• 14-05-2014
  • ReviewsTV

DVD-Kritik: „Accused – Eine Frage der Schuld“ (Staffel 2)

Der Serienmarkt wird überschwemmt von durchschnittlicher Crime-Ware. Die BBC-Serie "Accused - Eine Frage der Schuld" bietet dagegen düstere Unterhaltung, abseits des Mainstream. Beeindruckend inszeniert und intensiv erzählt, kommt das in der zweiten Staffel vier Folgen umfassende Format mit einer faszinierenden Mischung aus Thriller und Drama daher. Zum DVD-Start hat IOFP einen Blick auf die zweite Season geworfen. Der britische Fernsehsender BBC stellt unter TV-Fans eine der wichtigsten Quellen für qualitative Serienware. „Dr. Who“, „Sherlock“ oder gar das Kritiker überzeugende Castingformat „The Voice UK“: Was auch immer der meistgesehene, britische TV-Kanal ausstrahlt, erfreut sich selbst über die Landesgrenzen hinaus einer wachsenden Beliebtheit. Ähnlich erging es auch der 2010 von Jimmy McGovern  ins Leben gerufenen Crime-Serie „The Accused – Eine Frage der Schuld“. Der Schöpfer von Formaten wie „The Street“ und „Moving On“ inszenierte mit seinem neuartigen Format eine spitzfindige Krimi-Anthologie, in der jede Episode eine eigene Geschichte erzählt. Vertrieben wird „Accused“ von Jimmy McGoverns Produktionsfirma RSJ Films, die der Drehbuchautor und Produzent einst gründete, um unabhängige Independent-Dramen zu inszenieren. Diesen Hintergedanken lässt  „Accused“ mehr als einmal erahnen. Versprühte bereits die erste Staffel der 2011 mit einem International Emmy ausgezeichneten Serie den Charme eines Charakterdramas legen die Regisseure David Blair („Best Laid Plans“) und Ashley Pearce („Downton Abbey“) in Season zwei noch eine Schippe drauf. „Accused“ ist ein intensives Thriller-Drama der Marke „Zodiac – Die Spur des Killers“, das mit seinen gerade einmal vier Folgen das Konzept nicht überreizt und beweist, dass die Briten in puncto Serie einfach die Besten auf ihrem Gebiet sind. Fincher meets Hitchcock Bereits der Auftaktepisode „Tracies Geschichte“ – im Original „Tracies Story“ - gelang im Vereinigten Königreich ein phänomenaler Start. Mit rund sechs Millionen Zuschauern erreichte die Geschichte um einen Transvestit nahezu doppelt so viele Zuschauer wie das Staffelfinale von Season eins. Dies dürfte vor allem der hochklassigen Besetzung geschuldet sein. Standen für die erste Staffel Stars wie Andy Serkis („Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“), Naomie Harris („James Bond 007 – Skyfall“) oder auch Christopher Ecclestone („Thor – The Dark Kingdom“) vor der Kamera, konnte „Tracies Geschichte“ mit Sean Bean aufwarten, der in diesem Jahr zudem in „Jupiter Ascending“ zu sehen sein wird. In den weiteren Folgen „Mos Geschichte“, „Stephans Geschichte“ und „Tinas Geschichte“ darf das Publikum auf Hollywood-Durchstarter Robert Sheehan („Chroniken der Unterwelt – City of Bones“), Serien-Star John Bishop („Skins“) und Michael Maloney („Die eiserne Lady“) freuen. Inszenatorisch überzeugt „Accused – Eine Frage der Schuld“ auch in der zweiten Staffel durch die beeindruckende Erzählweise. In jeder Folge steht eine vor Gericht angeklagte Person im Mittelpunkt, welche die vergangenen Geschehnisse aus ihrer Sicht rückblickend schildert. Dabei entsteht vor allem durch sämtliche technischen Aspekte stets solch eine hypnotische Wirkung, dass der Ausgang der Geschichte weder zu erahnen, noch für das Publikum zu verpassen ist. Fabian Wagner, der ebenso moderne wie düstere Bilder bereits für einzelne „Sherlock“-Episoden einfing und  Kieran McGuigan („Inspector Banks“) wissen die beklemmende Atmosphäre beeindruckend in Szene zu setzen. „Accused“ wird dominiert von einer brodelnden Stimmung, ohne dabei zu bedrohlich zu wirken. Dadurch erinnert vor allem die zweite Staffel auf der Basis des Suspense durchaus an die Hochzeiten des Filmemachers Alfred Hitchcock, gemischt mit den beklemmenden Szenarien, die man aus den Werken David Finchers kennt. Fazit Für Fans anspruchsvoller Krimi-Kost abseits des US-Crime-Mainstream bietet die zweite Staffel von „Accused – Eine Frage der Schuld“ unkonventionell erzählte und gedrehte Serienkost. Die sowohl auf DVD als auch Blu-ray erhältliche Staffelbox erhält die komplette Season und sorgt für intensive Stunden vor dem Fernseher.

Interesse geweckt? Jetzt weiterlesen
  • 09-04-2014
  • googlenewsKino

„Enemy of Man“: Sean Bean wird Macbeth

Das wochenlange Bangen um den Erfolg des Crowdfunding-Projektes "Enemy of Man" ist vorbei. Wir berichten Euch, wie die Kampagne zu Ende gegangen ist und was uns mit diesem Film erwarten wird. IOFP berichtete Anfang März, dass Regisseur Vincent Regan via kickstarter.com die Verfilmung des Shakespeare-Klassikers "Macbeth" verwirklichen möchte. Mit Spannung haben wir auf ein Ergebnis gewartet und die Daumen für den Erfolg des Projekts gedrückt. Endlich können wir Euch über den Ausgang der Kampagne berichten und dürfen Großartiges verkünden: "Enemy of Man" wird produziert! Für Vincent Regan ist "Enemy of Man" sein filmisches Regiedebüt. Fremd ist ihm Shakespeare hingegen nicht. So kann er eine langjährige Mitarbeit am Royal Shakespeare Theatre vorweisen und stand selbst für Macbeth auf den Londoner Theaterbühnen und führte hier Regie. Es ist für Regan eine Herzensangelegenheit, Macbeth auf die große Leinwand zu bringen. Die originäre und grandiose Besetzung lässt eine adäquate Verfilmung der düsteren Tragödie um den schottischen König Macbeth erwarten. Die Besetzung Sean Bean wird in die Rolle von Macbeth schlüpfen und uns nach seinem Ende bei "Game of Thrones" wieder in schillernder Rüstung beglücken. An seiner Seite werden Rupert Grint (Ross), Charles Dance (Duncan I., König von Schottland), James D'Arcy (Banquo), Jason Flemyng (Macduff) und Neil Maskell (Kern) spielen. Das kickstarter-Projekt zu "Enemy of Man" Vincent Regan wollte innerhalb von 30 Tagen insgesamt 250.000 US-Dollar sammeln, die die Produktion des Filmes ermöglichen sollten. Bis kurz vor Ende sah es nicht nach einem erfolgreichen Abschluss aus, denn nur 17 Stunden vor Ende der Kampagne fehlten noch 34.000 Dollar. Doch dann wurde die Werbetrommel via Twitter, Facebook oder Pinterest noch einmal ordentlich gedreht und sorgte für Spendensumme von 255.564 US-Dollar. Insgesamt spendeten 2712 Personen in einem Rahmen von 1 bis 10.000 Dollar. Die höchsten Spenden wurden mit der Ehre einer Namens-Nennung in den Credits, einem Setbesuch oder der Aufführung als Co-Produzent bedacht. Für diejenigen, die kickstarter.com nicht kennen: Hierbei handelt es sich um eine Internet-Plattform, auf der Spendengelder für unterschiedlichste Projekte gesammelt werden. Ob Film, Kunst oder Musik – jede Idee kann als eigenständiges Projekt gestartet werden. Dabei wird ein finanzielles Ziel angegeben und eine Deadline gesetzt. Für gewöhnlich bekommen die “Backer” (Spender) nach Abschluss des Projekts, oder auch schon während der Produktion, Zugang zu Specials wie exklusiven Filmausschnitten oder Filmplakaten. Ob es "Enemy of Man" in die Kinos schafft, bleibt abzuwarten. Nichtsdestotrotz freuen wir uns über den Erfolg und hoffen natürlich, dass die großartige Besetzung für einen offiziellen Kinostart spricht. Freut Ihr Euch auf Sean Beans Macbeth-Darstellung? Wir sind gespannt auf Eure Meinung!

Interesse geweckt? Jetzt weiterlesen
  • 11-03-2014
  • googlenewsKino

„Game of Thrones“-Star Sean Bean in „Macbeth“-Verfilmung

Sean Bean in schillernder Rüstung, mit klingendem Schwert und nachdenklichem Blick - all das bekommen wir im proof-of-concept-Trailer zu "Enemy of Man" zu sehen. Was genau dahinter steckt, erfahrt Ihr bei IOFP. Dass Projektfinanzierung mit Unterstützung der Fans funktioniert, bewies bereits die Serienverfilmung von "Veronica Mars", die noch in dieser Woche in ausgewählte Kinos kommt. "Game of Thrones"-Star Sean Bean ist jetzt ebenfalls an einem derartigen Projekt beteiligt - "Enemy of Man". Die Adaption von William Shakespeares Macbeth will sich - mit hoffentlich großem Erfolg - über Crowdfunding via kickstarter.com finanzieren. Was ist kickstarter.com? Hierbei handelt es sich um eine Internet-Plattform, auf der Spendengelder für die unterschiedlichsten Projekte gesammelt werden. Ob Film, Kunst oder Musik - jede Idee kann als eigenständiges Projekt gestartet werden. Dabei wird ein finanzielles Ziel angegeben und eine Deadline festgelegt. Für gewöhnlich bekommen die "Backer" (Spender) nach Abschluss des Projekts, oder auch schon während der Produktion, Zugang zu Specials wie exklusiven Filmausschnitten. Wie steht es um "Enemy of Man" und was erwartet uns? Proof-of-concept-Trailer zeigen selten kleine Ausschnitte, die schon gedreht werden konnten. Meist werden bereits existierende Szenen aus anderen Filmen genutzt, um die geplante Version zu demonstrieren. Hier geht es allem voran um guten Schnitt, die richtigen Effekte und das passgenaue Einbinden der Rollen. Und tatsächlich kommt es hin und wieder vor, dass ein derartiger Trailer so gut gemacht ist, dass der Schnitt und die Einschübe nicht auffallen. Bei "Enemy of Man" ist genau dies der Fall. Der Trailer ist ausschließlich selbst finanziert und ohne das bisher gesammelt Geld entstanden. Mit Sean Bean an Bord handelt es sich um eine Adaption des Shakespeare-Klassikers Macbeth, die dem Schauspieler auf den Leib geschneidert zu sein scheint. Eine beeindruckende Atmosphäre und großartige Schauspieler lassen darauf hoffen, dass das Projekt sein Ziel von 250.000 US-Dollar erreicht (erst 31.392 US-Dollar gespendet). Noch 26 Tage läuft der Countdown und dann wird entschieden, ob und wie es weitergeht. Neben Bean als schottischen Prinzen können wir uns auf Jason Flemming (Macduff), Charles Dance (König Duncan), James D'Arcy (Macbeth Banquo), Rupert Grint (Ross) und Neil Maskell (Kern) freuen. Wer die Lady Macbeth spielen wird, wurde noch nicht bekannt gegeben. Einigen Gerüchten zu Folge scheint aber Charlotte Gainsbourg ("Nympomaniac") gute Chancen für die Rolle zu haben. Der Trailer lässt uns nach und nach in der Dunkelheit einer frostigen Atmosphäre versinken und zeigt erste dramatische Ausschnitte, die auch Sean Bean in einer wahrlich passenden Rolle präsentieren. Wir drücken die Daumen und hoffen, dass wir Euch in knapp vier Wochen über einen erfolgreichen Abschluss des Projektes informieren können! Würdet Ihr Euch freuen, wenn der Film verwirklicht wird?

Interesse geweckt? Jetzt weiterlesen