• 11-06-2014
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Robert De Niro: Der Mann im Spiegel

Er zählt zu einem der letzten großen Charakterdarsteller unserer Zeit - Robert De Niro ist nicht nur zweifacher Oscarpreisträger, Filmregisseur und Produzent, sondern gilt auch als ein Visionär der Schauspielkunst. Viele seiner Filme wurden durch seine Darbietung zu Klassikern, die die Filmgeschichte nachhaltig geprägt haben. Ihm zu Ehren erinnert IOFP an seine filmischen Glanzpunkte und seine nachhaltige Wirkung auf das Kino. Aufgewachsen in Little Italy, New York, kam Robert De Niro bereits als kleiner Junge mit den rauen Gepflogenheiten des Viertels in Kontakt. Als Kind eines Künstlerpaares lernte er, was Armut heißt, bekam jedoch schon in jungen Jahren ein Gespür dafür, wie man sich auf den Straßen zu verhalten hat. Rückblickend erwähnt De Niro immer wieder seinen Kindheitserinnerungen, die ihn nicht nur sein Leben lang geprägt haben, sondern ihn auch als Charakterdarsteller geformt haben. Laut eigener Aussage war ihm schon seit seinem zehnten Lebensjahr klar, wohin ihn sein späterer Lebensweg führen wird - nämlich auf die Kinoleinwand. Als seine filmischen Vorbilder betrachtete er Marlon Brando und Montgomery Clift. Filmische Wurzeln und erste Auftritte 1960 nahm Robert De Niro  Schauspielunterricht und erlernte so die Kunst des "Method Acting". Dabei handelt es sich um eine Technik, die besonderen Wert auf den Naturalismus im Schauspiel legt. Der Schauspieler richtet sich dabei oft an erlebte Erinnerungen, die in seine Darbietung mit einfließen sollen. Seine erste wirklich erwähnenswerte Hauptrolle hatte er in Brian de Palmas Film "Hi, Mom!" Darin spielt er einen Fotografen, der aus dem Vietnamkrieg zurückkehrt und für einen Pornofilmproduzenten mit versteckter Kamera private Sexspiele aufzeichnen soll. Auch wenn er in der Zwischenzeit immer wieder mal für seine schauspielerische Leistung in verschiedenen Filmrollen gelobt wurde, blieb De Niro der große Durchbruch bis dahin verwährt. Dies sollte sich jedoch schon bald mit dem Film "Hexenkessel" ändern. Auf der nächsten Seite erfahrt Ihr, mit welchem Regisseur Robert de Niro besonders gerne zusammengearbeitet hat!

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  • 02-06-2014
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Jake Gyllenhaal: Von Donnie Darko zum Megastar

Anlässlich "Enemy" wirft IOFP einen Blick auf die steile Karriere von Hollywood-Beau Jake Gyllenhaal und verrät zudem, in welche Rollen der Megastar schon beinahe geschlüpft wäre. Seinen cineastischen Einstand gab der 1980 in Los Angelas geborene Schauspieler 1991 in "City Slickers - Die Großstadthelden". Zehn Jahre später mimte er in "Donnie Darko" den weltweit beliebtesten Leinwand-Außenseiter. Fortan stellte er sein schauspielerisches Talent im Oscar-nominierten Kritikerliebling "Brokeback Mountain" unter Beweis, performte grandios in "Zodiac - Die Spur des Killers", Denis Villeneuves "Prisoners" und ist in "Enemy" derzeit gleich in doppelter Ausführung im Kino zu sehen. Die Rede ist von Jake Gyllenhaal, der innerhalb der letzten 23 Jahre eine Karriere - im wahrsten Sinne des Wortes - im Hollywoodstil durchlaufen hat und dessen Zenit noch lange nicht erreicht scheint. Anlässlich der Lobeshymnen, die es weltweit für "Enemy", eine surrealistische Hommage an David Lynch, hagelt, nehmen wir es uns zum Anlass, einmal auf die Anfänge der Karriere des schwedisch-amerikanischen Mimen zu blicken. Der Ex-Freund von Reese Witherspoon begann seine Karriere im Alter von elf Jahren an der Seite von Billy Chrystal, dessen Sohn er in Ron Underwoods Komödie "City Slickers" verkörperte. Es folgten weitere, an heutigen Maßstäben gemessen, kleinere Auftritte in "Josh and S.A.M.", einem US-amerikanischen Coming-of-Age-Film, dem Biopic "October Sky", in dem er den jungen Raketenbauer Homer Hickam verkörperte sowie kleinere Serien-Auftritte, bis er im im zum Kultfilm avancierten Fantasy-Thriller "Donnie Darko" seine erste Hauptrolle spielte; an der Seite seiner jüngeren Schwester Maggie. "Donnie Darko" entwickelte sich vornehmlich auf dem Heimkinomarkt zu einem Streifen, um den sich bis heute diverse Mythen und Legenden ranken und an dessen Interpretation sich schon diverse Filmschaffende und Branchenkenner die Zähne ausbissen. Für Gyllenhaal markierte sein Stelldichein in dem Fantasy-Streifen den Durchbruch in seiner noch jungen Karriere. Die Rolle öffnete dem mittlerweile 21-jährigen Charakterdarsteller das Tor zur Blockbusterschmiede Hollywoods. In Roland Emmerichs Apokalypse-Actioner "The Day after Tomorrow" spielte Gyllenhaal ebenso mit wie in Sam Mendes' "Jarhead - Willkommen im Dreck", an der Seite von Jamie Foxx. Es sollte nicht mehr lange dauern, bis die Academy auf den Schönling aufmerksam werden sollte.   Seine Performance im Schwulendrama "Brokeback Mountain" an der Seite des viel zu früh verstorbenen Heath Ledger brachte ihm eine Auszeichnung bei den British Academy Film Awards als "Bester Darsteller" sowie eine Oscar-Nominierung als "Bester Nebendarsteller" ein. Insgesamt wurde der Film in acht Kategorien für einen Academy Award vorgeschlagen. Es folgten Hauptrollen in "Zodiac", dem amüsanten Abenteuerfilm "Prince of Persia", in welchem er die titelgebende Hauptfigur verkörperte, der hochgelobte Zeitschleifenthriller "Source Code" sowie weitere packende Performances in der unterschätzten Tragikomödie "Love and other Drugs" und dem richtungsweisenden, knallharten Actionthriller "End of Watch". Ende des vergangenen Jahres brachte sich Gyllenhaal durch seine Darbietung im Entführungsthriller "Prisoners" erneut ins Gespräch für die auslaufende Awards-Season, blieb jedoch überraschenderweise ohne eine Nominierung.  Sein aktuelles Projekt "Enemy", in welchem Gyllenhaal durch Zufall im Internet auf einen Doppelgänger stößt, legte an der Kinokasse leider einen recht mageren Start hin. Knapp 5000 Besucher wollten das intensive Verwirrspiel bislang sehen. Wir empfehlen an dieser Stelle: Ab ins Kino eures Vertrauens! Des Weiteren sprach Gyllenhaal für die Hauptrollen in Sam Raimis "Spider-Man", Christopher Nolans "Batman"-Trilogie und sogar Bryan Singers "Batman Begins" vor. Welcher Film aus Jake Gyllenhaals Repertoire ist Euer Favorit?

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  • 10-03-2014
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Filmkritik: „Non-Stop“

Willkommen an Bord des "Non-Stop"-Fluges mit Liam Neeson. Die IOFP-Redaktion hat sich Tickets gesichert und das Flugzeug betreten. Welches Programm das Personal während der 106 Minuten zu bieten hat, wollen wir Euch nicht vorenthalten. Weg vom Charaktermimen hin zum Action-Star: Liam Neeson sorgt im Action-Thriller "Non-Stop" für einen nervenaufreibenden Flug in schwindelerregender Höhe. Seine Verkörperung des Bryan Mills in den bisherigen zwei "Taken"-Filmen verschaffte Neeson die nötige Standhaftigkeit im Action-Milieu. Doch sein neuer Film nimmt ungeahnte Höhen an. Verfolgungsjagd, Entführung und Terror versprechen abendfüllende Spannung. Wem es vorm Fliegen graust, sollte sich für das in 12000 Metern Höhe befindliche Szenario jedoch gut anschnallen. Die Story Air Marshall Bill Marks (Liam Neeson) ist genervt von seinem Job. Die Menschenmassen, das Warten, die Langeweile - all das ist ihm in seiner Laufbahn zuwider geworden. Privat von Schicksalsschlägen gezeichnet, betritt er mit mürrischer Miene das Flugzeug von New York Richtung London. Ein sechsstündiger Flug, der für ihn nicht schnell genug vorbei sein kann. Trotz der angenehmen Gesellschaft seiner Sitznachbarin Jen Summers (Julianne Moore) sehnt sich Marks nach einem ruhigen, schnellen Flug. Die unerwünschte Störung Als er über sein gesichertes Netzwerk von einem Unbekannten eine Textnachricht bekommt, ist ein entspannter Flug passé. Ihm wird alle 20 Minuten ein Mord angekündigt, wenn er nicht umgehend 150 Millionen Dollar auf ein spezielles Konto überweist. Versucht er die Nachricht anfangs zu ignorieren, wird mit dem ersten Opfer klar, dass es sich nicht um einen Scherz handelt. Auf begrenztem Raum scheitert er an einer unauffälligen Aufklärung. Dank Social Network gelangen die Medien an Videos aus dem Fluzeug und rasend schnell wird Marks als Terrorist eingestuft. Die einzige Unterstützung bekommt er von Jen und Stewardess Nancy (Michelle Dockery). Rebellierende Passagiere und selbsternannte Helden erschweren die Arbeit des Marshalls. Ein zufällig auftauchender Software-Spezialist lässt jedoch auf ein gutes Ende hoffen. Die eigentliche Bedrohung an Bord sind aber nicht die Morde, sondern eine viel zu späte Entdeckung... Warum Non-Stop ansehen Argwohn und Misstrauen werden von Beginn an geschürt. Jeder Passagier scheint verdächtig, keiner harmlos genug, um ihm nicht automatisch eine Geschichte anzudichten. Was ruhig beginnt, nimmt schnell an Spannung zu. Der überzeugend gespielte Miesepeter wird zum Attentäter wider Willen. Spannung, Atem- und Ahnungslosigkeit dehnen die Nerven bis aufs Äußerste. Die Kampfszenen auf begrenztem Raum könnten kaum unübersichtlicher und spannender sein. Eine Flugzeugtoilette scheint für den eigentlichen Sinn schon fast zu klein, doch ein waffengeladenes Handgemenge ist auch hier umsetzbar. Voneinander abhängig, wenn man auf den Piloten nicht mehr zählen kann, zeigen die unterschiedlichsten Charaktere ihre wahren Gesichter. Die Fassung zu bewahren, nicht aufzuspringen und sich aufzuregen, fällt hier auch dem Zuschauer schwer. Nervenkitzel und Spannung sind in dieser Situation, die jede Angst vorm Fliegen noch zu steigern vermag, garantiert. Was hätte Non Stop besser machen können "Flightplan", "Flight" und jetzt "Non-Stop"? Wie will man wieder ein Flugzeug zum Schauplatz eines Filmes machen? Engster Raum, nervige Passagiere und ein dominierender Hauptdarsteller? Klingt anstrengend. Es gibt kurze Momente, in denen man an der Story zu zweifeln beginnt. Woher kommt so urplötzlich der Software-Spezialist (Nate Parker als Zach White), der den Telefonnetzwerk-Hacker auffliegen lassen soll? Warum macht Jen (Moore) so ein Geheimnis aus ihrer Person und genießt trotzdem das Vertrauen des Air Marshalls? Und, und, und...Doch es gibt für alles eine Lösung und für die Passagiere weniger erfreuliche Wendungen, die dem Film seine Glaubwürdigkeit zurückgeben. Fazit Liam Neeson hat seinen Platz gefunden. Der Hühne macht erneut eine überaus gute Figur und überzeugt sowohl mit schlechter Stimmung, als auch mit vollem Körpereinsatz. Regisseur Jaume Collet-Serra ist mit Non Stop ein Action-Thriller gelungen - mit mehr Thriller als Action -, der sowohl Flugangst, als auch Hoffnung in existente Helden aufbaut. Eine Story, die außerhalb des Luftweges beginnt und in einer ausweglosen Situation eskaliert, wird vom Cast gekonnt umgesetzt. Neben Liam Neeson und Julianne Moore sind auch Corey Stroll ("House of Cards"), Omar Metwally ("Twilight: Bis(s) zum Ende der Nacht 2") und die junge Quinn McColgan für Überzeugungskraft und Nervenkitzel des Films verantwortlich. Ihr dürft Euch freuen, denn am 13. März heißt es anschnallen und Notausgänge im Auge behalten, denn dann startet "Non-Stop" in unseren Kinos. Noch nicht überzeugt, dann seht Euch den Trailer an:

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  • 03-02-2014
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„American Hustle“: Ein Oscar-Favorit mit großem Staraufgebot

Die Oscar-Verleihung rückt immer näher und der hochkarätig besetzte Film "American Hustle" wird hoch gehandelt. IOFP präsentiert Euch die Story und die Charakterbeschreibungen. "American Hustle" liegt mit insgesamt 10 Nominierungen bei den diesjährigen Academy Awards weit vorne. Story: Im New York der 70er Jahre treibt Irving Rosenfeld (Christian Bale) als Trickbetrüger sein Unwesen. Mit Hilfe seiner Geliebten, Syney Prosser (Amy Adams), werden die Menschen New Yorks mit gefälschten Kunstwerken betrogen und Kredite in Aussicht gestellt, die den vermeintlichen Kreditnehmern natürlich hohe Gebühren abverlangen. Sydney gibt sich für die Kredit-Betrüge als britische 'Lady Edith Greensley' aus, um eine höhere Glaubwürdigkeit zu bewirken. Der FBI-Agent Richard DiMaso (Bradley Cooper) gibt sich eines Tages als Kreditnehmer aus und überführt Irving und Sydney. DiMaso macht mit den beiden Trickbetrügern einen Deal: Irving und Sydney helfen DiMaso mit ihrem kriminellen Wissen dabei, korrupte Politiker, wie etwa Carmine Polito (Jeremy Renner) zu fassen. Im Gegenzug erhält das Gangster-Paar mildernde Umstände. Dieses Unternehmen muss wie erwartet einige Komplikationen bewältigen und dazu gehört nicht nur Irvings Frau Rosalyn (Jennifer Lawrence), sondern auch die Involvierung der Mafia und zwischenmenschliche Verwicklungen.   Irving Rosenfeld Der eitle Trickbetrüger ist der skurrilste Charakter. Er hat schon sehr lichtes Haar und verwendet einige Zeit darauf mit Hilfe von Haarteilen seine Glatze zu verdecken. Trotzdem ist er mit einem starken Selbstbewusstsein ausgestattet, denn er weiß, wie das Geschäft läuft und nutzt jede Chance, sich damit zu profilieren. Er hat jedoch auch eine sanfte Seite, die deutlich wird, wenn er sich liebevoll um seinen Adoptivsohn kümmert. Sydney Prosser Sie ist eine Stripperin mit wenig Aussicht auf eine vielversprechende Zukunft. Sie sucht einen Ausweg aus ihrem eintönigen Leben und findet ihn durch die Zusammenkunft mit Irving. Sie blüht regelrecht auf im Trickbetrüger-Geschäft und genießt jede Minute davon. Aus ihrer Liebe zu Irving schöpft sie Kraft, die sie für die schauspielerischen Einsätze als 'Lady Greensley' benötigt. Richard DiMaso Der extrem ambitionierte FBI-Agent hat ein eher verbissenes Wesen. Er ist darauf aus, großen Politikern die Annahme von Bestechungsgeldern nachzuweisen und entwickelt einen Tunnelblick. Die bedeutendsten Verhaftungen aller Zeiten durchzuführen ist DiMasos Ziel - und zwar um jeden Preis. Carmine Polito Er hat viele Schichten. Er ist ein liebevoller Familienvater, er kümmert sich aufopfernd um die Gemeinde und er hat eine lustige und sympathische Art, weshalb man ihn eigentlich nur mögen kann. Doch er hat Dreck am Stecken. Er hat meist das Gute im Sinn, doch die Ausführung ist oft nicht legal. Rosalyn Rosenfeld Sie ist bezaubernd und nervtötend zugleich. Sie fixiert sich schnell auf bestimmte Dinge, wie z.B ihren Nagellack, und ist nicht mehr im Stande über etwas Anderes zu sprechen. Außerdem macht sie Irving das Leben zusehends schwer und handelt in der Regel sehr unüberlegt. Doch bei alledem hat sie eine sehr charmante Art.   "American Hustle" ist ein sehenswerter Film von David O. Russell, der sich vor Stars kaum halten kann. Neben den bereits erwähnten tauchen auch Schauspieler wie Michael Peña ("Gangster Squad"), Jack Huston und Shea Whigham (beide bekannt aus "Boardwalk Empire") und nicht zuletzt Robert De Niro auf.    

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  • 08-01-2014
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Filmkritik: Paranormal Activity – Die Gezeichneten

Hört man den Namen "Paranormal Activity", so denkt man an eine verwackelte Kameraführung, ein paar durchaus effektive Schockeffekte sowie an eine nicht endenwollende Geschichte über einen missmutig gelaunten Hausgeist. Aber ebenso denkt man an eine äußerst erfolgreiche Filmreihe, welche das Found-Footage-Genre kinofähig gemacht hat und ohne das kaum ein Horrorfilm im vergangenen Jahr auskommen konnte. War bis Mitte des vergangenen Jahrzehnts die SAW-Reihe der pure Geldgarant an den Kinokassen, wurde die Torture-Porn-Reihe im Jahr 2007 von einem neuen Horror-Franchise abgelöst: Paranormal Activity. Wie schon bei den SAW-Filmen kann man Oren Peli und Jason Blum, den Produzenten dieser übernatürlichen Filmreihe, eine gewisse Geldmacherei vorwerfen, immerhin sind die bisherigen vier Filme in den Jahren 2007, 2010, 2011 und 2012 in den Kino veröffentlicht worden. Was man Produzenten, Regisseur und Drehbuchautor mit dem neusten Teil allerdings nicht vorwerfen kann ist Einfallslosigkeit. Offiziell handelt es sich bei  dem neusten Paranormal Activity Streifen nicht um einen fünften Teil (dieser ist für 2014 geplant) sondern um ein sogenanntes Spin-Off, welches von der Handlung der bisherigen Filme losgelöst ist und seine ganz eigene Geschichte erzählt. Für Paranormal Activity – Die Gezeichneten hat Regisseur und Drehbuchautor Christopher Landon (Disturbia) das Setting und die Handlung nach Südamerika verlegt - hinein in eine Kultur, in der selbst zur heutigen Zeit noch Voodoo und okkulte Rituale praktiziert werden. Die Handlung: Zentrale Figur dieses Spin-Offs ist der junge Jesse (Andrew Jacobs), der zusammen mit seinen Freunden Hector (Jorge Diaz) und Ali (Molly Ephraim) in der Wohnung seiner ermordeten Nachbarin herum lungert, um heraus zu finden, was die Ursache für diesen unschönen Tod gewesen sein könnte. In einem verstecken Keller entdecken die adrenalingeilen Jugendlichen neben unzähligen okkulten Objekten auch Fotos von Jesse, die ihn in jüngster Kindheit zeigen. Zuschauer, die mit dem Franchise bekannt sind, wissen, dass dies nichts Gutes zu bedeuten hat. So erwacht Jesse am nächsten Tag mit einer üblen und unerklärlichen Bisswunde am Arm. Von einer Nacht zum anderen bekommt Jesse übernatürliche Fähigkeiten und wird außergewöhnlich stark. Doch als die ersten mysteriösen Dinge im Haus des Jugendlichen passieren, entpuppt sich der vermutete Schutzengel als etwas völlig anderes... Ähnlich wie im ersten Teil von 2007 geht auch Paranormal Activity – Die Gezeichneten eher mäßig los, auf eine langwierige Einführung der Charaktere wird weitestgehend verzichtet, denn der Zuschauer wartet eh nur auf den einen "Hauptdarsteller" und zwar auf den schlecht gelaunten Dämon bzw. Poltergeist. Doch ausgerechnet dieser lässt wirklich mehrmals auf sich warten, nur um dann mit mehr oder minder guten Schockeffekten auf der Leinwand zu glänzen.   Nach Paranormal Activity 1-4 und einem 2010 erschienen japanischen Ableger namens Paranormal Activity – Tokyo Nights scheint mit Paranormal Activity – Die Gezeichneten sichtlich eine Art Verschleißerscheinung aufgetreten zu sein. Die bereits erwähnten Schock-Momenten treten nur vereinzelt auf und sind größtenteils sehr vorhersehbar. Für das veränderte und durchaus interessante Setting erhält der Film einen Pluspunkt, allerdings kann auch dies nicht darüber hinweg täuschen, dass Fans der Reihe wohl das Gruseln vergehen wird und lediglich Horror-Neueinsteiger das Blut gefrieren wird.

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