Filmkritik: „Wara no Tate – Die Gejagten“

Takashi Miike liefert mit seiner 91. „Wara no Tate – Die Gejagten“ einen äußerst westlich daherkommenden Action-Thriller ab, der das Publikum mit einer düsteren Realität konfrontiert. IOFP verrät, weshalb der Streifen sich vor Hollywood nicht zu verstecken braucht und warum einen die Geschichte so schnell nicht wieder loslassen wird.

Nanako Matsushima mimt in "Wara no Tate" eine knallharte Polizistin, die einen Schwerverbrecher beschützen muss.

Nanako Matsushima mimt in „Wara no Tate“ eine knallharte Polizistin, die einen Schwerverbrecher beschützen muss.

Beim Leben eines Mörders

Im Zusammenhang mit „Wara no Tate – die Gejagten“ fällt in den allermeisten Fällen zuerst der Name des Regisseurs: Der Japaner Takashi Miike, seines Zeichens Genrehopper und Akkordfilmer, liefert mit dem visuell sowie inszenatorisch opulent ausfallenden Polizeithriller nicht nur seine 91. Regiearbeit ab, sondern setzt des Weiteren ein Zeichen für den asiatischen Filmemarkt. In annähernd direkter Konkurrenz zum Action-Thai-Spektakel „The Raid 2“ stellt auch „Wara No Tate“ eindrucksvoll den Mut zur Brachialgewalt im Asiakino unter Beweis. Des Weiteren trägt die mit allerhand Wendungen gespickte Story merklich westliche Züge. Vermutlich einer der Gründe, weshalb „Die Gejagten“ der erste Miike-Streifen ist, der es nach dem Horror-Geheimtipp „The Call“ von 2003 auch in die europäischen Kinos schafft. Auch im Zuge der WM-Flaute wird sich „Wara no Tate“ wohl lediglich einem ausgewählten Publikum erschließen. Doch auch abseits der Nische erweist sich der Film als spannende Action-Hatz mit einprägsamen Einzelszenen und einer Thriller-Dramaturgie, die sich vor Hollywood nicht zu verstecken braucht.

Als die Enkelin des milliardenschweren Geschäftsmannes Ninagawa Takaoki (Tsutoma Yamazaki) vergewaltigt und ermordet aufgefunden wird, setzt der von Hass und Rachegelüsten getriebene Großvater ein hohes Kopfgeld auf die Ergreifung des Täters aus. Über die Medien verbreitet sich die unverschämt hohe Summe von mehreren Milliarden Yen in Windeseile und schon bald sieht der Mörder keinen anderen Ausweg, als sich der Polizei zu stellen. Um Kiyomaru Kunihide (Tatsuya Fujiwara) ins Staatsgefängnis zu überführen, wird eine Eliteeinheit zusammengetrommelt, die den Schwerverbrecher durch die japanischen Großstädte transportieren soll. Dabei sieht sich das Team nicht nur dem unberechenbaren Psychopathen, sondern dem Hass einer ganzen Nation ausgeliefert, der auch innerhalb der Polizei keine Grenzen zu kennen scheint. Es dauert nicht lange, bis es zum ersten Attentat kommt, sodass nur allzu schnell deutlich wird, dass nahezu jeder irgendeinen Grund hat, Kiyomaru zu töten. Wem können die Polizisten jetzt noch vertrauen?

Mit "Wara no Tate" kommt nach 10 Jahren endlich wieder ein Film von Takashi Miike in die deutschen Kinos.

Mit „Wara no Tate“ kommt nach 10 Jahren endlich wieder ein Film von Takashi Miike in die deutschen Kinos.

Was würde ich tun?

Ganze 124 Minuten dauert der Thriller, dessen hochemotionale Ausgangssituation die Basis für eine kompromisslose Verfolgungsjagd bietet. Zwei Stunden, die sich vor allem im von Suspense geprägten Genre durchaus lang anfühlen können. Doch Takashi Miike versteht es hervorragend, die Stärken seines Films über die gesamte Laufzeit zu verteilen. Schon die ersten Aufnahmen konfrontieren das Publikum unmittelbar mit den Folgen einer Gewalttat. Sie zeigen den leblosen und geschändeten Körper einer offenbar Minderjährigen, halbnackt und reglos, irgendwo abgelegt, mehr oder weniger weggeworfen. Es bleibt kaum Zeit zum Durchatmen, eh in der nächsten Szene die Konsequenzen dieser Tat folgen. Der von Tsutoma Yamazaki eindringlich verkörperte Ninagawa Takaoki gibt seine Anzeige an die Zeitung weiter; auf dem Fuß folgend sieht sich der Zuschauer dementsprechend mit einer Form der Selbstjustiz und der Frage konfrontiert, inwieweit diese auch in derartigen Ausnahmesituationen moralisch vertretbar ist. Das Einstiegstempo ist dabei gar nicht mal das höchste. Bedächtig entwickelt sich die Spannung sukzessive. Mit der Einführung der Hauptcharaktere kommt der Part ins Spiel, der als eine Form des Protagonisten fungiert, die sich jedoch nicht auf einen solchen beschränken lässt. Zwar hat man mit dem Gewalttäter offenkundig den Bösewicht gefunden, gleichzeitig handeln auch die Cops nach ganz unterschiedlichen Moralvorstellungen. Im Mittelpunkt stehen dabei der Truppenanführer Kazuki Mekari, gespielt von einem anfangs hölzern, im Laufe der Zeit immer emotionaler agierenden Takao Ohsawa, sowie seine noch junge Kollegin Atsuko (Nanako Matsushima). Dass vor allem hinter Mekari eine aufwühlende Schicksalsgeschichte steckt, formt den Charakter nach und nach und macht ihn zu einem hochinteressanten Gegenspieler Kiyomarus.

Wie unberechenbar die Story ist, kristallisiert sich früh innerhalb einer Schlüsselszene heraus. Bevor sich der Polizeikonvoy mit dem Mörder auf den Weg begibt, muss ebenjener dem Krankenhaus einen Besuch abstatten. Während sich das Publikum noch darauf vorbereitet, dass die eigentliche Geschichte nun langsam ins Rollen kommt, findet bereits an dieser frühen Stelle die nächste Attacke auf den zu schützenden Verbrecher statt. Kameramann Nobuyasu Kita („13 Assassins“) hält dabei voll drauf und lässt das Publikum Zeuge wenig ästhetischer Gewalt werden. Takashi Miike geht es in seinem Film nicht um elegante Martial-Arts-Action sondern lässt die Fäuste nur in aus Plotsicht wichtigen Sequenzen sprechen. Die Fights präsentieren sich wenig durchchoreographiert, dafür eindringlich, bisweilen äußerst blutig und die Szenerie in ihrer Bedrohlichkeit unterstreichend. Immer wieder setzt Miike ganz gezielt Gewaltspitzen, die in ihrer Aussagekraft direkt in die Magengrube treffen. Auch Waffengewalt kommt immer wieder zum Einsatz, dennoch ist „Wara no Tate“ weit davon entfernt, das Prädikat „Actionfilm“ zu verdienen. Der Fokus liegt weder auf halsbrecherischen Verfolgungsjagten, noch auf Explosionen oder anderer Effekthascherei der Marke „Stirb langsam“. „Die Gejagten“ ist ein Thriller nach Maß, der seine Spannung aus der Prämisse zieht.

"Wara no Tate - Die Gejagten": Ab dem 10. Juli im Kino!

„Wara no Tate – Die Gejagten“: Ab dem 10. Juli im Kino!

Um Überraschungen und Plottwists ist „Wara no Tate“ dabei nicht verlegen. Spätestens nach den ersten vierzig Minuten beschleicht den Zuschauer das Gefühl, dass man in diesem Figurenkonstrukt für niemanden die Hand ins Feuer legen sollte. Der Weg zum Staatsgefängnis ist geprägt von der steten Angst, dass der nächste Attentäter jeder Ecke lauern könnte – im wahrsten Sinne des Wortes. Über all dem schwebt die Grundsatzfrage, inwieweit es vertretbar sein kann, für einen Schwerverbrecher das eigene Leben zu riskieren. Miike unterstreicht diese Ernsthaftigkeit seiner Filmthematik mit sehr ausführlichen und für derartige Genrebeiträge äußerst tiefgehend geschriebenen Dialogen, welche „Wara no Tate“ immer wieder im Tempo drosseln, um in der nächsten Szene wieder voller Härte vorzugehen. Das strapaziert in mancher Szene den Geduldsfaden des Adrenalinkick-erwartenden Zuschauers, ist in seiner hier ausgeführten Konsequenz jedoch ein löblicher inszenatorischer Kniff. Diese Mischung aus eindringlichen Drama-Sequenzen, nervenzerrender Spannung und beinharten Mann-gegen-Mann-Kämpfen verhelfen dem Streifen zu einer durchgehend beklemmenden Atmosphäre, die von dem fast wahnhaften Spiel Kiyomaru Kunihides immer wieder unterstrichen wird.

Fazit

Brachial, faszinierend und auf erschreckende Weise realistisch: „Wara no Tate – Die Gejagten“ bietet hochanspruchsvolle Thrillerkost aus Japan, die in ihrer Kompromisslosigkeit im Gedächtnis bleibt und eine Geschichte erzählt, die das Publikum so schnell so gut nicht wiedersehen wird.

  • admin
  • 7. Juli 2014
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  • 06-10-2014
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Heimkino-Tipp: „Need for Speed“

"Need For Speed" protzt mit fetten Karren, rasanten Action-Szenen und einem lässigen Aaron Paul in Lederjacke. Aber kann der Film auch mit seinem Inhalt überzeugen? IOFP schaut unter die Motorhaube. Vom Bildschirm auf die Leinwand Wir blicken auf das Jahr 1994. Der amerikanische Software-Publisher Electronic Arts veröffentlicht das erste Spiel seiner Autorennspiel-Serie "Need For Speed" und begeistert etliche junge Erwachsene. Man kann real existierende Wagen fahren, Freunde zum Mitspielen herausfordern und sich Verfolgungsjagden mit der Polizei liefern. Seitdem wurden laut Hersteller über 140 Millionen Spiele der "Need For Speed"-Reihe verkauft und weltweit über 2,7 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht. Ein Wunder, dass bei soviel Beliebtheit erst jetzt ein Film kommt. Tobey Marshall (Aaron Paul) ist Mechaniker und schraubt mit seinen Freunden Autos zusammen. Als er und sein Kumpel Pete von dem hinterhältigen Ex-NASCAR-Fahrer Dino Brewster (Dominic Cooper) zu einem Rennen herausgefordert werden, willigen beide ein. Während des Rennes rammt Dino Brewster das Auto von Pete, sodass sich dieser in seinem Wagen überschlägt und anschließend stirbt. Die Schuld an dem Mord erhält aber nicht Brewster, sondern der vollkommen unbeteiligte Tobey. Tobey wandert hinter Gitter und schwört von da an Rache an Brewster. Nachdem Tobey aus dem Gefängnis entlassen wurde, beginnt die Rache-Jagd und auf seinen Kopf wird eine hübsche Prämie ausgesetzt. Für den Ex-Häftling wird damit nicht nur die Polizei zum Problem für seine Vergeltungspläne ... Spaß nach Maß Im Rennspiel-Genre nimmt "Need for Speed" eine einzigartige Position ein: Setting und Rennpyhsik sind realitätsnäher als bei reinen Fun-Racern wie "Mario Kart", "Wipeout", "TrackMania" oder "Burnout", gleichwohl obsiegt das reine Spaßelement ungebrochen gegenüber dem Simulationsaspekt. Dadurch sind die "Need for Speed"-Spiele rasanter und überdrehter als strenge Rennsimulationen wie "Gran Turismo" oder "GTR". Diese Mischung aus Bodenständigkeit und Wahnsinn, gepaart mit den Kult gewordenen Polizeiverfolgungsjagden, machte das Franchise mit mehr als 140 Millionen verkauften Einheiten zur bislang erfolgreichsten Rennspiel-Reihe der Videospielgeschichte. Exakt diese Charakteristika der Vorlage beachtet Scott Waugh in seinem 66 Millionen Dollar teurem Rennfilm: Anders als die "Fast & Furious"-Reihe verzichtet "Need for Speed" auf völlig überdrehte, mit Hilfe von Computereffekten umgesetzte Stunts, die einem Cartoon entsprungen sein könnten. Stattdessen setzt Waugh auf zwar waghalsige und mitunter abstruse, stets aber beeindruckende, handgemachte Auto-Stunts. Ebenso versteht sich "Need for Speed" als reines Benzinvergnügen: Blähen sich die "Fast & Furious"-Filme mit Raubzügen, Schießereien und allen möglichen Schurkereien zunehmend zu Actionspektakeln auf, in denen rein zufällig Autos eine Rolle spielen, dreht sich in "Need for Speed" alles einzig und allein um illegale Straßenrennen – die hin und wieder von der Polizei aufgemischt werden.    Tiefsinn lässt sich in "Need for Speed" selbst mit der Lupe nicht auffinden, jedoch wäre dieser eh bloß Ballast in einem Kinofilm, der möglichst viele, sehenswerte Rennen und Verfolgungsjagden in seine rund 130 Minuten Laufzeit pressen und sein Publikum mit einer zeitgemäßen Antwort auf Autofilm-Klassiker wie "Ein ausgekochtes Schlitzohr" unterhalten will. Was aber nötig ist, und die Drehbuchautoren abliefern, ist ein nachvollziehbarer, geradliniger Konflikt, der die Handlung vorantreibt. Da der vom ihm gebotenen Stoff unterforderte, seine Rolle jedoch sichtbar genießende Aaron Paul und der bewusst dick auftragende Dominic Cooper mühelos eine tief verwurzelte Rivalität zwischen ihren Figuren entstehen lassen, hätte der erste Akt durchaus etwas gestrafft werden können, ohne dass der grundlegende Konflikt des Films sonderlich geschmälert worden wäre. Dennoch ist "Need for Speed" flott genug erzählt und hat genügend Schauwerte, um seine ausgedehnte Laufzeit zu tragen. Der Spaßfaktor wird dabei von einer illustren Gruppe an Nebenfiguren erhöht: Rami Malek und Ramon Rodriguez geben als zwei Drittel von Tobeys Crew ein genussvoll albernes Duo ab, das genauso gut einem 90er-Blockbuster-Popcornspaß im Stile von "Con Air" entflohen sein könnte, und Michael Keaton übt sich als überdrehter, dauerphilosophierender Organisator eines wohl wenig legalen Straßenrenn-Radiosenders in amüsanter Selbstverliebtheit. Die heimlichen Stars des Films sind aber Rapper Scott Mescudi und Imogen Poots: Mescudis stets pointierte Sprüche klopfender Tausendsassa, der als die Lage aus einem Flugzeug überblickender Ausguck Tobeys Mannschaft komplettiert, ist mit seiner cartoonigen Rolle für die meisten Lacher im Film verantwortlich. Poots wiederum darf Aaron Paul als Beifahrerin, Stichwortgeberin, und ihn ebenso oft kritisierender wie bewundernder Flirt tatkräftig unter die Arme greifen und gibt im gleichen Atemzug dem männerlastigen Film eine erfrischende Note.  Fazit "Fast & Furious" ohne all den Klimbim – "Need for Speed" bietet Fans präzise geplanter, spektakulärer Autostunts rund 130 Minuten kerniger Rennfahraction und cooler Sprüche. Kein überkandidelter, dennoch gehaltloser Plot, kein Effektgewitter aus dem Computer. Die Logik darf da gerne auf dem Rücksitz Platz nehmen.

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  • 30-09-2014
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Heimkino-Tipp: „Blood Ties“

Der Franzose Guillaume Canet ist ein Experte auf dem Gebiet der einprägsamen Inszenierung. In seinem neuen Streifen "Blood Ties", einer Hommage an den Film Noir, versammelt eine eine ganze Schar von Hollywoods Hochkarätern und überlässt sie ihrem Schicksal. IOFP hat sich die Direct-to-DVD-Produktion einmal genauer angesehen und wundert sich ernsthaft darüber, dass es der Film hierzulande nicht in die Lichtspielhäuser schaffte. New York, 1974 Nach 9 Jahren wird Chris (Clive Owen) wegen guter Führung aus dem Gefängnis entlassen – herzlich empfangen von seiner Schwester Marie (Lili Taylor) und seinem Vater Leon (James Caan). Sein jüngerer Bruder Frank (Billy Crudup) hingegen, der Karriere bei der New Yorker Polizei gemacht hat, verhält sich ihm gegenüber misstrauisch. Dennoch ist er bereit, Chris eine Chance zu geben: Er lässt ihn bei sich einziehen, vermittelt ihm einen Job und begleitet ihn, als Chris seine verärgerte Ex-Frau Monica (Marion Cotillard) und seine beiden Kinder besucht. Zuerst sieht es so aus, als würde Chris‘ Neustart gelingen. Er verliebt sich in seine schüchterne Kollegin Natalie (Mila Kunis), die ihn in seinem Wunsch bestärkt, seine kriminelle Vergangenheit endlich hinter sich zu lassen. Doch dann wird Chris gefeuert und er verfällt wieder in seine alten Muster. Als Frank Chris dabei beobachtet, wie dieser einen Geldtransport überfällt, muss er sich entscheiden – für seinen Bruder oder für das Gesetz. Mit seinem Gangster-Epos "Blood Ties" bricht Regisseur und Schauspieler Guillaume Canet ("Jappeloup - Eine Legende") von Beginn an mit gängigen Sehgewohnheiten. Unter seiner Anleitung agiert ein namhafter Hollywood-Cast: Angefangen bei Clive Owen und Mila Kunis über Mario Cottilard, Billy Crudup, Zoe Saldana bis hin zu James Caan und Lili Taylor weiß der Regisseur sein großes Ensemble zu einer bemerkenswerten Einheit zusammenzuführen. Dieses manövriert der Filmemacher durch ein Skript, das, verfasst von Canet selbst sowie James Gray ("Two Lovers"), das dem Film Noir der Siebziger- und Achtzigerjahre einen beeindruckenden Tribut zollt und an Filme wie zuletzt "Gangster Squad" und "Broken City" erinnert. Untermalt von der kühlen Fotografie eines Christophe Offenstein ("Kleine, wahre Lügen") versetzt "Blood Ties" das Publikum direkt zurück in die Seventies. Dabei entwickelt sich die Spannung sukzessive - vor allem die erste Hälfte wird von eindringlichen, wenn auch sehr ausführlichen Dialogen dominiert. Für den Suspense ist dies jedoch förderlich: Erst nach und nach mündet die stetig beklemmender werdende Anspannung in einen großen Knall. Das wird vor allem das genreaffine Publikum zu schätzen wissen, die den düsteren Thriller lieben. Fazit Mit seinem düster-pessimistischen, starbesetzten Thriller "Blood Ties" gelingt dem Regie-Geheimtipp "Guillaume Canet" den Sprung an die internationale Filmemacher-Spitze. Sein zunächst behäbig erzählter Film wechselt ab der Hälfte in ein rasantes Cop-Manöver, das das Durchhaltevermögen des Zuschauers mit sehenswerten Choreographien und adrenalingeladenen Actionsequenzen belohnt. Der Cast spielt sich gegenseitig die Bälle zu und harmoniert insbesondere aufgrund in den Dialogsequenzen. Einzig die triste Inszenierung, die sich auch auf die technischen Ebenen niederschlägt. ist in Gänze fern von gängigen Sehgewohnheiten.

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  • 21-09-2014
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Filmkritik: „Sieben verdammt lange Tage“

Innerfamiliäre Konflikte sind gern genommene Szenerien für tragikomische Filme, in denen Generationen, Moralvorstellungen und Lebenspläne aufeinander prallen. Auch Shawn Levys Versuch, einmal abseits des Hollywood-Blockbusters zu überzeugen, verlässt sich auf diese erfolgversprechende Situation. In "Sieben verdammt lange Tage" muss eine Großfamilie von Jetzt auf Gleich eine Woche lang miteinander auskommen. Wie unterhaltsam das ist, verrät IOFP. Familientreffen mit Hindernissen Anfang des Jahres begeisterte ein beeindruckend gecastetes Star-Ensemble um Meryl Streep, Julia Roberts, Benedict Cumberbatch und Ewan McGregor in der Leinwandadaption des Theaterstücks „Im August in Osage County“ als sich mehr hassende denn liebende Großfamilie, die sich im Rahmen des Todes des männlichen Oberhaupts im Haus der Witwe trifft, um dort eine gemeinsame Zeit zu verbringen. Im Rausch von Trauer und Selbsthass fördert diese gemeinsame Zeit allerhand Kellerleichen zutage. Doch gleichzeitig erweist sich ein solches, fast alltägliches Szenario als ungemein unterhaltsame Szenerie, die den Zuschauer mit seinen eigenen Ängsten, Sorgen und eventuellen Familienproblemen konfrontiert. Wo sich John Wells auf ein bitterböses Drama mit nur leicht komödiantischem Einschlag konzentrierte, versucht sich der eher auf Blockbuster spezialisierte Kanadier Shawn Levy („Nachts im Museum 1 und 2“) an einer wesentlich optimistischeren und leichtfüßigeren Variante der nahezu identischen Situation. Auch in seiner tragikomischen Familienfehde „Sieben verdammt lange Tage“ lädt die von Jane Fonda grandios verkörperte Witwe ihre Zöglinge zum gemeinsamen Umtrunk, lässt diese jedoch auf Wunsch des Verstorbenen eine ganze Woche bei sich zuhause auflaufen, um das verloren gegangene Zusammengehörigkeitsgefühl wieder aufleben zu lassen. Was wie der wenig inspirierte Versuch klingt, „Im August in Osage County“ auch der breiten Masse zugänglich machen zu wollen, erweist sich als unterhaltsame Variation eines Themas, das seit jeher ein ungeheuer unterhaltsames Charisma versprüht. So lassen sich beide Filme vielleicht aufgrund der angerissenen Thematik vergleichen, den Status des Nachahmers muss Levy angesichts seiner kreativen Variation jedoch lange nicht fürchten. Vier erwachsene Geschwister treffen sich in ihrem Elternhaus wieder, um ihren Vater zu beerdigen. Jedes ist im eigenen Leben mehr oder minder gescheitert, und jetzt müssen sie zusammen eine ganze Woche unter einem Dach verbringen – in Gesellschaft ihrer gluckenhaften Mutter, etlicher Ehe-, Ex- und Wunschpartner. Niemand kann sich hier verstecken – im Gegenteil: Es ist Zeit, die Vergangenheit und die problematischen Verwandtschaftsbeziehungen aufzuarbeiten. In diesem ebenso irrwitzigen wie emotional ergreifenden Chaos kommt endlich wieder zusammen, was zusammengehört: Solche zu Herzen gehenden, komischen und versöhnlichen Situationen können nur im Familienkreis entstehen – was letztlich selbst uns Zuschauer an den Rand des Wahnsinns treibt. Denn in der Wahrhaftigkeit all dieser Schwächen und Stärken erkennen wir auch uns selbst wieder. Ein Starcast rückt sich auf den Pelz Um noch kurz bei dem Vergleich beider Filme zu bleiben, muss wie schon bei „Im August in Osage County“ auch bei „Sieben verdammt lange Tage“ der erste Blick auf den perfekt harmonierenden Cast gelegt werden. Angeführt von Jane Fonda („The Newsroom“), da hier mehr oder weniger die Rolle einnimmt, die in „Osage“ Meryl Streep innehatte, gehören Jason Bateman („Disconnect“), Tina Fey („Muppets Most Wanted“), Rose Byrne („Bad Neighbors“) und Connie Britton („American Horror Story“) zu den bekanntesten Namen des Ensembles. Doch auch Adam Driver („Inside Llewyn Davis“), Corey Stoll („Non-Stop“), Kathryn Hahn („Das erstaunliche Leben des Walter Mitty”) und Timothy Olyphant („Justified“) integrieren sich mit ihren persönlichen Stärken und Schwächen perfekt ins Familientreffen. Dabei gelingt es dem Drehbuchautor Jonathan Tropper, der mit „Sieben verdammt lange Tage“ seine erste Arbeit an einem Langspielfilm ablegt, gekonnt, mit kleinen Gesten die Eigenheiten dieses großen, anfangs etwas unübersichtlichen Ensembles herauszuarbeiten. Dies ist keine Selbstverständlichkeit: „This Is Were I Leave You“, wie der Streifen im Original heißt, funktioniert überwiegend durch Dialoge und entwickelt mit seinem fast ausschließlichen Aufenthalt im Haus der Familie Altman nach und nach die Atmosphäre eines Kammerspiels. Obgleich jeder innerhalb der Familie sein eigenes Päckchen zu tragen hat – in der ersten Szene erwischt Batemans Figur Judd seine Ehefrau Quinn (Abigail Spencer) beim Fremdgehen, seine Schwägerin, herrlich hysterisch gespielt von Kathryn Hahn, versucht sich seit Monaten daran, mit ihrem Mann schwanger zu werden und sein jüdischer Bruder Philip (beweist ein Händchen für komödiantisches Timing: Adam Driver) leidet noch immer unter den Hänseleien seiner Brüder – gehen all diese einzelnen Konfliktherde in der Masse an angerissenen Thematiken nahezu unter. Einzig Jason Bateman, der einmal mehr hervorragend in der Rolle des bodenständigen Realisten von nebenan funktioniert, wird eine etwas tiefer gehende Analyse der Ereignisse gegönnt; Die Schicksale seiner Geschwister werden dagegen nur am Rande thematisiert. Das ist vor allem deshalb schade, weil Jonathan Tropper trotz der genauen Beobachtungsgabe für menschliche Eigenheiten lediglich zwei oder drei Charaktere aus der Erzählung hätte streichen müssen, um die Story zu straffen und so für mehr Übersicht zu sorgen. So kristallisiert sich alsbald heraus, welche Figuren dem Autor besonders am Herzen liegen und welche er den anderen zuliebe eher vernachlässigt. Mit der psychoanalytischen Tiefe, mit der „Im August in Osage County“ daherkam, kann „Sieben verdammt lange Tage“ entsprechend nicht mithalten. Schlimm ist das jedoch noch lange nicht. Während das Oscar-nominierte Drama Anfang des Jahres mit geschliffenen und vor allem ehrlichen Dialogen begeisterte, vermisste manch einer so etwas wie eine optimistische Weltsicht. Damit kann nun Shawn Levys Blick auf Familienstreitigkeiten auftrumpfen. Wo andere dem Film Oberflächlichkeit unterstellen mögen, wird sich manch anderer daran erfreuen, dass „Sieben verdammt lange Tage“ stets bestrebt ist, seine Figuren nicht dem tragischen Schicksal zu überlassen. Ohne mit taschenpsychologischen Weisheite so ernste Themen wie ungewollte Schwangerschaften abzuarbeiten, gibt sich Levy Mühe, derartigen Problempunkten die Zeit zu widmen, die sie benötigen, anschließend jedoch eine Lösung zu liefern. Dadurch entwickelt der Streifen eine mitreißende Dynamik und gefällt mit Optimismus und Schwung, beraubt sich dadurch jedoch selbstredend sämtlicher, etwaiger Oscar-Chancen.  Auch die technische Gestaltung spricht dahingehend Bände. Nicht uninspiriert, dafür überdeutlich dem Massengeschmack angepasst, kommt „Sieben verdammt lange Tage“ in einem Hollywoodfilm-typischen Hochglanzlook daher, der eindeutig die Handschrift von Terry Stacey trägt; nicht umsonst hat dieser schon mehrmals mit Vorzeigeromantiker Nicolas Sparks zusammengearbeitet. Dafür weißt besonders der Verzicht auf stereotype Radiosongs zu gefallen. Obwohl „Sieben verdammt lange Tage“ an vielen Stellen immer wieder dazu einlädt, verlässt sich Michael Giacchino („Star Trek into Darkness“) ganz auf einen verspielten, Piano-lastigen Score mit Wiedererkennungswert. Fazit „Sieben verdammt lange Tage“ gefällt als massentauglichere Variante des großartigen Dramas „Im August in Osage County“ und kommt zwar nicht mit solch einer emotionalen Durchschlagskraft daher, wie die Oscar-nominierte Theaterstückadaption, hat jedoch eine angenehmere Weltsicht und gefällt durch Optimismus und Sympathie.

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  • 05-03-2019
  • Archiv (nicht mehr nutzen)Reviews & Meinungen

Fifa Ultimate Team – Trading kurz erklärt

Was ist Trading? Das ist die Frage, die sich viele neue Ultimate Team-Spieler fragen, wenn sie noch nicht lange dabei sind. Um es ganz einfach zu erklären: Beim Trading ( oder auf Deutsch „handeln“) versucht ihr im Falle von Fifa, Spieler günstig zu erwerben und gewinnbringend zu verkaufen. An sich klingt das ganz einfach, jedoch muss man gewisse Strategien nutzen oder sich neue ausdenken.   Beispiel: Eine Taktik wäre es zum Beispiel, Events zum eigenen Vorteil zu nutzen. So gibt es jeden Monat eine neue Squad Building Challenge, in welcher immer ein neuer Spieler thematisiert wird, der aktuell sehr gut in Form ist. Diese Methode erfordert auch etwas Glück, denn ihr müsst voraussagen, welcher Spieler es sein wird. Erwerbt ihr nun die normale Karte von ihm im Voraus, könnt ihr diese zum Event Beginn mit bis zu zehnfachem Gewinn verkaufen. Dies liegt einfach daran, dass er gebraucht wird, um die SBC zu vollenden und die Nachfrage aufgrund dessen rapide steigt.   Konventionelle Methoden Dann gibt es natürlich auch einfachere Methoden, wie zum Beispiel das „Fluten“. Dabei kauft ihr einen Spieler mit einem Wert von ca. 800 Coins 10-20 Mal und stellt ihn dann erneut rein für 1500. Durch diese „Flut“, die dann entsteht, finden suchende Spieler diesen mehrfach für den Preis von 1500 Münzen. Die Chance steht nun hoch, dass sie ihn erwerben. So entsteht pro Welle ein Absatz von 3-5 Spielern, die euch 2100-3500 Münzen Gewinn in die Kasse spülen. Diese könnt ihr dann immer nachkaufen und so mit eurem Spieler-Arsenal den Markt bereichern. Oder Ihr schaut auch mal bei Casino Deutschland vorbei. Natürlich könnt ihr auch einfach versuchen, morgens auf Spieler zu bieten. Da dort viel weniger Spieler als Abends online sind, könnt ihr auch dort ein paar Schnäppchen machen und diese gewinnbringend verkaufen.   Startkapital Damit ihr aber zu Beginn auch schon ein paar Münzen habt, müsst ihr natürlich ein Startkapital mitbringen. Dies sollte mindestens 20.000 betragen, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Wollt ihr euch den Startbetrag nicht mühsam erspielen, könnt ihr auch bei Startselect vorbeischauen. Dort könnt ihr PSN Guthaben für faire Preise erhalten und so schnell und bequem eure Fifa Points aufladen. Außerdem gibt es dort ebenfalls so manches Schnäppchen, wie aktuell das Google Play Guthaben Promo Angebot.

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  • 29-08-2018
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Diese Poker-Überzeugungen werden Ihnen Gänsehaut bereiten

Es gibt unzählige Geschichten und Aberglauben über Video Poker. Der Glaube an "heiße Streifen" und "Casinos, die die Spiele reparieren" ist reichlich vorhanden - aber die meisten, wenn nicht alle, sind falsch oder missverstanden. Wenn Sie nicht möchten, dass wir Ihre Blase platzen lassen, lesen Sie diesen Abschnitt nicht. Wenn Sie die Wahrheit wissen wollen, lesen Sie weiter. Der berüchtigte Random Number Generator (RNG) Der Schlüssel zum Verständnis, wie legitime, klassische Class III Video Poker Spiele funktionieren, ist das Verständnis der Rolle und Funktion eines Zufallsgenerators. Dies bezieht sich auf Spiele wie IGT's Game King und Triple-Play Poker, die Sie übrigens bei spielen können. Der RNG ist das am härtesten arbeitende Gerät, das bekannt ist, und sorgt jedes Mal für ein faires Spiel. Es liegt in seiner alleinigen Verantwortung, das Kartenspiel mit 52 Karten (oder 53 in Joker Poker) ständig zu mischen. Diese manische Aktivität geht weiter und weiter, bis Sie den "Deal" -Knopf drücken. Wenn Sie auf die Schaltfläche "Deal" klicken, zeigt das Gerät zu diesem Zeitpunkt die 5 Karten ganz oben auf dem Stapel an. Der RNG arbeitet die ganze Zeit. Vierundzwanzig Stunden am Tag. Dreihundertfünfundsechzig Tage im Jahr. Dann mischt er die restlichen 47 Karten (oder 48 in Joker Poker) weiter, bis Sie den Deal-Button drücken und die aussortierten Slots mit dem gefüllt sind, was sich zu diesem Zeitpunkt oben auf dem Deck befindet. Es ist diese streng regulierte und genau überwachte Technologie, die alle Spiele fair und mathematisch vorhersagbar macht. Es gibt kein "Muster" und keine Strategie dafür, wie es funktioniert - es wechselt einfach ständig zufällige Kartenkombinationen herum, bis Sie "Draw" und "Deal" treffen. Es ist einer der Schlüssel zum legalisierten Glücksspiel: Es versichert den Aufsichtsbehörden, dass Casinos faire Spiele anbieten und versichert Ihnen, dass Sie ein "legitimes" Spiel spielen. "Heiße" und "kalte" Maschinen Nee. Keine solche Sache. Mathematisch sowieso. Ich hatte sicherlich einen Teil meiner Sessions, bei denen ich nicht aus Liebe oder Geld vier Gleiche gewinnen konnte, aber das waren meine GEFÜHLE, nicht die tatsächlichen Abläufe der Maschine. Ich habe zu verschiedenen Zeiten geredet, geschrieen und Maschinen angefleht, aber sie hören einfach nicht besser zu als mein halbwüchsiger Sohn, wenn ich möchte, dass er sein Zimmer aufräumt. Die tatsächliche Temperatur einer Maschine wird am besten bestimmt, NACHDEM Sie mit dem Spielen aufgehört haben - wenn Sie über Ihre Session nachgedacht haben und hoffentlich weggelaufen sind oder Ihr Budgetlimit überschritten haben. Alle Video Poker Maschinen werden von einem Zufallszahlengenerator gesteuert und jede mögliche Kartenkombination kann zu jeder Zeit auftreten. Es gibt 2,6 Millionen einzigartige Video Poker Kartenkombinationen, die auftreten können. Da es so viele Kombinationen gibt, sieht man selten viele großartige Kombinationen in derselben Sitzung, aber es ist großartig, wenn man das tut. Die Maschine ist "fällig" Wie oben erklärt, gibt es so etwas leider nicht. Es fühlt sich sicher so an, als ob Sie eine miserable Pechsträhne haben, aber es ist nicht so. Es scheint noch wahrscheinlicher zu sein, dass man "fällig" ist, wenn man immer wieder drei Asse bekommt, aber dieses vierte Ass kann man nicht bekommen. Dieser RNG durchbricht alle Kombinationen und, leider, ist die einfache Wahrheit, dass es in 52 Karten mehr Verlustkombinationen gibt, als es gewinnende gibt.

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Fernsehen: Zukunft oder Vergangenheit

Eine Frage, die sich viele kluge Köpfe in der Medienbranche stellen. Wie lange wird sich das Fernsehen noch halten? Natürlich lieben wir alle die abendliche Unterhaltung. Doch die Konkurrenz wird immer stärker. Als das Fernsehen seinen Einzug in die Gesellschaft erhielt, bestand es aus einem krisseligen, kaum zu erkennenden Schwarzweißbild in einer dicken Röhre. Man nutzte es hauptsächlich, um informiert zu bleiben, genau wie das Radio. Doch die Menschheit entwickelte sich. Damit auch die Technik, mit der sich verschiedenste Dinge übertragen ließen. Bald wollte man sich nicht mehr einfach informieren. Man wollte eine gute Zeit vor der Röhre haben. Deshalb entwickelten sich verschiedenste Sender, die auch vom normalen Programm abwichen und keinen Bildungsauftrag mehr hatten, sondern sich pure Unterhaltung auf die Fahne geschrieben haben. Das war ein echter Boom für die Unterhaltungs und Werbeindustrie. Hollywood produzierte tausende Filme nach Schema X und machte Millionen Dollar mit Produktplatzierungen, Schleichwerbungen und Werbeschleifen. Mittlerweile gibt es sogar ganze Sender, welche 24/7 nur Werbung ausstrahlen. Im Jungel der Anbieter und Ausstrahlungen kann man leicht die Übersicht verlieren. Genau so wie auf den verschiedensten Online Casino Seiten die momentan angeboten werden. Wenn man sich aber im Vorraum auf novoline orientiert, kann einen dies nicht verwirren. Beim Fernsehen ist es leider anders immer mehr Produktionen versuchen so billig wie möglich das stümpfste Unterhaltungsmaterial zu schaffen. Wenn man sein Auge auf die verblödeten Konzepte verschiedenster RTL-Sendungen richtet, wird einem schnell klar, wohin das Fernsehen steuert. Es scheint sich um ein sinkendes Schiff zu handeln. Amazon Prime, Netflix, oder meinetwegen auch illegale Streaming Seiten. Sie alle Bieten besseren Service als die besten Fernsehsender und trotzdem machen sie wahrscheinlich noch mehr Geld dabei. Selbst Formate bei denen jeder mit Erfolg gerechnet hätten, wie die neue Latenight Show von Klaas Heufer Umlauf scheinen nicht wirklich zu starten. Joko Winterscheid, sein ehemaliger Co Moderator hat sogar in eine Zeitschrift anstatt in ein neues Fernsehformat investiert. Joko Winterscheids Druckerzeugnis ist die Antwort auf die Frage nach der Zukunft des Fernsehens. Wenn jemand Retro bleiben will und sich nicht den leichten Reizen von Netflix und Co hingeben will, dann holt er sich doch lieber eine Zeitschrift am Kiosk, als sich mit dem fernsehen zu beschäftigen. Die Flimmerkiste ist uncool, was für alte Leute. Genau wie Facebook. Mittlerweile muss man sogar in seiner privaten Unterhaltung auf den Style achten. Niemand redet mehr über Serien, die er irgendwann mal im Fernsehen gesehen hat, Streaming ist die Zukunft! Alle wollen alles immer haben. Das geht nur mit dem Internet. Doch wo bleibt in diesem Moment das live Spektakel. Das zusammen mit anderen gleichzeitig mitfiebern. Selbst das wird im Internet mehr gefeiert als im altbekannten Fernsehen. So Verdienen sogenannten Twitch Livestreamer Millionen von Euro durchs live Zocken.

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