„Borgman“: Erster Trailer zum niederländischen Thriller

Während der Filmfestspiele in Cannes 2013 entwickelte sich der Film „Borgman“, der für die goldene Palme nominiert war, schnell zum Zuschauerliebling. Nun gibt es einen ersten Trailer zu sehen.

Borgman macht sich an einem bewusstlosen Pärchen zu schaffen

Borgman macht sich an einem bewusstlosen Pärchen zu schaffen

Im Trailer zu „Borgman“ sieht man einen verwahrlosten Mann, der in einem unterirdischen Bau zu leben scheint. Drei Männer machen sich daran zu schaffen, das offensichtliche Heim des älteren Herren zu zerstören. Einer von ihnen ist Priester, aber es scheint nicht, als wären sie am leiblichen Wohl des Mannes interessiert. Camiel Borgman kann fliehen und sucht Zuflucht in einer wohlhabenden Siedlung, um die Anwohner der Straße um Erlaubnis zu bitten, ein Bad nehmen zu dürfen. Von den meisten wird er abgewiesen, doch als er vor der Tür des Fernsehproduzenten und Familienvaters Richard steht, behauptet dieser seine Frau Marina zu kennen. Sie sei früher sein Kindermädchen gewesen. Doch mit dem Fremden lässt Richard das Grauen in sein Haus und in sein heiles Familienidyll einkehren.

Während des letzten Jahres war Borgman bei den Filmfestspielen in Cannes und Straßburg nominiert. Bei den  Niederländischen Filmfestspielen nahm der Film ein „goldenes Kalb“ und bei dem Palic-Filmfest einen „goldenen Turm“ mit nach Hause. Inszeniert wurde der Thriller von Alex Van Warmerdam („Die letzten Tage der Emma Blank“). In den Hauptrollen sind Jan BijvoetHadewych Minis, Heroen Perceval und Sara Hjort Ditlevsen zu sehen.

Der Trailer schafft es eine dichte Atmosphäre zu kreieren und zeigt eine Reihe von Szenen auf, die einen sowohl neugierig machen, als auch leicht verstören. Freunde des Thriller-Genres werden sicherlich mehr als neugierig auf den Streifen sein.

Ein deutscher Kinotermin ist bislang noch nicht bekannt.

Hier der offizielle Trailer für Euch:

Was haltet Ihr von den ersten optischen Eindrücken zum Psycho-Thriller „Borgman“?

  • admin
  • 9. April 2014
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  • 29-09-2014
  • Reviews & Meinungen

Filmkritik: „Borgman“

Der niederländische Beitrag zur kommenden Oscar-Verleihung steht bereit und "Borgman" hat schon im Voraus - allein durch Ausschnitte und Bilder - Lust auf mehr hervorgerufen. Was dann jedoch passiert, macht absolut sprachlos. Alex van Warmerdam steht als wichtigster Mann hinter der niederländisch-belgisch-dänischen Co-Produktion "Borgman": Er schrieb das Drehbuch und führte Regie. Dass er eine der Nebenrollen im Film übernahm, schien hier eine Herzenssache zu sein, denn mit dem pulsierenden Mittelpunkt des menschlichen Körpers muss er vollends dabei gewesen sein, um einen derartigen Film zu schaffen. "Borgman" hat es in sich, aber was das genau ist, lässt sich doch nur schwer erfassen. Unter der Erde Camiel Borgman (Jan Bijvoet) haust in einer selbstkonstruierten Erdhöhle, die er durch einen angelegten Notausgang verlassen muss, als drei Bewohner eines niederländischen Dörfchens Jagd auf ihn machen. Auf dem Weg aus dem Wald erweckt er seine zwei Anhänger ebenfalls aus ihren Schlupfwinkeln und bewegt sich weiter in Richtung eines vornehmen Wohngebiets. Dort angekommen fragt er am erstbesten Haus nach einem Bad, welches ihm verwehrt wird. Sein zweiter Versuch beim Haus von Richard (Jeroen Perceval) und Marina (Hadewych Minis) endet blutig, denn der aggressive Ehemann verprügelt Borgman, als dieser behauptet seine Frau zu kennen. Doch Marina plagt ein schlechtes Gewissen und so versorgt sie Borgmans Wunden, als dieser erneut auftaucht. Auch eine Unterkunft bietet sie ihm an - unter der Voraussetzung. dass er sich von ihrem Mann und den drei Kindern fernhält. Doch der Gast ignoriert die Anweisungen, taucht immer wieder im Wohnhaus auf, um sich später als Gärtner zu bewerben. Von nun an lebt er offiziell bei der Familie im Gästebereich und lässt auch seine Mitstreiter Ludwig (Alex van Warmerdam) und Pascal (Tom Dewispelaere) im Gartenhaus wohnen. Die Vorkommnisse und Beziehungen in der Vorzeigefamilie geraten aus den Fugen und eskalieren mehr und mehr auf abstruse Art und Weise. Das Böse lauert überall Man muss Borgman als Metapher sehen, als Darstellung der Abgründe, die in jedem von uns lauern. Er ist kein "sei vorsichtig gegenüber Fremden"-Zeigefinger, keine Warnung vor Landstreichern, sondern die Inkarnation dessen, was die Menschen entzweit, was sie argwöhnisch macht und gegeneinander aufbringt. Er infiltriert die erwählte Familie scheinbar mühelos, sät Unbehagen, Missgunst, Feindschaft und Tod. Es sind Alpträume, Manipulationen und das Kreieren einer geheimnisvollen Anziehungskraft gegenüber Marina, den Kindern und dem Kindermädchen. Nur der grundsätzlich aufbrausende Richard scheint durch seine Grundaggressivität nicht von Borgman bedroht zu sein. Kurze Dialoge, wenige Ortswechsel und eine schleichende Veränderung der Charaktere lassen den Zuschauer nicht nur sämtliches Zeitgefühl verlieren, sondern auch die Fähigkeit zwischen Realität und Traum zu unterscheiden. All das vor einem warmen sommerlichen Hintergrund, der die heile Welt in Bild und Ton aufrechterhält, wird ein permantes Kribbeln geschaffen, eine Spannung, die sich bis zum Ende aufbaut und den großen Knall erwarten lässt. Doch wo bleibt er? Gewollt unfertig fertiggestellt Regisseur van Warmerdam sagt selbst, dass er einen offenen Film entstehen lassen wollte, der mehr Fragen stellt, als er am Ende Antworten gibt. Für Liebhaber ein Fest, für alle anderen eine Qual. Ratlosigkeit und viele Fragezeichen häufen sich im Laufe der nichtsdestotrotz spannenden 113 Minuten. Auch vor der Annahme, Borgman sei eine Metapher, bleibt offen, ob er nicht doch real ist. Doch wer sind deine Anhänger? Woher sie kommen, warum sie tun, was sie tun und was sie da eigentlich tun - offen. Die offensichtliche Manipulation Marinas steht hier der unerklärten körperlichen Beeinflussung der Kinder gegenüber. Gebannt verfolgt man das düstere, teilweise schockierende Geschehen. Man nimmt die Taten des Borgman-Clans hin, die Szenen, die aus dem Kontext gerissen scheinen und wartet auf das alles auflösende Ende. Doch die Münder stehen offen und man darf und muss zugeben: Das habe ich nicht verstanden. Doch nicht nur hier füllt man sich verloren. Die Zeitlosigkeit, der unbestimmte Handlungsort, Wesen und Menschen, die auftauchen, von denen man aber weder sicher weiß wo sie herkommen noch weshalb sie überhaupt eine Rolle spielen. Trotzdem oder gerade deshalb verfehlt "Borgmann" sein Ziel der ständig steigenden Spannung zu keiner Miunte, verbreitet vor der Leinwand das gleiche Unbehagen, das auch die Charaktere beschleicht - ein absolut gelungener Thriller, der seine Intention jedoch in keiner Sekunde preisgibt. Fazit Es fällt schwer "Borgman" klar zu mögen oder eben nicht zu mögen, doch eins steht fest: Auch wenn van Warmerdams Oscar-Beitrag die Gemüter verwirrt zurücklässt, ist er einer der großen Kandidaten im Rennen um die Goldjungs, die trotz metallner Hülle gern mehr Tiefe und Charakter zeigen können. Wer sich auf diese surreale Reise begibt, muss es auch wirklich wollen, denn wenn sie einmal angetreten wurde, gibt es kein Zurück.

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