu Ehren der unterschiedlichen Persönlichkeiten des Mäusekonzern-Schöpfers selbst entstanden ist? Die Walt-Disney-Methode nimmt sich eines Problems stets aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet an. Der Träumer bewertet subjektiv, der Realist pragmatisch und der Kritiker wägt konstruktiv Vor- und Nachteile ab. Während sich der Filmrezensent üblicherweise einzig auf den letzten Teil beschränkt, bietet gerade „Saving Mr. Banks“ genug Stoff, um ihn einmal aus allen drei Richtungen zu betrachten. Denn auch Hancocks bildgewaltige Regiearbeit findet auf unterschiedlichen Ebenen statt – zwei, um genau zu sein. Während sich der Hauptplot darauf konzentriert, die Entstehungsgeschichte von „Mary Poppins“ wiederzugeben und von den Schwierigkeiten der Interaktion zwischen Disney und der Roman-Schöpferin Pamela Travers erzählt, geben Rückblenden auf Travers‘ Vergangenheit einen Einblick in die von Melancholie und Träumerei geprägte Kindheit der damals noch unbedarften Protagonistin. Eingefangen in lieblich-romantischen Bildern – immer eine Nuance über der Kitsch-Grenze – zeichnet sich schnell ein Bild vom friedlichen Zusammenleben der Travers-Familie, das durch den Alkoholismus des Vaters (Colin Farrell) jäh in seiner Harmonie gestört wird. Kitsch oder kein Kitsch? Subjektiv betrachtet lässt sich vor allem der Begriff „Kitsch“ nur schwer der Allgemeinheit zufriedenstellend einordnen. Ähnlich des individuellen Film- oder Musikgeschmacks besitzt jeder Zuschauer seine ganz eigene Schmerzgrenze, was Schmalz und Rührseligkeit anbelangt. Pragmatisch betrachtet sind die von Blockbuster-Spezialist John Schwartzman („The Amazing Spider-Man“) eingefangenen Bilder jedoch jederzeit darauf aus, die gewünschten Reaktionen auf Biegen und Brechen zu provozieren, wodurch die Charakteristik des Kitsch erfüllt scheint. Auf Tränen abzielend, setzt man auf traurige Musik, Romantik generiert man mit entsprechenden Bildern von Sonnenuntergängen, Kerzenschein und ähnlich gelagertem Symbolismus. Doch wäre „Saving Mr. Banks“ ein besserer Film, wenn er die Schmalz-Schraube weniger fest anzieht? Die Antwort lautet nein. Denn der phasenweise auftauchende Kitsch verkommt nie zum Selbstzweck. Die Story dürstet nach harmoniesüchtigen Bildern, gern von einem leichten Sepia-Ton untermalt, der die Sehnsucht nach Liebe fast greifbar macht. Nur so ergibt sich schließlich die notwendige Fallhöhe, die es braucht, um Hollywoods Realismus der damaligen Zeit deutlich zu machen. Vor der beeindruckenden Kulisse des Themenparks Disneyland in Anaheim, der mit einem enormen Aufwand optisch zurück in die Sechzigerjahre katapultiert wurde, sowie in den eher zurückhaltend gestalteten Konferenzräumen der Disney-Studios wird das Publikum Zeuge eines knallharten Machtkampfes zwischen Pamela Travers und Walt Disney. Während er mit allen Mitteln versucht, ihr die Erlaubnis einer Filmadaption abzuringen, hält sie die schützende Hand über „ihre Mary“. Die Folge sind brillant geschriebene Wortgefechte, in denen sich stille Tragik, blinde Wut, aber auch jede Menge Komik vereinen. Emma Thompson zeichnet ein Bild ihrer Pamela Travers, das sich nie für eine Ausrichtung entscheiden möchte und sich somit vermutlich am ehesten an der Authentizität befindet. So mag man Pamela weder lieben noch hassen; stattdessen leidet man mit ihr, sobald Walt Disney den Wunsch äußert, massive Änderungen an der Vorlage vorzunehmen, schüttelt angesichts ihrer vielen überzogenen Forderungen jedoch gleichzeitig den Kopf. Thompson hält mühelos die Balance zwischen den beiden Gegenpolen Sympathie sowie Antipathie und gibt ein facettenreiches Bild einer interessanten Antiheldin ab. Ganz großes Schauspielkino Ihr zur Seite steht mit Tom Hanks ein Charakterdarsteller, der in Paul Greengrass‘ Thrillerdrama „Captain Phillips“ zuletzt bewies, zu welch Oscar-würdiger Darstellerleistung er nach wie vor fähig ist. Auch wenn es in diesem Jahr nicht einmal für eine Nominierung in dieser Kategorie reichte, so ist Hanks auch in „Saving Mr. Banks“ einer der tragenden Erfolgspfeiler. Seine Darstellung des kreativen Medienmoguls Walt Disney ist von beeindruckender Genauigkeit, ohne sich dabei auf eine explizite Charakter-Einordnung festzulegen. Wenngleich seine Figur definitiv als eine sympathische angelegt ist, lässt Tom Hanks es sich nicht nehmen, spitzfindig kleine Gesten und Mimiken für sich sprechen zu lassen und seiner Figur somit einige Ecken und Kanten zu verleihen, sie dabei jedoch nicht zu kommentieren. Im Zusammenspiel mit Emma Thompson wirkt er immer mal wieder wie der ruhende Gegenpol – in Wirklichkeit nehmen sich beide Figuren jedoch nichts in Sachen Ambivalenz. Während die dramatischen Familien-Rückblenden zur Travers-Familie optisch an eine Mischung aus „Unsere kleine Farm“ und „Lone Ranger“ plus Til-Schweiger-Farbfilter erinnern, präsentieren sich die Aufnahmen in der filmischen Gegenwart schnörkellos und bodenständig, jedoch nicht weniger detailreich. Wenn Pamela Travers zur Begrüßung ein mit Disney-Merchandising vollgestopftes Hotelzimmer betritt, wird die Liebe zum Disney-Konzern, der selbstredend auch hinter „Saving Mr. Banks“ steht, förmlich spürbar. Gleiches gilt für die Musik, die eine einzige Hommage an den Disney-Meisterwerke-Kanon ist. Der für seinen Score Oscar-nominierte Thomas Newman („Wall-E“) variiert munter bekannte Melodien beliebter Zeichentrickklassiker, besinnt sich allerdings vornehmlich auf „Mary Poppins“ und präsentiert uns bekannte Songs wie „Ein Löffelchen voll Zucker“, „Chim Chim Cheree“ oder den Zungenbrecher „Supercalifragilisticexpialigetisch“ in ganz neuem, verspielten Gewand. Fazit Wie also würde wohl ein Walt Disney über „Saving Mr. Banks“ urteilen? Der Träumer in ihm wäre angesichts der liebevollen, familientauglichen und schwelgerischen Erzählung sicherlich vollkommen hingerissen. Als Realist fände er in der Umsetzung vermutlich einige Kleinigkeiten, die ihm als Perfektionist negativ ins Auge fallen könnten und der er sich als Kritiker annehmen und verbessern würde – vermutlich vor allem was die Darstellung seiner Person angeht. Doch schon damals erkannte Robert Dilts, Erfinder der Walt-Disney-Methode, dass selbige am besten mit vier Rollen funktioniert. Und als vierter im Bunde – als Beobachter – wird jeder feststellen, dass sich perfekte Inszenierung und liebenswürdige Schwächen in „Saving Mr. Banks“ gekonnt die Waage halten.

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  • 11-02-2014
  • googlenewsReviews & Meinungen

Gemeine Tweets bei Jimmy Kimmel

In der US-amerikanischen Late-Night-Show "Jimmy Kimmel Live!" konfrontierte Moderator Jimmy Kimmel Stars mit fiesen Tweets. Twitter ist ein gutes Portal für freie Meinungsäußerungen. Das dort nicht nur positive Bemerkungen über diverse Berühmtheiten zu finden sind, ist logisch. Genau das nutzt der Komiker und Moderator Jimmy Kimmel aus. Er hat in seiner Sendung bereits fünfmal für die sogenannten 'Mean Tweets' Platz gemacht. Kimmel sammelt gemeine Tweets über Hollywood-Größen, und eben dieselben tragen die fiesen Äußerungen über sich selbst vor laufender Kamera vor. Stars wie George Clooney, Tom Hanks und Jennifer Garner sind dieses Mal dabei und beweisen Humor, indem sie sich den Beleidigungen stellen und darüber lachen können. Jennifer Garner liest folgenden Tweet über sich vor: "Jennifer Garner sieht aus wie die Vagina einer Ente. Wortwörtlich, wie eine Enten-F**ze." Sie betitelt die Beleidigung als "nicht gerade sehr nett", doch ein Schmunzeln kann sie sich nicht verkneifen. Außerdem wird George Clooney als "pummeliger Bastard" und Tom Hanks als "Heulsuse" bezeichnet. Im Rampenlicht zu stehen bedeutet eben auch, nicht von allen gemocht zu werden. Den Schauspielern, die sich mit den Twitter-Beleidigungen auf derart lustige Art auseinandersetzen, kann man nur gratulieren, denn dadurch beweisen sie Größe und Selbstironie. Natürlich wettern die Stars auch gegen die Beschimpfungen und versuchen 'ihre Ehre' zu verteidigen. Und genau das macht die ganze Sache noch unterhaltsamer. Seht Euch selbst das lustige Video der "Mean Tweets" an:

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  • 03-02-2014
  • googlenewsKino

„Ithaca“: Meg Ryan und Tom Hanks wieder vereint

Das Romanzen-Traumpaar Hollywoods arbeitet wieder zusammen. Tom Hanks produziert Meg Ryans Regiedebüt "Ithaca". In den 90er Jahren waren Tom Hanks und Meg Ryan das Traumpaar schlechthin. Mit den romantischen Klassikern "Schlaflos in Seattle" und "E-Mail für Dich" von Nora Ephron begeisterten sie Millionen Kinogänger. Jetzt haben sie sich erneut zusammen gefunden, aber hinter der Kamera. Ryan wird mit dem Film "Ithaca" ihr Regiedebüt feiern und selbst eine Rolle spielen. Tom Hanks hat die Produktion übernommen. Story: Die Geschichte spielt im Sommer 1942. Der 14-jährige Homer Macauley arbeitet als Telegramm-Zusteller. Mit seinem Fahrrad ist er der beste und schnellste Kurier im Ort. Da Homers älterer Bruder in den Krieg gezogen ist, kümmert er sich um dessen Familie. Zu dieser gehören seine verwitwete Mutter, seine Schwester und der vierjährige Bruder Ulysses. Tagtäglich stellt Homer Nachrichten über Liebe, Hoffnung, Angst und Tod den unterschiedlichsten Menschen zu. Eines Tages erhält er jedoch eine Nachricht, die sein Leben verändern wird. Der Film basiert auf dem Roman "The Human Comedy" von William Saroyan (1908-1981). Die Drehbuchadaption hat Erik Jedresen ("Band of Brothers") übernommen. Neben Meg Ryan werden Sam Shepard ("Killing Them Softly"), Melanie Griffith ("Die Waffen der Frauen") und Dennis Quaids Sohn Jack ("Die Tribute von Panem") Rollen übernehmen. Wenn sie auch nicht gemeinsam vor der Kamera stehen, lässt die Zusammenarbeit von Meg Ryan und Tom Hanks eine gelungene Produktion vermuten. Wir sind gespannt auf den Film, für den die Arbeiten in diesem Sommer beginnen sollen. Einen Starttermin hat das Team noch nicht bekannt gegeben, aber wir halten Euch auf dem Laufenden.

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  • 10-05-2013
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Captain Phillips: Erster Trailer mit Tom Hanks

„Captain Phillips“ erzählt die wahre Geschichte einer Schiffentführung mit Tom Hanks in der Titelrolle. In dem Film spielt Tom Hanks den titelgebenden Kapitän Richard Phillips, dessen Schiff MV Maersk Alabama von vier somalischen Piraten überfallen wird. Die Piraten halten mehrere Besatzungsmitglieder als Geisel fest und es entbrennt ein Katz und Maus Spiel um die Kontrolle über das Schiff, an dessen Ende die Piraten mit Phillips als Geisel fliehen. Was dann folgt, ist eine mehrtägige Auseinandersetzung des US-Militärs mit den somalischen Piraten und ihren Komplizen. Die ganze Story ereignete sich 2009, war ein großes Thema in den internationalen Presseorganen und weckte nun auch das Interesse von Hollywood, da die wahre Geschichte fast von allein das Drehbuch schrieb. Paul Greengrass, der Regisseur von Filmen wie „Bourne Supremacy“, „Bourne Ultimatum“ und dem 9/11 Drama „United 93“, hat die Geschichte von Captain Phillips und der MV Maersk Alabama nun fürs Kino verfilmt und konnte dafür sogar Tom Hanks verpflichten, um dem Film einiges Gewicht zu verleihen. Der Trailer zeigt klar den dokumentarischen Stil des Films, der durch die wackelige „Shaky-Cam“ noch verstärkt wird. Greengrass greift gern zu diesem filmischen Mittel, um Tempo zu erzeugen und den Zuschauer sofort visuell ins Geschehen zu binden. Ob der Film „Captain Phillips“ eher in Richtung der „Bourne“ Filme tendiert oder dem etwas sehr pathosgeladenen „United 93“ angelehnt ist, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur, dass der Trailer menschliches Drama und Action verspricht. In den Kinos wird „Captain Phillips“ voraussichtlich ab dem 11. Oktober 2013 zu sehen sein. Quelle: Guardian UK [youtube y41gcJQGiKE nolink]

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