Mark Wahlberg auf der „Deepwater Horizon“?

Für die Verfilmung der mexikanischen Ölkatastrophe von 2010 ist der „The Italian Job“ – Star als Hauptdarsteller für „Deepwater Horizon“ im Gespräch.

Mark Wahlberg in neuer Heldenrolle.

Wahlberg in neuer Heldenrolle.

Die, wahrscheinlich vom BP-Konzern verschuldete, Katastrophe gilt als eine der schwersten ihrer Art. Damals traten etwa 800 Millionen Liter Öl aus und verpesteten den Golf von Mexiko. Bei dem Unglück starben elf Menschen. Die ökologischen Folgen sind bis heute nicht klar absehbar, da allein durch die Aufräumarbeiten Unmengen an Schadstoffen freigesetzt wurden.

J.C. Chandor („Der große Crash – Margin Call“, „All is Lost„) macht aus der Explosion der Ölbohrplattform „Deepwater Horizon“ einen Film. Mark Wahlberg („Rock Star“, „Vier Brüder„, „Transformers 4: Ära des Untergangs„) soll den zweiten Manager der Bohrinsel spielen. Der Schauspieler hat bisher zwar noch nicht unterschrieben, aber bereits ein Angebot erhalten. Sollte er die Rolle übernehmen, wird er den heldenhaften Typus spielen, der versucht seine Männer zu retten.

Der Film soll die 48 Stunden vor dem Unglück und den Katastrophentag selbst zeigen. Zusätzlich baut J.C. Chandor die Geschehnisse nach der Explosion in seine Geschichte ein. Er berichtet von ungewöhnlichen Heldentaten, die vor der Öffentlichkeit verborgen blieben. Es wird ein Blick hinter die Kulissen, mit einem besonderen Augenmerk auf die Menschen, die ihr Leben riskierten, um jene Männer zu retten, die noch im Wasser trieben.

Produziert wird der Film von Lorenzo di Bonaventura („Transformers I-IV“, „Constantine“) und Marc Vahradian („Transformers“, „Jack Ryan: Shadow Recruit„). Mit di Bonaventura hatte Mark Wahlberg bereits bei „Transformers 4“  und „Vier Brüder“ zusammengearbeitet. Das Skript wurde gemeinsam von Matthew Michael Carnahan („Operation: Kingdom“, „Von Löwen und Lämmern“) und Matthew Sand („Ninja Assassin“) erarbeitet.

Verleiht Mark Wahlberg der Katastrophe das richtige Gesicht? Schreibt uns Eure Meinung in die Kommentare.

  • Swantje von Kralik
  • 20. August 2014
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  • 22-07-2014
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Hollywoods reichste Schauspieler 2014

Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat eine Liste der Schauspieler veröffentlicht, die in den letzten zwölf Monaten das meiste Geld verdient haben. An dessen Spitze steht Robert Downey Jr.. In der Liste sieht man, dass er nicht der einzige gut verdienende Superheld in Hollywood ist. Wer noch vertreten ist und wie viel die Herren verdienen, verrät Euch IOFP. Jedes Jahr veröffentlicht das Wirtschaftmagazin Forbes eine Liste der bestverdienenden Schauspieler in Hollywood des Jahres. Genau wie letztes, ist auch wieder dieses Jahr Robert Downey Jr. an der Spitze zu finden. 75 Millionen Dollar konnte der "Iron Man"-Darsteller in den vergangenen zwölf Monaten einnehmen. Auf Platz zwei folgt ihm Actionstar Dwayne "The Rock" Johnson. "The Rock" konnte durch die Einnahmen von "Pain & Gain", "Fast & Furious 6" und durch seine Anstellungen in "Hercules" und "Fast & Furious 7" ganze 52 Millionen Dollar einsacken. Bradley Cooper kommt durch seine Auftritte in "Hangover 3" und "American Hustle" auf 46 Millionen Dollar. Seine Anstellung als Stimme von Rocket in "Guardians of the Galaxy" hat sicherlich auch dazu beigetragen. Insgesamt ist zu beobachten, dass eine Anstellung als Superheld sich sehr ordentlich lohnen kann. Neben Downey Jr. und Cooper sind zudem "Thor"-Darsteller Chris Hemsworth mit 37 Millionen Dollar auf Platz fünf zu finden und der aktuelle "Batman" Ben Affleck und der ehemalige "Batman" Christian Bale mit jeweils 35 Millionen Dollar auf Platz sieben und acht gelistet. So sieht die Top Ten-Liste aus: 1. Robert Downey Jr., 75 Mio. $ 2. Dwayne Johnson, 52 Mio. $ 3. Bradley Cooper, 46 Mio. $ 4. Leonardo DiCaprio, 39 Mio. $ 5. Chris Hemsworth, 37 Mio. $ 6. Liam Neeson, 36 Mio. $ 7. Ben Affleck, 35 Mio. $ 8. Christian Bale, 35 Mio. $ 9. Will Smith, 32 Mio. $ 10. Mark Wahlberg, 32 Mio. $ Was haltet Ihr von der Liste? Hat einer der Hollywoodstars Eurer Meinung nach zu viel verdient? Schreibt uns in die Kommentare!

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  • 14-07-2014
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Filmkritik: „Transformers: Ära des Untergangs“

Die "Transformers"-Filme sind nicht gerade dafür bekannt, Kritikerlieblinge zu sein. Zurecht, möchte man meinen. Doch trotz aller Seelenlosigkeit ist auch "Transformers: Ära des Untergangs" ein einwandfreier CGI-Blockbuster geworden. Mehr zum Film lest Ihr bei IOFP. Sie sind wieder da! Im Rahmen des US-Starts von Michael Bays viertem Beitrag zum „Transformers“-Franchise nutzte der umstrittene Bombastregisseur die Gunst der Stunde, um einmal mehr gegen die internationale Filmpresse zu wettern. Ihm zufolge würde diese das Konzept seiner Unterhaltungsfilme schlicht nicht verstehen und sich dementsprechend zu Unrecht auf seine Werke einschießen. Ausschlaggebend seien ohnehin nur die Besucherzahlen und diese sprechen schließlich Bände: Mit einem Einspiel von über 300 Millionen Dollar am Startwochenende stellt „Transformers: Ära des Untergangs“ den bislang erfolgreichsten US-Kinostart des Jahres. Betrachtet man diese Aussage, so muss man neidlos anerkennen, dass der Filmemacher und Produzent zumindest in einem Punkt Recht hat: Die Zuschauerzahlen seiner letzten drei Hasbro-Blockbuster beweisen, dass es eine breite Masse an Kinogängern gibt, die gewillt ist, zweieinhalbstündige Materialschlachten auf der großen Leinwand zu verfolgen und dafür immer höher ausfallende Ticketpreise in Kauf zu nehmen. Inwiefern ebenjenes Publikum Bays Filme „liebt“, wie der Regisseur es im Zusammenhang des Kritiker-Rundumschlages behauptete, kann man im Nachhinein kaum rückverfolgen. Doch das Interesse an den Roboter-Blechbüchsen ist auch 2014 mehr denn je vorhanden. Auch muss man Michael Bay zugestehen, dass die Herangehensweise seitens der Journalisten oftmals die Falsche ist: Wer sich ein weitestgehend objektives Bild derartiger Filme machen möchte, kommt zwar unweigerlich zu dem Schluss, dass hinter der „Transformers“-Reihe weder charakterliche Tiefe, noch ein gelungenes Storytelling (geschweige denn eine bemerkenswerte Story) steckt. Konzentriert man sich jedoch darauf, den Film als das zu bewerten, das er ist – ein auf Schauwerte und Spektakel getrimmtes Effektfeuerwerk – muss man auch an dieser Stelle zugeben, dass es der Macher von Filmen wie „Armageddon“ und „Pearl Harbor“ wie keiner Zweiter versteht, massentaugliche Action zu konzipieren. „Transformers: Ära des Untergangs“ ist so präzise auf den Status „Bay-Blockbuster“ geeicht, dass der Streifen in seiner Dreistigkeit und Konsequenz ein Meisterwerk geworden ist; zumindest solange man nicht auf die Idee kommt, den Film mit dem zu vergleichen, was man in der Filmbranche als „echte Kunst“ bezeichnet. Cade (Mark Wahlberg) ist alleinerziehender Vater seiner 16-jährigen Tochter Tessa (Nicola Peltz) und kommt als erfolgloser Erfinder mehr schlecht als recht über die Runden. Sein Leben soll sich schlagartig ändern, als er zu Bastelzwecken einen alten Truck ersteht, der sich als Optimus Prime entpuppt – jenem Anführer der Autobots, der sich in vielen Schlachten bereits gegen die Angriffe der Decepticons zu Wehr setzte. Nach dem verhängnisvollen Battle in Washington DC hat sich ein Großteil der Menschen gegen sämtliche Transformers verschworen. Ohne zu wissen, worauf er sich einlässt, macht Cade Optimus Prime wieder flott und gerät alsbald ins Visier der Regierung. Diese hat auf die Ergreifung der Alien-Wesen eine hohe Belohnung ausgesetzt. Cade, Tessa und ihrem Freund Shane (Jack Reynor) gelingt es, zu fliehen; nicht wissend, dass eine Schlacht um die Erde einmal mehr unmittelbar bevorsteht… Spektakel in 3D Nehmen wir dieser Rezension das Unumgängliche einmal vorweg: „Transformers: Ära des Untergangs“ ist in seiner plotbedingten Banalität, aber auch in der inszenatorisch vorhersagbaren Erzählweise ein Paradebeispiel für belangloses Popcornkino. Als hätte sich Michael Bay an einer Strichliste entlang gehangelt, serviert der Filmemacher seine obligatorischen Sonnenuntergangsschwelgereien, 365-Grad-Kammeraschwenks, grimmig dreinblickende Bösewichte in schwarzen Anzügen und Sonnenbrillen, sexy in Szene gesetzte Blondinen und Explosionen im Minutentakt. Das mag billig und berechenbar sein; ungeachtet dessen hat es jedoch gerade deshalb einen enormen Unterhaltungswert, weil der klassische Michael-Bay-Blockbuster des neuen Jahrtausends nach diesen Versatzstücken funktioniert und die Fangemeinde der Actionfigur-Verfilmung ihr Franchise genau deshalb schätzt. Doch sogar der Gelegenheitskinogänger vermag sich vor allem dem visuellen Reiz derlei Produktionen nicht lange zu entziehen: Michael Bay gibt dem Begriff „Hochglanz-Look“ ein neues Gesicht. Vor allem die Aufnahmen in den durchgestylten Bürogebäuden werden selbst die Designer moderner Apple-Stores gelb – pardon – lackweiß vor Neid werden lassen! Nach Shia laBeouf, der sich neuerdings lieber dem Skandalkino eines Lars von Triers widmet, steht in „Ära des Untergangs“ ab sofort Mark Wahlberg („Pain & Gain“) im Mittelpunkt der Erzählung. Ganz gleich, ob das haltlose Skript (Ehren Kruger, „Ring“) dem Hollywoodmimen überhaupt die Gelegenheit gibt, Schauspielkönnen abzurufen: Als One-Man-Weltenretter funktioniert der ehemalige Ted-Buddy ganz ausgezeichnet. Nicht zuletzt, weil Wahlberg lange nicht mehr so gut in shape war wie zur Zeit und auch deshalb, da Michael Bay als Inszenator der Victorias-Secret-Werbespots genau weiß, wie er (halb-)nackte Körper vor der Kamera am besten zur Geltung bringt. Dass er auch vor der im Film sechzehnjährigen Teenagerin Tessa nicht Halt macht, ist grenzwertig, doch immerhin darf Nicola Peltz ihre Klamotten im Gegensatz zu ihren beiden Vorgängerinnen Megan Fox und Rosie Huntington-Whiteley anbehalten. Dass ein Film des „Transformers“-Franchises nicht mit tiefgehenden, oder überhaupt interessanten Dialogen aufwartet, erklärt sich von selbst. Auch das Skript des vierten Teils ist voll von Pathos und Belanglosigkeiten. Doch die trotz dessen in die Lichtspielhäuser strömende Zielgruppe wird wohl andere Gründe haben, zweistellige Summen für ein Kinoticket auszugeben. Bays 210 Millionen US-Dollar teure Materialschlacht hat selbstredend andere Stärken, die bei „Transformers: Ära des Untergangs“ für die Daseinsberechtigung sorgen. Der auf Blockbuster spezialisierte Kameramann Amir Mokri („Man of Steel“) fängt gigantische Bilder ein und inszeniert vor allem die Actionszenen wesentlich übersichtlicher als es in den drei Vorgängern der Fall war. Wie die Effektspezialisten ihre CGI-Orgien mit den Bombastsets verschiedener Großstädte verschmelzen lassen, ist gerade in 3D ein echtes Erlebnis und übertrumpft die ohnehin überbordenden Actionsequenzen aus „Transformers 1-3“ um Längen. Auch die Kurzweiligkeit ebenjener Krawumm-Orgien hat einen enormen Vorteil auf das Sehvergnügen: Trotz seiner geschlagenen 165 Minuten Laufzeit schaut sich „Ära des Untergangs“ kurzweilig und ist trotz der vielen, unterschiedlichen Erzählstränge nicht langweilig oder gar verwirrend – zugegebenermaßen möchte man einem Michael-Bay-Film Letzteres ohnehin nicht zutrauen. Des Weiteren kristallisiert sich alsbald Stanley Tucci als weiterer Pluspunkt des Actionstreifens heraus. Nachdem sich der Mime zuletzt durch seine Moderatoren-Rolle in „Die Tribute von Panem“ viele Fans machte, schlüpft er auch in „Transformers: Ära des Untergangs“ einmal mehr in die Rolle eines Exzentrikers. Dadurch werden ihm nicht nur die besten One-Liner zuteil, er sorgt auch für die Prise Witz, die im Vergleich zu den ersten drei „Transformers“-Filmen äußerst gering ausfällt; geschuldet vermutlich den kritischen Stimmen, die sich angesichts der humorvollen, ersten Stunde des dritten Teils unzufrieden zeigten. Fazit Transformers: Ära des Untergangs“ ist definitiv kein guter Film – solange man ihn an den gängigen Kritiker-Maßstäben misst. Für Fans des modernen (Bay-)Blockbusters, vornehmlich der ersten drei „Transformers“-Teile, bietet Part vier jedoch ein herausragendes CGI-Spektakel vor tollen Kulissen, auf technisch einwandfreiem Niveau und in brillantem 3D. Und nach wie vor haben auch solche Produktionen eine definitive Daseinsberechtigung!

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  • 18-03-2014
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Filmkritik: „Lone Survivor“

In den USA entwickelte sich Peter Bergs Verschmelzung aus Action- und Kriegsfilm zum Kassenschlager und Nummer-eins-Hit. Wie empfänglich das deutsche Publikum für das knallharte Bleigewitter sein wird, ist schwer abzusehen. Dennoch lässt sich beurteilen, ob Peter Berg sein Handwerk versteht und "Lone Survivor" somit zu einem Film gemacht hat, den anzuschauen es sich lohnt. IOFP hat einen Blick auf den diesjährigen Oscar-Anwärter geworfen. Bereits 2012 versuchte „Hancock“-Regisseur Peter Berg, auf den Spuren eines gewissen Hollywood-Regisseurs zu wandeln, dessen Spezialgebiet Explosions-Orgien und Sonnenuntergangs-Schwelgereien sind. Der für vier Goldene Himbeeren nominierte Alien-Actioner „Battleship“ trug überdeutlich Michael-Bay-DNA, doch anders als der „Transformers“-Reihe blieb der Spielfilmvariante des Hasbro-Klassikers „Schiffe versenken“ der Kultstatus verwehrt. Während alle Welt derzeit darauf wartet, dass Bay im Juli dieses Jahres erneut sich transformierende Auto-Ungetüme aufeinander loslässt, war „Battleship“ – ursprünglich ebenfalls als Beginn eines neuen Franchises geplant – trotz eines deutlichen Plus an den Kinokassen keine Fortsetzung vergönnt. Nicht zuletzt wohl auch deshalb, weil sich gestandene Hollywood-Größen wie Liam Neeson konsequent weigerten, ihren Film ernsthaft zu promoten. Mit  einer Wertung von 34 % auf der Internet-Plattform Rotten Tomatoes und einem somit unterdurchschnittlichen Kritiker-Tenor ging „Battleship“ aus gutem Grund nicht in die Annalen der Filmgeschichte ein. Auf den Spuren von Michael Bay Seither blieb es still um den Regisseur, Schauspieler und Autor Peter Berg, der zwischen „Battleship“ und seinem neusten Streifen „Lone Survivor“ lediglich einen Fernsehfilm drehte sowie sich als Produzent an der TV-Serie „The Fight Game with Jim Lampley“ beteiligte. Mit seinem zweifach Oscar-nominierten Kriegsfilm „Lone Survivor“ begibt sich Berg einmal mehr ins Fahrwasser seines Kollegen Michael Bay, beschränkt sich dabei jedoch vornehmlich auf die technische Gestaltung seines Werks. In Sachen Figurenzeichnung und Storytelling ist Berg seinem Kollegen – so mag man kaum glauben – haushoch unterlegen. Angesichts der auf eine Briefmarke passenden Geschichte sämtlicher „Transformers“-Filme sowie der dazugehörigen Charaktere ist dieses zweifelhafte Kunststück schon bemerkenswert. Noch erstaunlicher ist dabei allerdings, dass diese Schwachpunkte bei „Lone Survivor“ kaum ins Gewicht fallen. Immerhin ist die Produktion nicht viel mehr als ein filmgewordenes Ballerspiel vor recht imposanter Kulisse. Doch diesmal scheint der Filmemacher den Nerv des US-amerikanischen Publikums getroffen zu haben: Dort spielte der Streifen knapp 140 Millionen Dollar ein – fast das Vierfache seiner Produktionskosten. Afghanistan 2005: Vier Soldaten der US-Spezialeinheit Navy SEALs werden mit der Aufgabe, den Aufenthaltsort eines führenden Taliban-Kämpfers zu verifizieren, auf eine Beobachtungsmission in die Berge der afghanischen Provinz Kunar entsendet. Als die Männer bei ihrem Einsatz eine folgenschwere moralische Entscheidung treffen müssen, überschlagen sich die Ereignisse: Kommunikativ abgeschnitten von ihrer Einheit sehen sich die Soldaten innerhalb kürzester Zeit einer Übermacht von Taliban-Kämpfern gegenüber. Ohne jeden Ausweg müssen sie sich in dem unwegsamen Gebiet der Berge Afghanistans einem aussichtslosen Kampf stellen, der sie nicht nur physisch, sondern auch mental an die Grenzen des menschlich Erträglichen führt. Viel Action, wenig Story Hollwoodstar Mark Wahlberg („Ted“) scheint wie gemacht für die Rolle des Anführers Marcus Luttrell, auf dessen Erzählungen „Lone Survivor“ basiert. Nicht nur, dass der demnächst in „Transformers 4“ zu sehende Schönling auch privat nur selten mit seinem überschäumenden Patriotismus hinterm Berg hält, seine Affinität zu Waffen und die Freude am rasanten Schusswechsel sieht man dem 42-jährigen Mimen in jeder Sekunde an. Viel mehr haben weder er noch seine prominenten Kollegen wie Emile Hirsch („Into the Wild“) und Taylor Kitsch („Savages“) in „Lone Survivor“ zu tun – als „realer Ego-Shooter“ ist eine Story kaum existent; auch auf die Hintergründe der Figuren wird nicht näher eingegangen. Und das, wo der Film doch eigentlich auf wahren Ereignissen beruht. Während einige Diskussionen über eventuelle Taktiken und Aufnahmen der harten Rekruten-Ausbildung innerhalb der ersten Szenen ein loses Handlungsgerüst vortäuschen, bestehen die restlichen 100 Minuten aus knallharten Mann-gegen-Mann-Gefechten, deren kompromisslose Inszenierungen beeindruckend sind. Die beiden Oscar-Nominierungen für den Besten Ton und den Besten Tonschnitt kommen nicht von ungefähr: Die Verantwortlichen für das Sounddesign lassen Knochen knacksen und Gewehrkugeln einschlagen. Vor allem die Geräuschkulisse des Waldes ist von enormer Intensität und lässt dem Publikum den Eindruck, dieses befände sich Seite an Seite mit den Navy-SEALs. Ein weiterer Pluspunkt geht an das überaus gelungene Effekt-Make-Up: In zum Teil schmerzhaften Nahaufnahmen bekommt der Zuschauer verbrannte Gesichter, amputierte Gliedmaßen und blutüberströmte Verletzungen aller Art zu sehen – die fehlende Academy-Award-Nominierung in dieser durchaus experimentellen Kategorie ist unverständlich. Leider lässt Peter Berg sein Publikum darüber im Unklaren, mit welcher Intention er „Lone Survivor“ gedreht hat. Immer wieder überschneidet sich der knüppelharte, aufgrund seiner visuellen Brutalität teils nur schwer erträgliche Antikriegsfilm mit einem pathetischen Militär-Werbespot in Spielfilmlänge. Während die im Kugelhagel entstehenden Verletzungen im Close-Up ausgekostet werden und der Regisseur nicht darauf verzichtet, seine Darsteller psychische wie physische Qualen leiden zu lassen, bringen patriotische Schlachtrufe sowie romantisierende Bilder vor abnormal intensiven Sonnenuntergängen diese beinharte Stimmung immer wieder aus dem Rhythmus. Auch die makellose Kameraarbeit von Bergs Stamm-Kameramann Colby Parker Jr. („Battleship“) wirkt innerhalb des anarchischen Bleigewitters wie ein Fremdkörper, liefert dieser doch auf Hochglanz polierte Bilder, welche die knallharte Kriegsszenerie nicht zu unterstreichen wissen. Zudem verzichtet der Regisseur, der auch das Drehbuch schrieb, darauf, näher auf den Feind einzugehen. Peter Berg präsentiert dem Publikum einen Bösewicht, den es nicht zu hinterfragen hat. Es wird Zeuge eines klaren Gut-gegen-Böse-Kampfs – ob Gut wirklich gut und Böse wirklich böse ist, erfährt der deutsche Zuschauer nicht. Dass lediglich in buchstäblich aller letzter Sekunde angedeutet wird, dass nicht jeder Afghane automatisch ein Terrorist ist, entpuppt sich aufgrund seiner zeitlichen Platzierung innerhalb des Films als ärgerlich; scheint Berg dieses Statement so doch lediglich um des lieben Friedens willen eingebaut zu haben. Fazit Lässt man den fehlenden Plotaufbau sowie die unausgegorene Ausrichtung einmal beiseite, ist „Lone Survivor“ ein brachialer Kriegsactioner mit wenig Verstand, der auf der technischen Ebene allerdings zu überzeugen weiß und sein vorwiegend männliches Zielpublikum durchaus ansprechen wird. Einige ärgerliche Fehlschläge seitens der Regie und die sträflich vernachlässigten Charaktere verhindern dabei allerdings, dass man sich um das Leben der auf der Leinwand agierenden Rekruten sorgt – der Ausgang des Films bleibt gleichgültig.

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  • 30-10-2014
  • KinoReviews

Gewinnspiel: „Irre sind männlich“

Zum Heimkinostarts der herzlichen Komödie "Irre sind männlich" verlost IOFP tolle Preise. Schnell die Quizfrage beantworten und einen der tollen Preise absahnen! Als Daniel (Fahri Yardim) wegen seiner krankhaften Eifersucht von Mia (Josefine Preuß) verlassen wird, legt sie ihm eine Therapie nahe. Sein bester Freund Thomas(Milan Peschel) nimmt aus Solidarität mit ihm an einer Familienaufstellung teil und entdeckt dabei einen willkommenen Nebeneffekt: Mit falschem Namen und erfundenen Problemen lassen sich von den beiden Therapietouristen reihenweise Frauen abschleppen. Auf einem Wochenendworkshop der Psycho-Koryphäe Schorsch Trautmann (Herbert Knaup) kommt die therapiesüchtige Anwältin Sylvie (Marie Bäumer) den beiden auf die Schliche. Von nun an werden die Sitzungen zur postkoitalen Belastungsprobe und das erklärte Ziel, die bekannte Schauspielerin Bernadette (Peri Baumeister) flach zu legen, rückt immer mehr in weite Ferne. IOFP.de zog zum Heimkinostart von „Irre sind männlich“ das Fazit, dass der Streifen gekonnt mit den Konventionen der Durchschnitts-RomCom zu kokettieren weiß. Zusammen mit den Darstellern ergibt sich so das Bild einer deutschen Komödie, wie es sie nur alle Jubeljahre mal zu sehen gibt. Damit sich unsere Leser selbst davon überzeugen können...  ... verlosen wir zweimal die DVD zum Film! Ihr wollt Euch "Irre sind männlich" auf gar keinen Fall entgehen lassen? Dann schnell folgende Frage beantwortet und die Lösung mit dem Betreff "Mauern" an win@iofp.de geschickt. Wer führte Regie bei "Irre sind männlich"? Teilnahmebedingungen: Der Einsendeschluss ist der 06.11.2014 23:59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Pro Teilnehmer ist nur eine Mail / Einsendung gestattet. Mitarbeiter von iofp/ingame sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

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  • 27-10-2014
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Gewinnspiel: Mauern der Gewalt

Zum Heimkinostarts des weltweiten Kritikerlieblings "Mauern der Gewalt" verlost IOFP tolle Preise. Schnell die Quizfrage beantworten und einen der tollen Preise absahnen! „Starred up“ nennt man es in England, wenn ein Minderjähriger vorzeitig vom Jugendknast ins Erwachsenen-Gefängnis verlegt wird. So ein „Aufsteiger“ ist Eric. Der 19jährige ist hochaggressiv, eine tickende Zeitbombe. Er kennt die Tricks, weiß wie man aus Alltagsgegenständen Waffen baut und wo man sie versteckt. Seine explosiven Gewaltausbrüche gegen Wärter und Gefangene stören immer wieder die geregelten Abläufe. Und damit kommt er dem führenden Knastdealer in die Quere, der um sein Geschäft fürchten muss. Denn gute Deals klappen nur, wenn Frieden herrscht im Flügel. Eric kapiert die Zusammenhänge noch nicht, aber einer weiß genau, wie der Hase hier drin läuft: Nev, Häftling, Alphamann – und Erics Vater… Eine brutale Knast-Story, randvoll mit Wut und Gewalt, liefert Regisseur David Mackenzie hier ab. Kino, das unter die Haut geht, und eine tour de force für die Darsteller, allen voran der junge Jack O'Connell! Ein so kraftvoll physisches Drama kommt selten auf die Leinwand. Worte spielen in dieser düsteren Machowelt kaum eine Rolle. Hier ist alles körperlich, die Wut, die Angst, der Hass und die Enttäuschung. Dafür braucht man Schauspieler, die diese physische Intensität geradezu ausschwitzen. Und so einer ist O'Connell. Wenn er sich mit mehreren Wärtern gleichzeitig anlegt oder wie eine Bombe unter seinen Mithäftlingen explodiert, gehört ihm ganz allein die Leinwand. Kein Wunder, dass die Presse die Geburt eines Stars bejubelt. Dass "Mauern der Gwalt" so ein authentisches Knastdrama geworden ist, verdankt es neben seinen exzellenten Darstellern seinem Autor. Jonathan Asser kennt sich aus in dieser engen Welt hinter Gittern, war er doch selbst als Aggressionstherapeut dort tätig. Mit wenigen Worten entwirft er ein Drama, das ebenso spannend wie packend ist. Hier treffen keine Superhelden in choreographierten Fights aufeinander, sondern echte Menschen, die Regisseur Mackenzie in eindringlichen Bildern einfängt. Wir verlosen je eine zwei DVDs und zwei Blu-rays zum Film! Ihr wollt Euch "Mauern der Gewalt" auf gar keinen Fall entgehen lassen? Dann schnell folgende Frage beantwortet und die Lösung mit dem Betreff "Mauern" an win@iofp.de geschickt. Schreibt außerdem in die Mail, ob Ihr im Falle eines Gewinns die DVD oder Blu-ray bevorzugt. Viel Glück!. Wer führte Regie bei "Mauern der Gewalt"? Teilnahmebedingungen: Der Einsendeschluss ist der 09.11.2014 23:59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Pro Teilnehmer ist nur eine Mail / Einsendung gestattet. Mitarbeiter von iofp/ingame sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

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  • 14-10-2014
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Gewinnspiel: „Teenage Mutant Ninja Turtles“

Zum Kinostart des 3D-Action-Spektakels "Teenage Mutant Ninja Turtles" verlost IOFP ein tolles Fanpaket. Schnell die Quizfrage beantworten und einen der tollen Preise absahnen! Die humanoiden Kult-Schildkröten Donatello, Leonardo, Raphael und Michelangelo nehmen, unterstützt von ihrem Mentor Splinter (Danny Woodburn), der furchtlosen Journalistin April O’Neil (Megan Fox) und dem ehrgeizigen Kameramann Vern Fenwick (Will Arnett), den Kampf gegen ihren ultimativen Endgegner auf: Ninja-Meister Shredder (William Fichtner) und seine Fußsoldaten. Ihre wichtigsten Waffen dabei sind nicht nur ihre Ninja-Ausbildung, Nunchucks, Bo Stab und Co., sondern vor allem ihr Witz, ihr stets heldenhafter Einsatz für das Wohl der Menschheit und, nicht zu vergessen, eine tiefe brüderliche Verbundenheit, die die vier zu einem unschlagbaren Team macht. Ob mit Leonardos (Pete Ploszek) Führungstalent, Donatellos (Jeremy Howard) technisch versiertem Verstand, Michelangelos (Noel Fisher) energetischem Wesen oder Raphaels (Alan Ritchson) stürmischer Emotionalität: Solange die vier Ninjas zusammenhalten, hat kein Gegner eine Chance, gegen sie anzukommen. Doch der martialische Bösewicht Shredder hat einen Plan, der alles ändern könnte … Kaum eine Comicfigur hat es bislang geschafft, sich so tief in den Herzen ganzer Generationen zu verankern, wie die pizzafanatischen Freunde. Regisseur Jonathan Liebesman („Zorn der Titanen“) bringt die vier grünen Helden nun als spektakuläres Live-Action-Abenteuer auf die große Kinoleinwand. Ein mit Spannung erwartetes 3D-Popcorn-Spektakel, das mit neuester CGI-Technologie und der Unterstützung von Mastermind Michael Bay („Transformers“) den Charme und Mut der Turtles in ein hochexplosives Action-Paket verwandelt. Abgerundet wird die Turtles-Power mit der richtigen Prise Humor sowie einem hochkarätigen und bunt gemischten Cast: Heiß, heißer, Megan Fox („Transformers“) spielt die toughe TV-Journalistin April O’Neil, die erfahrenen Comedy-Mimen Whoopi Goldberg („Sister Act“) und Will Arnett („Jonah Hex“) garantieren kurzweilige Unterhaltung, während William Fichtner („The Dark Knight“) den Fiesling Shredder verkörpert. Unter den Schildkrötenpanzern verstecken sich vier attraktive und aufregende Nachwuchstalente: Alan Ritchson („Die Tribute von Panem“) als Hitzkopf Raphael, Jeremy Howard („Men in Black II“) als Technik-Fan Donatello, Noel Fisher („Twilight Saga: Breaking Dawn Part 2“) als Witzbold Michelangelo und Pete Ploszek („Parks and Recreation“) als Anführer Leonardo. Wir verlosen ein Fanpaket mit je zwei Freikarten, einem coolen Pizza-Schneider und einer Schaumstoff-Hand in "Turtles"-Optik! Ihr wollt Euch "Teenage Mutant Ninja Turtles" auf gar keinen Fall entgehen lassen? Dann schnell folgende Frage beantwortet und die Lösung mit dem Betreff "Turtles" an win@iofp.de geschickt. Schreibt außerdem in die Mail, ob Ihr im Falle eines Gewinns die DVD oder Blu-ray bevorzugt. Viel Glück!. Wer produzierte "Teenage Mutant NInja Turtles"? Teilnahmebedingungen: Der Einsendeschluss ist der 26.10.2014 23:59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Pro Teilnehmer ist nur eine Mail / Einsendung gestattet. Mitarbeiter von iofp/ingame sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

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