Filmkritik: „22 Jump Street“

Nur selten schafft es eine Fortsetzung, das Original zu übertreffen. Im Falle der Fortsetzung zu „21 Jump Street“ gerät dieses Kunststück den beiden Regisseuren wie eine Fingerübung. „22 Jump Street“ ist einmal mehr ein Gagfeuerwerk der Extraklasse und umgeht sämtliche Schwachpunkte, die sein Vorgänger noch gemacht hat. IOFP sah die Komödie vorab und ist begeistert.

Jonah Hill, Ice Cube und Channing Tatum in "22 Jump Street"

Jonah Hill, Ice Cube und Channing Tatum in „22 Jump Street“

Schmidt und Jenko sind zurück!

Mit ihrer Wiederbelebung der Achtzigerjahre-Serie „21 Jump Street“ schaffte es das Regie-Duo aus Phil Lord und Christopher Miller vor zwei Jahren gekonnt, das kultige Krimiformat – in der Originalversion unter anderem mit Johnny Depp bestückt – ins Hier und Jetzt zu manövrieren. Damit musste die Serie zwar keinen solchen Zeitsprung durchmachen, wie es zuletzt zum Beispiel Sherlock Holmes über sich ergehen lassen musste, doch zu der modernen Inszenierung gesellte sich in der mit Jonah Hill („The Wolf of Wall Street“) und Channing Tatum („White House Down“) prominent besetzten Spielfilmvariante von „21 Jump Street“ auch eine ordentliche Portion Nostalgieflair, das bisweilen das Gefühl der Eighties wieder aufleben ließ, dabei aber auch gleichermaßen mit dem bisweilen etwas angestaubten Image der Krimiserie kokettierte. Leider spielten die beiden Regisseure ihre Trümpfe im ersten Teil des Franchises nicht in Gänze aus. Mancherorts wurde nur angedeutet, welche inszenatorischen Freiheiten sich die beiden eigentlich hätten nehmen können, wenn sie denn gewollt hätten. So wurde „21 Jump Street“ zwar zu einer ordentlichen Komödie, die dem Original respektvoll Tribut zollt, der in den letzten Zügen jedoch die Puste ausgeht; Auch deshalb, weil sich die Filmemacher offenbar nicht trauten, hier und da in bester Blockbuster-Manier ordentlich über die Strenge zu schlagen. So ging es zum Nachsitzen. Nach der Vermählung von CGI- und Brick-Film, „The LEGO Movie“, der in den Vereinigten Staaten derzeit den umsatzstärksten Blockbuster des Jahres stellt, liefern uns Phil Lord und Chris Miller nun den zweiten Teil des chaotischen Cop-Duos und machen die (wenigen) Fehler aus Teil eins vergessen.

Nachdem sie es zum zweiten Mal durch die High School geschafft haben, stehen den beiden Polizisten Schmidt (Jonah Hill) und Jenko (Channing Tatum) erneut große Veränderungen bevor: Sie müssen undercover im örtlichen College ermitteln! Doch als Jenko im Football-Team auf eine verwandte Seele trifft und Schmidt der Künstlerszene auf dem Campus beitritt, beginnen die beiden, ihre Partnerschaft in Frage zu stellen. Sie müssen jetzt nicht mehr nur einfach den Fall lösen, sie müssen herausfinden, ob sie in der Lage sind, eine reife Freundschaft wie Erwachsene zu führen. Falls diese beiden, etwas zu groß gewordenen Jugendlichen es schaffen, von Freshmen zu richtigen Männern zu werden, könnte sich das College am Ende als das Beste herausstellen, das ihnen je passiert ist.

Jonah Hill ging für die Rolle bis an seine Grenzen.

Jonah Hill ging für die Rolle bis an seine Grenzen.

Größer, wilder, besser!

Man mag vor allem von Channing Tatum halten, was man will: Obgleich er in Filmen wie „Magic Mike“ und „Für immer Liebe“ bewiesen hat, weit vom Status „Charaktermime“ entfernt zu sein, ist er in Rollen der Marke „White House Down“ durchaus ein Hingucker. Seine raubeinigen Performances laden zum Schmunzeln ein. Erst recht dann, wenn die Rolle selbst als eine selbstdemaskierende angelegt ist. Schlüpfte er bereits in „21 Jump Street“ in die Rolle des durchtrainierten Grobmotorikers, darf Tatum diese im Sequel noch weiter ausschmücken, gar zelebrieren. Seine Figur des Jenko ist beileibe nicht das hellste Köpfchen, hat aber die Muckis, die seinem intelligenten Kollegen Schmidt fehlen. Die Rollenverteilung ist in „22 Jump Street“ einmal mehr dieselbe. Die Inbrunst, mit welcher Tatum seine Figur diesmal darstellen darf, kommt der satirischen Zuspitzung seiner selbst jedoch endlich so nah, wie es auch in Teil eins hätte sein solle, was damals jedoch noch dem zurückhaltenden Skript geschuldet war. Wenn Jenko auf dem Campus schließlich auf den nicht weniger durchtrainierten Zook (zynisch dargeboten von Whyatt Russell) trifft, sind dem Overacting sämtliche Türen geöffnet. Doch nicht nur unter Tatum und Russell stimmt die Chemie. Auch mit Jonah Hill, der an der Entwicklung der Story mitbeteiligt war, ergibt sich erneut eine von Gegensätzen angetriebene Dynamik, die sich im ersten Teil aufbaute und nun zu einer waschechten Männerfreundschaft geworden ist. Die beiden sind in ihrer Überzeichnung der jeweiligen Männertypen herrlich komisch, ohne dabei zu Karikaturen zu werden. Gerade Hills Spiel ist bodenständig, authentisch und dadurch so liebevoll. Hier zeigen sich die Vorzüge eines rundum perfekten Castings.

Das Skript gleicht derweil einer Achterbahnfahrt, deren Verlauf ein Krimi-Kenner zwar irgendwie zu erraten vermag, das mit Überraschungen jedoch nicht geizt. Ohne Prolog oder Vorspann katapultieren uns die Regisseure in eine brandheiße Undercover-Mission unser aller Lieblings-Bullen, die in den ersten Minuten die hohe Schlagzahl an Gags vorgibt und rasch erahnen lässt, in welche komödiantischen Gefilde uns „22 Jump Street“ in den nächsten zwei Stunden entführen wird. Jonah Hill darf improvisieren, Channing Tatum macht keinen Hehl daraus, darstellerisch nicht auf dem selben Level wie sein zweifach Oscar-nominierter (!) Kollege agieren zu können, und die erste Verfolgungsjagd, inklusive irrwitzig arrangierter Stunts ohne erkennbare CGI-Zuhilfenahme, folgt auf dem Fuß. Mehr denn je macht sich das Autorenteam aus Michael Bacall („Project X“), Oren Uziel („Men in Black 4“) und Debüt-Schreiber Rodney Rothan die Absurdität der Umstände zunutze und gibt nicht allzu viel auf die Grundgesätze der Physik, wahrt innerhalb des Filmkosmos jedoch weitestgehend eine gewisse Logik. Das ist in seiner Konsequenz absolut in Ordnung und sorgt für Gagfeuerwerke nie dagewesenen Ausmaßes. Stichwort: Hubschrauber.

"22 Jump Street": Ab dem 31. Juli im Kino.

„22 Jump Street“: Ab dem 31. Juli im Kino.

Fazit

Mit sichtlich viel Spaß spielen sich die beiden Cops in die Herzen der Zuschauer. Begleitet werden sie dabei von einer Riege an Nebendarstellern, die ebenso gut gecastet sind und im Vergleich zu Teil eins sogar noch zulegen dürfen. Rapper Ice Cube („Ride Along“), der auch schon in Teil eins den mürrischen Superbullen Captain Dickson geben durfte, erhält im zweiten Teil viel mehr Screentime und hat einige der besten Pointen auf seiner Seite. Amber Stevens („The Amazing Spiderman“) wickelt als zuckersüße Collegefreundin Schmidts auch gleich jeden Zuschauer um den Finger, während The Lucas Brothers, auch bekannt aus der TV-Serie „Kenny vs. Spenny“, als amüsantes Zwillingsduo überzeugen. In weiteren Rollen gefallen Peter Stormare („Hänsel & Gretel: Hexenjäger“), Jilian Bell („Brautalarm“) und Nick Offerman („Wir sind die Millers“).

Sämtliche Referenzen an die Original-Serie wurden bereits im ersten Teil der „21 Jump Street“-Neuauflage vom Stapel gelassen. Im zweiten Teil kann man nun nicht noch einmal auf ebenjenen Zug aufspringen. Stattdessen geizt „22 Jump Street“ nicht mit Meta-Humor, Anspielungen auf den ersten Teil der Filmreihe, kommt mit jeder Menge Wortwitz daher, deren Übersetzung ins Deutsche man sich zum Teil nur schwer vorstellen kann, und setzt auf viel Slapstick; inklusive zwei genialer Cameo-Auftritte und dem wohl kreativsten Abspann des Kinojahres. In diesem von den Regisseuren geordneten Chaos überzeugt ein tolles Hauptdarsteller-Duo, das in stylischen Hochglanzbildern (verantwortlich: Barry Peterson, „Wir sind die Millers“) und zu einem modernen Hip-Hop-Sound (Debütant Mark Mothersbaugh) einmal mehr versucht, in all dem Durcheinander den Durchblick zu behalten. Liebevoll und kurzweilig: Mit „22 Jump Street“ schlagen sich Phil Lord und Christopher Miller selbst um Längen.

  • admin
  • 28. Juli 2014
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  • 14-01-2015
  • Reviews & Meinungen

Heimkino-Tipp: „Irre sind männlich“

Kaum ein Genre ist so mit Vorurteilen belastet wie die deutsche Komödie. Anno Saul schickt sich mit "Irre sind männlich" nun an, einen erneuten Angriff auf die Lachmuskeln der hiesigen Kinogänger zu starten. (Fast) ganz ohne Schweiger und Schweighöfer. Zum Heimkinostart des Films verrät IOFP, wie gut ihm dies gelingt. Die deutsche Komödie befindet sich fest in der Hand der beiden großen SCHs. Während Til Schweiger konsequent sein Ding durchzieht und spätestens seit „KeinOhrHasen“ Filme des immer selben Stils auf die Leinwand bringt, ist Matthias Schweighöfer dabei, seinem Kollegen nach und nach den Rang abzulaufen. Auch wenn sich Letzterer in puncto Regie weiterhin beweisen muss – immerhin: „Vaterfreuden“ stellte nach „What a man“ und „Schlussmacher“ den bislang gelungensten seiner Filme – scheint der Erfolg des sympathischen Filmemachers ungebrochen. Da ist es wenig verwunderlich, dass der neuste Streifen von Anno Saul („Die Tür“)  mit einem Kurzauftritt ebenjenes Matthias Schweighöfer beginnt. Ein Schelm, wer hinter diesem genialen Schachzug knallhartes PR-Kalkül vermutet. Doch, man mag es unter dem Wust an schwachen deutschen Durchschnitts-Comedies der letzten Jahre gar nicht mehr vermuten: Eine derartige Platzierung des blonden Publikumsmagneten hätte „Irre sind männlich“ gar nicht nötig. Hinter der Psycho-Variante von „Die Hochzeitscrasher“ verbirgt sich eine der besten deutschen Komödie des laufenden Jahrzehnts. Du musst lernen, zu nehmen! Als Daniel (Fahri Yardim) wegen seiner krankhaften Eifersucht von Mia (Josefine Preuß) verlassen wird, legt sie ihm eine Therapie nahe. Sein bester Freund Thomas (Milan Peschel) nimmt aus Solidarität mit ihm an einer Familienaufstellung teil und entdeckt dabei einen willkommenen Nebeneffekt: Mit falschem Namen und erfundenen Problemen lassen sich von den beiden Therapietouristen reihenweise Frauen abschleppen. Auf einem Wochenendworkshop der Psycho-Koryphäe Schorsch Trautmann (Herbert Knaup) kommt die therapiesüchtige Anwältin Sylvie (Marie Bäumer) den beiden auf die Schliche. Von nun an werden die Sitzungen zur postkoitalen Belastungsprobe und das erklärte Ziel, die bekannte Schauspielerin Bernadette (Peri Baumeister) flach zu legen, rückt immer mehr in weite Ferne. Zugegeben: Einen Originalitätspreis hat weder das Skript von Ilja Haller und Philip Voges („Wo ist Fred?“), noch die damit einhergehende Skizzierung sämtlicher Figuren verdient. Allen voran die Hauptcharaktere - der Frauenaufreißer Thomas sowie sein bodenständiger Freund Daniel - entsprechen einem Schwarz-Weiß-Schema, das üblicherweise auf eine der zig Durchschnittskomödien schließen lässt. Doch bereits an dieser Stelle hat Anno Saul die Darsteller auf seiner Seite. Fahri Yardim, Dauer-Sidekick von „Tatort“-Komissar Til Schweiger alias Nick Tschiller, ist nicht nur mit Herzblut bei der Sache, sondern genießt es sichtlich, seine Figur über die Stränge schlagen zu lassen. Gerade in den offensichtlich improvisierten Passagen sitzt Yardims komödiantisches Timing; jede einzelne Pointe wird mit Genuss zelebriert. Auch Milan Peschel scheint sich von seiner Rohrkrepierer-Performance aus „Schlussmacher“ wieder erholt zu haben. Seine Figur des Thomas lässt trotz des rebellischen Grundtons und einer gewissen Lebens-Naivität nie seine sympathischen Seiten missen. Voller Spontanität und Wortwitz ergeben Peschel und Yardim ein harmonisches Duo, von dessen Dynamik manche ihrer Kollegen nur träumen können. Und Deutschland kann doch Comedy Wenn sich besagtes Duo von nun an durch die einzelnen Therapiesitzungen schläft, ist anarchischer Humor nicht weit. Zeitgleich punktet „Irre sind männlich“ mit einer beeindruckenden Ehrfurcht vor der Prämisse: Obgleich die Psychotherapien jeweils das Grundgerüst für die Handlung bilden, vor allem aber als Vorlage diverser sketchartiger Einschübe dienen, beweist der Regisseur nicht nur Fingerspitzengefühl, sondern auch einen bemerkenswerten Respekt vor der Thematik. Trotz grobschlächtigem Schenkelklopfer-Humor – etwa wenn Patienten in einer Therapiesitzung in die Rolle von Geschlechtsteilen schlüpfen müssen – stellt sich nie die Frage, ob psychologische Behandlungen in dieser Form tatsächlich von Nutzen sind. Anno Saul macht sich nicht lustig oder stellt Menschen mit psychologischem Problem per se als Idioten dar. Und trotzdem gelingen dem Filmemacher einige über alle Maße komische Szenerien. Hier beweist sich die humoristische Qualität, die „Irre sind männlich“ von der breiten Masse an 08 15-Komödien abhebt. Die klassische Liebesgeschichte, um die auch „Irre sind männlich“ selbstverständlich nicht herumkommt, kennzeichnet sich durch einige, durchaus überraschende Wendungen. Dabei orientieren sich die Macher zwar an den Erwartungen des Publikums, allerdings nur, um diese schließlich geschickt zu unterwandern. Für eine Persiflage auf die Durchschnitts-RomCom reicht es zwar nicht ganz, doch die augenzwinkernden Einschübe versorgen den Film mit frischem Wind. Plötzlich abbrechende, zuvor dramatisch anschwellende Musik und ein Zeitraffer-Happy-End für Thomas und seine Liebste sind nur zwei Beispiele dafür, dass Anno Saul genau weiß, wie eine Romantikkomödie üblicherweise funktioniert. So gelingt es ihm geschickt, sein Publikum mit der eigenen Erwartungshaltung zu konfrontieren und sorgt so für einige zusätzliche Lacher. Da verzeiht man dem Film auch einige formelhaftere Entwicklungen: So sei das Klischee-Finale der etwas überdramatischeren Art den Figuren gegönnt. Für Lacher sorgt derweil auch die weibliche Darstellerriege. Josefine Preuß („Die Hebamme“) spiegelt überspitzt „die moderne Frau von heute“ wieder, während Marie Bäumer („Der Schuh des Manitu“) – zeitweise das Beste am Film – so großartig biestig ist, dass ihr die lautesten Lacher zuteilwerden. Als psychisch angeknackste Anwältin, die mehr denn alle anderen in derartige Therapie-Gruppen passt, steht ihr das Overacting verdammt gut. Zusammen mit Milan Peschel ergibt sich eine herrliche Eigendynamik, der selbst der Regisseur zeitweise nicht ganz gewachsen scheint. Die zuckersüße Peri Baumeister („Russendisko“) geht bei so viel Temperament fast ein wenig unter. Charmant ist sie dennoch. Des Weiteren ist der selbstironische Auftritt des ehemaligen „Alarm für Cobra 11“-Mannes Tom Beck eine Erwähnung wert. Wie sich der athletische Strahlemann hier auf die Schippe nimmt, ist ganz großes Comedy-Gold. Fazit „Irre sind männlich“ weiß gekonnt mit den Konventionen der Durchschnitts-RomCom zu kokettieren. Zusammen mit den Darstellern ergibt sich so das Bild einer deutschen Komödie, wie es sie nur alle Jubeljahre mal zu sehen gibt. Wenn Ihr "Irre sind männlich" nun gewinnen wollt, klickt Euch ins Gewinnspiel!

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  • 21-09-2014
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Filmkritik: „Sieben verdammt lange Tage“

Innerfamiliäre Konflikte sind gern genommene Szenerien für tragikomische Filme, in denen Generationen, Moralvorstellungen und Lebenspläne aufeinander prallen. Auch Shawn Levys Versuch, einmal abseits des Hollywood-Blockbusters zu überzeugen, verlässt sich auf diese erfolgversprechende Situation. In "Sieben verdammt lange Tage" muss eine Großfamilie von Jetzt auf Gleich eine Woche lang miteinander auskommen. Wie unterhaltsam das ist, verrät IOFP. Familientreffen mit Hindernissen Anfang des Jahres begeisterte ein beeindruckend gecastetes Star-Ensemble um Meryl Streep, Julia Roberts, Benedict Cumberbatch und Ewan McGregor in der Leinwandadaption des Theaterstücks „Im August in Osage County“ als sich mehr hassende denn liebende Großfamilie, die sich im Rahmen des Todes des männlichen Oberhaupts im Haus der Witwe trifft, um dort eine gemeinsame Zeit zu verbringen. Im Rausch von Trauer und Selbsthass fördert diese gemeinsame Zeit allerhand Kellerleichen zutage. Doch gleichzeitig erweist sich ein solches, fast alltägliches Szenario als ungemein unterhaltsame Szenerie, die den Zuschauer mit seinen eigenen Ängsten, Sorgen und eventuellen Familienproblemen konfrontiert. Wo sich John Wells auf ein bitterböses Drama mit nur leicht komödiantischem Einschlag konzentrierte, versucht sich der eher auf Blockbuster spezialisierte Kanadier Shawn Levy („Nachts im Museum 1 und 2“) an einer wesentlich optimistischeren und leichtfüßigeren Variante der nahezu identischen Situation. Auch in seiner tragikomischen Familienfehde „Sieben verdammt lange Tage“ lädt die von Jane Fonda grandios verkörperte Witwe ihre Zöglinge zum gemeinsamen Umtrunk, lässt diese jedoch auf Wunsch des Verstorbenen eine ganze Woche bei sich zuhause auflaufen, um das verloren gegangene Zusammengehörigkeitsgefühl wieder aufleben zu lassen. Was wie der wenig inspirierte Versuch klingt, „Im August in Osage County“ auch der breiten Masse zugänglich machen zu wollen, erweist sich als unterhaltsame Variation eines Themas, das seit jeher ein ungeheuer unterhaltsames Charisma versprüht. So lassen sich beide Filme vielleicht aufgrund der angerissenen Thematik vergleichen, den Status des Nachahmers muss Levy angesichts seiner kreativen Variation jedoch lange nicht fürchten. Vier erwachsene Geschwister treffen sich in ihrem Elternhaus wieder, um ihren Vater zu beerdigen. Jedes ist im eigenen Leben mehr oder minder gescheitert, und jetzt müssen sie zusammen eine ganze Woche unter einem Dach verbringen – in Gesellschaft ihrer gluckenhaften Mutter, etlicher Ehe-, Ex- und Wunschpartner. Niemand kann sich hier verstecken – im Gegenteil: Es ist Zeit, die Vergangenheit und die problematischen Verwandtschaftsbeziehungen aufzuarbeiten. In diesem ebenso irrwitzigen wie emotional ergreifenden Chaos kommt endlich wieder zusammen, was zusammengehört: Solche zu Herzen gehenden, komischen und versöhnlichen Situationen können nur im Familienkreis entstehen – was letztlich selbst uns Zuschauer an den Rand des Wahnsinns treibt. Denn in der Wahrhaftigkeit all dieser Schwächen und Stärken erkennen wir auch uns selbst wieder. Ein Starcast rückt sich auf den Pelz Um noch kurz bei dem Vergleich beider Filme zu bleiben, muss wie schon bei „Im August in Osage County“ auch bei „Sieben verdammt lange Tage“ der erste Blick auf den perfekt harmonierenden Cast gelegt werden. Angeführt von Jane Fonda („The Newsroom“), da hier mehr oder weniger die Rolle einnimmt, die in „Osage“ Meryl Streep innehatte, gehören Jason Bateman („Disconnect“), Tina Fey („Muppets Most Wanted“), Rose Byrne („Bad Neighbors“) und Connie Britton („American Horror Story“) zu den bekanntesten Namen des Ensembles. Doch auch Adam Driver („Inside Llewyn Davis“), Corey Stoll („Non-Stop“), Kathryn Hahn („Das erstaunliche Leben des Walter Mitty”) und Timothy Olyphant („Justified“) integrieren sich mit ihren persönlichen Stärken und Schwächen perfekt ins Familientreffen. Dabei gelingt es dem Drehbuchautor Jonathan Tropper, der mit „Sieben verdammt lange Tage“ seine erste Arbeit an einem Langspielfilm ablegt, gekonnt, mit kleinen Gesten die Eigenheiten dieses großen, anfangs etwas unübersichtlichen Ensembles herauszuarbeiten. Dies ist keine Selbstverständlichkeit: „This Is Were I Leave You“, wie der Streifen im Original heißt, funktioniert überwiegend durch Dialoge und entwickelt mit seinem fast ausschließlichen Aufenthalt im Haus der Familie Altman nach und nach die Atmosphäre eines Kammerspiels. Obgleich jeder innerhalb der Familie sein eigenes Päckchen zu tragen hat – in der ersten Szene erwischt Batemans Figur Judd seine Ehefrau Quinn (Abigail Spencer) beim Fremdgehen, seine Schwägerin, herrlich hysterisch gespielt von Kathryn Hahn, versucht sich seit Monaten daran, mit ihrem Mann schwanger zu werden und sein jüdischer Bruder Philip (beweist ein Händchen für komödiantisches Timing: Adam Driver) leidet noch immer unter den Hänseleien seiner Brüder – gehen all diese einzelnen Konfliktherde in der Masse an angerissenen Thematiken nahezu unter. Einzig Jason Bateman, der einmal mehr hervorragend in der Rolle des bodenständigen Realisten von nebenan funktioniert, wird eine etwas tiefer gehende Analyse der Ereignisse gegönnt; Die Schicksale seiner Geschwister werden dagegen nur am Rande thematisiert. Das ist vor allem deshalb schade, weil Jonathan Tropper trotz der genauen Beobachtungsgabe für menschliche Eigenheiten lediglich zwei oder drei Charaktere aus der Erzählung hätte streichen müssen, um die Story zu straffen und so für mehr Übersicht zu sorgen. So kristallisiert sich alsbald heraus, welche Figuren dem Autor besonders am Herzen liegen und welche er den anderen zuliebe eher vernachlässigt. Mit der psychoanalytischen Tiefe, mit der „Im August in Osage County“ daherkam, kann „Sieben verdammt lange Tage“ entsprechend nicht mithalten. Schlimm ist das jedoch noch lange nicht. Während das Oscar-nominierte Drama Anfang des Jahres mit geschliffenen und vor allem ehrlichen Dialogen begeisterte, vermisste manch einer so etwas wie eine optimistische Weltsicht. Damit kann nun Shawn Levys Blick auf Familienstreitigkeiten auftrumpfen. Wo andere dem Film Oberflächlichkeit unterstellen mögen, wird sich manch anderer daran erfreuen, dass „Sieben verdammt lange Tage“ stets bestrebt ist, seine Figuren nicht dem tragischen Schicksal zu überlassen. Ohne mit taschenpsychologischen Weisheite so ernste Themen wie ungewollte Schwangerschaften abzuarbeiten, gibt sich Levy Mühe, derartigen Problempunkten die Zeit zu widmen, die sie benötigen, anschließend jedoch eine Lösung zu liefern. Dadurch entwickelt der Streifen eine mitreißende Dynamik und gefällt mit Optimismus und Schwung, beraubt sich dadurch jedoch selbstredend sämtlicher, etwaiger Oscar-Chancen.  Auch die technische Gestaltung spricht dahingehend Bände. Nicht uninspiriert, dafür überdeutlich dem Massengeschmack angepasst, kommt „Sieben verdammt lange Tage“ in einem Hollywoodfilm-typischen Hochglanzlook daher, der eindeutig die Handschrift von Terry Stacey trägt; nicht umsonst hat dieser schon mehrmals mit Vorzeigeromantiker Nicolas Sparks zusammengearbeitet. Dafür weißt besonders der Verzicht auf stereotype Radiosongs zu gefallen. Obwohl „Sieben verdammt lange Tage“ an vielen Stellen immer wieder dazu einlädt, verlässt sich Michael Giacchino („Star Trek into Darkness“) ganz auf einen verspielten, Piano-lastigen Score mit Wiedererkennungswert. Fazit „Sieben verdammt lange Tage“ gefällt als massentauglichere Variante des großartigen Dramas „Im August in Osage County“ und kommt zwar nicht mit solch einer emotionalen Durchschlagskraft daher, wie die Oscar-nominierte Theaterstückadaption, hat jedoch eine angenehmere Weltsicht und gefällt durch Optimismus und Sympathie.

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  • 11-09-2014
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DVD-Kritik: „Für immer Single?“

Frauenschwarm Zac Efron verlässt auch in seiner neuen Komödie "Für immer Single?" nicht ganz das gewohnte Terrain, doch als Macho bekam man den durch "High School Musical" bekannt gewordenen Strahlemann bislang er selten zu Gesicht. Schade, dass er diese neue Facette ausgerechnet in einer absolut durchschnittlichen Komödie unter Beweis stellen muss. Immerhin: Der Film profitiert davon. Und nicht nur von Efron, sondern auch von seinen anderen Darstellern. Woran der Streifen hingegen krankt, verrät IOFP. Als vor Monaten erste Bilder zu Tom Gormicans Debüt-Film „Für immer Single?“ im World Wide Web kursierten, sorgte eines von ihnen für ganz besonderen Wirbel: Darauf zu sehen ist ein sich in Liegestütz-Pose auf der Toilette befindender Zac Efron, der sein kleines Geschäft – weshalb auch immer – in dieser unbequemen Lage verrichtet. Schlussendlich ist dieser amüsante Gag Bestandteil einer recht konventionellen Komödie über das Suchen und Finden der Liebe. Geradeaus, direkt, vor allem aber ziemlich harmlos gewährt uns der bislang lediglich als Mit-Produzent des Comedy-Machwerks „Movie 43“ in Erscheinung getretene Tom Gormican einen Einblick hinter die verschlossenen Türen einer sympathischen Männer-WG – sozusagen die Hollywood-Antwort auf „Mann tut was Mann kann“. Doch wie schon zuletzt Marc Rothemund mit seiner Komödie bewies, ist ein solcher Stoff durch und durch von seinen Darstellern abhängig. Während „Mann tut was Mann kann“ hieran krankte, versteht es Gormican, seine vorhersehbare Handlung von einem stimmigen Ensemble vortragen zu lassen. Neben dem einstigen Teenie-Star Zac Efron („High School Musical 1-3“) geben sich unter anderem Michael B. Jordan ("Chronicle - Wozu bist du fähig?") und Miles Teller die Ehre, der sich nach seinen qualitativ fragwürdigen Auftritten in „21 & Over“ und „Project X“ endlich solider Kost zu widmen scheint. Zu blöd für die Liebe Nachdem für Mikey (Michael B. Jordan) unerwartet Schluss mit seiner Ehe ist, beschließen seine beiden besten Freunde, der draufgängerische Jason (Zac Efron) und der beziehungsscheue Daniel (Miles Teller), ihn auf andere Gedanken zu bringen. Der Plan ist so simpel wie einleuchtend: Statt Herzschmerz soll nun das Single-Dasein genossen werden. Männerfreundschaft und Partys sind ab sofort der Fokus in ihrem Leben, auf eine ernsthafte Beziehung wollen sie sich nach all den Enttäuschungen nicht mehr einlassen. Fortan nutzen sie die Freiheit der Ungebundenheit und klappern New Yorks Clubs und Bars auf der Suche nach One-Night-Stands ab. Doch bald schon lernt Jason die charmante Ellie (Imogen Poots) kennen und beginnt – ganz gegen seine Art - Gefühle für sie zu entwickeln. Als sich herausstellt, dass auch Daniel und Mikey sich in ihre Traumfrauen verguckt haben, stellt sich für die drei Freunde die Frage, wie es mit ihren jeweiligen Beziehungen weiter gehen soll, aber noch viel wichtiger: wie sie die heimliche Beziehung jeweils voreinander verstecken. Nicht nur deshalb kommt es dabei zu einer nicht enden wollenden Kette von peinlichen aber urkomischen Situationen. Bereits die Storyline kündigt an, dass hier von Überraschung oder Innovation keine Spur ist. Mehr noch: Gäbe es die Grundidee des Abschwörens auf das Beziehungsdasein nicht, böte „Für immer Single?“ allenfalls genug Stoff für eine Direct-to-DVD-Produktion. Doch dieser nette Kniff und die mutige Variation bekannter Komödien-Szenerien machen den Streifen immerhin zu einem kurzweiligen Vergnügen. So entpuppt sich nicht nur die eingangs erwähnte Pinkel-Szene als ein sich beiläufig entwickelnder Gag-Höhepunkt; auch das schon oft gesehene Faschingsparty-mit-Kostümball-verwechselt-Szenario wird in „Für immer Single?“ mit frischen Ideen angereichert. So erweist sich die zu Beginn vermutete Überraschungs-Armut alsbald als Vorurteil. In gewissen Momenten kann der Streifen besser unterhalten als man ihm zutraut. Auf den Spuren der Durchschnitts-RomCom Hierfür verantwortlich zeichnet allen voran das bisweilen improvisierte und dadurch natürlich-charmante Zusammenspiel der drei Protagonisten. Während sich Zac Efron ungewohnt in der Rolle des Machos wiederfindet, buhlen vor allem Michael B. Jordan als vom Liebeskummer geplagter Ehemann und der zurückhaltende Miles Teller um die Sympathien des Publikums. War Teller in der Vergangenheit gern in der Rolle des Draufgängers zu sehen, steht ihm die schüchterne Figur des Daniel doch wesentlich besser zu Gesicht. Imogen Potts („Drecksau“) als Ellie, das charismatische Love-Interest von Jason, ist ebenso draufgängerisch wie sanftmütig und gibt somit das vielschichtig gezeichnete Bild einer Rolle ab, die man auch wesentlich eindimensionaler – als direktes Gegenteil zum männlichen Part etwa – hätte zeichnen können. Eine Szene in welcher Ellie einen Abend in der Jungs-WG verbringt, ist von einem anarchischen Humor gezeichnet und triumphiert durch eine ungezwungene, absolut realistische Atmosphäre, wie man sie sonst eher in guten Sitcoms antrifft. Ein Beweis dafür, dass „Für immer Single?“ vor allem in den Momenten unterhält, in welchen sich nicht stur auf die totgelaufenen Erfolgsmechanismen gängiger Romcoms verlassen wird. Leider sind diese Hochphasen nur vereinzelt innerhalb des Skripts – ebenfalls von Tom Cormican verfasst – anzutreffen. Die dynamisch-schwungvollen Gag-Szenerien werden immer wieder von der eigentlichen Story ausgebremst, weshalb „Für immer Single?“ nie die Gelegenheit bekommt, sich einen fortlaufenden Rhythmus anzueignen. So versprühen die gelungenen Story-Elemente den Charme von Sketchen. Das ist schade, da der eigentliche Aufhänger der Story zudem eher sträflich vernachlässigt wird. Das Publikum ist über den Eid der drei Freunde zwar im Bilde, über einen wirklichen Grund bleibt es jedoch im Unklaren. Gerade deshalb, weil besagter Eid keinerlei Auswirkungen auf die Story hat. Die Jungs daten, wer ihnen gefällt – ohne auch nur ansatzweise einmal über ebenjenes Versprechen nachzudenken. So wird der Aufhänger von „Für immer Single?“ schnell zur Farce; mehr als ein Alibi-Handlungsstrang ist er nicht. Inszenatorisch ist „Für immer Single“ auch bei näherem Hinsehen kein Highlight. Kameramann Brandon Trost („Crank 2“) verpasst dem Film den typisch geleckten Hollywoodlook und verwässert die Geschichte zusätzlich mit den immer gleichen Großstadt-Aufnahmen aus der Vogelperspektive. Originell ist das nicht; dient dies doch einzig und allein dazu, auch den Kosmopolit unter den Kinobesuchern zufriedenzustellen. Komponist David Torn kreiert einen unauffälligen Score, verzichtet dafür dankenswerterweise auf die Verwendung schnulziger Pop-Balladen und verlässt sich nebenher wenig auf Melodramatik. Fazit „Für immer Single?“ ist in seinen Hochphasen besser als die typische Durchschnitts-Romcom. Auch die Darsteller überzeugen. Doch das unausgegorene Skript, die unauffällige Inszenierung und manch eine Entwicklung, die der Zuschauer Meilen gegen den Wind riecht, trüben das Seherlebnis.

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  • 05-03-2019
  • Archiv (nicht mehr nutzen)Reviews & Meinungen

Fifa Ultimate Team – Trading kurz erklärt

Was ist Trading? Das ist die Frage, die sich viele neue Ultimate Team-Spieler fragen, wenn sie noch nicht lange dabei sind. Um es ganz einfach zu erklären: Beim Trading ( oder auf Deutsch „handeln“) versucht ihr im Falle von Fifa, Spieler günstig zu erwerben und gewinnbringend zu verkaufen. An sich klingt das ganz einfach, jedoch muss man gewisse Strategien nutzen oder sich neue ausdenken.   Beispiel: Eine Taktik wäre es zum Beispiel, Events zum eigenen Vorteil zu nutzen. So gibt es jeden Monat eine neue Squad Building Challenge, in welcher immer ein neuer Spieler thematisiert wird, der aktuell sehr gut in Form ist. Diese Methode erfordert auch etwas Glück, denn ihr müsst voraussagen, welcher Spieler es sein wird. Erwerbt ihr nun die normale Karte von ihm im Voraus, könnt ihr diese zum Event Beginn mit bis zu zehnfachem Gewinn verkaufen. Dies liegt einfach daran, dass er gebraucht wird, um die SBC zu vollenden und die Nachfrage aufgrund dessen rapide steigt.   Konventionelle Methoden Dann gibt es natürlich auch einfachere Methoden, wie zum Beispiel das „Fluten“. Dabei kauft ihr einen Spieler mit einem Wert von ca. 800 Coins 10-20 Mal und stellt ihn dann erneut rein für 1500. Durch diese „Flut“, die dann entsteht, finden suchende Spieler diesen mehrfach für den Preis von 1500 Münzen. Die Chance steht nun hoch, dass sie ihn erwerben. So entsteht pro Welle ein Absatz von 3-5 Spielern, die euch 2100-3500 Münzen Gewinn in die Kasse spülen. Diese könnt ihr dann immer nachkaufen und so mit eurem Spieler-Arsenal den Markt bereichern. Oder Ihr schaut auch mal bei Casino Deutschland vorbei. Natürlich könnt ihr auch einfach versuchen, morgens auf Spieler zu bieten. Da dort viel weniger Spieler als Abends online sind, könnt ihr auch dort ein paar Schnäppchen machen und diese gewinnbringend verkaufen.   Startkapital Damit ihr aber zu Beginn auch schon ein paar Münzen habt, müsst ihr natürlich ein Startkapital mitbringen. Dies sollte mindestens 20.000 betragen, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Wollt ihr euch den Startbetrag nicht mühsam erspielen, könnt ihr auch bei Startselect vorbeischauen. Dort könnt ihr PSN Guthaben für faire Preise erhalten und so schnell und bequem eure Fifa Points aufladen. Außerdem gibt es dort ebenfalls so manches Schnäppchen, wie aktuell das Google Play Guthaben Promo Angebot.

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  • 29-08-2018
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Diese Poker-Überzeugungen werden Ihnen Gänsehaut bereiten

Es gibt unzählige Geschichten und Aberglauben über Video Poker. Der Glaube an "heiße Streifen" und "Casinos, die die Spiele reparieren" ist reichlich vorhanden - aber die meisten, wenn nicht alle, sind falsch oder missverstanden. Wenn Sie nicht möchten, dass wir Ihre Blase platzen lassen, lesen Sie diesen Abschnitt nicht. Wenn Sie die Wahrheit wissen wollen, lesen Sie weiter. Der berüchtigte Random Number Generator (RNG) Der Schlüssel zum Verständnis, wie legitime, klassische Class III Video Poker Spiele funktionieren, ist das Verständnis der Rolle und Funktion eines Zufallsgenerators. Dies bezieht sich auf Spiele wie IGT's Game King und Triple-Play Poker, die Sie übrigens bei spielen können. Der RNG ist das am härtesten arbeitende Gerät, das bekannt ist, und sorgt jedes Mal für ein faires Spiel. Es liegt in seiner alleinigen Verantwortung, das Kartenspiel mit 52 Karten (oder 53 in Joker Poker) ständig zu mischen. Diese manische Aktivität geht weiter und weiter, bis Sie den "Deal" -Knopf drücken. Wenn Sie auf die Schaltfläche "Deal" klicken, zeigt das Gerät zu diesem Zeitpunkt die 5 Karten ganz oben auf dem Stapel an. Der RNG arbeitet die ganze Zeit. Vierundzwanzig Stunden am Tag. Dreihundertfünfundsechzig Tage im Jahr. Dann mischt er die restlichen 47 Karten (oder 48 in Joker Poker) weiter, bis Sie den Deal-Button drücken und die aussortierten Slots mit dem gefüllt sind, was sich zu diesem Zeitpunkt oben auf dem Deck befindet. Es ist diese streng regulierte und genau überwachte Technologie, die alle Spiele fair und mathematisch vorhersagbar macht. Es gibt kein "Muster" und keine Strategie dafür, wie es funktioniert - es wechselt einfach ständig zufällige Kartenkombinationen herum, bis Sie "Draw" und "Deal" treffen. Es ist einer der Schlüssel zum legalisierten Glücksspiel: Es versichert den Aufsichtsbehörden, dass Casinos faire Spiele anbieten und versichert Ihnen, dass Sie ein "legitimes" Spiel spielen. "Heiße" und "kalte" Maschinen Nee. Keine solche Sache. Mathematisch sowieso. Ich hatte sicherlich einen Teil meiner Sessions, bei denen ich nicht aus Liebe oder Geld vier Gleiche gewinnen konnte, aber das waren meine GEFÜHLE, nicht die tatsächlichen Abläufe der Maschine. Ich habe zu verschiedenen Zeiten geredet, geschrieen und Maschinen angefleht, aber sie hören einfach nicht besser zu als mein halbwüchsiger Sohn, wenn ich möchte, dass er sein Zimmer aufräumt. Die tatsächliche Temperatur einer Maschine wird am besten bestimmt, NACHDEM Sie mit dem Spielen aufgehört haben - wenn Sie über Ihre Session nachgedacht haben und hoffentlich weggelaufen sind oder Ihr Budgetlimit überschritten haben. Alle Video Poker Maschinen werden von einem Zufallszahlengenerator gesteuert und jede mögliche Kartenkombination kann zu jeder Zeit auftreten. Es gibt 2,6 Millionen einzigartige Video Poker Kartenkombinationen, die auftreten können. Da es so viele Kombinationen gibt, sieht man selten viele großartige Kombinationen in derselben Sitzung, aber es ist großartig, wenn man das tut. Die Maschine ist "fällig" Wie oben erklärt, gibt es so etwas leider nicht. Es fühlt sich sicher so an, als ob Sie eine miserable Pechsträhne haben, aber es ist nicht so. Es scheint noch wahrscheinlicher zu sein, dass man "fällig" ist, wenn man immer wieder drei Asse bekommt, aber dieses vierte Ass kann man nicht bekommen. Dieser RNG durchbricht alle Kombinationen und, leider, ist die einfache Wahrheit, dass es in 52 Karten mehr Verlustkombinationen gibt, als es gewinnende gibt.

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  • 22-05-2018
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Fernsehen: Zukunft oder Vergangenheit

Eine Frage, die sich viele kluge Köpfe in der Medienbranche stellen. Wie lange wird sich das Fernsehen noch halten? Natürlich lieben wir alle die abendliche Unterhaltung. Doch die Konkurrenz wird immer stärker. Als das Fernsehen seinen Einzug in die Gesellschaft erhielt, bestand es aus einem krisseligen, kaum zu erkennenden Schwarzweißbild in einer dicken Röhre. Man nutzte es hauptsächlich, um informiert zu bleiben, genau wie das Radio. Doch die Menschheit entwickelte sich. Damit auch die Technik, mit der sich verschiedenste Dinge übertragen ließen. Bald wollte man sich nicht mehr einfach informieren. Man wollte eine gute Zeit vor der Röhre haben. Deshalb entwickelten sich verschiedenste Sender, die auch vom normalen Programm abwichen und keinen Bildungsauftrag mehr hatten, sondern sich pure Unterhaltung auf die Fahne geschrieben haben. Das war ein echter Boom für die Unterhaltungs und Werbeindustrie. Hollywood produzierte tausende Filme nach Schema X und machte Millionen Dollar mit Produktplatzierungen, Schleichwerbungen und Werbeschleifen. Mittlerweile gibt es sogar ganze Sender, welche 24/7 nur Werbung ausstrahlen. Im Jungel der Anbieter und Ausstrahlungen kann man leicht die Übersicht verlieren. Genau so wie auf den verschiedensten Online Casino Seiten die momentan angeboten werden. Wenn man sich aber im Vorraum auf novoline orientiert, kann einen dies nicht verwirren. Beim Fernsehen ist es leider anders immer mehr Produktionen versuchen so billig wie möglich das stümpfste Unterhaltungsmaterial zu schaffen. Wenn man sein Auge auf die verblödeten Konzepte verschiedenster RTL-Sendungen richtet, wird einem schnell klar, wohin das Fernsehen steuert. Es scheint sich um ein sinkendes Schiff zu handeln. Amazon Prime, Netflix, oder meinetwegen auch illegale Streaming Seiten. Sie alle Bieten besseren Service als die besten Fernsehsender und trotzdem machen sie wahrscheinlich noch mehr Geld dabei. Selbst Formate bei denen jeder mit Erfolg gerechnet hätten, wie die neue Latenight Show von Klaas Heufer Umlauf scheinen nicht wirklich zu starten. Joko Winterscheid, sein ehemaliger Co Moderator hat sogar in eine Zeitschrift anstatt in ein neues Fernsehformat investiert. Joko Winterscheids Druckerzeugnis ist die Antwort auf die Frage nach der Zukunft des Fernsehens. Wenn jemand Retro bleiben will und sich nicht den leichten Reizen von Netflix und Co hingeben will, dann holt er sich doch lieber eine Zeitschrift am Kiosk, als sich mit dem fernsehen zu beschäftigen. Die Flimmerkiste ist uncool, was für alte Leute. Genau wie Facebook. Mittlerweile muss man sogar in seiner privaten Unterhaltung auf den Style achten. Niemand redet mehr über Serien, die er irgendwann mal im Fernsehen gesehen hat, Streaming ist die Zukunft! Alle wollen alles immer haben. Das geht nur mit dem Internet. Doch wo bleibt in diesem Moment das live Spektakel. Das zusammen mit anderen gleichzeitig mitfiebern. Selbst das wird im Internet mehr gefeiert als im altbekannten Fernsehen. So Verdienen sogenannten Twitch Livestreamer Millionen von Euro durchs live Zocken.

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