Filmkritik: „Katakomben“

Der Trend zum verwackelten Found-Footage-Film reißt nicht ab. Doch wenn einer wissen müsste, wie es funktioniert, ist es John Erick Dowdle, der mit „Katakomben“ jetzt beweist, dass er nach seinem Schocker „Quarantäne“ nichts verlernt hat. IOFP hat seinen neusten Ausflug ins Horrorgenre kritisch beäugt und ist wahrlich angetan.

Scarlet und ihre Freunde wissen nicht, was sie in den Katakomben erwartet.

Scarlet und ihre Freunde wissen nicht, was sie in den Katakomben erwartet.

Nicht noch ein Found-Footage-Film

Würde man dem Wackelkamera-Klassiker „Blair Witch Project“ aus dem Jahre 1999 Böses wollen, so könnte man dem Small-Budget-Projekt der damals debütierenden Regisseure Daniel Myrick und Eduardo Sánchez vorwerfen, für einen der wohl umstrittensten Horror-Trends der vergangenen Jahrzehnte verantwortlich zu sein. Die einst nur 25.000 US-Dollar teure Produktion avancierte über Nacht zum Kulthit und versetzte Kinobesucher rund um den Globus in Angst und Schrecken. Auch einer zu der Zeit nie dagewesenen PR-Kampagne, die Stein und Bein auf die Echtheit des angeblich gefundenen Videomaterials schwor, ist es zu verdanken, dass das Genre seit Anbeginn des neuen Jahrtausends dem Found-Footage-Film gehört. Ebenjener Inszenierungen, die auf vermeintlich unverfälscht echtes Bildmaterial setzen und ihren Schrecken so aus den angeblich realistischen Ereignissen ziehen. Aus diesem Trend gingen unter anderem mehrere „Rec“-Filme, die „Paranormal Activity“-Reihe inklusive eines Ablegers und diverse Exkurse an schaurige Orte hervor. Eine allgemeingültige Anerkennung konnte sich der Found-Footage-Trend derweil nie erarbeiten. Obgleich das Subgenre mit Neil Bloomkamps „District 9“ gar eine Oscar-Nominierung vorweisen kann, bemängeln die Gegner des vorgetäuschten Amateurfilms die Strategie hinter dem Filmemachen: Die niedrigen Produktionskosten lassen die Studios, in Anbetracht der leicht zu verführenden Zielgruppe, gern einmal Projekte durchwinken, die es mit ernstem Storytelling, geschweige denn Horror nicht mehr so genau nehmen. Als umso erfreulicher erweisen sich da all jene Produktionen, die nicht des Trends wegen im Found-Footage-Stil gedreht wurden. John Erick Dowdle nimmt nach „Quarantäne“ ein weiteres Mal die Wackelkamera zur Hand und nutzt diese nicht nur in einem visuell sinnvollen, sondern sogar erzählerisch notwendigen Kontext. Sein Klaustrophobie-Schocker „Katakomben“ entpuppt sich somit als einer der besten Filme seines Genres und rückt dem „Blair Witch Project“ – der „Mutter allen Übels“ – gar gefährlich nah auf den Pelz.

Scarlet Marlowe (Perdita Weeks) ist eine erfolgreiche Archäologin und hat sich ganz auf die Entdeckung und Dechiffrierung geheimnisvoller Symbole spezialisiert. Als sie von einem unentdeckten Gang in den Katakomben von Paris hört, ist ihr Interesse geweckt. Mit einigen Freunden begibt sich Scarlet in ein unterirdisches Labyrinth aus Knochen und Felsen. Zu Beginn schlägt der Gruppe nur die Enge und Dunkelheit aufs Gemüt, doch nach und nach kommen den Entdeckern Zweifel an ihrer Mission. Immer tiefer dringen sie in ein unerforschtes Gebiet vor, das ein Geheimnis birgt, das nie hätte gelüftet werden dürfen und die Freunde mit ihren inneren Dämonen konfrontiert.

Die Knochenberge und Felsen werden zu einem undurchdringbaren Labyrinth.

Die Knochenberge und Felsen werden zu einem undurchdringbaren Labyrinth.

Klaustrophobie für Fortgeschrittene

Mit der Wahl einer Found-Footage-Inszenierung hat sich John Erick Dowdle im Falle von „Katakomben“ einen großen Gefallen getan. Nicht nur, dass es der Handkamera in ihrer unverfälschten Weise auf das Vortrefflichste gelingt, die beklemmende Enge in den Katakomben einzufangen, auch auf der Erzählebene macht es durchaus Sinn, dass Archäologen ihre Forschungen heutzutage selbst via Cam festhalten. So umgeht „Katakomben“ von Anfang an das im Genre häufig auftretende Glaubwürdigkeitsproblem und kommt entsprechend bodenständig daher. Auch die Einführung sämtlicher Charaktere nimmt für Found-Footage-Verhältnisse erstaunlich viel Platz ein. So vergeht über eine halbe Stunde, eh es die Nachwuchsforscher endlich ins unterirdische Paris verschlägt. Das Skript, verfasst vom Regisseur John Erick sowie seinem Bruder Drew Dowdle (beide schrieben unter anderem auch die Drehbücher zu „Quarantäne“ sowie „Devil – Fahrstuhl zur Hölle“), erzählt schnörkellos von den Ereignissen, bettet immer wieder geschickt Hintergrundinformationen zu den Protagonisten ein und sorgt so dafür, dass die Figuren ein ordentliches Profil enthalten, ohne dass sich der Film allzu lange an der genauen Charakterisierung aufhalten muss. Für das Publikum ergibt sich rasch ein Zugehörigkeitsgefühl; wenn der wahre Horror erst einmal losgeht, bekommt es auch der Zuschauer mit der Angst zu tun.

Dass „Katakomben“ mehr ist als ähnlich gelagerte Abenteuerschocker der Marke „The Descent“ fördert alsbald die Story zutage. Regisseur Dowdle lässt nicht etwa ein haariges Monster als Antagonisten auf die liebgewonnenen Charaktere los, sondern konfrontiert die Figuren mit ihren eigenen Kellerleichen. Elemente wie ein Klavier, ein Telefon oder ein brennendes Auto werden zu Symbolen nicht überwundener Ängste, die zwischen den Knochenbergen der französischen Unterwelt auf ihre Urheber warten. Womit es Scarlet, ihre Kollegen und letztendlich der Zuschauer hier eigentlich zu tun bekommt, umreißen die Macher nur vage. Dennoch lässt das Skript einige Schlüsse zu, die dem Publikum das Blut in den Adern gefrieren lassen. Wenn die charmante Newcomerin Perdita Weeks („The Invisible Woman“), die optisch glatt als Anne-Hathaway-Double durchgehen könnte, anhand eines Schriftzuges Parallelen zum sagenumwobenen Hölleneingang feststellt, ist dieser Ansatz ebenso einleuchtend wie die Berufung auf die zum Originaltitel „As Above So Below“ passende Hermetik-Maxime, die besagt, dass alles, was oben ist, auch unten passiert. Somit fehlt „Katakomben“ zwar ein greifbarer Antagonist, gewinnt dafür aber an philosphischem Beigeschmack und schlägt all jenen Kritikern ein Schnippchen, die das Horrorgenre selbst gern als „dumm“ abstempeln. Gerade hierdurch zeigt sich auch die Gesamtqualität der Produktion: Lange Zeit zeigte sich kein Horrorfilm mehr so ambitioniert erzählt und mitreißend. Die durchgehend herausragenden, da über alle Maße authentischen Schauspielleistungen runden diesen beachtlichen Gesamteindruck ab und unterstreichen einmal mehr die Tatsache,  dass auch augenscheinlich wenig innovative Genre-Beiträge unter der richtigen Hand ganz großes, zum Teil äußerst emotionales Qualitätskino sein können.

"Katakomben": Ab dem 28. August im Kino.

„Katakomben“: Ab dem 28. August im Kino.

John Erick Dowdle scheut keine Kosten und Mühen, um seinem Publikum den ultimativen Kick zu bescheren. Dass die Katakomben im Film keine Kulissen sind, sondern ebenjenes Schädellabyrinth unterhalb der französischen Hauptstadt, verleiht „Katakomben“ zusätzliches Flair. Obgleich sich der Streifen als weitaus intensiver entpuppt, wenn sich das Publikum auch mit dem Backround der Story befasst, kann der Horrorfilm ebenso oberflächlich unterhalten. In Gänze auf Musik verzichtend ist es vorrangig die Arbeit des französischen Kameramannes Léo Hinstin („L’amour fou“), die hier glaubwürdig die Ängste der Protagonisten einfängt und immer wieder für punktgenau platzierte, visuelle Schocks sorgt. Obsessive Gewalt sucht man in „Katakomben“ derweil vergebens. Dowdle überlässt die Brutalitäten der Vorstellungskraft des Zuschauers und schafft es somit, eine permanente Anspannung aufrechtzuerhalten, die sich erst mit Einsetzen des Abspannes entlädt. Die Prämisse erweist sich dabei als derart unvorhersehbar, dass der Ausgang bis zum Finale vollends offen bleibt – ein Ritterschlag für einen Horrorfilm des 21. Jahrhunderts.

Fazit

Mit seinem neusten Projekt ist John Erick Dowdle ein Found-Footage-Schocker der Extraklasse gelungen. „Katakomben“ treibt nicht nur den Puls des Zuschauers in die Höhe, sondern hat obendrein eine Story zu bieten, die überrascht, bewegt und so geheimnisvoll ist, dass man am liebsten selbst einmal die Unterwelt Frankreichs erkunden möchte. Wenn man sich das nach dem Genuss von „Katakomben“ denn noch traut, versteht sich…

  • Horst Schlemmer
  • 8. September 2014
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  • 08-10-2014
  • googlenewsKino

Gewinnspiel: „Annabelle“

Zum Kinostart des unheimlichen "Conjuring"-Prequels "Annabelle" verlost IOFP zwei tolle Fanpakete. Schnell die Quizfrage beantworten und einen der tollen Preise absahnen! James Wans im vergangenen Jahr an den Kinokassen immens erfolgreicher Gruselschocker „Conjuring – Die Heimsuchung“ avancierte 2013 zum Publikums- und Kritikerliebling. Dieses Kunststück gelingt nur den wenigsten Projekten. Wenn sich die Zuschauer dann sogar im Benennen der Highlights einig sind, lässt das selbst gestandene Genrekenner aufhorchen. Im Falle der atmosphärischen Schauermär lag das Hauptaugenmerk weniger auf der in sich abgeschlossenen und nicht zwingend zu einem Sequel einladenden Geschichte, sondern vorzugsweise auf einer unheimlichen Puppe, die zu der Rahmenhandlung selbst zwar wenig beizutragen hatte, als Randfigur jedoch einen unermesslichen Wert besaß. Viel Wirbel wurde um die „Annabelle“ getaufte Ausgeburt der Hölle nicht gemacht. Und doch ward ein Spin-Off geboren. Zugegeben eine sehr clevere Lösung, um den „Conjuring“-Kosmos zum Franchise auszubauen, ohne lediglich eine Fortsetzung aus dem Boden zu stampfen. Wan übergab den Regie-Stab an John R. Leonetti, der in „Conjuring“ bereits für die visuelle Gestaltung und Kameraarbeit zuständig war und 2006 zuletzt die Fortsetzung zu „The Butterfly Effect“ inszenierte. Mit „Annabelle“ verhilft der Filmemacher einer neuen Kultfigur zu ihrem längst überfälligen Spielfilm – und wird uns ab Oktober ordentlich das Fürchten lehren. John (Ward Horton) und Mia (Annabelle Wallis) könnten glücklicher nicht sein. Frisch verheiratet erwartet das Paar eine Tochter; auch das Eigenheim wächst und gedeiht. Doch das Glück der Verliebten wird in den Grundfesten erschüttert, als ein ebenso heimtückischer wie grotesker Mord an den Nachbarn das Leben des Paares für immer verändern wird. Das Haus entwickelt ein dämonisches Eigenleben, was zunächst nur Mia zu bemerken scheint. Als die beiden durch ein Feuer zum Umzug gezwungen werden, kann ihnen dieser Neuanfang nur gut tun. Doch auch im neuen Appartement hört Mia plötzlich Kindergeschrei und die Nachbarschaft scheint ihr feindlich gesinnt. Was hat bloß die gruselige Puppe namens Annabelle mit den Ereignissen zu tun, die seit der Mordnacht nicht mehr von Johns und Mias Seite weichen will? Wir verlosen zwei Fanpakete mit je zwei Freikarten und einer gruseligen Annabelle-Maske, passend zu Halloween! Ihr wollt Euch "Annabelle" auf gar keinen Fall entgehen lassen? Dann schnell folgende Frage beantwortet und die Lösung mit dem Betreff "Annabelle" an win@iofp.de geschickt. Schreibt außerdem in die Mail, ob Ihr im Falle eines Gewinns die DVD oder Blu-ray bevorzugt. Viel Glück!. Wer führte Regie bei "Annabelle"? Teilnahmebedingungen: Der Einsendeschluss ist der 19.10.2014 23:59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Pro Teilnehmer ist nur eine Mail / Einsendung gestattet. Mitarbeiter von iofp/ingame sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

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  • 27-08-2014
  • Reviews & Meinungen

Heimkino-Tipp: „Ride Along“

In Tim Storys Buddy-Cop-Komödie "Ride Along" begeben sich Rapper und Schauspieler Ice Cube und Comedian Kevin Hart auf die Spuren von Eddie Murphy. Auch wenn der Film nie auch nur ansatzweise überrascht, entpuppt sich das sympathische Duo als Urheber eines amüsanten Roadtrips mit Lachgarantie. Zum Heimkinostart des Actionstreifens hat sich IOFP die Produktion einmal genauer angesehen. Das Presseheft betitelt ihn als „nächsten Eddie Murphy“ und Kevin Harts Film „Ride Along“ erinnert wohl nicht ganz ungewollt an dessen Paraderolle des Axel Fowley in der Action-Komödie „Beverly Hills Cop“. Als gewitzter Polizist aus Detroit bestritt Murphy die dreiteilige Filmreihe nahezu im Alleingang und drückte der von ihm verkörperten Hauptfigur alsbald seinen Stempel auf. Sollte Kevin Hart den hohen Erwartungen also standhalten, erwartet das Publikum ein charismatisches Gag-Feuerwerk der Extraklasse. Nicht umsonst gilt Murphy als einer der besten Comedians seiner Generation und Kevin Hart erarbeitete sich durch seine Stand-Up-Performances eine beachtliche Fangemeinde in den USA. Dass Werbung bisweilen mehr verspricht als das beworbene Endprodukt schließlich hält, bekommt der Zuschauer jedoch schneller zu spüren als ihm lieb ist. „Ride Along“ ist zwar definitiv ein kurzweiliges Action-Vergnügen, den Vergleichen mit Martin Brests ins Leben gerufener Cop-Trilogie hält der Streifen jedoch nicht stand. Good Cop - Bad Cop Als Ben (Kevin Hart) sich ein Herz nimmt und um die Hand seiner Freundin Angela (Tika Sumpter) anhält, hat er die Rechnung ohne ihren Bruder, den rohen Detective James (Ice Cube) gemacht. Für den ist Ben gar kein geeigneter Lebenspartner, hat der angehende Polizeischüler doch nicht die größten Eier in der Hose. Um sich von dessen Ehemannqualitäten zu überzeugen, nimmt James ihn mit auf einen Ride Along. Einen ganzen Tag begibt sich das ungleiche Duo auf Streife, die schneller als erwartet im Chaos mündet. Bereits die stylische Eingangssequenz von „Ride Along“ steht stellvertretend für all das, was Tim Storys testosterongeladene Spritztour richtig, aber eben auch ziemlich falsch macht. Zum Sound belangloser Hip-Hop-Rhythmen manövrieren ebenso belanglose Typen stylisch in Szene gesetzte Nobelkarossen durch die Straßen einer x-beliebigen Stadt, irgendwo in den USA. Halbgare Stunts, die sich aufgrund ihrer Unauffälligkeit allenfalls im Hintergrund eines „The Fast and the Furious“-Teils oder des erst kürzlich gestarteten „Need for Speed“ abspielen dürften, finden nicht nur in Mega-Zeitlupe – sprich: ohne jedwede Dynamik – statt, sondern auch noch ganz dicht vor den Kameralinsen. Von Bildästhetik keine Spur. Und wer hier gut und wer böse ist, erfährt der Zuschauer ebenfalls nicht. Geschweige denn, dass sich erschließt, was besagte Eröffnungssequenz mit den Geschehnissen der nun folgenden neunzig Minuten zu tun hat. Die Story kommt in Fahrt Schnitt. Mit einem Kulissenwechsel führt Regisseur Tim Story („Fantastic Four“) sein Publikum mitten hinein in eine Ego-Shooter-Szenarie, welche die eigentliche Story einläutet. An der Konsole sitzt Ben, verkörpert von einem sympathischen Kevin Hart („Denkt wie ein Mann“), dessen Visage tatsächlich etwas an einen jungen Eddie Murphy erinnert – ohne die dazugehörigen Grimassen versteht sich. Hart, dessen Bühnenprogramm „Let Me Explain“ in den USA gar auf der großen Leinwand gezeigt wurde, versteht es, seinem tölpelhaft angelegten Charakter genug Charisma zu verleihen, damit das Publikum an dessen Fortentwicklung im weiteren Filmverlauf tatsächlich interessiert ist. An gängigen Actionkomödien-Schemata orientiert ist Ben das typische Weichei – und damit das krasse Gegenteil zum vom Rapper und Schauspieler O’Shea „Ice Cube“ Jackson verkörperten James. Nach seiner ähnlich gezeichneten Rolle in der Serienadaption „21 Jump Street“ gibt Ice Cube in „Ride Along“ einmal mehr das klischeebeladene Bild eines Rüpelcops ab; nur dass sich sein Leinwanddasein in diesem Falle auf die gesamte Laufzeit ausdehnt und nicht wie ein zu lang geratener Cameo-Auftritt daherkommt. Für diesen sorgt im Falle von „Ride Along“ ein Hollywood-Urgestein. Um dem ungeahnten Publikum die Freude hieran nicht zu nehmen, sei an dieser Stelle lediglich erwähnt, dass der Auftritt von „Mister X“ aufgrund dessen Hang zur Selbstdemaskierung zu den großen Highlights des Filmes gehört. Nachdem sich alsbald herauskristallisiert hat, wer in der übersichtlich besetzten Buddy-Cop-Comedy welche Rolle zu erfüllen hat, begibt sich das Duo auf einen aberwitzigen Streifzug durch das ihnen zugeteilte Einsatzgebiet. Die einzelnen Stationen reihen sich dabei wie ein Sketch an den nächsten. Besonders einfallsreich ist dies nicht. Zumal der die einzelnen Storybausteine zusammenhaltende Faden mehr blassrosa schimmert denn dunkelrot leuchtet. So ist ein Antagonist per se zwar existent, die Aufklärung des alle Ereignisse umspannenden Falles interessiert dabei jedoch kaum. Um die Sympathien des Publikums buhlen dagegen viel lieber die beiden Hauptdarsteller. Und auf der Ebene funktioniert „Ride Along“ dann auch endlich. Obwohl Kevin Hart und Ice Cube mit ihren schon so oft dargebrachten, gegensätzlich gezeichneten Figuren keinen Originalitätspreis gewinnen, ist die Chemie zwischen den Akteuren beachtlich. Im Gegensatz zur tonal ähnlich gelagerten Lady-Variante von „Ride Along“, Paul Feigs „Taffe Mädels“, entwickelt sich aus dem zunächst stattfindenden Konkurrenzkampf nach und nach eine ehrliche und allen voran sich schlüssig entwickelnde Chemie. Wann immer die Komödie sich auf ähnliche Pfade begibt, die auch schon Sandra Bullock und Melissa McCarthy betraten, reißen es die beiden sympathischen Darsteller mithilfe ihres natürlich rauen Charmes, wahlweise aber auch ihrer tollpatschig-bodenständigen Art wieder heraus und hauen sich die von Drehbuchautor Greg Coolidge und einem ganzen Heer weiterer Autoren geschriebenen Dialoge förmlich um die Ohren. Dabei geben sämtliche Story-Verantwortlichen wenig auf Rafinesse und Einfallsreichtum; langweilig muss dies aber noch lange nicht sein. Vor allem dann nicht, wenn Kameramann Larry Blanford („Minority Report“) seine missratene Eröffnungssequenz in der zweiten Filmhälfte vergessen macht und uns ein ebenso anschauliches wie dynamisches Finale präsentiert. Fazit „Ride Along“ ist alles andere als originell, doch die Figuren hat der Film auf seiner Seite. Aus Versatzstücken gängiger Action-Komödien zusammengebastelt, liefert Tim Story seinem Publikum kurzweiliges Action-Kino – ohne Wiedererkennungswert, dafür mit Lachgarantie. 

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  • 18-08-2014
  • Kino

Brangelina macht dicht: Drehbeginn für „By the Sea“

Am Sonntag haben auf Gozo, der zweitgrößten Insel Maltas, die Dreharbeiten für Angelina Jolies neuen Film "By the Sea" begonnen. Für die Rückkehr von Brad & Angelina als Paar in einem gemeinsamen Film wurden nicht nur ein unter Naturschutz stehender Strand gesperrt, sondern auch die Lokale im Umkreis. Seit 2005 in "Mr. & Mrs. Smith", dem Film bei dem sie sich kennen (und lieben) lernten, war Hollywoods wohl bekanntestes Paar, Brad Pitt und Angelina Jolie, nicht mehr gemeinsam im Film zu sehen. Es wird sogar gemunkelt, dass die beiden in "By the Sea" heiraten werden - allerdings nur vor der Kamera. Die echte Hochzeit des seit 2012 verlobten Paares steht noch immer aus. Erscheinen wird der Film bei Universal Pictures, deren Vorsitzende, Donna Langley, sich freut nach "Unbroken" die Zusammenarbeit mit Jolie fortsetzen zu können. Wie schon zuvor wird Angelina Jolie auch bei "By the Sea" die Rolle der Regisseurin und Produzentin übernehmen. Gedreht wird "By the Sea" auf der zu Malta gehörenden Insel Gozo. Deren am Ende einer Schlucht gelegener, malerischer Stand 'Mgarr ix-Xini', soll als Kulisse dienen. Eigentlich steht der unter Naturschutz, muss aber nun trotzdem bis zum 10. November für die Pitt/Jolie-Familie als Drehort herhalten. Auch die örtlichen Lokale und Restaurants wurden für den Drehzeitraum kurzerhand angemietet.  Für Brad Pitt wird es der dritte Dreh auf dem Inselstaat im Mittelmeer: Auf Malta wurden auch "Troja" und "World War Z" gedreht. Allerdings stehen in "By the Sea" wohl weder Speerkämpfe, noch Zombies auf dem Programm: Der Film soll ein persönliches, charakterbetontes Drama werden. "Es ist kein großer Film, es ist kein Actionfilm.", so Angelina Jolie Anfang des Jahres in einem Interview. "Es ist die Art Film, die wir lieben, aber für die wir selten gecastet werden. Es ist sehr experimentell, eher wie ein Independent-Film, bei dem wir wirklich Schauspieler zusammen sein können und richtig offen und ungezwungen Dinge ausprobieren." Brad und Angelina wieder gemeinsam vor der Kamera - mit Hochzeit! Freut Ihr Euch darauf, die beiden einmal etwas persönlicher kennenzulernen? Lasst es uns wissen!

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  • 08-06-2017
  • Reviews & Meinungen

Masterminds Review

Zach Galifianakis oder besser bekannt als der Typ mit den Drogen aus Hangover spielt die Hauptrolle in Masterminds, große Kohle, kleiner IQ. Neben Kirsten Wiig und Owen Wilson spielt er einen recht einfältigen und weniger intelligenten Geldtransportfahrer der vor allem von einem träumt, dem großen Abenteuer. Als sich der nerdige „Versager“ kurz vor seiner Ehe mit einer etwas seltsamen Frau (Kate McKinnon), in seine neue Kollegin verliebt ist es fast schon zu spät. Er rutscht mitten in einem Raub hinein in dem ER die große Hauptrolle spielt. Sicherlich wäre es für ihn einfacher gewesen sein Geld in einem Casino zu verzocken, aber er lässt sich zu einem Bankraub, bzw. zu einem Raub der Bargeldreserven, direkt aus dem Tresor seines Arbeitgebers überreden. Zwar war der Film nicht mehr auf den Cannes Filmfestspielen 2017 zu finden, aber dennoch denken wir das er es durchaus wert ist erwähnt zu werden. Die Kriminalkomödie macht einen soliden Eindruck, punktet vor allem am Anfang mit einem sehr frischen und spritzigen Humor und begeistert im verlaufe der Geschichte mit einer tollen Story und einem besser und selbstbewusster werdenden Antihelden, David Ghant. Das schöne ist das der Film, zumindest teilweise, auf einem echten Raubüberfall basiert. Teile des Filmes sind zusammen mit dem „echten“ David Ghant, der 1997 besagte Loomis Fargo Filliale überfallen hatte gedreht worden. Natürlich ist der lustige Teil im Film sicherlich kaum real, aber dennoch macht es Spaß zuzuschauen. Gerade wenn sich am Schluss herausstellt, was wirklich gelaufen ist, wird es interessant. Hier ist vielleicht ein bisschen mehr Realität in die Kinoproduktion eingeflossen, als man sich das erträumen mag. Wer weiß schon was David Ghant den Kinoproduzenten wirklich verraten hat, oder was erfunden war!? Wir werden es nie erfahren, aber den Film gesehen zu haben bringt uns vielleicht ein Stückchen näher an die Wahrheit. Wir jedenfalls waren begeistert von einer unterhaltsamen Komödie die uns auf ganzer Linie begeistern konnte und immer zum lachen oder zumindest schmunzeln animiert hat. Unserem Review liegt die DVD/Blueray Variante des Films zugrunde, die natürlich überall im Handel erhältlich ist. Leider haben wir die erste Ausstrahlung im Kino damals verpasst, es wäre sicherlich ein sehr unterhaltsamer Abend geworden. Das können wir und natürlich auch ihr, jetzt aber jederzeit nachholen.

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  • 06-06-2017
  • Archiv (nicht mehr nutzen)Reviews & Meinungen

Sinn und Zweck von Casino spielen

Selbstverständlich brauchen wir uns nicht die Frage zu stellen welchen Sinn und Zweck Casino Spiele haben. Selbstverständlich sind diese darauf ausgelegt möglichst viel Gewinn für die Betreiber eines Online Casinos abwerfen zu können. Natürlich sollen die Spieler auch mit Gewinnen gelockt werden und vor allem sollen diese auch mit der Aussicht auf große Gewinne und besonders tolle Preise gelockt werden. Wichtig ist hierbei dass viele progressive Casino Spiele wie z.b. progressive Casino Spiele bei Euro Palace durchaus ihren Sinn haben könnten. Die Frage ist immer wie zuverlässig ist ein Online Casino und vor allem was kann es wirklich leisten.   Dieser Frage wollen wir uns heute einmal widmen und haben deshalb viele Seiten von diversen Online Casinos einmal angeschaut und einen ausführlichen Review unterzogen. Hierbei ist natürlich die Frage ob ein entsprechendes Online Casino erst einmal eine gültige Lizenz hat. Diese Glücksspiellizenz muss natürlich für unseren Fall eine europäische Glücksspiellizenz sein. Nur mit einer entsprechend europäischen Glücksspiellizenz ist ein Casino auch legal. Nur ein legales Casino ist in der Lage die Gewinne auch wirklich auszuzahlen, ohne dass die Spieler fürchten müssen sich strafbar zu machen.   Haben wir also einmal überprüft ob unser Online Casino auch wirklich legal ist und wir die Gewinner auch wirklich behalten dürfen, so ist natürlich die Frage wie wahrscheinlich ist ein tatsächlicher Gewinn. Hier gibt es natürlich viele Optionen die man wählen kann und viele Bruni die uns angeboten werden, jedoch sind die meisten Bruni mehr Schein als sein. Die Frage stellt sich wie ein Bonus wirklich zustande kommt. In den meisten Fällen müssen wir ein Vielfaches der Bonus Summe wirklich verspielen und verlieren, bevor wir wirklich einen Gewinnen einsammeln können. Die Frage ob wir diesen Gewinn behalten und auch auszahlen können stellt sich natürlich meistens nicht. In den meisten Fällen sind die Boni und gewinne sowie Auszahlungen er daran gebunden dass man möglichst lange im Casino bleibt.   Oftmals sind die Auszahlungen auch an bestimmte Bedingungen gebunden. Die vor allem dafür sorgen dass wir mehr und mehr Geld investieren. Die Frage stellt sich also ob wir wirklich bereit sind lange zu Spiele unser Glück zu riskieren. Die meisten Online Casinos sind wie echte Casinos darauf ausgelegt möglichst viel Geld in möglichst kurzer Zeit zu erwirtschaften. Wie dieses Geld erwirtschaftet wird es natürlich selbstverständlich klar. Der Kunde der Spieler der hier Geld investiert ist die Einnahmequelle des Online Casinos. Natürlich soll dieser mit möglichst vielen Moni und Gewinn gelockt werden jedoch ist die Gewinnwahrscheinlichkeit selbst relativ gering.   Die Macher eines Online Casinos sind ja auch keine dummen Menschen. Diese wissen ganz genau wie man Geld macht, und vor allem wie man Geld anderen Menschen aus der Tasche zieht. Natürlich könntet ihr jetzt behaupten dass ich jemand bin der vor allem viel Geld in Online Casinos verloren hat. Dennoch darf ich euch mitteilen dass der Autor dieses Artikels selbst bisher nie um echtes Geld in einem Online Casino gespielt hat. Trotzdem bin ich selbst durch viele Artikel und Nachfragen von Lesern Freunden und Bekannten immer wieder mit diesem Thema konfrontiert und bin deshalb entsprechend firm.   Viel Zeit und sehr viele Nachforschungen haben ergeben dass vor allem Bonuszahlungen dafür sorgen sollen dass viele viele Spieler in Online Casinos anfangen zu spielen obwohl die Bruni nie ausgezahlt werden. Die Wahrscheinlichkeit dass Bonuszahlungen jemals ausgezahlt werden ist extremst gering.   Nun möchte ich euch an dieser Stelle natürlich nicht davon abhalten einmal in einem Online Casino zu spielen. Dennoch möchte ich euch ein bisschen auf den Boden der Tatsachen zurückholen und dafür sorgen dass sie vielleicht etwas kritischer hinterfragt was ein Bonus ist, was besondere Bezahlungen sind, Zahlungsmethoden hinterfragt, und vor allem die Glücksspiel Lizenzen hinterfragt. Was hier im Endeffekt aus diesen Tipps macht das bleibt selbstverständlich euch überlassen.   Wenn ihr Spaß daran habt könnt ihr gerne euer ganzes Monatseinkommen in einem Online Casino verballern das ist ganz euch überlassen. Wir wollen euch da gar nicht rein reden, dennoch möchten wir euch warnen einfach ein bisschen zur Vorsicht mahnen. Nicht jedes Online Casino ist gleich ein gutes Online Casino deshalb achtet bitte darauf dass die Glücksspiel Lizenzen wirklich existieren, dass diese echt sind, und vor allem dass die so europäisch sind.  

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  • 09-05-2017
  • Reviews & Meinungen

Die besten Filme über Casinos

Casinos sind ein aufregender und spannender Ort. Sie sind mondän und exklusiv und glamourös. Sei es online oder landbasiert – Glückspiel ist und bleibt populär. Während im echten Leben schwarzen Schafen durch Casino Rezension und Spieletest Reviews vorgebeugt wird, dreht es sich in den Casinos Filmen auch viel um Kriminalität, Leidenschaft, Spielsucht, Mord, Geldwäsche, reiche Spieler, Liebe, Spaß und Erfolg. Kein Wunder, dass die Casinos eine beliebte Kulisse für Filme aller Art bieten. Vom Gangsterfilm bis hin zur romantischen Komödie – Spielbanken haben einfach das gewisse Etwas. Die meisten Filme, die Casino zum Thema gemacht haben, waren extrem erfolgreich und sind im Gedächtnis geblieben. Einige der Filme sind aber besonders herausgestochen. Casino Royale Bei diesem Bondfilm verrät gleich der Name „Casino Royale“, worum es sich handelt.  Nachdem sich James Bond den Status als Doppelnull-Agent verdient hat, wird er auf einen besessenen Pokerspieler angesetzt. Dieser versucht im Casino Royale in Montenegro Geld für einen Terrorakt zu erspielen. Bond muss ihn in diesem Casino ausfindig machen und ihn im Poker besiegen, sodass dieser unter Druck gerät. Keine leichte Aufgabe. Die Szene am Pokerspieltisch gehört zu den spannendsten Szenen eines Bond Films überhaupt. Die knisternde Atmosphäre am Spieltisch ist regelrecht zu spüren. Zumal alle, die mitspielen, mit hohen Geldbeträgen von mehreren Millionen Euro pokern. Alleine schon, um James Bond einmal im eleganten Smoking in einem luxuriösen Casino zu sehen, ist der Film mehr als sehenswert. The Gambler Ein weiterer Film, der sich dem Thema Casino und Glückspiel widmet, ist „The Gambler“ mit Marc Wahlberg in der Hauptrolle. Er spielt darin einen spielsüchtigen Literaturprofessor, der sich nachts in dunklen, leisen Spielsälen aufhält und dort sein Geld verzockt. Kein Spielfilm hat bisher derart großartig die Verzweiflung und Zwanghaftigkeit eines Spielers dargestellt. Im Gegensatz zu anderen erfolgreichen Casinofilmen, die den glamourösen Luxus der reichen Spieler darstellen, stellt dieser Film die dunkle Seite und das Elend in einer beklemmenden und düsteren Atmosphäre dar. Der Croupier Jack Manfred ist ein Croupier für Roulette, der bei seinem Arbeitgeber und den Mitarbeitern beliebt ist. Sein Wissen führt dazu, dass ihnen an den Roulette-Tischen kaum einer das Wasser reichen kann. Irgendwann fängt Jack an, Bücher zu schreiben, weil er sich aus der Kasinowelt zurückziehen will. Aber es gelingt ihm nicht ganz, sodass er in seinen alten Beruf als Croupier zurückkehrt. Dort lernt er eine neue Kollegin, Jani, kennen, die sein Herz erobert und mit ihm eine Affäre beginnt. Sie stiftet ihn zu kriminellen Handlungen an. Das löst zwar seine Schreibblockade, führt ihn aber auch immer tiefer in den Sumpf des Verbrechens hinein.  Der Thriller gehört zu den beliebtesten Casino-Filmen aller Zeit der viel Spannung und Action verspricht. Fazit: Egal, ob Agententhriller oder Komödie, wer Casinofilme ansieht, wird rund 2 Stunden lang, pure Unterhaltung genießen können und sicherlich Lust bekommen, eine Spielbank zu besuchen oder ein Casinospiel im Internet auszuprobieren. Tisch- und Kartenspiele erfreuen sich großer Beliebtheit und sorgen in Filmen für große Spannung, Action und Drama. Die Bandbreite an Casino Filmen ist groß. Filmliebhaber und Casino-Freunde können aus vielen weiteren Casino-Movies ihren Lieblingsfilm auswählen.  

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