• 12-01-2018
  • Archiv (nicht mehr nutzen)Specials

Warum ist Roulette so beliebt?

Roulette ist eines der beliebtesten Glücksspiele auf der Welt. Egal ob in einer Spielbank in Asien, einem Casino in den USA oder virtuell in einem online Casino, überall gibt es verschiedene Varianten des Klassikers. Und die Tische sind gut besucht. Doch warum ist das so? Warum sind so viele Spieler von Roulette fasziniert und begeistert? Warum hat sich dieses so mathematische Spiel zu einem der beliebtesten auf der ganzen Welt entwickelt? Bei Roulette handelt es sich gleichzeitig um ein einfaches und hochkomplexes Glücksspiel. Einen Einsatz zu platzieren ist nicht kompliziert, die Einsatzmöglichkeiten zu durchblicken dagegen umso mehr. Weitere Informationen zu den möglichen Einsätzen sowie ausführliche Wahrscheinlichkeiten zu Roulette auf Casinotest.de. Traditionelles Casino Spiel Es gibt Glücksspiele, die vor über Tausend Jahren gespielt wurden. So alt ist Roulette bei weitem nicht. Die Ursprünge gehen in das 17. Jahrhundert zurück. Wo und wie das Spiel entstanden wurde, ist nicht belegt, die meisten Experten vermuten in Italien. Von dort hat es sich vor allem in Frankreich verbreitet und den Casinos dort zu einem Renner entwickelt. Das 19. Jahrhundert ist es, welches das heutige Bild des traditionellen Spiels geprägt hat. Als die Spielbanken wie das Casino Baden Baden sich in Europa verbreiteten und der Adel sowie die wohlhabenden Bürger ihr Glück dort versuchten. Aus dieser Zeit haftet dem Roulette etwas Edles an. Der große Tisch, die französischen Bezeichnungen oder die vielen Croupiers tragen ihren Teil dazu bei. Roulette ist ein abwechslungsreiches Glücksspiel Viele Casino Spiele sind einfach gehalten und bieten wenig Einsatzmöglichkeiten. Anders sieht es bei Roulette aus. Die Einsätze können auf so genannte einfache Chancen mit hohen Gewinnquoten platziert werden oder auf einzelne Zahlen mit hohen Auszahlungen. Dazu gibt es viele verschiedenen Varianten - vor allem das Spiel im Internet hat dieser Vielfalt die Krone aufgesetzt. Dort warten neben den Klassikern - Amerikanisches und Französisches Roulette - teilweise zehn, zwanzig oder sogar noch mehr weitere Varianten. Es gibt verschiedene Roulette Varianten Als die klassischen Roulette Varianten gelten das amerikanische Roulette und das französische Roulette. In Spielbanken unterscheiden sich beide darin, dass sie mit unterschiedlich viel Personal gespielt werden und vor allem ob es nur eine grüne Zero gibt oder dazu eine Doppelzero. Die französische Roulette Variante mit dem einen Grünen Feld gilt, als die Ältere, weil Roulette ja erst später in die USA kam. Doch das ist nicht richtig. Bevor Roulette in Europa populär wurde, wurde mit zwei grünen Feldern gespielt. Erst die berühmte Spielbank in Monaco strich eines um die Gewinnchancen für die Spieler zu erhöhen. Neben diesen beiden klassischen Roulette Varianten haben viele Spielbanken ihre eigenen Unterschiede entwickelt. So gibt es zum Beispiel das europäische Roulette, in dem das Spiel weiter vereinfacht wurde, oder im Internet einzelne Spiele, die sich nur durch das Design unterscheiden. Gemeinsam ist allen nur, wie und worauf gesetzt wird! Verschiedene Einsätze sind möglich Ein Grund warum Roulette so beliebt ist sind die Einsätze. Es gibt kaum ein anderes Glücksspiel, das solch eine Vielfalt bietet. Es gibt die Möglichkeit auf schwarz und rot, gerade oder ungerade sowie die ersten 18 oder die zweiten 18 Zahlen zu setzen. Das sind die so genannten einfachen Chancen, sie verdoppeln den Einsatz. Dementsprechend haben sie eine hohe Gewinnchance. Auf der anderen Seite der Skala liegen die einzelnen Zahlen von der Null (Zero) bis zur 36. Sie treffen seltener, bringen dafür aber eine 36fache Auszahlung. Dazwischen gibt es viele weitere Möglichkeiten. Immer gilt, je höher die Gewinnchancen desto niedriger fällt die Auszahlung aus. Und je höher der Gewinn, desto unwahrscheinlicher ist er. Es gibt hohe Auszahlungsquoten beim Roulette Spiel Casinos haben bei den meisten Games einen Vorteil. Wie hoch er ist, hängt vom Spiel ab. Beim Roulette - vor allem den Varianten mit der einfachen Zero - ist er nicht hoch. Er liegt bei ca. 2,7 %! Gleichzeitig obwohl dieser festgelegt ist kann der Spieler mit seiner Einsatz Auswahl selbst entscheiden wie risikoreich er spielen möchte oder nicht. Er kann versuchen mit kleinem Einsatz hohe Gewinne einzufahren oder eher langsam sich nach oben zu arbeiten. Und immer steht im Hintergrund der recht niedrige Hausvorteil. So dass es für Spieler umso einfacher und lukrativer ist. Roulette Spielsysteme Roulette ist ein Glücksspiel mit Wahrscheinlichkeiten. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es einen Haufen Spielsysteme gibt. Viele davon versprechen die Chance auf langfristige und todsichere Gewinne. Eingehalten werden diese nie. Mit mathematischen Systemen wie der so genannten Martingale - die nach einem Verlust den Einsatz verdoppelt - ist das Casino Spiel nicht zu besiegen. Aber Roulette ist auch ein physikalisches Spiel - zumindest in stationären Spielbanken. So gibt es seit einigen Jahren immer wieder berichte von verschiedenen physikalischen Spielsystemen, die funktionieren. Bisher hat keines davon in der Praxis langfristig überzeugt, ohne die Regeln zu brechen. Daher ist und bleibt Roulette weiterhin ein Glücksspiel - und sogar eines der beliebtesten auf der ganzen Welt!

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  • 23-02-2015
  • Reviews & MeinungenSpecials

Top 5: Die besten Casino- und Glücksspiel-Filme aller Zeiten

Nervenkitzel lässt sich bekanntlich durch zahlreiche Methoden erzeugen, doch die Mischung aus Action, viel Geld und zumeist der einen oder anderen schönen Frau hat sich als eine der erfolgreichsten entpuppt. Filme, die sich mit Casinos und Glücksspielen beschäftigen, gab es in den letzten Jahrzehnten daher so einige, von der Gangster-Komödie bis zum raffinierten Psycho-Thriller. Aber welcher Casino-Film ist eigentlich der Beste? Wir haben uns für euch an den filmischen Glücksspiel-Tischen herum getrieben und die besten Filme aufgelistet. 21 Lange Zeit war Black Jack eines der Glücksspiele, bei dem man mit ein wenig Grips seinem Glück auf die Sprünge helfen konnte. Als der Student Ben Campbell eines Tages von seinem Mathematik-Professor das Angebot erhält, mit einem Team anderer Studenten in Las Vegas das ganz große Geld abzuräumen, ist er skeptisch. Angesichts der hohen Kosten für sein geplantes Medizin-Studium willigt Steve jedoch ein und so beginnt er in der Hauptstadt des Glücksspiels eine Karriere als professioneller Kartenzähler beim Black Jack. Er uns seine Partner haben schnell Erfolg, was wiederum den Casinos natürlich nur bedingt gefällt, die darauf hin Cole Williams auf das Team ansetzen. Wo viel Geld auf dem Spiel steht, das sind die Skrupel gering und so scheut Williams keine Mühen, der Gruppe um Steve auch gewaltsam das Handwerk zu legen. Gleichzeitig beginnt Steves altes Leben zu verblassen, er verliert den Kontakt zu seinen alten Freunden und seine Ziele aus den Augen.  Actionreich und dramatisch erzählt 21 nicht nur die Geschichte des ganz großen Geldes, sondern auch der Folgen, die dieses mit sich bringt. In den Hauptrollen des 2008 erschienenen Films spielen übrigens Kevin Spacey und Jim Sturgess, die 21 in eine raffinierte Mischung aus Las-Vegas und Katz-und-Maus-Spiel verwandeln. Wer sich übrigens wie Ben selbst einmal in die Welt des Glücksspiels wagen möchte, der sollte sich vorher unbedingt über seriöse online Casinos informieren! Oceans Eleven Vor allem der gewaltige Star-Auflauf von George Clooney bis Brad Pitt und Julia Roberts bis Holly Marie Combs, verhalf der Gangster-Komödie Oceans Eleven zu einigem Erfolg. Doch so beeindruckend die schauspielerischen Leistungen der Hollywood-Riege auch ist, auch die Geschichte des Films ebenso spannend wie unterhaltsam. Sehenswert sind darüberhinaus aber auch die beiden Nachfolger von Oceans Eleven. Gemeinsam mit einer Gruppe handverlesener Komplizen plan Danny Ocean den ganz großen Coup. Statt sich in Las Vegas an den Glücksspiel-Tischen zu versuchen, will er auf weniger integere Methode zu sehr viel Geld kommen. In den Casinos auf seiner Liste liegen rund 160 Millionen Dollar, doch weil diese durch Safes und unzählige Sicherheitsmechanismen geschützt sind, braucht es Experten für den Einbruch. Die Gangster-Vereinigung macht sich also mit modernster Technik und den individuellen Stärken eines jeden an die minutiöse Umsetzung des Plans, aber auch der Casino-Betreiber Terry Benedict ist nicht auf den Kopf gefallen und wittert die aufziehende Gefahr für sein Geld. Das Benedict auch noch mit Oceans Ex-Frau Tess anbandelt, trägt dabei nicht unbedingt zur Deeskalation der Lage bei. Croupier – Das tödliche Spiel mit dem Glück Casino-Filme müssen nicht immer actionlastig sein, wie Mike Hodges Glücksspiel-Klassiker Croupier - Das tödliche Spiel mit dem Glück von 1998 beweist. Das Drama um den von Clive Owen gespielten Croupier Jack zeigt vor allem die Casino-Welt hinter den blinkenden Lichtern und dem prunkvollen Glamour. So recht glücklich war Jack mit seinem Job als Croupier nie. Doch als sein Wunsch vom Leben eines Schriftstellers nicht in Erfüllung geht, sieht er sich gezwungen, zu Poker, Roulette und Black Jack zurückzukehren. Doch auch wenn er insgeheim weiterhin hofft, die Eingebung für einen Bestseller würde ihn während dieser Arbeit noch kommen, glaubt er nicht wirklich daran. Doch plötzlich tritt Jani mehr unfreiwillig in sein Leben. Diese hat Spielschulden und plant sich durch einen Überfall auf das Casino finanzielle Luft zu verschaffen. Zwischen Verlockung und Frust zeichnet Croupier ein etwas anderes Bild der Szene. Casino Royale Schon der Name verrät eigentlich, dass der erste Bond-Film mit Daniel Craig unbedingt auf diese Liste gehört. 2006 schlüpfte Craig das erste Mal in die Rolle des Geheimagenten und landete sofort einen weltweiten Erfolg. Wie der Name schon sagt, dreht sich in Casino Royale die Mission von 007 um das Glückspiel. Seine Zusammenarbeit mit Terroristen hat den Börsenspekulant Le Chiffre in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten gebracht und so plant der begnadete Poker-Spieler, seine Schulden durch ein großes Turnier im Casino Royale zu tilgen. Bekanntlich schätzt Ihre Majestät Terroristen und deren Unterstützer aber nur bedingt und so wird der in diesem Film noch Agenten-Rookie Bond auf Le Chiffre angesetzt. Am und abseits des Pokertischs ist also für jede Menge Action und Konfliktpotential gesorgt. Casino Welcher andere Film hätte die Krone unserer Top 5 erlangen können, wenn nicht der Casino-Film schlecht hin? Casino gehört zu einem der ganz großen Gangster-Filme und brachte Regisseur Martin Scorsese viel Respekt ein. Dabei geht es in dem Krimi von 1995 eigentlich nur in Maßen um Glücksspiel, sondern eher um die düstere Welt hinter der Fassade. Robert de Niro und Joe Pesci begeben sich tief in den Sumpf des organisierten Verbrechens, was natürlich nicht ohne Folgen bleibt. Aber seht euch doch unser großes Special zu Casino an. Welcher Casino- oder Glücksspiel-Film ist euer Favorit und welches Meisterwerk gehört unbedingt noch auf unsere Liste?  

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  • 02-08-2014
  • googlenewsReviews & MeinungenSpecials

Das Unglück der deutschen Sitcom-Synchronisation

Seit dem Erscheinen von Serien auf DVD und im Internet, ist es möglich amerikanische Sitcoms auch im Originalton zu schauen. Wenn man sich manche Serien, die man aus dem deutschen Fernsehen kennt, mal in englischer Version ansieht, dann fällt einem deutlich auf, dass die Synchronisation einiger Comedyserien besser geglückt ist, als bei anderen. IOFP hat sechs Beispiele rausgesucht, bei denen dies besonders deutlich wird. Wenn in den USA eine Comedyserie gedreht wird, dann ist diese in der Regel auch für das amerikanische Fernsehen gedacht. Es wird also nicht darauf geachtet, dass eine Serie für das ausländische Fernsehen gut zu synchronisieren ist. Viele Länder senden amerikanischen Serien deswegen auch in der Originalsprache und setzen Untertitel darunter. In Deutschland wurden so bisher nur sehr wenige Sendungen ausgestrahlt. Ein Beispiel hierfür ist "Chappelle's Show" auf MTV, womit der Sender alles richtig gemacht hat, da man unmöglich die Stimme Dave Chappelles und seinen Humor, so gut ins Deutsche hätte übertragen können. Hier ist das Format der Untertitel aber nicht die Regel und es wird jede Sendung aus dem Ausland für große deutsche Sender synchronisiert. Oft sind die Stimmen der Schauspieler allerdings schwer zu kopieren und manchmal ist der Humor so speziell, dass dieser schwer in die deutsche Sprache zu übersetzen ist. Manchen Sitcoms gelingt diese Schwierigkeiten zu überwinden besser und manche scheitern daran. Teilweisel sogar so sehr, dass die Comedyserie in deutscher Spache ihren Witz verliert und nervt. Wir präsentieren Euch daher eine kleine Auswahl von Sitcoms, die diese Thematik ganz gut verdeutlicht. Beginnen wir mit den guten Beispielen auf der nächsten Seite.

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  • 10-11-2013
  • SpecialsTV

„House of Cards“ – Unsere TV-Empfehlung

Endlich startet die US-amerikanische Webserie „House of Cards“ im deutschen Free-TV. In dem Politkrimi spielt Kevin Spacey den demokratischen Kongressabgeordneten Francis J. Underwood, und stellt unter Beweis, dass Politik durchaus interessant sein kann.  Der November wird fies: Auf Sat 1 und Pro Sieben Maxx startet im dunklen Monat eine Serie ganz eigener Art. Francis J. Underwood, oder kurz Frank, ist ein von Ehrgeiz getriebener Demokrat, und steht im Zentrum der Serie. Er, oder besser gesagt Kevin Spacey machen die Serie zu dem was sie ist. Ein Pflichtprogramm für alle Liebhaber guter Fernseh-Unterhaltung. Moral? Nie davon gehört. Empathie? Ebenfalls ein Fremdwort. Frank will nur eins: Macht. Und wie kommt man an Macht? In dem man andere für seine Zwecke die Drecksarbeit machen lässt. Frank ist Meister in dieser Disziplin, und spinnt eine politische Intrige nach der Nächsten. Doch welche Art von Macht strebt Frank eigentlich an? Schließlich ist er doch schon Abgeordneter im Kongress, hat ein großes Haus in Washington D.C. und ist mit einer erfolgreichen Frau, Claire Underwood, verheiratet. Claire Underwood, die Frau an der Seite Francis Underwoods ist Chefin einer nicht Profitorientierten Umwelt Organisation. Auf der anderen Seite ist sie aber eine knallharte Lobbyisten, für die alle Mittel recht sind, um an ihr Ziel zu kommen. Doch für einen Mann wie Frank ist dies nicht gut genug. Er will Außenminister der Vereinigten Staaten werden. Dieser Posten wird ihm auch vom amtierenden Präsidenten Garret Walker zugesichert. Doch als ihm plötzlich das Amt verwehrt wird, schwört Frank Rache. Ab diesem Zeitpunkt wird er alle Hebel in Bewegung setzen, um das zu kriegen was er will. Underwoods Ouvertüre Alles beginnt mit einem Genickbruch: Ein angefahrener Hund liegt im Sterben und Frank löst dieses Problem auf seine Weise. Hätte er ihn schmerzloser erlösen können? Vielleicht, doch das ist nichts Franks Art. Es hätte zu lange gedauert, und das mag er nicht. So ein Moment verlangt einen Menschen der handelt und Frank ist diese Art Mensch. Genauso wie Frank dem Hund das Genick gebrochen hat, bricht "House of Cards" die Regeln der Unterhaltungsindustrie. Denn das Besondere an "House of Cards" ist, wie die Serie produziert wurde. Kein großes Hollywood-Studio steht hinter dieser qualitativ hochwertigen Serie, sondern das US-Streamingportal Netflix hat hier seine Finger im Spiel. Und es ist keine Billigproduktion: Die stolze Summe von 100 Millionen US-Dollar wurden für zwei Staffeln à 13 Folgen aufgebracht. Danach sollte eigentlich Schluss mit "House of Cards" sein. Das Kartenhaus sollte gewissermaßen in sich zusammenfallen, doch die Fans wollen mehr. Mehr von Frank Underwood und seinen Gedankenspielen, mehr von seinen Manipulationen. Frank instrumentalisiert Menschen für sich. Eines seiner armen Opfer ist Peter Russo, denn dieser ist genauso wie Frank es sich wünscht: jung, erfolgreich und beeinflussbar. Der Abgeordnete aus Pennsylvania wird zur ersten Figur auf dem Schachbrett Franks. Wenn der weiße König das Amt des Außenministers ist, dann wäre Russo wohl ein schwarzer Läufer. Dynamisch, aber mit Bedacht kann man ihn opfern. Durch seinen Hang für leichte Mädchen und Kokain sind auch schnell Mittel gefunden, die Frank für sich nutzen kann. Es steht mit Netflix ein neuer Global Player auf dem Markt, und der wird die Industrie auch die nächsten Jahre gehörig auf den Kopf stellen. Die Serien von Streamingportalen laufen nicht im Fernsehen, sie sind einzig allein über diesen spezifischen Dienst zu empfangen. Sei es über die Heimkonsole, oder den Computer. Deutsche Zuschauer können aber aufatmen, denn bis dieses Konzept hier Fuß fassen kann, vergehen noch einige Jahre.   Barnesche Symphonie Frank weiß aber nicht nur gut mit seinen Kollegen umzugehen, auch die Öffentlichkeitsarbeit liegt ihm. Als der Washington Herald ihm in Form der jungen Reporterin Zoe Barnes  auf den Fersen ist, gibt er ihr, was sie will: eine Story. Natürlich wirkt sich die Zeitungsgeschichte nur positiv auf seine Karriere aus. Negative Nebenwirkungen sind bei Schachzügen von Frank auszuschließen. Es ist einfach herrlich anzusehen, wie es  eine Person schafft, den gesamten Kongress und die Presse für sich arbeiten zu lassen. Eigentlich sollten wir Ekel vor so einen Menschen empfinden, angewidert sein von so einem verdorbenen Charakter, doch wir sind es nicht. Werden es auch nicht sein, denn Frank hat etwas sehr sympathisches an sich. Seine Frau Claire, die nicht gerade ein Mauerblümchen ist, vervollständigt das Bild der Underwoods. Ein Bild, das mit dem Blut anderer gemalt ist, und dennoch im Louvre der Öffentlichkeit bejubelt wird. Russos Finale Wenn Frank durch die Flure des Weißen Hauses in Richtung seines Büros schreitet, und mit einem hämischen Lächeln dem Zuschauer in einem seiner vielen Monologe erläutert, warum er genau das tut, was er tut, dann verspüren wir ein Gefühl der Freude. Wir selbst fangen unbewusst an zu grinsen. Und das Schlimmste daran ist, dass wir ihm alles aufs Wort glauben. Frank hat nicht nur diese überzeugende Wirkung auf seine Mitmenschen, auch der Zuschauer wird in seinen Bann gerissen. Und das ist gut so, ansonsten würde das gesamte Konzept der Serie nicht funktionieren. Denn die Institution Francis J. Underwood  ist die treibende Schachfigur, der schwarze König. Er scharrt seine Bauern um sich, hat seine Königen Claire an seiner Seite, und baut so ein Kartenhaus. Wenn auch nur eine Person herausfindet, auf welchem Fundament dieses Haus gebaut ist, würde es sofort in sich zusammenbrechen. Denn das einzige was Frank nutzt, um seine Ziele umzusetzen, ist sein Verstand gepaart mit starker Rhetorik. Es ist genial, und es gibt keine andere Möglichkeit, als es zu lieben. Und obgleich andere sich zur Wehr setzen, sie können seinen Fängen, gewebt aus Blut, Intrigen und Hinterhältigkeit, nicht entkommen. Und dieses Schicksal blüht nicht nur Peter Russo und Zoe Barnes: Auch der mutige Zuschauer, der sich vor den Bildschirm setzen wird, wird nicht mehr von ihr los kommen. Das Kartenhaus des Francis J. Underwood ist eine von Anfang bis Ende brillant durchdachte Serie. Geniale Dialoge, starke Charaktere und ein hervorragend spielender Kevin Spacey machen "House of Cards" zu einer wertvollen Bereicherung der mageren deutschen Fernsehlandschaft. "House of Cards" läuft ab dem 6.November jeden Mittwoch auf ProSiebenMaxx um 22:10 im Original mit Untertitel, und ab dem 10. November jeden Sonntag um 23:15 in einer synchronisierten Fassung auf Sat.1

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