• 26-08-2014
  • TV

„Shutter Islands“: HBO plant Serienadaption

HBO entwickelt momentan eine Serienadaption zum Scorsese-Thriller "Shutter Island". "Ashecliffe" soll die Vorkommnisse im isolierten Krankenhaus beleuchten, die vor dem Film geschehen sind. Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio werden auch beteiligt sein. In "Shutter Island" fahren 1954 die Marshals Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) und Chuck Aule (Mark Ruffalo) in das isolierte Ashecliffe Krankenhaus für geistesgestörte Schwerverbrecher, das auf einer abgeschiedenen Insel liegt. Dort untersuchen die beiden das spurlose Verschwinden einer Patientin. Ein aufziehender Hurrikan verhindert eine Rückkehr der Marshals, sodass sie auf der Insel festsitzen. In der Zeit vermutet Daniels, dass geheime Experimente an Patienten durchgeführt werden. Die ganze Situation wird zusätzlich für den Marshal durch seine Alpträume und Halluzinationen erschwert. Martin Scorsese führte bei dem Mystery-Thriller von 2010 Regie. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Dennis Lehane. HBO entwickelt nun zum Film ein Serienprequel mit dem Namen "Ashecliffe". Dort soll es um die Geschehnisse in dem Krankenhaus gehen, die vor dem Film und vor dem Roman geschehen sind. Vor allem die Missetaten der Krankenhausgründer sollen im Vordergrund stehen. Dennis Lehane soll gemeinsam mit Tom Bernado das Drehbuch für die Serie verfassen. Zahlreiche beteiligte aus dem Film sollen als ausführende Produzenten an der Serienadaption arbeiten. Dazu sollen Lehane, Drehbuchautor Laeta Kalogridis, Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio und Regisseur Martin Scorsese gehören. Letzterer soll ebenfalls bei der Pilotfolge die Regie übernehmen. Dieselben Arbeiten hat Scorsese bereits bei der HBO-Serie "Boardwalk Empire" übernommen, die in diesem Jahr mit der fünften Staffel zu Ende gehen wird. Zur Gedächtnisauffrischung gibt es hier nochmal den Trailer zu "Shutter Island": Was haltet Ihr von "Shutter Island" als TV-Serie? Schreibt uns Eure Meinung in die Kommentare!

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  • 15-07-2014
  • googlenewsKino

„Silence“: Martin Scorseses neuer Film

Aktuell hat Martin Scorsese einige Projekte laufen, die er als Produzent mitbegleitet. Nun gibt es Neuigkeiten über seine kommende Regiearbeit. "Silence" soll ein historisches Drama im Japan des 17. Jahrhunderts werden. Auch die Besetzung soll zum großen Teil schon stehen. IOFP erzählt Euch mehr. Es gab in den letzten Jahren nicht viel woran Martin Scorsese gearbeitet hat und dann gescheitetert ist. Seine letzten Filme "The Wolf of Wall Street", "Shutter Island" und "The Departed" waren allesamt Kassenschlager und zudem Oscaranwärter. Der musikbegeisterte Regisseur arbeitete außerdem an Musikdokumentationen, wie "Shine a Light" mit "The Rolling Stones", "Living in the Material" über George Harrison und aktuell an einem Rock and Roll-Projekt für HBO. Als Produzent ist Scorsese außerdem an zahlreichen Produktionen für Film und Fernsehen beteiligt. Nun wird seine nächste Regiearbeit für das Kino konkret. Paramount Pictures möchte die Rechte an seinem kommenden Film "Silence" erwerben. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Shusako Endo. Wie der Name des Autors vermuten lässt, ist die Geschichte in Japan angesiedelt. Es geht um den portugisischen Jesuit Sebastian Rodrigues, der als Priester versucht gegen die Christenverfolgung im 17. Jahrhundert anzukämpfen. Überraschenderweise soll Leonardo DiCaprio nicht in dem Film mitspielen. Die Hauptrolle wird "Spiderman"-Darsteller "Andrew Garfield übernehmen. Liam Neeson ("96 Hours"), Ken Watanabe ("Inception") und Adam Driver ("Inside Llewyn Davies") sind ebenfalls für den Film bestätigt. Jay Cocks übernimmt die Drehbuchadaption. Diese Arbeit hat er auch schon für Scorseses "Gangs of New York" übernommen. Eine Biografie über Frank Sinatra fürs Kino ist bei Scorsese auch schon in Planung, doch bis zu diesen Dreharbeiten werden noch ein paar Jahre vergehen. Schon seit 2007 plant der Regisseur "Silence" umzusetzen. Wenn die Dreharbeiten planmäßig Ende des Jahres beginnen, soll der Film im November 2015 in die Kinos kommen. Also rechtzeitig vor den Oscarnominierungen 2016. Wie klingt für Euch das neue Filmprojekt von Star-Regisseur Martin Scorsese? Ist "Silence" der nächste Oscaranwärter?

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  • 28-06-2014
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„New Hollywood“: Erinnerung an eine goldene Ära des Films

Wohl kaum eine andere Filmära hat das amerikanische Kino so sehr geprägt wie die "New Hollywood"-Phase. Im Zeitraum von 1967 bis 1976 entstanden nicht nur zahlreiche Filmklassiker, sondern es wurden auch einige der bekanntesten Filmregisseure hervorgebracht. Die Ära des "New Hollywood"-Kinos gilt als eine der künstlerisch bedeutendsten Phasen des amerikanischen Films und ist unmittelbarer Vorläufer des Blockbuster-Kinos. IOFP erinnert an diese glorreiche Zeit und stellt Euch einige der damaligen Filmjuwelen vor, die auch heute noch viele Zuschauer zu begeistern wissen! "New Hollywood" gilt als eine Antwort der Filmemacher auf den Niedergang des klassischen Studiosystems. Das 'Golden Age' (die frühen 1930-er bis späten 1950-er) zeichnete sich vor allem durch die Produktionsvielfalt, das Starsystem und das Festhalten an etablierten Erfolgsmustern aus. Als die Filmstudios begannen erhebliche Verluste zu verzeichnen, war die Zeit für den großen Umbruch gekommen. Wie dieser zum damaligen Zeitpunkt aussehen sollte, wußte man jedoch noch nicht. Auch dass der Wandel die Filmindustrie so erschüttern und nachhaltig verändern sollte, konnte niemand vorausahnen. Das "New Hollywood"-Kino nutzte den damals herrschenden Unmut und ließ die gesellschaftskritische Stimmung in die Filme miteinfließen. Dies hatte zur Folge, dass sich die neu entstandenen Filme sowohl inhaltlich, als auch formal von allem bisher Bekannten unterschieden. Es war die Zeit der Freigeister und Experimentierfreudigen. Antihelden und Außenseiter wurden zu den Protagonisten der Filme. Man brach mit den klassischen Erzählkonventionen, dekonstruierte die bekannten Genres, verzichtete auf ein Happy End und setzte die Filme in einen politischen, sozio-kulturellen Zusammenhang. Auf der nächsten Seite erfahrt Ihr, was die bevorzugten Genres des "New Hollywood"-Kinos waren!

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  • 11-06-2014
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Robert De Niro: Der Mann im Spiegel

Er zählt zu einem der letzten großen Charakterdarsteller unserer Zeit - Robert De Niro ist nicht nur zweifacher Oscarpreisträger, Filmregisseur und Produzent, sondern gilt auch als ein Visionär der Schauspielkunst. Viele seiner Filme wurden durch seine Darbietung zu Klassikern, die die Filmgeschichte nachhaltig geprägt haben. Ihm zu Ehren erinnert IOFP an seine filmischen Glanzpunkte und seine nachhaltige Wirkung auf das Kino. Aufgewachsen in Little Italy, New York, kam Robert De Niro bereits als kleiner Junge mit den rauen Gepflogenheiten des Viertels in Kontakt. Als Kind eines Künstlerpaares lernte er, was Armut heißt, bekam jedoch schon in jungen Jahren ein Gespür dafür, wie man sich auf den Straßen zu verhalten hat. Rückblickend erwähnt De Niro immer wieder seinen Kindheitserinnerungen, die ihn nicht nur sein Leben lang geprägt haben, sondern ihn auch als Charakterdarsteller geformt haben. Laut eigener Aussage war ihm schon seit seinem zehnten Lebensjahr klar, wohin ihn sein späterer Lebensweg führen wird - nämlich auf die Kinoleinwand. Als seine filmischen Vorbilder betrachtete er Marlon Brando und Montgomery Clift. Filmische Wurzeln und erste Auftritte 1960 nahm Robert De Niro  Schauspielunterricht und erlernte so die Kunst des "Method Acting". Dabei handelt es sich um eine Technik, die besonderen Wert auf den Naturalismus im Schauspiel legt. Der Schauspieler richtet sich dabei oft an erlebte Erinnerungen, die in seine Darbietung mit einfließen sollen. Seine erste wirklich erwähnenswerte Hauptrolle hatte er in Brian de Palmas Film "Hi, Mom!" Darin spielt er einen Fotografen, der aus dem Vietnamkrieg zurückkehrt und für einen Pornofilmproduzenten mit versteckter Kamera private Sexspiele aufzeichnen soll. Auch wenn er in der Zwischenzeit immer wieder mal für seine schauspielerische Leistung in verschiedenen Filmrollen gelobt wurde, blieb De Niro der große Durchbruch bis dahin verwährt. Dies sollte sich jedoch schon bald mit dem Film "Hexenkessel" ändern. Auf der nächsten Seite erfahrt Ihr, mit welchem Regisseur Robert de Niro besonders gerne zusammengearbeitet hat!

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  • 18-03-2014
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Olivia Wilde: Rolle in Martin Scorseses HBO-Pilot!

Das "Boardwalk Empire"-Dreamteam Martin Scorsese und Terence Winter entwickelt für HBO eine Serie, die auf einer Idee von Rock-Legende Mick Jagger basiert. Jetzt wurde bekannt, dass Olivia Wilde einen Part übernimmt. Terence Winter, Schöpfer von "Boardwalk Empire", arbeitet gemeinsam mit Martin Scorsese und Mick Jagger an einer Rock-'n'-Roll-Serie für den US-amerikanischen Sender HBO. Wie bereits bei der Hitserie "Boardwalk Empire" wird beim Piloten der noch unbenannten Serie Martin Scorsese höchstpersönlich die Regie übernehmen. Und langsam füllt sich das Darsteller-Ensemble: "Tron: Legacy"-Schauspielerin Olivia Wilde ist jetzt dabei. Zudem stößt Juno Temple ("Maleficent") zum Cast hinzu. Das Serien-Drama spielt im New York der 70er Jahre. Den Rahmen der Handlung stellt die von Drogen und Sex geprägte Musikbranche, in der zu der Zeit Punk und Disco im Kommen sind. Im Mittelpunkt steht Plattenboss Richie Finestra (Bobby Cannavale) , der verzweifelt versucht, sein Label mit neuen Sounds vor dem Ruin zu retten. Durch seine Lebenskrise belastet Richie auch seine Beziehung zu seiner Frau Devon (Olivia Wilde). Sie war Model und Schauspielerin und führte in den 60er Jahren ein partyreiches Leben, dem sie ihrem Mann zuliebe aber den Rücken kehrte. Doch durch die Ehekrise nimmt sie sich wieder dem wilden und ausschweifenden Lifestyle an. Jaime Vine (Juno Temple) ist eine Plattenlabel-Assistentin, die ihre manipulativen Talente nutzt, um ihre Karriere voran zu treiben. Terence Winter verfasst gemeinsam mit "Breaking Bad"-Schreiber George Mastras das Drehbuch. Winter, Scorsese, Mick Jagger und George Mastras fungieren außerdem als Produzenten, während letzterer auch Showrunner ist. Im Sommer 2014 sollen die Dreharbeiten beginnen. Wenn alles ebenso gut läuft wie bei "Boardwalk Empire", dann kann sich der Zuschauer auf eine geniale Rock-Serie gefasst machen. Immerhin sind bei diesem Projekt viele Künstler beteiligt, die auch schon an der Mafia-Serie mitwirkten. Neben Scorsese und Winters Beteiligung, spielt hier auch Bobby Cannavale mit, der allen "Boardwalk"-Fans noch nur seine eindringlich verstörende, aber grandiose Darstellung des fiesen Mobster Gyp Rosetti (in der dritten Staffel) im Gedächtnis sein dürfte. Was ist Euer Eindruck von der Rock-n-Roll-Serie? Habt Ihr Lust sie Euch anzuschauen? Und freut Ihr Euch darüber Olivia Wilde nach "Dr. House" in einer weiteren TV-Serie zu sehen?

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  • 06-02-2014
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„Boardwalk Empire“: Ein Muss für jeden Gangsterfilm-Fan

"Boardwalk Empire" überzeugt mit einer gelungenen Mischung aus Intrigen, Action und Spannung. IOFP stellt die Hitserie ausführlich vor. Die aufwendig und künstlerisch gestaltete HBO-Serie ist in den USA bereits seit dem Erscheinungsjahr (2010) ein großer Erfolg. In Deutschland konnte "Boardwalk Empire" noch nicht wirklich Fuß fassen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es bisher nur auf TNT-Serie ausgestrahlt und noch von keinem großen Sender gekauft wurde. Dabei hat die großartige Serie einen hohen Suchtfaktor. Boardwalk Empire ist eine Adaption von Nelson Johnsons Buch "Boardwalk Empire: The Birth, High Times, and Corruption of Atlantic City." Terence Winter, der früher als Drehbuchautor und Produzent für "Die Sopranos" arbeitete, ist der Macher der Serie. Zu den Executive Producern gehören unter anderem Martin Scorsese und Mark Wahlberg. Scorsese führte bei der ersten Folge der ersten Staffel auch Regie. Die Welt von "Boardwalk Empire" Der Zuschauer wird in eine längst vergangene, aber glorifizerte Epoche zurückversetzt: Die 'Goldenen Zwanziger' oder 'Roaring Twenties'. Der erste Weltkrieg ist vorbei, die Wirtschaft boomt, die Anziehungskraft der Großstädte erreicht einen neuen Zenit und die Prohibition (Alkoholverbot) hat gerade begonnen. Die Handlung setzt am Tag der Verabschiedung des Prohibition-Gesetzes ein. Zur Zeit der Prohibition wurde in den USA mehr Alkohol konsumiert als jemals zuvor, unter anderem, weil durch das Verbot ein Schwarzmarkt geschaffen wurde. Nicht umsonst gilt diese Periode als Beginn des organisierten Verbrechens - und das ist auch das zentrale Thema von "Boardwalk Empire." Dazu gesellen sich Inhalte wie Korruption, Politik, Mafia, Mord und auch familiäre und zwischenmenschliche Konflikte. Der Hauptschauplatz der Serie ist Atlantic City in New Jersey. Das Atlantic City der 20er Jahre ist ein wahrer Sündenpfuhl: Glücksspiel, Alkoholkonsum, Nachtklubs und uneheliche Beziehungen. Mit anderen Worten: Atlantic City ist guter Zielort für Spaß und Unterhaltung. Außerdem ist die Stadt durch ihre günstige Küstenlage ein großer Umschlagplatz für Schmuggel, da Großstädte wie New York, Chicago und Philadelphia leicht erreichbar sind. Auch Anhänger von realistischen Filmen oder Serien können sich freuen: Sehr viele Charaktere von "Boardwalk Empire" beruhen auf wahren Personen. So begegnet man zum Beispiel Enoch Thompson (die reale Person hieß Enoch L. Johnson) oder Mafiagrößen wie Al Capone, Giuseppe 'Joe The Boss' Masseria, Charles 'Lucky' Luciano, Arnold 'The Brain' Rothstein und Meyer Lansky. Das sind die Hauptfiguren: Enoch 'Nucky'  Thompson Er ist der Protagonist und wird von Steve Buscemi ("Reservoir Dogs", "Der unglaubliche Burt Wonderstone") porträtiert. Nucky, der irische Wurzeln hat, ist der Stadtkämmerer von Atlantic City, er kümmert sich also um die finanziellen Angelegenheiten der Stadt. Und wie es so oft ist: Wer das Geld regiert, regiert alles - so ist es auch in diesem Fall. Nucky kontrolliert mehr oder weniger ganz Atlantic City und hat einen weitaus höheren Einfluss als etwa der Bürgermeister. Durch sein Engagement innerhalb der Gemeinde zeigt er jedoch eine andere Facette. Ein Grund, weshalb er bei den Leuten seiner Stadt so beliebt ist. Besonders aber die ärmeren Menschen der Stadt sind von ihm angetan, weil Nucky oftmals den Bedürftigen etwas spendet. Er ist intelligent, charmant und weiß, wie man Leute um den Finger wickelt. Zu Beginn der Serie kommt Nucky sehr sympathisch rüber. Er ist zwar bereits korrupt, aber ansonsten halten sich seine kriminellen Aktivitäten noch in Grenzen. Er steigt allerdings zu einem Schmuggler von Alkohol auf, einem wahren 'Bootlegger', der schon bald über ein kriminelles Imperium verfügt, das über die Grenzen von New Jersey weit hinaus geht. Er schließt Handelsabkommen mit dem Chicagoer Mafiaklan und mit den New Yorkern ab; sogar bis nach Irland reichen Nuckys geschäftliche Beziehungen. Nucky macht eine starke Wandlung durch und da seine Handlungen zunehmends heftiger werden, verliert er ein paar Sympathie-Punkte. Trotzdem bleibt er schon die vorherrschende Identifikationsfigur. Zumal die Figur von Nucky Thompson viele Schichten hat und nicht als stereotyper Bösewicht bezeichnet werden kann.   Elias 'Eli' Thompson Er ist Nuckys Bruder und wird von Shea Whigham ("American Hustle", "The Wolf of Wall Street") gespielt. Er ist verheiratet und Vater von zehn Kindern. Er liebt seine Familie und ist ein engagierter Vater. Er hat allerdings eine cholerische Seite und ist nicht loyal. Durch die machtvolle Position seines Bruders ist Eli der Polizeichef, der Sheriff von Atlantic County, geworden. Zeit seines Lebens stand Eli im Schatten seines großen und erfolgreichen Bruders. Dementsprechend haben Nucky und Eli eine komplizierte und oftmals unharmonische Beziehung zueinander. Die beiden verbindet eine unschöne, gewalttätige Kindheit, über die sie ungern sprechen. Sie schaffen es zwar einige Zeit gemeinsam über Atlantic City zu regieren, indem sie die korrupte Regierung unter Kontrolle halten, doch das Spannungsverhältnis bleibt dabei offensichtlich.   James 'Jimmy' Darmody Er wird von Michael Pitt ("Mord nach Plan") dargestellt. Jimmy ist der Sohn des früheren, zu Beginn der Serie schon sehr alten, politischen Oberbosses Louis "Commodore" Kaestner und des Showgirls Gillian Darmody. Als der Commodore 54 Jahre alt war, bat er Nucky darum, ihm ein Mädchen zur Befriedigung seiner perversen Gelüste zu arrangieren. Nucky schickte dem Commodore Gillian, die zu dem Zeitpunkt erst 12 Jahre alt war. Aus diesem Arrangement entstand Jimmy. Gillian und der Commodore führten verständlicherweise keine Beziehung und Jimmy baute auch keine Beziehung zu seinem Vater auf, da seine Mutter ihn verabscheut. Außerdem zeigte der Commodore auch keinerlei Interesse an seinem Sohn. Vielmehr sieht Jimmy in Nucky eine Vaterfigur, da er sich seiner angenommen und ihn zu seinem Protegé gemacht hat. Jimmy kämpft im Ersten Weltkrieg und wird im Einsatz verletzt. In der ersten Folge der ersten Staffel ist er aber wieder gesund und zurück in Atlantic City. Doch er ist nur körperlich in gutem Zustand, jedoch verfolgen ihn die schrecklichen Erinnerungen aus dem Schützengraben. Er beginnt für Nucky zu arbeiten. Allerdings beschränkt sich sein Aufgabenfeld darauf, Nucky zu eskortieren und ihm als Bodyguard zu dienen - nicht ganz das, was Jimmy sich vorgestellt hat. Er schafft es im Laufe der Zeit, sich hochzuarbeiten - allerdings macht er sich dabei auch Feinde. Richard Harrow Er wird von Jack Huston ("American Hustle") gespielt. Richard hat ebenfalls im Ersten Weltkrieg gekämpft. Sein Gesicht wurde schwer entstellt. Er hat sein linkes Auge verloren und der Rest der linken Gesichtshälfte liegt mehr oder weniger offen. Aus diesem Grund trägt er eine halbseitige Blechmaske, die an seiner Brille befestigt ist. Er lernt Jimmy in einem Militär-Krankenhaus kennen und versteht sich auf Anhieb gut mit ihm. Jimmy nimmt ihn mit nach Atlantic City und Richard wird sein Partner im Alkoholschmuggel-Geschäft. Richard macht einen sanftmütigen Eindruck, da er aufgrund seiner Entstellung und dem damit verbundenen Tragen der Maske anderen Menschen gegenüber extrem zurückhaltend ist. Er hat aber auch eine ganz andere Seite: Er handelt auf Befehl und hat keine Mühe, auch grausame Dinge zu tun. Trotzdem ist er ein Sympathie-Träger. Nelson Van Alden Er arbeitet in einer führenden Position beim 'Department of Internal Revenue' vom 'Bureau of Prohibition', dessen Aufgabe es ist, die Einhaltung des Prohibitionsgesetzes sicher zu stellen. Er wird von Michael Shannon ("The Iceman","Man of Steel")gespielt. Nelson ist ein frommer und pedantischer Fundamentalist. Seine Abteilung und er fokussieren sich relativ schnell darauf, Nucky Thompson auf die Schliche zu kommen. Auch in seinem Beruf agiert Nelson auf fanatische Weise und ist mit einem eisernen Willen und Hartnäckigkeit ausgestattet. Doch er stößt auf einige Probleme und wird bald selbst zum Gejagten. Sein Leben verändert sich von Grund auf und Nelson Van Alden ist sicherlich die Figur, die die drastischste Entwicklung durchmacht.   Albert 'Chalky' White Er ist ein Afro-Amerikaner und wird von Michael K. Williams ("The Wire") porträtiert. Er gilt als der inoffizielle Anführer der afro-amerikanischen Gemeinde von Atlantic City. Auch Albert ist ebenfalls ein so genannter 'Bootlegger', denn er handelt mit Alkohol. Er ist sehr gut betucht und hat auch zu Nucky Thompson geschäftliche Beziehungen. Eine weitere beständige Einnahmequelle von Chalky sind horrende Geldbeträge von vor allem republikanischen Politikern, die bei Chalky schwarze Wählerstimmen kaufen. Chalky ist ein smarter Mann, der für die damalige Zeit  als Schwarzer ungewöhnlich viel Respekt bekommt.   Fazit: "Boardwalk Empire" ist eine mit Golden Globes und Emmys ausgezeichnete Serie, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man gern Gangster- oder Mafia-Filme schaut. Sie ist nicht nur mit einer abwechslungsreichen Story und vielschichtigen Charakteren bestückt, sondern noch dazu einfach etwas für das Auge:Die Produzenten scheuten weder Mühen noch Kosten, um den historischen Look der Serie perfekt darzustellen. Die berühmte Promenade (der Boardwalk) Atlantic Citys wurde in Originalgröße nachgebaut, um das richtige Flair einfangen zu können. Und das gelingt auch: Der Zuschauer wird durch die grandiosen Kostüme und das umwerfende Bühnenbild regelrecht in die Atmosphäre der 20er Jahre eingesogen. Sollte das noch nicht genügen: Die schauspielerischen Leistungen, insbesondere von Steve Buscemi und Michael Shannon, sind mehr als beachtlich. In Deutschland ist "Boardwalk Empire" bisher leider nur auf einem privaten Sender zu sehen, aber drei von vier Staffeln sind bereits auf DVD und Blu-Ray erhältlich. IOFP kann euch guten Gewissens empfehlen, Euch die Serie einmal anzusehen - Ihr werdet es bestimmt nicht bereuen.        

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  • 16-01-2014
  • googlenewsKino

„Wolf of Wall Street“: Verboten und zensiert

Der neue Film von Martin Scorsese "The Wolf of Wall Street" bietet viel Sex, Drogen und den ungehemmten Einsatz von Fluchworten. Natürlich kommt das nicht in allen Teilen der Welt gut an. Der Einsatz einer Schere zur Kürzung des Films fand daher in einigen Regionen unserer schönen Erde rege Verwendung. In bestimmten Ländern wurde der Film sogar verboten und auf den Index gesetzt. Wie Hollywood Reporter berichtet, haben Malaysia und Nepal zu dieser Maßnahme gegriffen. Vorsicht: Der folgende Absatz könnte potentielle Spoiler enthalten! Wichtige Szenen wurden in Indien aus dem Film entfernt – erwähnenswert die Schwulenorgie, die öffentliche Masturbation, der Einsatz eines Strohhalms um einer Frau Kokain in den Hintern zu blasen, und die Zeile "Alle Nonnen sind Lesben", da dort die Aussage gelte: "Alle Religionen sollten respektiert werden". Im Libanon schaffte es der Film komplett durch die Kontrolle, abgesehen von der Schwulenszene. Die Vereinigten Arabischen Emirate beschnitten den Film um ganze 45 Minuten. In Singapur ist der Film in seiner vollen Länge zu sehen, hat allerdings ein R21-Rating erhalten, und ist somit nur in ausgewählten Kinos zu sehen – trotzdem schaffte es der Film es auf Platz 1 der Kinocharts. Die Produktionsfirma Red Granite Pictures, vertreten von Präsident Christian Mercuri, hatte folgendes zu der Thematik zu sagen: "Ein Teil des Films ist ein Problem in Asien und dem mittleren Osten, und selbst in den Vereinigten Staaten bis zu einem gewissen Grad. Europa hingegen stellt kein Problem dar. Wenn es um einen Film mit einem hohen Gewaltgrad geht, ist es allerdings andersherum." Der Film "Wolf of Wall Street" mit Leonardo Di’Caprio in der Hauptrolle ist ab dem 16. Januar in deutschen Kinos zu sehen.

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  • 10-12-2013
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Martin Scorsese: Eine große Karriere geht zu Ende

Nach nunmehr 50 Karrierejahren, lässt Martin Scorsese durchblicken, dass wir vermutlich nicht mehr viel von ihm sehen werden. Martin Scorsese ist einer der größten im Filmgeschäft. Vor 54 Jahren startete der Regisseur seine Karriere mit dem Kurzfilm "Vesuvius VI" und hat seitdem bei einer ganzen Reihe an Filmen und Dokumentationen die Regie übernommen. Doch Scorsese ist realistisch. Mit seinen 71 Jahren sagt er selbst, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, um den richtigen Moment für den Ruhestand zu finden. Er schwächt die Angst, die viele Cineasten mit dieser Aussage verbinden, jedoch gleich ab und macht Hoffnung auf einen schleichenden Übergang in sein Rentendasein: "Ja, ich habe den Wunsch, noch viele Filme zu machen, aber ich bin nun 71 und es gibt nur noch ein paar Projekte, die ich realisieren möchte, wenn ich es denn kann. Ich vermisse die Zeit, in der ich den Wunsch hatte, mit vielen verschiedenen Filmen zu experimentieren und Verschiedenes auszuprobieren, aber diese Zeit ist vorbei. Wenn man älter wird, hat man Verpflichtungen, man hat eine Familie. Ich hatte in den letzten zehn Jahren oder so, seit 'Aviator', viel Glück, denn da habe ich Projekte gefunden, in denen sich die Materie gut mit meinen Pflichten in der Familie und den Geldgebern kombinieren ließ." Wir haben Scorsese große Filme wie "Gangs of New York" (2002), "Aviator" (2004), "Departed" (2006), "Shutter Island" (2010) oder "Hugo Cabret" (2011) zu verdanken. Derzeit sind einige Projekt in Planung, die er noch beenden möchte. So können wir gespannt sein auf die Filme "Silence", "The Irishman" (mit Robert de Niro) und das Biopic "Sinatra". Mit seinem aktuellen Film "The Wolf of Wall Street" ist er einer der großen Favoriten bei der kommenden Oscarverleihung 2014. Nachdem es bei der Fertigstellung des Films, mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle, einige Probleme gab (IOFP berichtete), wird er am 16. Januar 2014 in den deutschen Kinos anlaufen. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, seht euch ruhig den verheißungsvollen zweiten Trailer an:     Quelle: filmstarts

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