• 06-10-2014
  • Reviews & Meinungen

Heimkino-Tipp: „Need for Speed“

"Need For Speed" protzt mit fetten Karren, rasanten Action-Szenen und einem lässigen Aaron Paul in Lederjacke. Aber kann der Film auch mit seinem Inhalt überzeugen? IOFP schaut unter die Motorhaube. Vom Bildschirm auf die Leinwand Wir blicken auf das Jahr 1994. Der amerikanische Software-Publisher Electronic Arts veröffentlicht das erste Spiel seiner Autorennspiel-Serie "Need For Speed" und begeistert etliche junge Erwachsene. Man kann real existierende Wagen fahren, Freunde zum Mitspielen herausfordern und sich Verfolgungsjagden mit der Polizei liefern. Seitdem wurden laut Hersteller über 140 Millionen Spiele der "Need For Speed"-Reihe verkauft und weltweit über 2,7 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht. Ein Wunder, dass bei soviel Beliebtheit erst jetzt ein Film kommt. Tobey Marshall (Aaron Paul) ist Mechaniker und schraubt mit seinen Freunden Autos zusammen. Als er und sein Kumpel Pete von dem hinterhältigen Ex-NASCAR-Fahrer Dino Brewster (Dominic Cooper) zu einem Rennen herausgefordert werden, willigen beide ein. Während des Rennes rammt Dino Brewster das Auto von Pete, sodass sich dieser in seinem Wagen überschlägt und anschließend stirbt. Die Schuld an dem Mord erhält aber nicht Brewster, sondern der vollkommen unbeteiligte Tobey. Tobey wandert hinter Gitter und schwört von da an Rache an Brewster. Nachdem Tobey aus dem Gefängnis entlassen wurde, beginnt die Rache-Jagd und auf seinen Kopf wird eine hübsche Prämie ausgesetzt. Für den Ex-Häftling wird damit nicht nur die Polizei zum Problem für seine Vergeltungspläne ... Spaß nach Maß Im Rennspiel-Genre nimmt "Need for Speed" eine einzigartige Position ein: Setting und Rennpyhsik sind realitätsnäher als bei reinen Fun-Racern wie "Mario Kart", "Wipeout", "TrackMania" oder "Burnout", gleichwohl obsiegt das reine Spaßelement ungebrochen gegenüber dem Simulationsaspekt. Dadurch sind die "Need for Speed"-Spiele rasanter und überdrehter als strenge Rennsimulationen wie "Gran Turismo" oder "GTR". Diese Mischung aus Bodenständigkeit und Wahnsinn, gepaart mit den Kult gewordenen Polizeiverfolgungsjagden, machte das Franchise mit mehr als 140 Millionen verkauften Einheiten zur bislang erfolgreichsten Rennspiel-Reihe der Videospielgeschichte. Exakt diese Charakteristika der Vorlage beachtet Scott Waugh in seinem 66 Millionen Dollar teurem Rennfilm: Anders als die "Fast & Furious"-Reihe verzichtet "Need for Speed" auf völlig überdrehte, mit Hilfe von Computereffekten umgesetzte Stunts, die einem Cartoon entsprungen sein könnten. Stattdessen setzt Waugh auf zwar waghalsige und mitunter abstruse, stets aber beeindruckende, handgemachte Auto-Stunts. Ebenso versteht sich "Need for Speed" als reines Benzinvergnügen: Blähen sich die "Fast & Furious"-Filme mit Raubzügen, Schießereien und allen möglichen Schurkereien zunehmend zu Actionspektakeln auf, in denen rein zufällig Autos eine Rolle spielen, dreht sich in "Need for Speed" alles einzig und allein um illegale Straßenrennen – die hin und wieder von der Polizei aufgemischt werden.    Tiefsinn lässt sich in "Need for Speed" selbst mit der Lupe nicht auffinden, jedoch wäre dieser eh bloß Ballast in einem Kinofilm, der möglichst viele, sehenswerte Rennen und Verfolgungsjagden in seine rund 130 Minuten Laufzeit pressen und sein Publikum mit einer zeitgemäßen Antwort auf Autofilm-Klassiker wie "Ein ausgekochtes Schlitzohr" unterhalten will. Was aber nötig ist, und die Drehbuchautoren abliefern, ist ein nachvollziehbarer, geradliniger Konflikt, der die Handlung vorantreibt. Da der vom ihm gebotenen Stoff unterforderte, seine Rolle jedoch sichtbar genießende Aaron Paul und der bewusst dick auftragende Dominic Cooper mühelos eine tief verwurzelte Rivalität zwischen ihren Figuren entstehen lassen, hätte der erste Akt durchaus etwas gestrafft werden können, ohne dass der grundlegende Konflikt des Films sonderlich geschmälert worden wäre. Dennoch ist "Need for Speed" flott genug erzählt und hat genügend Schauwerte, um seine ausgedehnte Laufzeit zu tragen. Der Spaßfaktor wird dabei von einer illustren Gruppe an Nebenfiguren erhöht: Rami Malek und Ramon Rodriguez geben als zwei Drittel von Tobeys Crew ein genussvoll albernes Duo ab, das genauso gut einem 90er-Blockbuster-Popcornspaß im Stile von "Con Air" entflohen sein könnte, und Michael Keaton übt sich als überdrehter, dauerphilosophierender Organisator eines wohl wenig legalen Straßenrenn-Radiosenders in amüsanter Selbstverliebtheit. Die heimlichen Stars des Films sind aber Rapper Scott Mescudi und Imogen Poots: Mescudis stets pointierte Sprüche klopfender Tausendsassa, der als die Lage aus einem Flugzeug überblickender Ausguck Tobeys Mannschaft komplettiert, ist mit seiner cartoonigen Rolle für die meisten Lacher im Film verantwortlich. Poots wiederum darf Aaron Paul als Beifahrerin, Stichwortgeberin, und ihn ebenso oft kritisierender wie bewundernder Flirt tatkräftig unter die Arme greifen und gibt im gleichen Atemzug dem männerlastigen Film eine erfrischende Note.  Fazit "Fast & Furious" ohne all den Klimbim – "Need for Speed" bietet Fans präzise geplanter, spektakulärer Autostunts rund 130 Minuten kerniger Rennfahraction und cooler Sprüche. Kein überkandidelter, dennoch gehaltloser Plot, kein Effektgewitter aus dem Computer. Die Logik darf da gerne auf dem Rücksitz Platz nehmen.

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  • 21-08-2014
  • TV

Bryan Cranston und Aaron Paul brechen mit dem Gesetz

Die "Breaking Bad"-Stars Bryan Cranston und Aaron Paul sind wieder vereint! Leider nicht in einer Serie, dafür aber als Pfandleiher in einem Promo-Clip für die nächste Woche stattfindenden Emmy Awards. Eine prominente Kundin haben sie ebenfalls. IOFP zeigt Euch den Auftritt. In der Nacht von Montag auf Dienstag werden die Emmy-Awards verliehen. Höchste Zeit also für einen ordentlichen Promo-Clip zur Verleihung. In diesem sind die drei Nominierten Bryan Cranston (Bester Hauptdarsteller/Dramaserie), Aaron Paul (Bester Nebendarsteller/Dramaserie) und Julia Louis-Dreyfus (Beste Hauptdarstellerin/Comedy-Serie) die Protagonisten. Im Clip hat die für "Veep" nominierte Schauspielerin in der Nacht zuvor gesehen, dass Celine Dion ihre eigene Insel besitzt. Leider hat Miss Louis-Dreyfus ein wenig zu viel getrunken und nach noch ein wenig mehr Online-Shopping besitzt sie so ein Stück Land ebenfalls. Da so etwas nicht ganz billig ist, fährt sie zum nächsten Pfandleiher "Barely Legal Pawn", um dort ihren gewonnenen Emmy von 1996 als beste Nebendarstellerin in "Seinfeld" zu verpfänden. In besagtem Laden erwartet sie allerdings ein schmieriges Duo, dass vom "Breaking Bad"-Gespann Cranston/Paul gespielt wird. Die beiden untersuchen den Preis nach seiner Echtheit und es wird eifrig verhandelt. So ist Bryan Cranston der Meinung, dass ein Preis als Nebendarstellerin ja eigentlich nicht so viel wert ist. Aaron Paul sieht das allerdings etwas anders. Nach den gescheiterten Verhandlungen entschließt sich die Schauspielerin schließlich ihren Preis zu behalten und den Laden schnellstens zu verlassen, um vor den beiden seltsamen Pfandleihern zu flüchten. An ihrem Auto fällt ihr allerdings auf, dass sie ihren Schlüssel in dem Laden verloren haben muss. So kehrt sie in den Laden zurück und entdeckt im Hinterraum des Geschäfts die wahren Machenschaften des eingespielten Teams. Seht selbst: Davon könnten wir definitiv mehr gebrauchen. Was haltet Ihr von dem Promo-Clip? Schreibt uns Eure Eindrücke in die Kommentare!

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  • 09-07-2014
  • googlenewsKino

„Exodus: Götter und Könige“: Erster Trailer ist da!

Die Zuschauer müssen sich noch bis Dezember gedulden, bis das mit Spannung erwartete Filmprojekt "Exodus: Götter und Könige" von Regisseur Ridley Scott in die Kinos kommt. IOFP zeigt Euch den ersten, offiziellen Trailer! Das Warten hat endlich ein Ende! Der erste Trailer zu Ridley Scotts "Exodus: Götter und Könige" ist erschienen und zeigt beeindruckende Bilder. Thematik des Films ist die 40 Jahre andauernde Reise der Israeliten, um aus der ägyptischen Gefangenschaft zu entkommen. Der von Gott beauftragte Prophet Moses soll das israelische Volk dabei leiten und in ein besseres Zeitalter führen. Der erste Teil des Trailers konzentriert sich auf die biblische Vorgeschichte. Moses und Ramses wachsen Seite an Seite, fast wie Geschwister, auf. Ein aufkommender Streit sorgt jedoch dafür, dass die beiden Freunde sich entzweien. Der zweite Teil des Trailers beschreibt die für den Zuschauern vertrautere Geschichte, wie beispielsweise das Teilen des Meeres durch Moses. Regisseur Ridley Scott ("Blade Runner", "Alien") gewährt den Zuschauern in diesem Trailer eine erstaunlich hohe Anzahl von visuellen Spezialeffekten. Nebenbei sorgt auch die Besetzung der Schauspieler Joel Edgerton und Sigourney Weaver als ägyptische Vertreter des Königshauses für zeitweilige Verwirrung. Neben den bombastischen Effekten wird aber auch wieder einmal eine der anderen Stärken des Regisseurs offensichtlich - nämlich der unkomplizierte und offene Umgang mit dem historischen Material, der dafür sorgen wird, dass sich auch ein bibeluninteressiertes Publikum für diesen Film begeistern kann. In weiteren Rollen zu sehen sein werden Christian Bale (Moses), Aaron Paul (Joshua) und Sir Ben Kingsley als ein hebräischer Gelehrter. Trotz alledem ist es auch ein riskantes Anliegen von Ridley Scott einen Monumentalfilm hervorzubringen, einem Genre, das in der gegenwärtigen Kinowelt - abgesehen von wenigen Ausnahmen - kaum mehr geläufig ist. Außerdem steht die Frage im Raum, ob Ridley Scott dieser allseits bekannten Geschichte neues Leben einhauchen kann. Wir dürfen sehr darauf gespannt sein... Den exklusiven Trailer wollen wir Euch natürlich nicht länger vorenthalten! Findet Ihr Gefallen an der Geschichte über die Befreiung des israelischen Volkes? Schaut Ihr Euch "Exodus: Götter und Könige" im Kino an?

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  • 11-02-2014
  • googlenewsKino

„Dark Tower“: Weiterhin eine Baustelle

Ein dunkler Turm am Horizont – doch leider vollkommen verlassen. Wie es heißt, soll die TV-Serie sowie Film zur gleichnamigen Buchreihe von Stephen King -  „The Dark Tower“ - keine Fortschritte gemacht haben. Vor ein paar Wochen ließ der ehemalige Darsteller aus "Breaking Bad" Aaron Paul ("Need for Speed") in einem Interview durchscheinen, dass er ein Gespräch mit Ron Howard bezüglich einer Rolle in der kommenden TV-Serie und Kinofilm führte (wir berichteten). Trauriger weise ist dies alles an bekannten Informationen zum aktuellen Zeitpunkt. Der Film sowie die TV-Serie schweben weiterhin im Nirwana. Autor und Produzent Akiva Goldsman, der momentan auf Werbetour für seinen neuen Film "Winter’s Tale" ist, sagte in einem Gespräch mit 'Collider': "Offiziell ist es bisher noch nicht in Arbeit, aber wir werden es auch nicht fallen lassen – zumindest bis Stephen es uns wegnimmt [lacht]." Auf die Frage, ob die Filmemacher derzeit Casting Entscheidungen treffen, sagte Goldsman: "Nein. Aber ich lese gerne davon." Der dunkle Turm, so der Titel im deutschen, ist eine achtbändige Fantasy-Saga von Stephen King. Protagonist ist Revolvermann Roland Deschain auf seiner langen Reise zum Dunklen Turm und die Geschichte gilt als das Hauptwerk des amerikanischen Schriftstellers. Viele Fans waren von Anfang an der Meinung, dass die Geschichte unverfilmbar sei, wie es momentan aussieht, könnten sie Recht behalten. Habt ihr die Bücher gelesen, und seid schon gespannt wie eine Leinwand-Adaption aussehen könnte?

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  • 28-01-2014
  • googlenewsKino

„A Long Way Down“: Aaron Paul in britischer Tragikkomödie

Aaron Paul wird in diesem Jahr beweisen, dass er auch fernab von Chemikalien und schnellen Autos schauspielern kann. In "A Long Way Down" kämpft er sich gemeinsam mit drei anderen zurück ins Leben, obwohl sie alle Selbstmordgedanken hegen. IOFP stellt Euch den Film vor und zeigt Euch den aktuellen Trailer. Es gibt Filme, auf die muss man sich einfach freuen. Wenn allein das Schauspieler-Quartett einem schon das Wasser im Mund zusammen laufen lässt, scheint das Warten bis zum Kinostart unerträglich. Mit der Verfilmung des Bestellers von Nick Hornby tritt Regisseur Pascal Chaumeil ("Der Auftragslover") in die Fußstapfen seiner Vorgänger Stephen Frears, Paul und Chris Weitz. Bereits "High Fidelity" (2000) und "About a Boy"  (2002) bewiesen, dass ein derartiges Projekt ein absoluter Selbstgänger ist. Natürlich kann auch eine Romanvorlage zu einem schlechten Film verarbeitet werden , aber das Cast spricht für sich. Neben Aaron Paul, der durch "Breaking Bad" bekannt wurde, sind auch Pierce Brosnan ("Love Is All You Need" 2012), Toni Collette ("Genug gesagt" 2013) und Imogen Poots ("Drecksau" 2013) mit an Bord der Tragikkomödie. Story: Am Silvesterabend haben Martin (Brosnan), J.J. (Paul), Maureen (Collette) und Jess (Poots) nicht etwa vor gemeinsam anzustoßen. Sie treffen sich zufällich auf dem Dach eines Hochhauses, um sich umzubringen. Ihr Vorhaben setzen die vier jedoch nicht mehr um, sondern schließen einen Pakt: Sie vereinbaren ihre Leben gemeinsam bis zum Valentinstag fortzusetzen. Damit das Quartett durchhält, verbringen sie jede Minute miteinander und lassen sich nicht mehr aus den Augen. Jeder gibt in den kommenden Wochen Details aus dem eigenen Leben preis und bald verbindet sie mehr, als noch zum Jahreswechsel. Nach der Weltpremiere auf der Berlinale im Februar kommt "A Long Way Down" am 3. April 2014 bundesweit in die Kinos. Bis dahin seht Euch den aktuellsten Trailer (OV) an:

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