• 05-03-2014
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Review: „The Blacklist“ Folge 01×09 (Spoiler!)

Es ist kaum zu glauben: Nach dem einschläfernden General Ludd ging es in der neunten Folge "The Blacklist" mal wirklich ans Eingemachte. Die Serie scheint wieder zurück auf ihre Spur gefunden zu haben und noch besser zu werden. Mehr lest Ihr bei uns. Anslo Garrick (Nr. 16) - Teil 1 Zweifel an der Serie? Nicht mehr die geringsten! "The Blacklist" ist wieder da und wird immer besser. Mit Anslo Garrick beweisen die Autoren, dass noch einiges in der Serie steckt und sie das Potenzial auch gekonnt nutzen können. Das ist passiert: Nur ein kleiner Moment zu Beginn verrät, dass es in der Folge blutig wird, denn Agent Ressler liegt schwer verwundet am Boden. Über ihm Raymond Reddington, der ihn mit einem Messer malträtiert. Schon folgt der Sprung in die 13 Stunden zurückliegende Vergangenheit. Hier genehmigt sich Reddington Bier in einer Münchener Kneipe und scheint einen ausgelassenen Abend mit seinen Geschäftspartnern zu haben. Doch dann taucht Ressler auf und teilt ihm mit, dass Keen ihn unbedingt braucht. Kurz zögernd, ist Red dann doch bereit seiner Lizzy zu Hilfe zu eilen. Zurück in Washington Wir sehen Elizabeth (Megan Boone) und Tom (Ryan Eggold) in ihrem Haus. Lizzy hat noch immer mit dem Tod ihres Vaters und ihrer schwammigen Vergangenheit zu kämpfen. Dann zeigt ein kurzer Flashback das Feuer, von dem zu Beginn der Serie kurz die Rede war. Wir kommen des Rästels Lösung also langsam näher! In der Blackside wird es währenddessen spannend, denn kaum angekommen wird Reddington in Schutzhaft genommen. Ressler hat ihn nur unter dem Vorwand, dass Liz seine Hilfe bräuchte ins Quartier gelockt, denn Red befände sich in Gefahr. Dieser hält es für lächerlich, denn schließlich schwebt er durch seine Machenschaften ständig in Gefahr. Doch als der Name Anslo Garrick fällt, wird er aufmerksam. Während er Cooper, Malik und Ressler erklärt, was das für das Team und die Blackside bedeutet, wird in Zwischenblenden das Vordringen Garricks und seiner Killer-Brigade in die Einrichtung gezeigt. Dass es in den Reihen des FBI einen Maulwurf gibt ist für Red ersichtlich, denn ohne diesen hätten die gefälschten Informationen über einen Anschlag auf Red, das FBI nie erreicht. Zur gleichen Zeit ist Agent Keen auf dem Weg zur Arbeit. Als Garricks Leute das komplette Kommunikationssystem lahmlegen, bleibt sie im Fahrstuhl stecken. Die Hoffnung stirbt zuerst Sämtliche von Cooper ergriffenen Maßnahmen kommen zu spät: Garrick stürmt die Einrichtung und hinterlässt eine blutige Spur an Leichen. Reds Warnung vor dem sicheren Tod aller fruchtet nicht und somit passiert, worauf die erste Szene angedeutet hat, Ressler wird am Bein schwer angeschossen. Da Red noch immer Handschellen trägt, nimmt er den Schlüssel an sich und befreit sich selbst. Ob es aus purem Eigennutz passiert ("Wir sind noch nicht fertig, Donald!") , oder weil Red doch einen weichen Kern hat - er flüchtet mit Donald und schwerem Geschütz in die sichere Box,  in der Red zu Beginn gefangen gehalten wurde. Garrick kommt Sekunen zu spät und lüftet seine Maske. Jetzt bekommen wir einen Widersacher geboten, der komisch und gruselig zugleich aussieht und klar macht, dass er wirklich zu allem bereits ist, um Red leiden zu sehen - egal wie. Cooper, Malik und der FBI-eigene Computernerd Aram haben sich unterdessen im Waffenlager verschanzt und rüsten sich aus. Aram soll das Kommunikationssystem wiederherstellen. Es beginnt ein Kampf um Zeit und Leben. Während Ressler stark blutet und Red alles versucht, um ihn am Leben zu halten, versucht Keen weiter vorzudringen. Es geht jetzt Schlag auf Schlag: Erzählungen aus der Vergangenheit, die Garricks blutrünstige und brutale Rache begründen, die Gefangennahme der verbliebenen FBI-Agenten und der erste dramatische Tod. Für Anslo ist rein Ran- oder Reinkommen in die Box möglich und so beginnt er Red zu drohen. Als erste nimmt er sich Luli, die nach kurzem Coundown, ohne mit der Wimper zu zucken, erschossen wird. Als dann Dembe - mit auf seinen Kopf gerichteter Waffe - auf die Knie gehen soll, verliert Reddington die Fassung und versucht Donald zu wecken, denn dieser ist mittlerweile bewusstlos, kennt aber den Code der Box. Dass Cooper nicht einschreitet, der auf das Retten der Menschen aus sein sollte, ist zwar fragwürdig, zeigt aber Reddingtons unschätzbaren Wert für das FBI. Während eines vermutlich letzten Gesprächs zwischen Red und Dembe wird die innige Verbindung der beiden noch einmal deutlich. Die Folge entlässt uns mit einem schwarzen Bildschirm und dem Geräusch einer abgefeuerten Waffe. Fazit Dieser Cliffhanger hat es in sich. Ist Dembe tot, oder gibt es doch noch Hoffnung? Wer ist der Maulwurf? Kann Red Keen retten? Was passiert, wenn Anslo die Box öffnet und warum um Himmels Willen wurde mit der rasanten Gangart der Story bis zur neunten Folge gewartet? Wir sind gespannt auf nächste Woche, wenn der zweite Teil von Anslo Garrick läuft! Spätestens jetzt kann man die kommenden Folgen kaum erwarten. Hat es Euch auch gepackt?

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  • 05-03-2014
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Review: „The Blacklist“ Folge 01×08 (Spoiler!)

Die gestrige Folge von "The Blacklist" bietet für Kritiker und Fans reichlich Stoff zum Diskutieren: Miese Effekte, ein langweiliger Bösewicht und Geheimnisse über Geheimnisse. Mehr verrät Euch IOFP. General Ludd (Nr. 109) Gleich zwei Folgen nacheinander versprachen einen großartigen und spannenden Abend. Doch Episode acht entpuppte sich als absolute Enttäuschung. Trotz Einblicken in Keens und Reddingtons Psyche, verlor die Folge durch schlecht umgesetzte Spezialeffekte an Glaubwürdigkeit. Die Folge beginnt mit einer iyllischen Szene im Park, wo ein Vater mit seinem Sohn Football spielt. Kurz vor Ende ihres Ausfluges stürzen Teile eines Frachtflugzeuges auf die Erde, allen voran ein Sitz mit einer blutigen Leiche. Es folgen Triebwerke, Einzelteile und der Rest der Maschine. Dass Vater und Sohn dabei ums Leben kommen, kann aufgrund der abgedeckten Körper erst nur vermutet werden, wird aber im Laufe der Folge noch kurz angesprochen. Kurze Zeit später bestätigt sich auch der Verdacht eines Bombenanschlages. Attentäter ist der sogenannte General Ludd. Nicht nur die Fernsehsender auch Raymond Reddington klären auf: Bei Ludd handelt es sich um einen maskierten Rächer, der eine große Gefolgschaft um sich schart, die die Finanzwelt zu Fall bringen wollen (das weniger verfängliche und allgemein gehaltene Pendant zur "Occupy"-Bewegung). Und schon ist der General entlarvt... Überraschend für jeden Fan ist der Anruf von Lizzys Adoptivvater Sam, haben wir doch die ganze Zeit spekuliert, dass Red ihr Vater ist. Keens Vater liegt aufgrund der neu ausgebrochenen Krebserkrankung im Krankenhaus, sagt Lizzy jedoch nicht, dass er im Sterben liegt. Da sie nur Routineuntersuchungen vermutet, ist sie beruhigt und widmet sich weiter dem Aufspühren Generals Ludds. Obwohl dieser unter vielen Decknamen sein Unwesen treibt, ist er doch erschreckend schnell entlarvt und im Allgemeinen auch eher einer der harmloseren Blacklist-Namen. Nach einem Besuch beim Schönheitschirurgen, bei dem auch Red schon Kunde war, wissen er und Keen schnell, unter welchem Namen Wolff aktuell arbeitet. Leider zu spät kommen Lizzy und Donald zum Flughafen und werden, Dank des miesen Schnitts, zweimal von einer Druckwelle erfasst. Währenddessen erfährt Tom von Lizzys Tante, dass der Krebs die Leber befallen hat und es keine Hoffnung mehr gibt. Er fliegt sofort zum Krankenhaus - für Keen unmöglich, da der Flugverkehr wegen Ludd still gelegt wurde. Im Krankenhaus passiert es dann: Red taucht bei Sam auf. Wie alte Freude unterhalten sie sich und kommen zu genau dem, was wir wollen: Elizabeth. Sam will sie vor seinem Tod über ihre Vergangenheit aufklären, doch das ist Red gar nicht recht. Er sei Sam dankbar, dass er Lizzy aufgenommen habe, aber das Lüften des Geheimnisses könne er nicht zulassen. Den einzigen Ausweg, den Red sieht, ist Sam zu töten. Wir kommen somit der Lösung des Geheimnisses keinen Schritt näher, auch wenn noch immer Raum steht, das Red Lizzys Vater sein könnte. Vorm Krankenhaus verwickelt er Tom, der gerade die Nachricht von Sams Tod erhalten hat, in ein Gespräch. Was banal beginnt, wird zur unterschwelligen, an Tom gerichteten, Drohung und eins steht fest - Tom verbirgt etwas und das ist gewiss nicht ohne! Er lässt es sich zwar kaum anmerken, aber in seinem Blick sieht man, dass die Gedanken rasen, auch wenn er nicht weiß, warum der Fremde so mit ihm spricht. Die folgende Jagd nach Ludd ist alles andere als aufregend. Er überfallt einen 500 Millionen Dollar schweren Geldtransporter, in dem sich auch eine Druckplatte für Gelscheine befindet. Ludd wird von Keen und Ressler gefasst, flieht und wiederum von Red gefasst. Dieser weiß um die Druckplatte und auch, dass das FBI sie Ludd nicht abgenommen, sondern eine Kopie untergejubelt bekommen hat. Also nimmt Red das Original an sich und Ludd wird ausnahmsweise nicht getötet. Fazit Viele schlecht inszenierte Explosionen, wenig Neues und ein eher harmloser Bösewicht machen die Folge zu einem Tiefpunkt der Serie. Das Geheimnis um Keens Verbindung zu Red und auch Toms offensichtlich verruchte Vergangenheit bleiben weiter im Dunkeln. Ist Eure Enttäuschung auch so groß wie unsere?

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  • 21-02-2014
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DVD-Kritik zu „American Horror Story: Asylum“

Nachdem die erste Staffel der preisgekrönten Horrorserie "American Horror Story" eine abgeschlossene Gruselgeschichte rund um ein verfluchtes Geisterhaus erzählte, öffneten die Serienschöpfer Brad Falchuk und Ryan Murphy ("Glee") in der zweiten Season, die am 28. Februar auf DVD erscheint, neue Tore – genauer, die der einst von der katholischen Kirche erbauten Nervenheilanstalt Briarcliff Manor, angesiedelt im Jahre 1964. Hier führt die strenge Oberschwester Jude (erneut Jessica Lange, die für die brillante Verkörperung ihrer Rolle mit dem Golden Globe sowie dem Emmy ausgezeichnet wurde) ein strenges Regiment über ihre Insassen, die hinter verschlossenen Mauern nicht nur zu Forschungszwecken des verrückten Dr. Arthur Arden (James Cromwell) herhalten müssen. Die ehrgeizige Journalistin Lana Winters (Sarah Paulson) wittert hinter der undurchdringlichen Fassade des altehrwürdigen Gebäudes eine brandheiße Enthüllungsstory, doch ehe sie es sich versieht, ist sie schon selbst Gefangene der Einrichtung. Ein Entkommen scheint es nicht zu geben, doch Lana nutzt die Gelegenheit, und ermittelt weiter. Es wird nicht lange dauern, bis sie diesen Entschluss bitter bereut… David Lynch lässt grüßen! Wie schon in "Murder House" – so der offizielle Untertitel der ersten Staffel von "American Horror Story" – reiht sich auch in "Asylum" munter ein Mindfuck an den anderen, der zartbesaitetes Publikum auch ohne zu viel Effekthascherei schnell in Angst und Schrecken versetzt. Konnte man "Murder House" noch als einen “gruseligen Auftakt” bezeichnen, so ist "Asylum" die konsequente Zuspitzung sämtlicher irreführender Elemente (einschließlich Alien-Entführung und Nazi-Thematik) und stellt den klassischen Grusel dabei in den Hintergrund. Stattdessen heben die Macher das Element des Abstrusen hervor und machen dadurch die innerhalb der Anstalt allgegenwärtige Verrücktheit regelrecht spürbar – David Lynch lässt grüßen! So funktioniert nicht nur der schleichende Horror: Ein Überfluss an verschiedenen Genremerkmalen vermischt sich in "American Horror Story: Asylum" zu einem fiesen Gefühl von Unbehagen. Mit der Ahnung, ständig auf der Hut sein zu müssen, bewegt sich die Handlung konsequent inkonsequent voran und nimmt dem Zuschauer sämtliche Möglichkeiten der Orientierung. Nicht unbeteiligt an dieser Tatsache sind die Ausarbeitung der Charaktere und deren Besetzung. Dabei sticht wieder einmal vor allem Jessica Lange ("Tootsie") hervor, die in "Asylum" als gnadenlose Oberschwester Jude agiert. Sie verleiht ihrer Figur eine unangenehme Unnahbarkeit und eine Kraft, die sie ausnahmslos alle anderen Darsteller an die Wand spielen lässt. Wenn sie einen Raum betritt, ist er ausgefüllt. Wenn sie mit Inbrunst ihre Dialoge vorträgt, hängt man an ihren Lippen, um ihren eindringlichen Worten zu lauschen. Gleichzeitig strahlt sie zu jedem Zeitpunkt Würde aus, sodass man ihr niemals den Rücken kehren möchte und es ist ein Segen, dass man auch in Staffel drei – erneut eine vollkommen andere Geschichte mit neuen Figuren – auf die Charakterdarstellerin zurückgreift. Neben ihr brilliert Lily Rabes Darstellung einer höchst ambivalenten Figur, Zachary Quinto triumphiert als geisteskranker, dabei jedoch nicht minder charismatischer Psychopath und Evan Peters unterstreicht seinen guten Ruf, den er sich in "Murder House" bereits erarbeitete. Fiese Inszenierung Neben Story und Darstellern geht ein großer Verdienst für den unfassbaren Erfolg der Serie an sämtliche Bereiche der technischen Umsetzung. Schon der kunstvoll inszenierte, surrealistisch anmutende Vorspann zeigt deutlich, dass "American Horror Story" auf anderen Pfaden wandelt, als es Horrorkost üblicherweise tut. Unruhige Schnitte, eine relativ ungenaue und unruhige Kameraführung (ohne Found-Footage-Touch!) sowie Bilder von Kulissen, die keinen geleckten Eindruck machen, sondern dreckig und unverfälscht daherkommen, fangen die schaurigen Geschichten perfekt ein und sorgen so für wohlige Gänsehaut. Hier wurde nichts auf Hochglanz getrimmt. Vielmehr zieht man den Schauer aus der ohnehin fiesen Umgebung, in der "American Horror Story" gedreht wurde. Der von Jonathan S. Levine komponierte Soundtrack versteht sich mehr als eine Ansammlung von obskuren Geräuschen denn als melodischer Score, in etwa vergleichbar mit der Musikuntermalung von Stanley Kubricks meisterlicher Stephen-King-Roman-Adaption "Shining". Unter den Drehbuchautoren der einzelnen Folgen finden sich Namen wie James Wong ("Final Destination"), die noch weitgehend unbekannte Jessica Sharzer und Tim Minear ("Akte X", "Angel - Jäger der Finsternis"). Aus den unterschiedlichen Schwerpunkten, die die verschiedenen Autoren in ihren Skripten spürbar setzen, ergibt sich die bereits ausführlich besprochene Genrevielfalt, die "American Horror Story" vorweisen kann. Fraglich, ob ein Autor alleine diesen serientypischen Stimmungsmix hinbekommen hätte. Fazit "American Horror Story: Asylum" ist die geisteskranke Stiefschwester von "Murder House" – und setzt im Horrorseriensegment wieder einmal neue Maßstäbe.

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  • 18-02-2014
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Review: „The Walking Dead“ Folge 4×10 (Spoiler!)

Die neue Folge "The Walking Dead" lief gestern auf FOX und das Abenteuer ging weiter. IOFP erzählt berichtet Euch darüber, aber Achtung - Spoilerwarnung! Während der Zuschauer in der letzten Folge "The Walking Dead" gesehen hat, was Rick, Carl und Michonne nach der Flucht aus dem Gefängnis erlebt haben, konzentriert sich die neue Folge "Inmates" auf den Rest der Überlebenden. In "Für Dich" wurde die Zahl der Protagonisten auf drei reduziert und das erinnerte an die Anfänge der Serie: Auf Zombie-Action wurde eher verzichtet, um für Konflikte und Zwischenmenschlichkeit Platz zu machen. Das gab aber auch die Gewissheit darüber, dass die nächste Folge die übrigen Personen der ehemaligen Gruppe behandeln wird. Und so ist es auch gekommen: Die Episode zeigt, wie es allen anderen einstigen Gefängnisinsassen ergangen ist. Das ist reichlich Plot für 40 Minuten. Zuerst sieht der Zuschauer wie Beth und Daryl (Norman Reedus) flüchten. Währenddessen ist Beths Stimme aus dem Off zu hören, die Auszüge aus ihrem Tagebuch liest, das sie im Gefängnis verfasste. Das Voice-Over, das Zuversicht über ein angstfreies und sicheres Leben beschreibt, stellt eine Diskrepanz zu den simultan geschehenden Ereignissen dar: Daryl und Beth werden von Walkern verfolgt müssen sich durchschlagen. Grund dafür, dass sie panisch flüchten müssen ist die Zerstörung des Gefängnisses - das laut Beths Tagebuch endlich eine sichere Zuflucht ist, in der sie den Rest ihres Lebens verbringen können. Die Erzeugung von so einem Kontrast ist ein schönes stilistisches Element und gleichzeitig eine gute Einleitung der Folge. Das Verhalten von Beth und Daryl kann man in dieser Episode so zusammenfassen: Optimismus gegen Pessimismus. Beth will die Hoffnung, dass es noch mehr Überlebende gibt, einfach nicht aufgeben, wohingegen Daryl dem äußerst skeptisch gegenüber steht. Beth kann ihn allerdings davon überzeugen, nach Spuren zu suchen - und er entdeckt welche. Die Spuren deuten auf einen Zombie-Angriff hin und schon bald finden Beth und Daryl eine Gruppe von Walkern, die gerade ein paar Menschen verspeist. Daryl schaltet die Zombies aus und Beth' Optimismus ist durch diesen Zwischenfall stark erschüttert: Sie bricht in Tränen aus. Als nächstes trifft der Zuschauer auf Tyreese und die beiden Mädchen Mika und Lizzie. Und auf die erste große Überraschung: Die tot geglaubte kleine Judith ist am Leben und befindet sich in der Obhut von Tyreese. Er hat alle Hände voll zu tun mit den drei Kindern. Und durch die Baby-Schreie von Judith hat es diese Gruppe besonders schwer, von Zombies unentdeckt zu bleiben. Als Tyreese aus der Ferne Hilferufe hört, lässt er die Kids bewaffnet zurück, um vermeintlichen Bekannten aus der Misere zu helfen. Tyreese kommt bei den Menschen in Not an und dem Zuschauer wird klar, dass es sich um die Menschen handelt, die später vor Beths und Daryls Augen gefressen werden. Zudem haben Tyreese und die Kids einige Spuren verursacht, die Daryl später bzw. früher gefunden hat. Dieses episodische Erzählen ist ein weiteres ansprechendes Stilmittel von "Inmates". Die Kinder haben in der Zwischenzeit das Problem, dass Judith nicht aufhören will zu weinen - und prompt kommen auch schon einige Beißer auf sie zu. Lizzie feuert Schüsse ab, doch trifft nicht. Tyreese hört die Schüsse und eilt zurück und die Kinder kommen ihm schon unversehrt entgegen, doch sie sind nicht allein - Carol ist in ihrer Begleitung! Der nächste Handlungspunkt dreht sich um die Gruppe bestehend aus Maggie, Sasha und Bob. Maggie hat nur die Suche nach Glenn im Kopf und macht es zur absoluten Priorität. Bob und Sasha sind anfangs von Maggies Vorhaben zwar nicht begeistert, doch letztendlich unterstützen sie sie bei der Suche. Maggie ist der Meinung, dass Glenn zu denen gehörte, die in einem Schulbus aus dem Gefängnis flohen. Schon bald finden sie besagten Bus, der aber mit Zombies gefüllt ist. Maggie besteht darauf, die Tür des Busses zu öffnen um die Gewissheit darüber zu haben, ob Glenn ein Walker ist oder nicht. Gesagt, getan: Viele Zombies strömen aus dem Bus, doch Glenn ist zum Glück nicht unter ihnen. In diesem Abschnitt der Folge wird viel Wut und Frustration freigesetzt. Besonders Maggie, die noch den Tod ihres Vaters verarbeiten muss, ist untypisch aggressiv und verteilt noch mehr Hirnmasse als gewohnt. Schließlich geht es mit Glenn weiter, der sich noch immer im Gefängnis befindet. Nach seinem Erwachen kehrt er in seine Zelle zurück und zieht eine Schutz-Uniform an, um sich den Weg durch die Zombie-Horden zu bahnen. Er schafft es, sich durchzuschlagen, erblickt währenddessen die schießwütige Tara, die jetzt aber apathisch in der Ecke sitzt. Glenn geht zu ihr und sie fliehen gemeinsam. Tara ist von Selbstvorwürfen geplagt - sie bereut es, dem Governor vertraut zu haben. Glenn verlangt aber ihre Hilfe bei der Suche nach Maggie. Gerade als sie sich auf den Weg machen wollen, werden sie von Zombies angegriffen. Nachdem sie die Zombies ausgeschaltet haben, taucht plötzlich ein Militär-Jeep auf, aus dem drei bewaffnete unbekannte Personen steigen. Durch ihr Auftreten schaffen sie einen guten Cliffhanger. Was haltet Ihr von "Inmates"? Fandet Ihr, dass zuviel Handlung in eine Folge gedrängt wurde? Und freut Ihr Euch über Carols Rückkehr?

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  • 10-12-2013
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Filmkritik: Evangelion: 3.33 – You Can (Not) Redo.

Mit „Evangelion: 3.33 - You Can (Not) Redo.“ schickt Universum Anime den dritten Ableger der Rebuild of Evangelion-Reihe nun auch auf den deutschen Markt. Die von Hideaki Anno produzierte Neuinterpretation der Anime-Serie, soll nicht nur durch bessere Animationen punkten, auch die Story soll einige Änderungen erfahren und die Geschichte um Shinji Ikari und den Kampf gegen die Engel in einem neuen Licht erscheinen lassen. Zwar schart sich um den Anime eine nach wie vor riesige Fan-Gemeinde, seinerzeit sorgte die 26-teilige Serie allerdings auch für erhitzte Gemüter. Die letzten zwei Episoden stellten längst nicht jeden Zuschauer zufrieden, so dass man mit „Rebuild of Evangelion“ eine alternative Version ins Leben rief, um sich mit den verärgerten Fans gut zu stellen. Der Kampf geht weiter In „Evangelion: 3.33 - You Can (Not) Redo.“ muss sich die Welt mit den Folgen des Third Impacts auseinandersetzen und gegen die Engel, die noch immer eine Bedrohung darstellen, erneut in den Kampf ziehen. Shinji, der die Ereignisse aus dem Vorgänger überleben konnte, wacht aus seinem vierzehnjährigen Schlaf auf und muss feststellen, dass sich die Erde vollkommen verändert hat. Misato Katsuragi leitet nun ihre eigene Organisation namens WILLE und zieht mit einem Luftschiff, das EVA-1 als Hauptantrieb benutzt, in den Kampf gegen die Engel. Was Shinji noch nicht weiß: er selbst ist für den Third Impact verantwortlich, weshalb er von der gesamten WILLE-Organisation verachtet wird. Die ehemaligen NERV-Mitglieder Asuka und Mari haben sich der neuen Streitmacht angeschlossen, um die Menschheit mit letzter Kraft zu verteidigen. Was passiert hier gerade? „Evangelion: 3.33 - You Can (Not) Redo.“ ist ein optisches Feuerwerk. Auch wenn der dritte Teil nicht mit der gleichen Action wie seine Vorgänger voranschreitet, sind die Animationen unglaublich gut in Szene gesetzt. Schon die ersten zwanzig Minuten des Films stellen das, was die Anime-Serie an visuellen Effekten hervorgebracht hat, in den Schatten. Ein CGI-Effekt jagt den nächsten und das ohne sich auch nur einmal mit den per Hand gezeichneten Segmenten zu beißen. Wir wollen wirklich nicht wissen, was dieser Spaß gekostet hat. Dennoch fühlt sich der neue Film nicht wie eine sinnvolle Erweiterung der Rebuild-Reihe an. Am ehesten kann man „Evangelion: 3.33“ als eine lange Überleitung zum nächsten Teil bezeichnen, denn inhaltlich passiert eigentlich kaum etwas, das die Story nach vorne bringt. Im Gegenteil, es tun sich weitere neue Fragen auf. Vor allem Shinjis vierzehnjährige Abwesenheit sorgt für viele Fragezeichen, es wird nämlich kaum auf die Ereignisse zwischen dem Third Impact und Shinjis Erwachen eingegangen. Schade, schließlich erhofften sich viele Fans mit dem Einzug der Reboot-Teile mehr Klarheit. „Evangelion: 1.11“ und „2.22“ fühlten sich eben deshalb so gut an, weil sich neben spannend inszenierten Gefechten auch Zeit für die Charakterentwicklung genommen wurde. Endlich wurden die Beziehungen zwischen einzelnen Charakteren durchleuchtet und die Motivationen hervorgehoben. Charaktere, die man im Anime als nervig empfand, wurden plötzlich sympathisch, einfach weil man jetzt verstanden hat, warum sie so sind wie sie sind. Und selbst Shinji, der vielen Zuschauern aufgrund seines extrem emotionalen Verhaltens ein Dorn im Auge war, wurde mit den neuen Filmen auch endlich positiv aufgenommen. Doch „Evangelion: 3.33“ setzt den Fokus erneut auf Shinjis Seelenleben. Ein Großteil der Handlung konzentriert sich auf Shinjis Kampf mit der Wahrheit und seinem scheinbar nie enden wollenden Vaterkomplex. Manchmal möchte man den Jungen dann einfach am Kragen packen und ihn ordentlich durchrütteln. Eine Überleitung im Filmformat „Evangelion: 3.33“ ist ohne Frage ein wirklich gelungener Film. Die Kämpfe mit den EVAs sind wie gewohnt spannend, dramatisch und packen den Zuschauer in jeder Sekunde. Auch die deutsche Synchronisation leistet hervorragende Arbeit, so dass wirklich für jeden - ob Fan der deutschen oder japanischen Sprache - etwas dabei ist. Es stellt sich jetzt nur noch die Frage, wie wichtig der Ablauf der Geschichte in „Evangelion: 3.33“ ist und ob diese im nächsten Teil ausreichend erklärt wird. Denn der dritte Film macht zumindest ohne den vierten Teil den Eindruck, als würde er nur minimal zur Rebuild-Handlung beitragen und lediglich als eine Art Überleitung zum großen Finale fungieren. Alle Blicke sind nun auf „Evangelion: 4.44“ gerichtet und die Hoffnung auf einen überzeugenden und nachvollziehbaren Abschluss macht das Warten nicht gerade leichter.

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