Filmkritik: „Drachenzähmen leicht gemacht 2“

Nach dem „Drachenzähmen leicht gemacht“ zum weltweiten Kritiker- und Publikumsliebling avancierte, erscheint mit „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ nun das lange erwartete Sequel und erzählt von den Ereignissen, die sich fünf Jahre nach Teil eins auf der Felseninsel Berk zutragen. IOFP hat ein Auge auf den Animationsstreifen geworfen und war zudem in Berlin, um ein Wörtchen mit den Synchronsprechern zu wechseln.

Er ist der wohl beliebteste Drache der Welt: Ohnezahn!

Er ist der wohl beliebteste Drache der Welt: Ohnezahn!

Hicks und Ohnezahn sind wieder da!

Bei der Oscar-Verleihung 2011 hatte nach den vielen Jahren der Pixar-Dominanz wieder einmal ein konkurrierendes CGI-Studio reelle Chancen, einen Goldjungen in der Kategorie „Bester Animationsfilm“ abzustauben. Zwar triumphierte erwartungsgemäß (und vollkommen zurecht!) das sogar als „Bester Film“ nominierte Spielzeug-Sequel „Toy Story 3“, doch der von Dreamworks Animation ins Rennen geschickte „Drachenzähmen leicht gemacht“, der nebenher auch für einen Academy Award in der Kategorie „Beste Filmmusik“ nominiert wurde, hatte nicht nur unter den Zuschauern, sondern auch bei der weltweiten Filmpresse einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nach Startschwierigkeiten – der erste Teil blieb trotz einer prompten Topplatzierung in den US-amerikanischen Kinocharts zunächst weit hinter den Erwartungen des Studios zurück – erwies sich „Drachenzähmen leicht gemacht“ als Langzeiterfolg, verblieb knapp zwei Monate an der Chartspitze und spielte weltweit rund eine halbe Milliarde Dollar ein. Hierzulande stellte der Streifen nach „Rapunzel – Neu verföhnt“ und „Ich – Einfach unverbesserlich“ den dritterfolgreichsten Animationsfilm des Jahres und lockte über eineinhalb Millionen Besucher in die Kinos. Es folgten eine TV-Serie, ein Theaterstück, Merchandising in Hülle und Fülle und nun, rund vier Jahre später, ein Sequel, auf das in einigen Jahren ein weiterer Teil folgen soll, um die von vornherein als Trilogie geplante Filmreihe abzuschließen. Der von Disney herübergewanderte Regisseur Dean DeBlois („Lilo und Stitch“) folgt damit nicht etwa dem Druck von Studio und Produzenten, sondern verwirklicht sich selbst einen Traum, den er bereits vor Kinostart des Auftaktfilms hatte. Schenkt man dem Filmemacher und Drehbuchautoren Glauben, ist „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ also kein sich dem Erfolg beugendes Produkt, sondern eine echte Herzensangelegenheit.

Fünf Jahre sind vergangen, seit sich der junge Wikingerheld Hicks (Sprecher: Daniel Axt) mit dem verletzten Drachen Ohnezahn angefreundet hat und damit das Verhalten der Bewohner von Berk den feuerspeienden Ungetümen gegenüber nachhaltig verändert hat. Inzwischen leben die Wikinger und die Drachen friedlich Seite an Seite auf jener fantastischen Insel, die sich in ein wahres Drachenparadies verwandelt hat. Doch als Hicks mit den Pflichten des Erwachsenenlebens konfrontiert wird,  schwingt er sich mit Ohnezahn in die Lüfte, um sich selbst zu finden. Worauf er sich dabei einlässt, kann er nicht ahnen, denn der machthungrige Drago hat es sich zum Ziel gesetzt, den Frieden zwischen Drachen und Wikingern zu zerstören. Nun braucht Hicks die Hilfe von Astrid (Sprecherin: Emilia Schüle), Grobian und all seinen anderen Freunden, denn einen Ort wie Berk gibt es auf der Welt kein zweites Mal…

Auf seinen Streifzügen trifft Hicks plötzlich auf eine geheimnisvolle Drachenreiterin.

Auf seinen Streifzügen trifft Hicks plötzlich auf eine geheimnisvolle Drachenreiterin.

Animationskino für Erwachsene

Dominic Raacke, der den Meisten wohl durch seine Rolle als „Tatort“-Kommissar Till Ritter bekannt sein dürfte und wie schon im ersten „Drachenzähmen“-Film die Synchronrolle des Haudrauf übernimmt, bringt die inszenatorischen Ausmaße des Sequels mit einem Satz auf den Punkt: „Wir erzählen klassischen Dramastoff im Gewand eines Animationsfilms.“, gibt der Schauspieler im Interview mit großen Gesten zu verstehen, und übertreibt damit nicht. „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ kann nicht nur mit gewaltigen Schauwerten aufwarten, sondern erzählt nebenbei eine dramaturgisch punktgenau aufgebaute und in sich stimmige Geschichte, die sich in ihrer Tiefgründigkeit stellenweise mit den Werken der unerreichten Pixar-Schmiede messen kann. Wie schon der erste Teil, der in seiner Konsequenz nicht zwingend an ein junges Publikum gerichtet war, geht auch das Sequel hart mit seinen Figuren ins Gericht und verzichtet gänzlich auf Schönmalerei. Das mag in Anbetracht weichgespülter Animationswerke der Marke „Epic“ oder „Die Croods“ zunächst fast befremdlich wirken, doch vor der rauen Kulisse der Felseninsel Berk passt ein derartiger Tonfall wie die Faust aufs Auge. Vor den steilen Klippen und der gefährlichen Brandung kämen Geschichten, die in jeder Hinsicht auf Happy Ends zusteuern, nicht unbedingt glaubhaft daher. So verspielt „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ zwar ganz bewusst seinen Status als alle Altersklassen ansprechendes Animationsabenteuer, doch umso treuer zeigte sich in den vergangenen Jahren die Zielgruppe. Ausgenommen diverser Disney/Pixar-Werke ist das „Drachenzähmen“-Franchise das mit den kreativsten Liebhabern gesegnete. Fan-Videos, Fan-Geschichten und Zeichnungen erreichen den Filmemacher eigenen Angaben zufolge Tag für Tag.

Trotz des erzählerischen Triumphs aufgrund einiger sehr stark aufgebauten sowie inszenierten Story-Twists muss sich „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ jedoch auch eingestehen, dass der Film entgegen seiner übersichtlichen Laufzeit von 102 Minuten einige Längen besitzt, die so in der Form leicht zu umgehen gewesen wären. Neben sehr intensiven Drama-Szenen, die bemerkenswert offen und erwachsen geraten sind, wirken die dynamischen Flug- und Kampfszenerien teilweise grobmotorisch, das Tempo durcheinander bringend und der ernsten Story nicht immer würdig. Auch, wenn es der Film plotbedingt verlangt, wünscht man sich anstatt mehrerer spektakulärer Schlachten und Flugrennen immer wieder ruhigere Töne herbei. Auch die minimalistische Animation der Drachen wirkt vor dem gesetzten Hintergrund ab und an fehl am Platz. Dies tut dem Spaß am Abenteuer zwar keinen Abbruch und gerade die jüngeren Kinogänger haben in den temporeichen und vor allem in 3D betörenden Sequenzen viel zu Staunen, trotz dessen kann „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ sein Potenzial nicht in Gänze ausschöpfen. Zum dritten Teil besteht entsprechend Luft nach oben.

"Drachenzähmen leicht gemacht 2": Ab dem 24. Juli im Kino - auch in 3D!

„Drachenzähmen leicht gemacht 2“: Ab dem 24. Juli im Kino – auch in 3D!

Dies kann man von den Sprechern nicht behaupten. Die zum ersten Teil nahezu identischen Schauspieler geben auch im Sequel einmal mehr ihr Bestes und erhalten obendrein prominenten Zuwachs. Die ihre Takes barfuß einsprechende Martina Hill ist in „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ zum ersten Mal in einer sehr ernsten Synchronrolle zu sehen und zeigte sich im Interview Feuer und Flamme für das Projekt. „Ich liebe den ersten Teil und freue mich total, dass ich jetzt beim zweiten dabei sein darf, der mir sogar fast noch besser gefällt.“, gibt die durch die Sketch-Comedy „Switch reloaded“ bekannt gewordene Schauspielerin zu, die in „Ich – Einfach unverbesserlich 2“ sowie „Cars 2“ zuletzt eher in exzentrischeren Rollen zu hören war. Mit ihrer neusten Arbeit unterstreicht Hill ihren Status als ernstzunehmende Synchronsprecherin abseits der Komödien-Schiene und sorgt mit dafür, dass die Szenen zwischen ihrer Figur und Haudrauf besonders mitfühlend geraten; beide Charaktere verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, die sie in einem liebevoll-herzzerreißenden Duett Revue passieren lassen. Ein emotionales Highlight des Films! Daniel Axt und Emilia Schüle (beide gemeinsam auch in „Rock it!“ zu sehen) gelingt es perfekt, sich aufgrund der fünf vergangenen Jahre in seelisch gereiftere Fassungen ihrer Figuren hineinzuversetzen und verleihen ihren Charakteren somit die notwendige Authentizität.

Fazit

„Drachenzähmen leicht gemacht 2“ unterstreicht seinen Eindruck, zu den erwachsensten Animationsfilm-Franchises zu gehören und setzt die reife Erzählweise fort. Der minimalistischen Animation zum Trotz schafft Dreamworks Animation ein faszinierendes Trickspektakel, das in 3D besonders zur Geltung kommt, und das einmal mehr beweist: Nur Fliegen ist schöner!

  • admin
  • 21. Juli 2014
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  • 15-01-2015
  • Reviews & Meinungen

Heimkino-Tipp: „Free Birds – Esst uns an einem anderen Tag“

In der frech-charmanten Animationskomödie "Free Birds – Esst uns an einem anderen Tag!" holen die Thanksgiving-Truthähne zum Gegenschlag aus! Nun ist der kunterbunte Streifen auch endlich fürs Heimkino zu haben - IOFP.de hat genauer hingeschaut! Frech, charmant - und unheimlich komisch! Truthahn Reggie hat es schon immer gewusst. Er und seine Freunde picken nicht zum Vergnügen tagein, tagaus Körner. Sie alle haben nur eine Bestimmung: Der leckerste Festtagsbraten zum Thanksgiving-Fest zu werden. Wegen so viel Schwarzseherei wird Reggie eines Tages von seinem Hof verstoßen und in alljährlicher Tradition prompt vom US-Präsidenten begnadigt. Von nun an fristet Reggie sein Dasein in Camp David, stopft sich den Bauch mit Pizza voll und schaut den lieben langen Tag Soaps im Fernsehen. Das Schicksal seiner Artgenossen schlägt ihm dabei nicht aufs Gefieder, bis er Jake von der Truthahn-Befreiungs-Front trifft. Der entführt Reggie und hat einen Plan: Mithilfe einer Zeitmaschine sollen beide in die Vergangenheit reisen, um zu verhindern, dass "Truthahn" an Thanksgiving jemals auf dem Speiseplan steht. Wer "Free Birds" nicht lustig findet, der muss wohl einen Vogel haben! Das dynamisch-spritzige Trick-Abenteuer von Gag-Spezialist Jimmy Hayward ("Horton hört ein Hu!") bietet kunterbunten Spaß für die ganze Familie. Liebevolle Charaktere und eine herzerwärmende Geschichte werden mit tollen Actionsequenzen und viel Humor aufgepeppt. Detailgetreue Animationen und ein hohes Tempo machen "Free Birds" zu einem rasanten Spaß für Groß und Klein. Die Stimmen kennt man doch...!? In der deutschen Fassung ist "Free Birds – Esst uns an einem anderen Tag" zudem mit tollen Sprechern bestückt. Neben den ehemaligen "Bullyparade"-Stars Christian Tramitz und Rick Kavanian sind unter anderem auch Nora Tschirner ("Keinohrhasen"), Thomas Fritsch ("Der Wixxer") und Oliver Kalkofe ("Kalkofes Mattscheibe") als Zeitmaschine S.T.E.V.E. zu hören. Überraschend gelungen: "Free Birds - Esst uns an einem anderen Tag" kann die Kleinen mit viel Slapstick und Wortwitz begeistern! Die erwachsenen Filmliebhaber können sich an der tollen Sprecherbesetzung erfreuen. Darüber hinaus gestaltet sich der Film mit seinen vielen Anspielungen mutig und ist dadurch mehr als sehenswert! Erst recht dann, wenn man die glattgebügelten Pixar-Welten langsam aber sicher satt hat!

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  • 21-08-2014
  • KinoReviews

Heimkino-Tipp: „The LEGO Movie“

Ein Film aus Bauklötzen? Ist das nicht total retro? Und wie! Und genau deshalb ist "The LEGO Movie" ein solches Erlebnis! Zum Heimkino-Start hat IOFP den kunterbunten Animationsspaß aus dem Hause Warner Bros. Animation für Euch gesehen und ist hellauf begeistert. Die Konkurrenz im seit Jahren tobenden Kampf um den Titel „erfolgreichstes Animationsstudio der Welt“ hat ab dieser Woche einen neuen Kandidaten hinzugewonnen. Während Pixar qualitativ nach wie vor das Maß aller Dinge ist und Walt Disney mit "Die Eiskönigin – Völlig unverfroren" derzeit den meistgesehenen Vertreter stellt, nehmen vor allem Illumination ("Ich – Einfach unverbesserlich 1 und 2") sowie die für "Ice Age" und "Rio" verantwortlichen Blue Sky Studios merklich die Verfolgung auf. Und selbstredend wird auch Dreamworks Animation weiterhin mitmischen; bereits im Sommer dieses Jahres erscheint der zweite Teil der hochgelobten "Drachenzähmen leicht gemacht"-Reihe. Um die Animationsschmiede Warner Bros. Animation entbrannte nie der Hype, der seinen Mitbewerbern vergönnt war. Zu den einzigen großen Hits von WBA gehörten bislang hauptsächlich "Space Jam" und "Looney Tunes: Back in Action" – letzterer liegt mittlerweile 11 Jahre zurück. So sah sich Warners Animation-Factory lieber in der Gestaltung bekannter Serien und ließ das Spielfilm-Segment über ein Jahrzehnt fast beiseite. Um sich mit "The LEGO Movie" in diesem Jahr mit einem Knall zurückzumelden. In den USA hielt sich das dreidimensionale Filmerlebnis wochenlang auf Platz eins der Kinocharts und spielte bei einem Budget von rund 60 Millionen US-Dollar fast das Siebenfache wieder ein – bislang. Die Einnahmen aus dem Merchandising und der DVD-Auswertung stehen noch aus. Der Erfolg der kleinen Steinchen Verwunderlich ist dieser Erfolg keineswegs. Seit der Firmengründung 1932 gehören die Sets und Bausteine des dänischen Konzerns LEGO zu den meistverkauften Spielwaren weltweit. Als Kind mündete die Entscheidung „Lego oder Playmobil?“ rasch in einen Gewissenskonflikt – und hielt schließlich ein Leben lang. Auch die mit viel Fanliebe selbst gedrehten Videos, bei Youtube derzeit rund 10.000.000 an der Zahl, erfreuen sich vor allem bei der älteren Generation einer immensen Beliebtheit. Sich dessen bewusst, kreierten die Regisseure von "The LEGO Movie", Phil Lord und Chris Miller ("22 Jump Street") eine dem Geschmack des LEGO-Fandoms entsprechende Welt, in der die Fantasie keine Grenzen kennt. Zu 100 Prozent aus (virtuellen) Legosteinen gebaut und mit seiner perfekt aufeinander abgestimmten Mischung aus Stop-Motion- und CGI-Technik lassen die Filmemacher den Traum eines jeden LEGO-Nerds wahr werden: "The LEGO Movie" sieht aus wie von Hand gebaut und live bespielt. Emmet (gesprochen von Patrick Schröder) ist ein ganz normaler, völlig durchschnittlicher Typ, der stets all die Regeln befolgt, die ihm der regierende Lord Business vorgibt. Durch ein Missverständnis hält ihn die rebellische Lucy alias Wyldstyle (gesprochen von Claudie Urbschat-Mingues) für „den Besonderen“ – einen außergewöhnlichen Helden, der als Einziger die Welt retten kann. Begleitet von einer Gruppe von Fremden, startet Emmet eine gewaltige Mission: Wird er es rechtzeitig schaffen, dem über alles herrschenden Tyrann Lord Business das Handwerk zu legen und die Welt vor ihrem immerwährenden Stillstand zu bewahren? Prominente LEGO-Fans In einem unterscheiden sich die US-amerikanische Fassung von der, die hierzulande in den Kinos gezeigt wird: die Promidichte unter den Synchronsprechern aus Übersee ist enorm. So kann "The LEGO Movie" in den USA im Gegensatz zu Deutschland zwar nicht mit dem Original Batman-Sprecher aufwarten (David Nathan ist in seiner Paraderolle einmal mehr hervorragend aufgelegt), doch mit Jonah Hill, Channing Tatum, Colbie Smulders, Elizabeth Banks, Morgan Freeman, Liam Neeson und Will Farrell als Oberschurke Lord Business ist das kunterbunte Baustein-Abenteuer ein einziges Schaulaufen von Hollywoods A-Riege. Auf deutschem Boden wird man jedoch nicht etwa mit einer schnöden Mittelklasse-Synchronisation abgespeist. Zwar ist selbst David Nathan allenfalls dem durchschnittlichen Synchro-interessierten Zuschauer ein Begriff; trotz ihres nicht vorhandenen Promi-Status machen sämtliche am deutschen Voice-Over beteiligten Sprecher einen großartigen Job. Patrick Schröder (u. A. Michael Sheen, John White) verleiht seinem Emmet, dem Paradebeispiel eines unauffälligen Durchschnittstypen, die perfekte Mischung aus Skepsis und Abenteuerlust, während Claudia Urbschat-Mingues (u. A. Jada Pinkett Smith und Jennifer Connelly) mit ihrer Stimme ordentlich rebellisch sein darf. Vor allem durch das Weglassen modern gewordener Promi-Sprecher bleibt der Fokus auf den Figuren selbst. Da braucht es keinen Manuel Neuer, keinen Boris Becker oder Roberto Blanco. Visuell spielt "The LEGO Movie" offenkundig in einer gänzlich anderen Liga als "Die Monster Uni" und Co. Nachdem das Animationsstudio Laika Animations 2012 mit "ParaNorman" die Stop-Motion-Technik wiedererweckte und Disney ein Jahr später mit "Frankenweenie" nachzog, bauen nun auch Phil Lord und Chris Miller auf den Retro-Look. Im Stile der eingangs erwähnten LEGO-Fanvideos lassen die Animatoren der australischen Firma Animal Logic (erweckten bereits "Happy Feet" und "Die Legende der Wächter" zum Leben) ihre LEGO-Männchen so über die Leinwand jagen, als hätte man diese Bild für Bild montiert. Dass der Film eigentlich aus dem Computer stammt, ist für das durchschnittliche Auge nur dann zu erkennen, wenn das Staunen über die komplexe Arbeit Überhand nimmt. Kurzum: Irgendwann muss einfach die digitale Technik nachgeholfen haben. Dieser ganz besondere Look Den über alle Maße beeindruckenden Bildern tut das Zurückgreifen auf computergenerierte Effekte jedoch keinen Abbruch: Die Welten, in die uns "The LEGO Movie" in seiner perfekt ausgenutzten Laufzeit von rund 100 Minuten entführt, sind von solch einem Detailreichtum, dass vor allem den LEGO-Konstrukteuren unter den Kinogängern der Mund offen stehen bleibt. Eines der Highlights bildet ein (selbstverständlich) ausschließlich aus LEGO-Steinen gebautes Meer; die unterschiedlichen Blau-Töne und sogar die einzelnen Schaumkronen, die sich wellenförmig ausbreiten, lassen in einem bisweilen den Wunsch aufkommen, mit solch einer Kreativität gesegnet zu sein, wie es augenscheinlich die verantwortlichen Animations-Designer sind. Perfekt gleichen sich atemberaubende Kulissen, die an fertige Bausets erinnern, mit denen aus, die auf den ersten Blick wahllos zusammengesetzt wurden. Doch der Schein trügt: Im hier erschaffenen Filmuniversum hat jeder Baustein seinen Sinn. Anders als in den USA kritisiert ist "The LEGO Movie" nicht die erwartete Selbstbeweihräucherung oder gar der raffinierte Werbe-Schachzug seitens des dänischen Spielekonzerns. Der Film ist eine Ode an die Kreativität. Nicht umsonst sorgt das Wort „Anleitung“ unter unseren gelben LEGO-Freunden im Film regelmäßig für Angst und Schrecken. "The LEGO Movie" lässt Themenwelten verschwimmen und überlässt es schlussendlich dem Zuschauer, seine ganz eigene LEGO-Welt zu kreieren. So kommt es auch, dass der Film sich nicht explizit an eine Altersgruppe richtet. Erst recht nicht an die augenscheinlich anvisierte der Unter-12-jährigen. Vor allem auf der Humor-Ebene ist "The LEGO Movie" erstaunlich erwachsen. Meta-Humor und solcher, der ein gewisses popkulturelles Vorwissen erfordert, sorgen ganz sicher nicht für Kinderlachen. Doch dies ist kaum von Bewandtnis; sind die Jüngeren unter den Zuschauern doch viel zu sehr damit beschäftigt, über wohldosierten Slapstick zu lachen und die faszinierenden Welten zu bestaunen. Fazit "The LEGO Movie" erweist sich als klarer Anwärter auf den Titel „Bester Animationsfilm 2014“. Um es mit den Worten von Emmet zu sagen: Hier ist alles super!

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  • 21-08-2014
  • KinoSpecials

Gewinnspiel: The LEGO-Movie

In "The LEGO-Movie" wird der eigentlich ganz normale Emmet zu einem großen Helden. IOFP verlost zum Heimkino-Start am 21. August die Blu-ray zum Film, eine tolle Emmet-LEGO-Figur und drei Fanshirts. Macht mit und sichert Euch die tollen Preise! Von den Machern von "22 Jump Street" und "Wolkig mit Aussucht auf Fleischbällchen 1 und 2" kommt mit "The LEGO Movie" der nächste große Hit von Phil Lord und Chris Miller. Mit ihrer Vermählung von Brick- und Animationsfilm ist den beiden Regisseurin ein herrlich buntes Abenteuer für Groß und Klein gelungen, das in den USA zu den erfolgreichsten Filmen 2014 gehört und hierzulande über 1,2 Millionen Zuschauer begeisterte. Und darum geht's: Emmet (gesprochen von Patrick Schröder) ist ein ganz normaler, völlig durchschnittlicher Typ, der stets all die Regeln befolgt, die ihm der regierende Lord Business vorgibt. Durch ein Missverständnis hält ihn die rebellische Lucy alias Wyldstyle (gesprochen von Claudie Urbschat-Mingues) für „den Besonderen“ – einen außergewöhnlichen Helden, der als Einziger die Welt retten kann. Begleitet von einer Gruppe von Fremden, startet Emmet eine gewaltige Mission: Wird er es rechtzeitig schaffen, dem über alles herrschenden Tyrann Lord Business das Handwerk zu legen und die Welt vor ihrem immerwährenden Stillstand zu bewahren? Wir verlosen drei T-Shirts, eine LEGO-Figur von Emmet und eine Blu-ray zum Film! Ihr wollt Euch "The LEGO Movie" auf gar keinen Fall entgehen lassen und Euch obendrein tolle Gimmicks sichern? Dann schnell folgende Frage beantwortet und die Lösung mit dem Betreff "LEGO" an win@iofp.de geschickt. Viel Glück!. Wie heißt der böse Schurke in "The LEGO Movie"? Teilnahmebedingungen: Der Einsendeschluss ist der 07.09.2014 23:59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Pro Teilnehmer ist nur eine Mail / Einsendung gestattet. Mitarbeiter von ingame sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

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  • 05-03-2019
  • Archiv (nicht mehr nutzen)Reviews & Meinungen

Fifa Ultimate Team – Trading kurz erklärt

Was ist Trading? Das ist die Frage, die sich viele neue Ultimate Team-Spieler fragen, wenn sie noch nicht lange dabei sind. Um es ganz einfach zu erklären: Beim Trading ( oder auf Deutsch „handeln“) versucht ihr im Falle von Fifa, Spieler günstig zu erwerben und gewinnbringend zu verkaufen. An sich klingt das ganz einfach, jedoch muss man gewisse Strategien nutzen oder sich neue ausdenken.   Beispiel: Eine Taktik wäre es zum Beispiel, Events zum eigenen Vorteil zu nutzen. So gibt es jeden Monat eine neue Squad Building Challenge, in welcher immer ein neuer Spieler thematisiert wird, der aktuell sehr gut in Form ist. Diese Methode erfordert auch etwas Glück, denn ihr müsst voraussagen, welcher Spieler es sein wird. Erwerbt ihr nun die normale Karte von ihm im Voraus, könnt ihr diese zum Event Beginn mit bis zu zehnfachem Gewinn verkaufen. Dies liegt einfach daran, dass er gebraucht wird, um die SBC zu vollenden und die Nachfrage aufgrund dessen rapide steigt.   Konventionelle Methoden Dann gibt es natürlich auch einfachere Methoden, wie zum Beispiel das „Fluten“. Dabei kauft ihr einen Spieler mit einem Wert von ca. 800 Coins 10-20 Mal und stellt ihn dann erneut rein für 1500. Durch diese „Flut“, die dann entsteht, finden suchende Spieler diesen mehrfach für den Preis von 1500 Münzen. Die Chance steht nun hoch, dass sie ihn erwerben. So entsteht pro Welle ein Absatz von 3-5 Spielern, die euch 2100-3500 Münzen Gewinn in die Kasse spülen. Diese könnt ihr dann immer nachkaufen und so mit eurem Spieler-Arsenal den Markt bereichern. Oder Ihr schaut auch mal bei Casino Deutschland vorbei. Natürlich könnt ihr auch einfach versuchen, morgens auf Spieler zu bieten. Da dort viel weniger Spieler als Abends online sind, könnt ihr auch dort ein paar Schnäppchen machen und diese gewinnbringend verkaufen.   Startkapital Damit ihr aber zu Beginn auch schon ein paar Münzen habt, müsst ihr natürlich ein Startkapital mitbringen. Dies sollte mindestens 20.000 betragen, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Wollt ihr euch den Startbetrag nicht mühsam erspielen, könnt ihr auch bei Startselect vorbeischauen. Dort könnt ihr PSN Guthaben für faire Preise erhalten und so schnell und bequem eure Fifa Points aufladen. Außerdem gibt es dort ebenfalls so manches Schnäppchen, wie aktuell das Google Play Guthaben Promo Angebot.

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Diese Poker-Überzeugungen werden Ihnen Gänsehaut bereiten

Es gibt unzählige Geschichten und Aberglauben über Video Poker. Der Glaube an "heiße Streifen" und "Casinos, die die Spiele reparieren" ist reichlich vorhanden - aber die meisten, wenn nicht alle, sind falsch oder missverstanden. Wenn Sie nicht möchten, dass wir Ihre Blase platzen lassen, lesen Sie diesen Abschnitt nicht. Wenn Sie die Wahrheit wissen wollen, lesen Sie weiter. Der berüchtigte Random Number Generator (RNG) Der Schlüssel zum Verständnis, wie legitime, klassische Class III Video Poker Spiele funktionieren, ist das Verständnis der Rolle und Funktion eines Zufallsgenerators. Dies bezieht sich auf Spiele wie IGT's Game King und Triple-Play Poker, die Sie übrigens bei spielen können. Der RNG ist das am härtesten arbeitende Gerät, das bekannt ist, und sorgt jedes Mal für ein faires Spiel. Es liegt in seiner alleinigen Verantwortung, das Kartenspiel mit 52 Karten (oder 53 in Joker Poker) ständig zu mischen. Diese manische Aktivität geht weiter und weiter, bis Sie den "Deal" -Knopf drücken. Wenn Sie auf die Schaltfläche "Deal" klicken, zeigt das Gerät zu diesem Zeitpunkt die 5 Karten ganz oben auf dem Stapel an. Der RNG arbeitet die ganze Zeit. Vierundzwanzig Stunden am Tag. Dreihundertfünfundsechzig Tage im Jahr. Dann mischt er die restlichen 47 Karten (oder 48 in Joker Poker) weiter, bis Sie den Deal-Button drücken und die aussortierten Slots mit dem gefüllt sind, was sich zu diesem Zeitpunkt oben auf dem Deck befindet. Es ist diese streng regulierte und genau überwachte Technologie, die alle Spiele fair und mathematisch vorhersagbar macht. Es gibt kein "Muster" und keine Strategie dafür, wie es funktioniert - es wechselt einfach ständig zufällige Kartenkombinationen herum, bis Sie "Draw" und "Deal" treffen. Es ist einer der Schlüssel zum legalisierten Glücksspiel: Es versichert den Aufsichtsbehörden, dass Casinos faire Spiele anbieten und versichert Ihnen, dass Sie ein "legitimes" Spiel spielen. "Heiße" und "kalte" Maschinen Nee. Keine solche Sache. Mathematisch sowieso. Ich hatte sicherlich einen Teil meiner Sessions, bei denen ich nicht aus Liebe oder Geld vier Gleiche gewinnen konnte, aber das waren meine GEFÜHLE, nicht die tatsächlichen Abläufe der Maschine. Ich habe zu verschiedenen Zeiten geredet, geschrieen und Maschinen angefleht, aber sie hören einfach nicht besser zu als mein halbwüchsiger Sohn, wenn ich möchte, dass er sein Zimmer aufräumt. Die tatsächliche Temperatur einer Maschine wird am besten bestimmt, NACHDEM Sie mit dem Spielen aufgehört haben - wenn Sie über Ihre Session nachgedacht haben und hoffentlich weggelaufen sind oder Ihr Budgetlimit überschritten haben. Alle Video Poker Maschinen werden von einem Zufallszahlengenerator gesteuert und jede mögliche Kartenkombination kann zu jeder Zeit auftreten. Es gibt 2,6 Millionen einzigartige Video Poker Kartenkombinationen, die auftreten können. Da es so viele Kombinationen gibt, sieht man selten viele großartige Kombinationen in derselben Sitzung, aber es ist großartig, wenn man das tut. Die Maschine ist "fällig" Wie oben erklärt, gibt es so etwas leider nicht. Es fühlt sich sicher so an, als ob Sie eine miserable Pechsträhne haben, aber es ist nicht so. Es scheint noch wahrscheinlicher zu sein, dass man "fällig" ist, wenn man immer wieder drei Asse bekommt, aber dieses vierte Ass kann man nicht bekommen. Dieser RNG durchbricht alle Kombinationen und, leider, ist die einfache Wahrheit, dass es in 52 Karten mehr Verlustkombinationen gibt, als es gewinnende gibt.

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  • 22-05-2018
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Fernsehen: Zukunft oder Vergangenheit

Eine Frage, die sich viele kluge Köpfe in der Medienbranche stellen. Wie lange wird sich das Fernsehen noch halten? Natürlich lieben wir alle die abendliche Unterhaltung. Doch die Konkurrenz wird immer stärker. Als das Fernsehen seinen Einzug in die Gesellschaft erhielt, bestand es aus einem krisseligen, kaum zu erkennenden Schwarzweißbild in einer dicken Röhre. Man nutzte es hauptsächlich, um informiert zu bleiben, genau wie das Radio. Doch die Menschheit entwickelte sich. Damit auch die Technik, mit der sich verschiedenste Dinge übertragen ließen. Bald wollte man sich nicht mehr einfach informieren. Man wollte eine gute Zeit vor der Röhre haben. Deshalb entwickelten sich verschiedenste Sender, die auch vom normalen Programm abwichen und keinen Bildungsauftrag mehr hatten, sondern sich pure Unterhaltung auf die Fahne geschrieben haben. Das war ein echter Boom für die Unterhaltungs und Werbeindustrie. Hollywood produzierte tausende Filme nach Schema X und machte Millionen Dollar mit Produktplatzierungen, Schleichwerbungen und Werbeschleifen. Mittlerweile gibt es sogar ganze Sender, welche 24/7 nur Werbung ausstrahlen. Im Jungel der Anbieter und Ausstrahlungen kann man leicht die Übersicht verlieren. Genau so wie auf den verschiedensten Online Casino Seiten die momentan angeboten werden. Wenn man sich aber im Vorraum auf novoline orientiert, kann einen dies nicht verwirren. Beim Fernsehen ist es leider anders immer mehr Produktionen versuchen so billig wie möglich das stümpfste Unterhaltungsmaterial zu schaffen. Wenn man sein Auge auf die verblödeten Konzepte verschiedenster RTL-Sendungen richtet, wird einem schnell klar, wohin das Fernsehen steuert. Es scheint sich um ein sinkendes Schiff zu handeln. Amazon Prime, Netflix, oder meinetwegen auch illegale Streaming Seiten. Sie alle Bieten besseren Service als die besten Fernsehsender und trotzdem machen sie wahrscheinlich noch mehr Geld dabei. Selbst Formate bei denen jeder mit Erfolg gerechnet hätten, wie die neue Latenight Show von Klaas Heufer Umlauf scheinen nicht wirklich zu starten. Joko Winterscheid, sein ehemaliger Co Moderator hat sogar in eine Zeitschrift anstatt in ein neues Fernsehformat investiert. Joko Winterscheids Druckerzeugnis ist die Antwort auf die Frage nach der Zukunft des Fernsehens. Wenn jemand Retro bleiben will und sich nicht den leichten Reizen von Netflix und Co hingeben will, dann holt er sich doch lieber eine Zeitschrift am Kiosk, als sich mit dem fernsehen zu beschäftigen. Die Flimmerkiste ist uncool, was für alte Leute. Genau wie Facebook. Mittlerweile muss man sogar in seiner privaten Unterhaltung auf den Style achten. Niemand redet mehr über Serien, die er irgendwann mal im Fernsehen gesehen hat, Streaming ist die Zukunft! Alle wollen alles immer haben. Das geht nur mit dem Internet. Doch wo bleibt in diesem Moment das live Spektakel. Das zusammen mit anderen gleichzeitig mitfiebern. Selbst das wird im Internet mehr gefeiert als im altbekannten Fernsehen. So Verdienen sogenannten Twitch Livestreamer Millionen von Euro durchs live Zocken.

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