Heimkino-Tipp: „Irre sind männlich“

Kaum ein Genre ist so mit Vorurteilen belastet wie die deutsche Komödie. Anno Saul schickt sich mit „Irre sind männlich“ nun an, einen erneuten Angriff auf die Lachmuskeln der hiesigen Kinogänger zu starten. (Fast) ganz ohne Schweiger und Schweighöfer. Zum Heimkinostart des Films verrät IOFP, wie gut ihm dies gelingt.

Die deutsche Komödie befindet sich fest in der Hand der beiden großen SCHs. Während Til Schweiger konsequent sein Ding durchzieht und spätestens seit „KeinOhrHasen“ Filme des immer selben Stils auf die Leinwand bringt, ist Matthias Schweighöfer dabei, seinem Kollegen nach und nach den Rang abzulaufen. Auch wenn sich Letzterer in puncto Regie weiterhin beweisen muss – immerhin: „Vaterfreuden“ stellte nach „What a man“ und „Schlussmacher“ den bislang gelungensten seiner Filme – scheint der Erfolg des sympathischen Filmemachers ungebrochen. Da ist es wenig verwunderlich, dass der neuste Streifen von Anno Saul („Die Tür“)  mit einem Kurzauftritt ebenjenes Matthias Schweighöfer beginnt. Ein Schelm, wer hinter diesem genialen Schachzug knallhartes PR-Kalkül vermutet. Doch, man mag es unter dem Wust an schwachen deutschen Durchschnitts-Comedies der letzten Jahre gar nicht mehr vermuten: Eine derartige Platzierung des blonden Publikumsmagneten hätte „Irre sind männlich“ gar nicht nötig. Hinter der Psycho-Variante von „Die Hochzeitscrasher“ verbirgt sich eine der besten deutschen Komödie des laufenden Jahrzehnts.

Thomas (Milan Peschel) nutzt die Therapien, um Frauen aufzureißen.

Thomas (Milan Peschel) nutzt die Therapien, um Frauen aufzureißen.

Du musst lernen, zu nehmen!

Als Daniel (Fahri Yardim) wegen seiner krankhaften Eifersucht von Mia (Josefine Preuß) verlassen wird, legt sie ihm eine Therapie nahe. Sein bester Freund Thomas (Milan Peschel) nimmt aus Solidarität mit ihm an einer Familienaufstellung teil und entdeckt dabei einen willkommenen Nebeneffekt: Mit falschem Namen und erfundenen Problemen lassen sich von den beiden Therapietouristen reihenweise Frauen abschleppen. Auf einem Wochenendworkshop der Psycho-Koryphäe Schorsch Trautmann (Herbert Knaup) kommt die therapiesüchtige Anwältin Sylvie (Marie Bäumer) den beiden auf die Schliche. Von nun an werden die Sitzungen zur postkoitalen Belastungsprobe und das erklärte Ziel, die bekannte Schauspielerin Bernadette (Peri Baumeister) flach zu legen, rückt immer mehr in weite Ferne.

Zugegeben: Einen Originalitätspreis hat weder das Skript von Ilja Haller und Philip Voges („Wo ist Fred?“), noch die damit einhergehende Skizzierung sämtlicher Figuren verdient. Allen voran die Hauptcharaktere – der Frauenaufreißer Thomas sowie sein bodenständiger Freund Daniel – entsprechen einem Schwarz-Weiß-Schema, das üblicherweise auf eine der zig Durchschnittskomödien schließen lässt. Doch bereits an dieser Stelle hat Anno Saul die Darsteller auf seiner Seite. Fahri Yardim, Dauer-Sidekick von „Tatort“-Komissar Til Schweiger alias Nick Tschiller, ist nicht nur mit Herzblut bei der Sache, sondern genießt es sichtlich, seine Figur über die Stränge schlagen zu lassen. Gerade in den offensichtlich improvisierten Passagen sitzt Yardims komödiantisches Timing; jede einzelne Pointe wird mit Genuss zelebriert. Auch Milan Peschel scheint sich von seiner Rohrkrepierer-Performance aus „Schlussmacher“ wieder erholt zu haben. Seine Figur des Thomas lässt trotz des rebellischen Grundtons und einer gewissen Lebens-Naivität nie seine sympathischen Seiten missen. Voller Spontanität und Wortwitz ergeben Peschel und Yardim ein harmonisches Duo, von dessen Dynamik manche ihrer Kollegen nur träumen können.

"Irre sind männlich": Ab dem 30. Oktober erhältlich auf DVD, Blu-ray Disc und als Video on Demand.

„Irre sind männlich“: Ab dem 30. Oktober erhältlich auf DVD, Blu-ray Disc und als Video on Demand.

Und Deutschland kann doch Comedy

Wenn sich besagtes Duo von nun an durch die einzelnen Therapiesitzungen schläft, ist anarchischer Humor nicht weit. Zeitgleich punktet „Irre sind männlich“ mit einer beeindruckenden Ehrfurcht vor der Prämisse: Obgleich die Psychotherapien jeweils das Grundgerüst für die Handlung bilden, vor allem aber als Vorlage diverser sketchartiger Einschübe dienen, beweist der Regisseur nicht nur Fingerspitzengefühl, sondern auch einen bemerkenswerten Respekt vor der Thematik. Trotz grobschlächtigem Schenkelklopfer-Humor – etwa wenn Patienten in einer Therapiesitzung in die Rolle von Geschlechtsteilen schlüpfen müssen – stellt sich nie die Frage, ob psychologische Behandlungen in dieser Form tatsächlich von Nutzen sind. Anno Saul macht sich nicht lustig oder stellt Menschen mit psychologischem Problem per se als Idioten dar. Und trotzdem gelingen dem Filmemacher einige über alle Maße komische Szenerien. Hier beweist sich die humoristische Qualität, die „Irre sind männlich“ von der breiten Masse an 08 15-Komödien abhebt.

Die klassische Liebesgeschichte, um die auch „Irre sind männlich“ selbstverständlich nicht herumkommt, kennzeichnet sich durch einige, durchaus überraschende Wendungen. Dabei orientieren sich die Macher zwar an den Erwartungen des Publikums, allerdings nur, um diese schließlich geschickt zu unterwandern. Für eine Persiflage auf die Durchschnitts-RomCom reicht es zwar nicht ganz, doch die augenzwinkernden Einschübe versorgen den Film mit frischem Wind. Plötzlich abbrechende, zuvor dramatisch anschwellende Musik und ein Zeitraffer-Happy-End für Thomas und seine Liebste sind nur zwei Beispiele dafür, dass Anno Saul genau weiß, wie eine Romantikkomödie üblicherweise funktioniert. So gelingt es ihm geschickt, sein Publikum mit der eigenen Erwartungshaltung zu konfrontieren und sorgt so für einige zusätzliche Lacher. Da verzeiht man dem Film auch einige formelhaftere Entwicklungen: So sei das Klischee-Finale der etwas überdramatischeren Art den Figuren gegönnt.

Das Objekt Daniels Begierde: die zuckersüße Schauspielerin Bernadette (Peri Baumeister)

Das Objekt Daniels Begierde: die zuckersüße Schauspielerin Bernadette (Peri Baumeister)

Für Lacher sorgt derweil auch die weibliche Darstellerriege. Josefine Preuß („Die Hebamme“) spiegelt überspitzt „die moderne Frau von heute“ wieder, während Marie Bäumer („Der Schuh des Manitu“) – zeitweise das Beste am Film – so großartig biestig ist, dass ihr die lautesten Lacher zuteilwerden. Als psychisch angeknackste Anwältin, die mehr denn alle anderen in derartige Therapie-Gruppen passt, steht ihr das Overacting verdammt gut. Zusammen mit Milan Peschel ergibt sich eine herrliche Eigendynamik, der selbst der Regisseur zeitweise nicht ganz gewachsen scheint. Die zuckersüße Peri Baumeister („Russendisko“) geht bei so viel Temperament fast ein wenig unter. Charmant ist sie dennoch. Des Weiteren ist der selbstironische Auftritt des ehemaligen „Alarm für Cobra 11“-Mannes Tom Beck eine Erwähnung wert. Wie sich der athletische Strahlemann hier auf die Schippe nimmt, ist ganz großes Comedy-Gold.

Fazit

„Irre sind männlich“ weiß gekonnt mit den Konventionen der Durchschnitts-RomCom zu kokettieren. Zusammen mit den Darstellern ergibt sich so das Bild einer deutschen Komödie, wie es sie nur alle Jubeljahre mal zu sehen gibt.

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  • admin
  • 14. Januar 2015
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  • 21-09-2014
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Filmkritik: „Sieben verdammt lange Tage“

Innerfamiliäre Konflikte sind gern genommene Szenerien für tragikomische Filme, in denen Generationen, Moralvorstellungen und Lebenspläne aufeinander prallen. Auch Shawn Levys Versuch, einmal abseits des Hollywood-Blockbusters zu überzeugen, verlässt sich auf diese erfolgversprechende Situation. In "Sieben verdammt lange Tage" muss eine Großfamilie von Jetzt auf Gleich eine Woche lang miteinander auskommen. Wie unterhaltsam das ist, verrät IOFP. Familientreffen mit Hindernissen Anfang des Jahres begeisterte ein beeindruckend gecastetes Star-Ensemble um Meryl Streep, Julia Roberts, Benedict Cumberbatch und Ewan McGregor in der Leinwandadaption des Theaterstücks „Im August in Osage County“ als sich mehr hassende denn liebende Großfamilie, die sich im Rahmen des Todes des männlichen Oberhaupts im Haus der Witwe trifft, um dort eine gemeinsame Zeit zu verbringen. Im Rausch von Trauer und Selbsthass fördert diese gemeinsame Zeit allerhand Kellerleichen zutage. Doch gleichzeitig erweist sich ein solches, fast alltägliches Szenario als ungemein unterhaltsame Szenerie, die den Zuschauer mit seinen eigenen Ängsten, Sorgen und eventuellen Familienproblemen konfrontiert. Wo sich John Wells auf ein bitterböses Drama mit nur leicht komödiantischem Einschlag konzentrierte, versucht sich der eher auf Blockbuster spezialisierte Kanadier Shawn Levy („Nachts im Museum 1 und 2“) an einer wesentlich optimistischeren und leichtfüßigeren Variante der nahezu identischen Situation. Auch in seiner tragikomischen Familienfehde „Sieben verdammt lange Tage“ lädt die von Jane Fonda grandios verkörperte Witwe ihre Zöglinge zum gemeinsamen Umtrunk, lässt diese jedoch auf Wunsch des Verstorbenen eine ganze Woche bei sich zuhause auflaufen, um das verloren gegangene Zusammengehörigkeitsgefühl wieder aufleben zu lassen. Was wie der wenig inspirierte Versuch klingt, „Im August in Osage County“ auch der breiten Masse zugänglich machen zu wollen, erweist sich als unterhaltsame Variation eines Themas, das seit jeher ein ungeheuer unterhaltsames Charisma versprüht. So lassen sich beide Filme vielleicht aufgrund der angerissenen Thematik vergleichen, den Status des Nachahmers muss Levy angesichts seiner kreativen Variation jedoch lange nicht fürchten. Vier erwachsene Geschwister treffen sich in ihrem Elternhaus wieder, um ihren Vater zu beerdigen. Jedes ist im eigenen Leben mehr oder minder gescheitert, und jetzt müssen sie zusammen eine ganze Woche unter einem Dach verbringen – in Gesellschaft ihrer gluckenhaften Mutter, etlicher Ehe-, Ex- und Wunschpartner. Niemand kann sich hier verstecken – im Gegenteil: Es ist Zeit, die Vergangenheit und die problematischen Verwandtschaftsbeziehungen aufzuarbeiten. In diesem ebenso irrwitzigen wie emotional ergreifenden Chaos kommt endlich wieder zusammen, was zusammengehört: Solche zu Herzen gehenden, komischen und versöhnlichen Situationen können nur im Familienkreis entstehen – was letztlich selbst uns Zuschauer an den Rand des Wahnsinns treibt. Denn in der Wahrhaftigkeit all dieser Schwächen und Stärken erkennen wir auch uns selbst wieder. Ein Starcast rückt sich auf den Pelz Um noch kurz bei dem Vergleich beider Filme zu bleiben, muss wie schon bei „Im August in Osage County“ auch bei „Sieben verdammt lange Tage“ der erste Blick auf den perfekt harmonierenden Cast gelegt werden. Angeführt von Jane Fonda („The Newsroom“), da hier mehr oder weniger die Rolle einnimmt, die in „Osage“ Meryl Streep innehatte, gehören Jason Bateman („Disconnect“), Tina Fey („Muppets Most Wanted“), Rose Byrne („Bad Neighbors“) und Connie Britton („American Horror Story“) zu den bekanntesten Namen des Ensembles. Doch auch Adam Driver („Inside Llewyn Davis“), Corey Stoll („Non-Stop“), Kathryn Hahn („Das erstaunliche Leben des Walter Mitty”) und Timothy Olyphant („Justified“) integrieren sich mit ihren persönlichen Stärken und Schwächen perfekt ins Familientreffen. Dabei gelingt es dem Drehbuchautor Jonathan Tropper, der mit „Sieben verdammt lange Tage“ seine erste Arbeit an einem Langspielfilm ablegt, gekonnt, mit kleinen Gesten die Eigenheiten dieses großen, anfangs etwas unübersichtlichen Ensembles herauszuarbeiten. Dies ist keine Selbstverständlichkeit: „This Is Were I Leave You“, wie der Streifen im Original heißt, funktioniert überwiegend durch Dialoge und entwickelt mit seinem fast ausschließlichen Aufenthalt im Haus der Familie Altman nach und nach die Atmosphäre eines Kammerspiels. Obgleich jeder innerhalb der Familie sein eigenes Päckchen zu tragen hat – in der ersten Szene erwischt Batemans Figur Judd seine Ehefrau Quinn (Abigail Spencer) beim Fremdgehen, seine Schwägerin, herrlich hysterisch gespielt von Kathryn Hahn, versucht sich seit Monaten daran, mit ihrem Mann schwanger zu werden und sein jüdischer Bruder Philip (beweist ein Händchen für komödiantisches Timing: Adam Driver) leidet noch immer unter den Hänseleien seiner Brüder – gehen all diese einzelnen Konfliktherde in der Masse an angerissenen Thematiken nahezu unter. Einzig Jason Bateman, der einmal mehr hervorragend in der Rolle des bodenständigen Realisten von nebenan funktioniert, wird eine etwas tiefer gehende Analyse der Ereignisse gegönnt; Die Schicksale seiner Geschwister werden dagegen nur am Rande thematisiert. Das ist vor allem deshalb schade, weil Jonathan Tropper trotz der genauen Beobachtungsgabe für menschliche Eigenheiten lediglich zwei oder drei Charaktere aus der Erzählung hätte streichen müssen, um die Story zu straffen und so für mehr Übersicht zu sorgen. So kristallisiert sich alsbald heraus, welche Figuren dem Autor besonders am Herzen liegen und welche er den anderen zuliebe eher vernachlässigt. Mit der psychoanalytischen Tiefe, mit der „Im August in Osage County“ daherkam, kann „Sieben verdammt lange Tage“ entsprechend nicht mithalten. Schlimm ist das jedoch noch lange nicht. Während das Oscar-nominierte Drama Anfang des Jahres mit geschliffenen und vor allem ehrlichen Dialogen begeisterte, vermisste manch einer so etwas wie eine optimistische Weltsicht. Damit kann nun Shawn Levys Blick auf Familienstreitigkeiten auftrumpfen. Wo andere dem Film Oberflächlichkeit unterstellen mögen, wird sich manch anderer daran erfreuen, dass „Sieben verdammt lange Tage“ stets bestrebt ist, seine Figuren nicht dem tragischen Schicksal zu überlassen. Ohne mit taschenpsychologischen Weisheite so ernste Themen wie ungewollte Schwangerschaften abzuarbeiten, gibt sich Levy Mühe, derartigen Problempunkten die Zeit zu widmen, die sie benötigen, anschließend jedoch eine Lösung zu liefern. Dadurch entwickelt der Streifen eine mitreißende Dynamik und gefällt mit Optimismus und Schwung, beraubt sich dadurch jedoch selbstredend sämtlicher, etwaiger Oscar-Chancen.  Auch die technische Gestaltung spricht dahingehend Bände. Nicht uninspiriert, dafür überdeutlich dem Massengeschmack angepasst, kommt „Sieben verdammt lange Tage“ in einem Hollywoodfilm-typischen Hochglanzlook daher, der eindeutig die Handschrift von Terry Stacey trägt; nicht umsonst hat dieser schon mehrmals mit Vorzeigeromantiker Nicolas Sparks zusammengearbeitet. Dafür weißt besonders der Verzicht auf stereotype Radiosongs zu gefallen. Obwohl „Sieben verdammt lange Tage“ an vielen Stellen immer wieder dazu einlädt, verlässt sich Michael Giacchino („Star Trek into Darkness“) ganz auf einen verspielten, Piano-lastigen Score mit Wiedererkennungswert. Fazit „Sieben verdammt lange Tage“ gefällt als massentauglichere Variante des großartigen Dramas „Im August in Osage County“ und kommt zwar nicht mit solch einer emotionalen Durchschlagskraft daher, wie die Oscar-nominierte Theaterstückadaption, hat jedoch eine angenehmere Weltsicht und gefällt durch Optimismus und Sympathie.

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  • 11-09-2014
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DVD-Kritik: „Für immer Single?“

Frauenschwarm Zac Efron verlässt auch in seiner neuen Komödie "Für immer Single?" nicht ganz das gewohnte Terrain, doch als Macho bekam man den durch "High School Musical" bekannt gewordenen Strahlemann bislang er selten zu Gesicht. Schade, dass er diese neue Facette ausgerechnet in einer absolut durchschnittlichen Komödie unter Beweis stellen muss. Immerhin: Der Film profitiert davon. Und nicht nur von Efron, sondern auch von seinen anderen Darstellern. Woran der Streifen hingegen krankt, verrät IOFP. Als vor Monaten erste Bilder zu Tom Gormicans Debüt-Film „Für immer Single?“ im World Wide Web kursierten, sorgte eines von ihnen für ganz besonderen Wirbel: Darauf zu sehen ist ein sich in Liegestütz-Pose auf der Toilette befindender Zac Efron, der sein kleines Geschäft – weshalb auch immer – in dieser unbequemen Lage verrichtet. Schlussendlich ist dieser amüsante Gag Bestandteil einer recht konventionellen Komödie über das Suchen und Finden der Liebe. Geradeaus, direkt, vor allem aber ziemlich harmlos gewährt uns der bislang lediglich als Mit-Produzent des Comedy-Machwerks „Movie 43“ in Erscheinung getretene Tom Gormican einen Einblick hinter die verschlossenen Türen einer sympathischen Männer-WG – sozusagen die Hollywood-Antwort auf „Mann tut was Mann kann“. Doch wie schon zuletzt Marc Rothemund mit seiner Komödie bewies, ist ein solcher Stoff durch und durch von seinen Darstellern abhängig. Während „Mann tut was Mann kann“ hieran krankte, versteht es Gormican, seine vorhersehbare Handlung von einem stimmigen Ensemble vortragen zu lassen. Neben dem einstigen Teenie-Star Zac Efron („High School Musical 1-3“) geben sich unter anderem Michael B. Jordan ("Chronicle - Wozu bist du fähig?") und Miles Teller die Ehre, der sich nach seinen qualitativ fragwürdigen Auftritten in „21 & Over“ und „Project X“ endlich solider Kost zu widmen scheint. Zu blöd für die Liebe Nachdem für Mikey (Michael B. Jordan) unerwartet Schluss mit seiner Ehe ist, beschließen seine beiden besten Freunde, der draufgängerische Jason (Zac Efron) und der beziehungsscheue Daniel (Miles Teller), ihn auf andere Gedanken zu bringen. Der Plan ist so simpel wie einleuchtend: Statt Herzschmerz soll nun das Single-Dasein genossen werden. Männerfreundschaft und Partys sind ab sofort der Fokus in ihrem Leben, auf eine ernsthafte Beziehung wollen sie sich nach all den Enttäuschungen nicht mehr einlassen. Fortan nutzen sie die Freiheit der Ungebundenheit und klappern New Yorks Clubs und Bars auf der Suche nach One-Night-Stands ab. Doch bald schon lernt Jason die charmante Ellie (Imogen Poots) kennen und beginnt – ganz gegen seine Art - Gefühle für sie zu entwickeln. Als sich herausstellt, dass auch Daniel und Mikey sich in ihre Traumfrauen verguckt haben, stellt sich für die drei Freunde die Frage, wie es mit ihren jeweiligen Beziehungen weiter gehen soll, aber noch viel wichtiger: wie sie die heimliche Beziehung jeweils voreinander verstecken. Nicht nur deshalb kommt es dabei zu einer nicht enden wollenden Kette von peinlichen aber urkomischen Situationen. Bereits die Storyline kündigt an, dass hier von Überraschung oder Innovation keine Spur ist. Mehr noch: Gäbe es die Grundidee des Abschwörens auf das Beziehungsdasein nicht, böte „Für immer Single?“ allenfalls genug Stoff für eine Direct-to-DVD-Produktion. Doch dieser nette Kniff und die mutige Variation bekannter Komödien-Szenerien machen den Streifen immerhin zu einem kurzweiligen Vergnügen. So entpuppt sich nicht nur die eingangs erwähnte Pinkel-Szene als ein sich beiläufig entwickelnder Gag-Höhepunkt; auch das schon oft gesehene Faschingsparty-mit-Kostümball-verwechselt-Szenario wird in „Für immer Single?“ mit frischen Ideen angereichert. So erweist sich die zu Beginn vermutete Überraschungs-Armut alsbald als Vorurteil. In gewissen Momenten kann der Streifen besser unterhalten als man ihm zutraut. Auf den Spuren der Durchschnitts-RomCom Hierfür verantwortlich zeichnet allen voran das bisweilen improvisierte und dadurch natürlich-charmante Zusammenspiel der drei Protagonisten. Während sich Zac Efron ungewohnt in der Rolle des Machos wiederfindet, buhlen vor allem Michael B. Jordan als vom Liebeskummer geplagter Ehemann und der zurückhaltende Miles Teller um die Sympathien des Publikums. War Teller in der Vergangenheit gern in der Rolle des Draufgängers zu sehen, steht ihm die schüchterne Figur des Daniel doch wesentlich besser zu Gesicht. Imogen Potts („Drecksau“) als Ellie, das charismatische Love-Interest von Jason, ist ebenso draufgängerisch wie sanftmütig und gibt somit das vielschichtig gezeichnete Bild einer Rolle ab, die man auch wesentlich eindimensionaler – als direktes Gegenteil zum männlichen Part etwa – hätte zeichnen können. Eine Szene in welcher Ellie einen Abend in der Jungs-WG verbringt, ist von einem anarchischen Humor gezeichnet und triumphiert durch eine ungezwungene, absolut realistische Atmosphäre, wie man sie sonst eher in guten Sitcoms antrifft. Ein Beweis dafür, dass „Für immer Single?“ vor allem in den Momenten unterhält, in welchen sich nicht stur auf die totgelaufenen Erfolgsmechanismen gängiger Romcoms verlassen wird. Leider sind diese Hochphasen nur vereinzelt innerhalb des Skripts – ebenfalls von Tom Cormican verfasst – anzutreffen. Die dynamisch-schwungvollen Gag-Szenerien werden immer wieder von der eigentlichen Story ausgebremst, weshalb „Für immer Single?“ nie die Gelegenheit bekommt, sich einen fortlaufenden Rhythmus anzueignen. So versprühen die gelungenen Story-Elemente den Charme von Sketchen. Das ist schade, da der eigentliche Aufhänger der Story zudem eher sträflich vernachlässigt wird. Das Publikum ist über den Eid der drei Freunde zwar im Bilde, über einen wirklichen Grund bleibt es jedoch im Unklaren. Gerade deshalb, weil besagter Eid keinerlei Auswirkungen auf die Story hat. Die Jungs daten, wer ihnen gefällt – ohne auch nur ansatzweise einmal über ebenjenes Versprechen nachzudenken. So wird der Aufhänger von „Für immer Single?“ schnell zur Farce; mehr als ein Alibi-Handlungsstrang ist er nicht. Inszenatorisch ist „Für immer Single“ auch bei näherem Hinsehen kein Highlight. Kameramann Brandon Trost („Crank 2“) verpasst dem Film den typisch geleckten Hollywoodlook und verwässert die Geschichte zusätzlich mit den immer gleichen Großstadt-Aufnahmen aus der Vogelperspektive. Originell ist das nicht; dient dies doch einzig und allein dazu, auch den Kosmopolit unter den Kinobesuchern zufriedenzustellen. Komponist David Torn kreiert einen unauffälligen Score, verzichtet dafür dankenswerterweise auf die Verwendung schnulziger Pop-Balladen und verlässt sich nebenher wenig auf Melodramatik. Fazit „Für immer Single?“ ist in seinen Hochphasen besser als die typische Durchschnitts-Romcom. Auch die Darsteller überzeugen. Doch das unausgegorene Skript, die unauffällige Inszenierung und manch eine Entwicklung, die der Zuschauer Meilen gegen den Wind riecht, trüben das Seherlebnis.

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  • 27-08-2014
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Heimkino-Tipp: „Ride Along“

In Tim Storys Buddy-Cop-Komödie "Ride Along" begeben sich Rapper und Schauspieler Ice Cube und Comedian Kevin Hart auf die Spuren von Eddie Murphy. Auch wenn der Film nie auch nur ansatzweise überrascht, entpuppt sich das sympathische Duo als Urheber eines amüsanten Roadtrips mit Lachgarantie. Zum Heimkinostart des Actionstreifens hat sich IOFP die Produktion einmal genauer angesehen. Das Presseheft betitelt ihn als „nächsten Eddie Murphy“ und Kevin Harts Film „Ride Along“ erinnert wohl nicht ganz ungewollt an dessen Paraderolle des Axel Fowley in der Action-Komödie „Beverly Hills Cop“. Als gewitzter Polizist aus Detroit bestritt Murphy die dreiteilige Filmreihe nahezu im Alleingang und drückte der von ihm verkörperten Hauptfigur alsbald seinen Stempel auf. Sollte Kevin Hart den hohen Erwartungen also standhalten, erwartet das Publikum ein charismatisches Gag-Feuerwerk der Extraklasse. Nicht umsonst gilt Murphy als einer der besten Comedians seiner Generation und Kevin Hart erarbeitete sich durch seine Stand-Up-Performances eine beachtliche Fangemeinde in den USA. Dass Werbung bisweilen mehr verspricht als das beworbene Endprodukt schließlich hält, bekommt der Zuschauer jedoch schneller zu spüren als ihm lieb ist. „Ride Along“ ist zwar definitiv ein kurzweiliges Action-Vergnügen, den Vergleichen mit Martin Brests ins Leben gerufener Cop-Trilogie hält der Streifen jedoch nicht stand. Good Cop - Bad Cop Als Ben (Kevin Hart) sich ein Herz nimmt und um die Hand seiner Freundin Angela (Tika Sumpter) anhält, hat er die Rechnung ohne ihren Bruder, den rohen Detective James (Ice Cube) gemacht. Für den ist Ben gar kein geeigneter Lebenspartner, hat der angehende Polizeischüler doch nicht die größten Eier in der Hose. Um sich von dessen Ehemannqualitäten zu überzeugen, nimmt James ihn mit auf einen Ride Along. Einen ganzen Tag begibt sich das ungleiche Duo auf Streife, die schneller als erwartet im Chaos mündet. Bereits die stylische Eingangssequenz von „Ride Along“ steht stellvertretend für all das, was Tim Storys testosterongeladene Spritztour richtig, aber eben auch ziemlich falsch macht. Zum Sound belangloser Hip-Hop-Rhythmen manövrieren ebenso belanglose Typen stylisch in Szene gesetzte Nobelkarossen durch die Straßen einer x-beliebigen Stadt, irgendwo in den USA. Halbgare Stunts, die sich aufgrund ihrer Unauffälligkeit allenfalls im Hintergrund eines „The Fast and the Furious“-Teils oder des erst kürzlich gestarteten „Need for Speed“ abspielen dürften, finden nicht nur in Mega-Zeitlupe – sprich: ohne jedwede Dynamik – statt, sondern auch noch ganz dicht vor den Kameralinsen. Von Bildästhetik keine Spur. Und wer hier gut und wer böse ist, erfährt der Zuschauer ebenfalls nicht. Geschweige denn, dass sich erschließt, was besagte Eröffnungssequenz mit den Geschehnissen der nun folgenden neunzig Minuten zu tun hat. Die Story kommt in Fahrt Schnitt. Mit einem Kulissenwechsel führt Regisseur Tim Story („Fantastic Four“) sein Publikum mitten hinein in eine Ego-Shooter-Szenarie, welche die eigentliche Story einläutet. An der Konsole sitzt Ben, verkörpert von einem sympathischen Kevin Hart („Denkt wie ein Mann“), dessen Visage tatsächlich etwas an einen jungen Eddie Murphy erinnert – ohne die dazugehörigen Grimassen versteht sich. Hart, dessen Bühnenprogramm „Let Me Explain“ in den USA gar auf der großen Leinwand gezeigt wurde, versteht es, seinem tölpelhaft angelegten Charakter genug Charisma zu verleihen, damit das Publikum an dessen Fortentwicklung im weiteren Filmverlauf tatsächlich interessiert ist. An gängigen Actionkomödien-Schemata orientiert ist Ben das typische Weichei – und damit das krasse Gegenteil zum vom Rapper und Schauspieler O’Shea „Ice Cube“ Jackson verkörperten James. Nach seiner ähnlich gezeichneten Rolle in der Serienadaption „21 Jump Street“ gibt Ice Cube in „Ride Along“ einmal mehr das klischeebeladene Bild eines Rüpelcops ab; nur dass sich sein Leinwanddasein in diesem Falle auf die gesamte Laufzeit ausdehnt und nicht wie ein zu lang geratener Cameo-Auftritt daherkommt. Für diesen sorgt im Falle von „Ride Along“ ein Hollywood-Urgestein. Um dem ungeahnten Publikum die Freude hieran nicht zu nehmen, sei an dieser Stelle lediglich erwähnt, dass der Auftritt von „Mister X“ aufgrund dessen Hang zur Selbstdemaskierung zu den großen Highlights des Filmes gehört. Nachdem sich alsbald herauskristallisiert hat, wer in der übersichtlich besetzten Buddy-Cop-Comedy welche Rolle zu erfüllen hat, begibt sich das Duo auf einen aberwitzigen Streifzug durch das ihnen zugeteilte Einsatzgebiet. Die einzelnen Stationen reihen sich dabei wie ein Sketch an den nächsten. Besonders einfallsreich ist dies nicht. Zumal der die einzelnen Storybausteine zusammenhaltende Faden mehr blassrosa schimmert denn dunkelrot leuchtet. So ist ein Antagonist per se zwar existent, die Aufklärung des alle Ereignisse umspannenden Falles interessiert dabei jedoch kaum. Um die Sympathien des Publikums buhlen dagegen viel lieber die beiden Hauptdarsteller. Und auf der Ebene funktioniert „Ride Along“ dann auch endlich. Obwohl Kevin Hart und Ice Cube mit ihren schon so oft dargebrachten, gegensätzlich gezeichneten Figuren keinen Originalitätspreis gewinnen, ist die Chemie zwischen den Akteuren beachtlich. Im Gegensatz zur tonal ähnlich gelagerten Lady-Variante von „Ride Along“, Paul Feigs „Taffe Mädels“, entwickelt sich aus dem zunächst stattfindenden Konkurrenzkampf nach und nach eine ehrliche und allen voran sich schlüssig entwickelnde Chemie. Wann immer die Komödie sich auf ähnliche Pfade begibt, die auch schon Sandra Bullock und Melissa McCarthy betraten, reißen es die beiden sympathischen Darsteller mithilfe ihres natürlich rauen Charmes, wahlweise aber auch ihrer tollpatschig-bodenständigen Art wieder heraus und hauen sich die von Drehbuchautor Greg Coolidge und einem ganzen Heer weiterer Autoren geschriebenen Dialoge förmlich um die Ohren. Dabei geben sämtliche Story-Verantwortlichen wenig auf Rafinesse und Einfallsreichtum; langweilig muss dies aber noch lange nicht sein. Vor allem dann nicht, wenn Kameramann Larry Blanford („Minority Report“) seine missratene Eröffnungssequenz in der zweiten Filmhälfte vergessen macht und uns ein ebenso anschauliches wie dynamisches Finale präsentiert. Fazit „Ride Along“ ist alles andere als originell, doch die Figuren hat der Film auf seiner Seite. Aus Versatzstücken gängiger Action-Komödien zusammengebastelt, liefert Tim Story seinem Publikum kurzweiliges Action-Kino – ohne Wiedererkennungswert, dafür mit Lachgarantie. 

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  • 29-08-2018
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Diese Poker-Überzeugungen werden Ihnen Gänsehaut bereiten

Es gibt unzählige Geschichten und Aberglauben über Video Poker. Der Glaube an "heiße Streifen" und "Casinos, die die Spiele reparieren" ist reichlich vorhanden - aber die meisten, wenn nicht alle, sind falsch oder missverstanden. Wenn Sie nicht möchten, dass wir Ihre Blase platzen lassen, lesen Sie diesen Abschnitt nicht. Wenn Sie die Wahrheit wissen wollen, lesen Sie weiter. Der berüchtigte Random Number Generator (RNG) Der Schlüssel zum Verständnis, wie legitime, klassische Class III Video Poker Spiele funktionieren, ist das Verständnis der Rolle und Funktion eines Zufallsgenerators. Dies bezieht sich auf Spiele wie IGT's Game King und Triple-Play Poker, die Sie übrigens bei spielen können. Der RNG ist das am härtesten arbeitende Gerät, das bekannt ist, und sorgt jedes Mal für ein faires Spiel. Es liegt in seiner alleinigen Verantwortung, das Kartenspiel mit 52 Karten (oder 53 in Joker Poker) ständig zu mischen. Diese manische Aktivität geht weiter und weiter, bis Sie den "Deal" -Knopf drücken. Wenn Sie auf die Schaltfläche "Deal" klicken, zeigt das Gerät zu diesem Zeitpunkt die 5 Karten ganz oben auf dem Stapel an. Der RNG arbeitet die ganze Zeit. Vierundzwanzig Stunden am Tag. Dreihundertfünfundsechzig Tage im Jahr. Dann mischt er die restlichen 47 Karten (oder 48 in Joker Poker) weiter, bis Sie den Deal-Button drücken und die aussortierten Slots mit dem gefüllt sind, was sich zu diesem Zeitpunkt oben auf dem Deck befindet. Es ist diese streng regulierte und genau überwachte Technologie, die alle Spiele fair und mathematisch vorhersagbar macht. Es gibt kein "Muster" und keine Strategie dafür, wie es funktioniert - es wechselt einfach ständig zufällige Kartenkombinationen herum, bis Sie "Draw" und "Deal" treffen. Es ist einer der Schlüssel zum legalisierten Glücksspiel: Es versichert den Aufsichtsbehörden, dass Casinos faire Spiele anbieten und versichert Ihnen, dass Sie ein "legitimes" Spiel spielen. "Heiße" und "kalte" Maschinen Nee. Keine solche Sache. Mathematisch sowieso. Ich hatte sicherlich einen Teil meiner Sessions, bei denen ich nicht aus Liebe oder Geld vier Gleiche gewinnen konnte, aber das waren meine GEFÜHLE, nicht die tatsächlichen Abläufe der Maschine. Ich habe zu verschiedenen Zeiten geredet, geschrieen und Maschinen angefleht, aber sie hören einfach nicht besser zu als mein halbwüchsiger Sohn, wenn ich möchte, dass er sein Zimmer aufräumt. Die tatsächliche Temperatur einer Maschine wird am besten bestimmt, NACHDEM Sie mit dem Spielen aufgehört haben - wenn Sie über Ihre Session nachgedacht haben und hoffentlich weggelaufen sind oder Ihr Budgetlimit überschritten haben. Alle Video Poker Maschinen werden von einem Zufallszahlengenerator gesteuert und jede mögliche Kartenkombination kann zu jeder Zeit auftreten. Es gibt 2,6 Millionen einzigartige Video Poker Kartenkombinationen, die auftreten können. Da es so viele Kombinationen gibt, sieht man selten viele großartige Kombinationen in derselben Sitzung, aber es ist großartig, wenn man das tut. Die Maschine ist "fällig" Wie oben erklärt, gibt es so etwas leider nicht. Es fühlt sich sicher so an, als ob Sie eine miserable Pechsträhne haben, aber es ist nicht so. Es scheint noch wahrscheinlicher zu sein, dass man "fällig" ist, wenn man immer wieder drei Asse bekommt, aber dieses vierte Ass kann man nicht bekommen. Dieser RNG durchbricht alle Kombinationen und, leider, ist die einfache Wahrheit, dass es in 52 Karten mehr Verlustkombinationen gibt, als es gewinnende gibt.

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Fernsehen: Zukunft oder Vergangenheit

Eine Frage, die sich viele kluge Köpfe in der Medienbranche stellen. Wie lange wird sich das Fernsehen noch halten? Natürlich lieben wir alle die abendliche Unterhaltung. Doch die Konkurrenz wird immer stärker. Als das Fernsehen seinen Einzug in die Gesellschaft erhielt, bestand es aus einem krisseligen, kaum zu erkennenden Schwarzweißbild in einer dicken Röhre. Man nutzte es hauptsächlich, um informiert zu bleiben, genau wie das Radio. Doch die Menschheit entwickelte sich. Damit auch die Technik, mit der sich verschiedenste Dinge übertragen ließen. Bald wollte man sich nicht mehr einfach informieren. Man wollte eine gute Zeit vor der Röhre haben. Deshalb entwickelten sich verschiedenste Sender, die auch vom normalen Programm abwichen und keinen Bildungsauftrag mehr hatten, sondern sich pure Unterhaltung auf die Fahne geschrieben haben. Das war ein echter Boom für die Unterhaltungs und Werbeindustrie. Hollywood produzierte tausende Filme nach Schema X und machte Millionen Dollar mit Produktplatzierungen, Schleichwerbungen und Werbeschleifen. Mittlerweile gibt es sogar ganze Sender, welche 24/7 nur Werbung ausstrahlen. Im Jungel der Anbieter und Ausstrahlungen kann man leicht die Übersicht verlieren. Genau so wie auf den verschiedensten Online Casino Seiten die momentan angeboten werden. Wenn man sich aber im Vorraum auf novoline orientiert, kann einen dies nicht verwirren. Beim Fernsehen ist es leider anders immer mehr Produktionen versuchen so billig wie möglich das stümpfste Unterhaltungsmaterial zu schaffen. Wenn man sein Auge auf die verblödeten Konzepte verschiedenster RTL-Sendungen richtet, wird einem schnell klar, wohin das Fernsehen steuert. Es scheint sich um ein sinkendes Schiff zu handeln. Amazon Prime, Netflix, oder meinetwegen auch illegale Streaming Seiten. Sie alle Bieten besseren Service als die besten Fernsehsender und trotzdem machen sie wahrscheinlich noch mehr Geld dabei. Selbst Formate bei denen jeder mit Erfolg gerechnet hätten, wie die neue Latenight Show von Klaas Heufer Umlauf scheinen nicht wirklich zu starten. Joko Winterscheid, sein ehemaliger Co Moderator hat sogar in eine Zeitschrift anstatt in ein neues Fernsehformat investiert. Joko Winterscheids Druckerzeugnis ist die Antwort auf die Frage nach der Zukunft des Fernsehens. Wenn jemand Retro bleiben will und sich nicht den leichten Reizen von Netflix und Co hingeben will, dann holt er sich doch lieber eine Zeitschrift am Kiosk, als sich mit dem fernsehen zu beschäftigen. Die Flimmerkiste ist uncool, was für alte Leute. Genau wie Facebook. Mittlerweile muss man sogar in seiner privaten Unterhaltung auf den Style achten. Niemand redet mehr über Serien, die er irgendwann mal im Fernsehen gesehen hat, Streaming ist die Zukunft! Alle wollen alles immer haben. Das geht nur mit dem Internet. Doch wo bleibt in diesem Moment das live Spektakel. Das zusammen mit anderen gleichzeitig mitfiebern. Selbst das wird im Internet mehr gefeiert als im altbekannten Fernsehen. So Verdienen sogenannten Twitch Livestreamer Millionen von Euro durchs live Zocken.

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  • 18-05-2018
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Read Dead Redemption 2 – Was dürfen wir erwarten?

Dieses Jahr ist es endlich soweit! Der Nachfolger zum Western-Abenteuer ,,Red Dead Redemption‘‘ erwartet uns im Oktober. Für viele Gamer ist das am 26. Oktober 2018 erscheinende Western-Abenteuer „Red Dead Redemption 2“ wohl das heißerwartetste Spiel des Jahres. Kein Wunder: Der erste Teil ist ein Kracher, das Gangsterspiel „GTA V” immer noch Open-World-Referenz und Verkaufshit gleichermaßen. Wir haben nun die wichtigsten Infos zum cineastischen Blockbuster unter den Spielen für euch parat. Red Dead Redemption 2: Banden-Story, nur ein spielbarer Held „Red Dead Redemption 2” spielt zwölf Jahre vor dem ersten Teil: 1899 hat die wachsende Industrialisierung den sogenannten Wilden Westen immer mehr verdrängt, womit das Outlaw-Business kurz vor dem Aus steht. Schlecht für euch, denn ihr schlüpft im neuen Spiel in die Rolle des Gangsters Arthur Morgan und steuert auch wirklich nur diesen einen Helden. Arthur ist mit Chef Dutch van der Linde sowie seinen Kollegen Bill Williamson und John Marston (Protagonist aus dem Vorgänger) ständig auf der Flucht vor Staatsorganisationen und Kopfgeldjägern. Red Dead Redemption 2: Spielwelt, Camp, Pferd zum Lagern Die Spielwelt bietet offenbar atemberaubende Ausblicke. Die laut Co-Studio-Head Rob Nelson natürlich ,,viel größere” Spielwelt ist weitläufig und durchzogen von rauen Felsen, Flüssen, Wäldern und Eisenbahnlinien. Außerdem wird es neben der Prärie auch Sumpfgebiete und eine größere Stadt geben. In der Stadt darf dann wohl auch wieder reichlich Poker oder andere Glücksspiele gespielt werden. Und das sieht bombastisch aus, wenn man aktuellen Videos glauben Schenken darf. Damit gehört Red Dead Redemption 2 in puncto Grafik zu den technischen Top Trends 2018. Von eurem Lager aus, das im Spiel als eine Art Hub dient, seht ihr in der Ferne verschneite Berge. Ähnlich wie im Zombiesurvival-Abenteuer ,,State of Decay” müsst ihr euch im mobilen Camp um eure Truppe kümmern. Streifzüge für Geld, Lebensmittel und andere Ressourcen dienen so als Motivator für die Erkundung der Landschaft. Natürlich tut ihr das auch mit dem Pferd, welches in „Red Dead Redemption 2” weit mehr drauf hat als im Vorgänger. Der treue Gaul lagert für euch am Sattel Gegenstände wie etwa Waffen. Es gibt verschiedene Rassen, die sich nicht nur in Ausdauer und Geschwindigkeit, sondern auch der Persönlichkeit unterscheiden. Red Dead Redemption 2: Viele Tiere, Jagd-Feature In der Welt ist wie auch schon im Vorgänger viel los, so hörten wir etwa von vorbeiziehenden Schafherden, Anglern und Arbeitern, die gerade eine Ranch errichten. Noch lebendiger wird die Umgebung von „Red Dead Redemption 2” durch die große Anzahl an Tieren. Es gibt insgesamt 38 Arten, darunter Alligatoren, Enten, Füchse, Frösche, Fledermäuse, Geier, Pumas, Rehe und Wölfe. Tiere jagt ihr (etwa mit dem neuen Bogen) und verwendet sie dann mannigfaltig weiter. So verkauft ihr die brutal abgerupfte Haut von Hasen zum Beispiel beim Händler für mehr Gold. Beim Jagen pfeift ihr neuerdings, um die Aufmerksamkeit eurer Beute zu erwecken. Die Vorfreude ist groß! Wie ihr seht, existieren jetzt schon massig Infos zum Spiel und sie versprechen viel! ,,Red Dead Redemption 2‘‘ verspricht, wie sein Vorgänger, ein echtes Meisterwerk zu werden. Wir sind uns sicher, dass Rockstar Games uns alle wieder einmal vom Hocker hauen wird, denn das können sie ja schließlich am besten.

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