• 15-09-2014
  • Reviews & MeinungenSpecials

Die Raubzüge der amerikanischen Filmindustrie

"3...2...1...meins!" könnte auch das Motto der Filmindustrie lauten. Besonders Hollywood scheint eine Vorliebe dafür zu haben, sich rasch die Rechte an ausländischen Produktionen zu sichern. IOFP zeigt Euch das Raubgut der Amerikaner. Dass Filme oder Serien häufig nur Adaptionen von Comics, Büchern, geschichtlichen Ereignissen oder sehr alten Vorgängern sind, ist schon lange normal geworden. Wenn aber über den Ozean hinweg Filme anderer Kontinente "verbessert" werden, grenzt das an eine Beleidigung. Amerikanische Filme sind beinahe überall weltweit zu sehen und oft zu Recht. Sie scheinen so gemacht zu sein, dass sie eine internationale Sprache auf der Gefühlsebene sprechen. Allgemein leichte Zugänglichkeit und Gefälligkeit sind sicher positive Attribute, die den westlichen Hochglanzproduktionen zugestanden werden können. Viele sehr gute und originelle Filme haben es über den Atlantik schon zu uns geschafft und wurden freudig aufgesogen. Ein Austausch scheint aber nicht zu entstehen. Amerikanische Filmemacher und Produktionsfirmen lassen sich gerne von asiatischen oder europäischen Filmen und Serien inspirieren, um sich dann die Rechte an ihnen zu sichern. Vielleicht soll das nur Ausdruck der Begeisterung für das Gesehene sein. Vielleicht zeigt ein Vertreter Hollywoods seine Achtung, indem er versucht es zu besitzen? Verständlich wäre das nur, wenn eine Geschichte wirklich neu ist und ein Regisseur etwas an ihr entdeckt, das noch fehlt. Warum aber werden 08/15-Geschichten gekauft? Solche Filme oder Serien, die in erster Linie aufgrund ihres Humors oder ihrer kulturellen Einflüsse etwas besonderes sind. Welche versteckte Geschichte mag Will Ferrell hinter der "Hellfjords" noch entdeckt haben, die es verdient hätte, nochmal besonders hervorgehoben zu werden? Manche Dinge leben einfach von ihrem Humor, es wäre großer Unfug diesen zu ersetzen. Man nehme das Beispiel "Hellfjord". Die Serie erzählt eine ziemlich einfache Krimigeschichte, die mit Kuriositäten verziert ist. Ferrell hätte also eine x-beliebige Geschichte nehmen können um sie mit seinem Humor zu verzieren. Warum braucht er dafür die Rechte an ""Hellfjord"? Welchen Reiz könnte es haben, sie mit neuen Plattitüden zu schmücken, anstatt einen neuen, eigenen Film zu machen? Besonders viel wird aus Japan ("Ringu" - "The Ring", "Ju-on" - "The Grudge", "Gojira" - "Godzilla") und Frankreich ("LOL-Laughing Out Loud" - "LOL", "La sirène du Mississippi" - "Original Sin", "Anthony Zimmer" - "The Tourist") stibitzt. Es scheint also in Hollywood Liebhaber von Filmen bestimmter Länder zu geben. Doch anstatt für die Originale auf herkömmlichem Wege zu werben, nutzt man sie lieber als Vorlage für neue Kassenschlager. Zugegeben, auch hier wird adaptiert und zwar in rauen Mengen. Allerdings kommen diese Produktionen selten über das Fernsehen hinaus. Man kennt die Sat.1-Kopien sämtlicher US-Filme, ganz zu schweigen von den unzähligen Shows, die leider, leider importiert wurden. Aber warum musste Stig Larssons Millenium-Trilogie nochmal gemacht werden? Schon die skandinavische Verfilmung war großartig. Das muss nicht heißen, dass Neuverfilmungen schlecht sind. Eine Eins-zu-eins-Umsetzung war die Serie "In Treatment - In Behandlung", welche eine Adaption der israelischen Serie "Be Tipul" ist. Nicht nur das Drehbuch der beiden Serien ist identisch, die Schauspieler Gestikulieren nahezu genauso wie die Originaldarsteller. Nichtsdestotrotz macht es Spaß, sich "In Treatment" anzusehen, vorausgesetzt, man führt sich erst die amerikanische Fassung zu Gemüte. Zudem muss zu dieser Adaption gesagt werden, dass auch Serbien, Polen und die Niederlande ihre jeweils eigene Fassung herausbrachten. Auch "The Killing" kann sich als gute Kopie von dem dänischen Original "Forbrydelsen" sehen lassen. Dennoch - warum? Besonders irritierend ist der kurze Abstand zwischen der Originalausstrahlung und der der Kopien. Der dänische Film "Brødre" von Susanne Bier taucht bereits fünf Jahre später auf US-Leinwänden wieder auf, Südkoreas "Juno" ist zwei Jahre nach Erscheinen als Westfassung zu sehen und "Das Haus am Meer", ebenfalls aus Südkorea, wird schon nach einem Jahr von der amerikanischen "Verbesserung" mit Kevin Kline abgelöst. Das sind keine Filme, die von technischen Neuerungen profitieren müssten, geschweige denn, dass sich binnen dieser wenigen Jahre die Filmtechnik so gravierend verbessert hätte. Welche Botschaft sendet also die wiederkäuende amerikanische Filmindustrie mit ihren Repliken? Ist es der Rezipient, der keine ausländischen Produktionen sehen will oder ist es Ausdruck der Begeisterung? Vielleicht geht es auch tiefer und es ist ein amerikanischer Wunsch schöne Dinge zu besitzen. Mit solchen Vermutungen bleibt man natürlich im rein Spekulativen. Fakt ist aber, dass Hollywood sich lieber Fremdes zu eigen macht, als das eigene im Fremden zu suchen. Erstaunlich für Filmemacher eines Landes, welches eine Fülle an verschiedenen Ursprungskulturen hat. Doch scheint es, als schöpfe zumindest die Blockbuster-Produktion nicht aus der kulturellen Vielfalt, sondern klammert sich an Klischees von Heldentypen, Überemotionaliät und platte Geschichten. Amerikanische Filme verbreiten sich leichter und schneller über den Globus. Sie sind meist so einfach in ihren Botschaften und in der Art wie sie Gefühle transportieren, dass sie für jede Kultur verständlich sind. Eine Hollywood-Kopie erreicht meist ein bedeutend größeres Publikum, als es ein Original je könnte. Dadurch kann sich aber auch für das Original ein neuer Markt öffnen. Adaptionen können als Werbung für die sonst meist regional begrenzten Originale fungieren. Dementsprechend sollte man sie einfach als langen Trailer für Filme aus den letzten Winkeln der Erde sehen, die uns sonst womöglich entgangen wären. Welche Filme und Serien fallen Euch noch ein? Wann gefiel Euch die Kopie besser als das Original und andersherum?

Interesse geweckt? Jetzt weiterlesen
  • 21-08-2014
  • KinoSpecials

„Besser als nix“: Im Gespräch mit François Goeske

Zum Kinostart der deutschen Tragikomödie "Besser als nix" hatte IOFP die Gelegenheit, den Hauptdarsteller Francois Goeske in Berlin zum Interview zu treffen. Klickt Euch rein! Zum Start der deutschen Tragikomödie "Besser als nix" haben wir den Hauptdarsteller François Goeske ("Lost Place") in Berlin zum Interview getroffen. Mit uns spricht der Schauspieler über echte Emotionen am Set, das Thema Tod und das deutsche Genrekino, das bekannterweise nicht den aller besten Ruf hat. Die ausführliche Kritik zum Film lest Ihr hier. Und darum geht's im Film: Während sein bester Kumpel Mike (Jannis Niewöhner) an Autos schraubt und mit seiner Freundin Maren (Emilia Schüle) nichts anbrennen lässt, hat Tom (François Goeske) eine etwas außergewöhnlichere Beschäftigung: Er verkauft Särge und „Urnen des Monats“ an Trauernde, deren Liebsten gerade das Zeitliche gesegnet haben. „Bestattungsfachkraft“ hatte ihm die freundliche Dame von der Berufsberatung ans Herz gelegt, und genau deswegen steht er jetzt im Bestattungsinstitut „Heimkehr“ und muss sich an seine nicht ganz alltäglichen Kollegen gewöhnen: An Olga (Nicolette Krebitz) mit ihrem charmant ukrainischen Akzent, die das Leben und den Tod so beneidenswert einfach nimmt. An Hans (Clemens Schick), dem sein siebter Sinn schon vor dem offiziellen Anruf sagt, wohin er mit seinem Leichenwagen als nächstes fahren muss. Und an seinen Chef Herrn Hiller (Martin Brambach), dem sich durch Tom und seine im Altenheim lebende Oma Wally (Hannelore Elstner) ganz neue Kundenkreise erschließen. Toms Vater Carsten (Wotan Wilke Möhring) würde ihn lieber als Metzger sehen, dafür findet Sarah (Anna Fischer) seinen neuen Job umso besser. Und auch wenn Tom selbst seiner neuen Berufswahl anfangs skeptisch gegenüber stand: Für ihn läuft es langsam aber sicher richtig rund. Dann aber wird er auch privat mit dem Tod konfrontiert – und das Leben muss beweisen, dass es stärker ist… Klickt Euch ins Interview: Werdet Ihr Euch "Besser als nix" anschauen? Schreibt es uns in den Kommentaren.

Interesse geweckt? Jetzt weiterlesen
  • 21-08-2014
  • KinoSpecials

Gewinnspiel: The LEGO-Movie

In "The LEGO-Movie" wird der eigentlich ganz normale Emmet zu einem großen Helden. IOFP verlost zum Heimkino-Start am 21. August die Blu-ray zum Film, eine tolle Emmet-LEGO-Figur und drei Fanshirts. Macht mit und sichert Euch die tollen Preise! Von den Machern von "22 Jump Street" und "Wolkig mit Aussucht auf Fleischbällchen 1 und 2" kommt mit "The LEGO Movie" der nächste große Hit von Phil Lord und Chris Miller. Mit ihrer Vermählung von Brick- und Animationsfilm ist den beiden Regisseurin ein herrlich buntes Abenteuer für Groß und Klein gelungen, das in den USA zu den erfolgreichsten Filmen 2014 gehört und hierzulande über 1,2 Millionen Zuschauer begeisterte. Und darum geht's: Emmet (gesprochen von Patrick Schröder) ist ein ganz normaler, völlig durchschnittlicher Typ, der stets all die Regeln befolgt, die ihm der regierende Lord Business vorgibt. Durch ein Missverständnis hält ihn die rebellische Lucy alias Wyldstyle (gesprochen von Claudie Urbschat-Mingues) für „den Besonderen“ – einen außergewöhnlichen Helden, der als Einziger die Welt retten kann. Begleitet von einer Gruppe von Fremden, startet Emmet eine gewaltige Mission: Wird er es rechtzeitig schaffen, dem über alles herrschenden Tyrann Lord Business das Handwerk zu legen und die Welt vor ihrem immerwährenden Stillstand zu bewahren? Wir verlosen drei T-Shirts, eine LEGO-Figur von Emmet und eine Blu-ray zum Film! Ihr wollt Euch "The LEGO Movie" auf gar keinen Fall entgehen lassen und Euch obendrein tolle Gimmicks sichern? Dann schnell folgende Frage beantwortet und die Lösung mit dem Betreff "LEGO" an win@iofp.de geschickt. Viel Glück!. Wie heißt der böse Schurke in "The LEGO Movie"? Teilnahmebedingungen: Der Einsendeschluss ist der 07.09.2014 23:59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Pro Teilnehmer ist nur eine Mail / Einsendung gestattet. Mitarbeiter von ingame sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Interesse geweckt? Jetzt weiterlesen
  • 12-08-2014
  • KinoSpecials

„Hectors Reise“: Im Gespräch mit Regisseur und Darstellern

Zum Kinostart der Tragikomödie "Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück" hatte IOFP die Gelegenheit, die Hauptdarsteller sowie den Regisseur in Berlin zu treffen. Klickt Euch rein! Der britische Tausendsassa Simon Pegg ist den Meisten wohl aufgrund seiner schwarzhumorigen Blood-and-Icecrean-Trilogie bekannt. Die Filmreihe, die aus der Horrorkomödie "Shaun of the Dead", der Actionfilmpersiflage "Hot Fuzz" sowie der im vergangenen Jahr erschienen Aliencomedy "The World's End" besteht, legte für Pegg den Grundstein für eine beispiellose Karriere zwischen Nischenkino und Traumfabrik. Zu seinen größten Erfolgen zählt wohl sein Stelldichein in den modernen "Star Trek"-Verfilmungen, in denen  er in die Rolle des Scotty schlüpfte. In "Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück" spielt er die titelgebende Hauptrolle. Neben ihm stehen eine ganze Reihe von namhaften Hollywoodstars vor der Kamera (mehr dazu in unserer Filmkritik), unter anderem auch Rosamund Pike, in der Rolle seiner Ehefrau. Die britische Aktrice feierte ihr Leinwanddebüt im James-Bond-Streifen "Stirb an einem anderen Tag" und spielte weitere Hauptrollen in Filmen wie "Barney's Version", "Jack Reacher" und "Ein Jahr vogelfrei". Zuletzt war sie schon einmal an der Seite von Simon Pegg zu sehen: Man besetzte sie als weibliche Protagonistin in "The World's End". In der kommenden Award-Season werden alle Augen auf ihre schon jetzt als Oscar-verdächtig gefeierte Rolle in David Finchers "Gone Girl" gerichtet sein. "Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück" entstand unter den kritischen Augen des britischen Schauspielers, Drehbuchautoren und Produzenten Peter Chelsom, zu dessen größten Erfolgen die Regiearbeiten "Darf ich bitten?" und "Weil es dich gibt" zählen. Auch für die Leinwandadaption der Disneyserie "Hannah Montana" nahm er auf den Regiestuhl platz. Nach einem Ausflug in die Traumfabrik kehrt Chelsom mit "Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück" zurück ins britische Kino.  Klickt Euch ins Interview mit den beiden Hauptdarstellern: Oder erfahrt, was uns der Regisseur erzählt hat:  Werdet Ihr Euch "Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück" anschauen? Schreibt es uns in den Kommentaren.

Interesse geweckt? Jetzt weiterlesen
  • 21-07-2014
  • googlenewsKinoSpecials

„Drachenzähmen leicht gemacht 2“: Im Gespräch mit Hicks und Astrid

Zum Start des Animationsfilms "Drachenzähmen leicht gemacht 2" hat IOFP die beiden Synchronsprecher und Schauspieler Daniel Axt ("Rock it!") und Emilia Schüle ("Freche Mädchen") in Berlin zum Interview getroffen. Mit uns sprechen die beiden über die Rückkehr nach Berk, dem Geheimrezept, um trotz des frühen Erfolges auf dem Boden zu bleiben und es wird aus dem Nähkästchen geplaudert: Wie schafft man es, in einer traurigen Szene ordentlich Gefühl in seine Stimme zu legen? Die beiden Jungdarsteller übernehmen in "Drachenzähmen leicht gemacht 2" die Rollen von Hicks und Astrid. Auch vor der Kamera waren die beiden schon gemeinsam zu sehen: In "Rock it" mimten sie ein Liebespaar. Das auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Cressida Cowell basierende Animationsabenteuer "Drachenzähmen leicht gemacht" erschien 2010 in den internationalen Kinos und wurde trotz Anlaufschwierigkeiten zu einem großen Erfolg. Bei Produktionskosten von 165 Millionen US-Dollar spielte der Streifen (inklusive Einnahmen aus Heimkino-Auswertung und Merchandising) fast 500 US-Dollar wieder ein und zog ein dieser Tage erscheinendes Sequel und eine TV-Serie namens "Dragons - Die Reiter von Berk" nach sich. Sowohl die Kritiker als auch das Publikum zeigte sich angesichts der rauen Wikinger-Welten und der überbordenden Kreativität beeindruckt, sodass der Film bei Rotten Tomatoes derzeit mit 98% gelistet ist und damit zu den durchschnittlich am höchsten bewerteten Animationsfilmen weltweit gehört. Klickt Euch in die Interviews mit den beiden Synchronsprechern Daniel Axt und Emilia Schüle. Werdet Ihr Euch "Drachenzähmen leicht gemacht 2" anschauen und wie hat Euch der erste Teil gefallen? Schreibt es uns in den Kommentaren.

Interesse geweckt? Jetzt weiterlesen
  • 06-07-2014
  • googlenewsSpecialsTV

Serien-Tipp: „Orange is the New Black“

Am 6. Juni diesen Jahres ist die zweite Staffel der US-amerikanischen Serie "Orange is the New Black" auf Netflix erschienen. Diese großartige Serie findet in Deutschland (noch) wenig Beachtung. IOFP ist der Meinung, dass sich dies ändern muss und stellt Euch die Serie vor. Vor Kurzem ist bekannt geworden, dass RTL momentan eine neue Serie drehen lässt, die in einem Frauengefängnis spielt. "Block B" soll sie heißen, in dem Katrin Sass eine der Hauptrollen spielt. Bereits ab 1997 strahlte RTL zehn Jahre lang die Serie "Hinter Gittern - Der Frauenknast" mit Katy Karrenbauer aus. Man sieht also, dass das Thema Frauengefängnis die Menschen interessiert. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA. Dort wurde im vergangenen Jahr die Serie "Orange is the New Black" für den Video-on-Demand-Anbieter Netflix produziert und veröffentlicht. Netflix ist vor allem für seine Serie "House of Cards" mit Kevin Spacy bekannt, die es auch ins deutsche Fernsehen auf Sat.1 geschafft hat. IOFP hat erst vor wenigen Wochen berichtet, dass "Orange is the New Black" in den sozialen Netzwerken weltweit längst besser ankommt, als die von den Kritikern gefeierte Politk-Serie "House of Cards". Seit dem Start der zweiten Staffel am 6. Juni diesen Jahres, haben sich die 'Likes' der Gefängnisserie auf Facebook auf über zwei Millionen fast noch einmal verdoppelt. Warum also findet diese Serie in Deutschland keinen Anbieter und bekommt dadurch kaum Aufmerksamkeit? Ein Rätsel! IOFP stellt euch die Dramedy vor und zeigt auf, warum sich diese Serie anzuschauen lohnt. "Orange is the New Black" basiert auf dem gleichnamigen Buch von Piper Kerman, die von ihrer einjährigen Zeit in einem Frauengefängnis erzählt. In der Serie gibt es eine große Anzahl an Charakteren, die alle gleichermaßen an der Qualität der Serie beteiligt sind. Jede Folge ist im Prinzip gleich aufgebaut. Die Hauptgeschichte spielt sich in dem Frauengefängnis ab, während pro Folge eine Insassin dadurch genauer beleuchtet wird, dass es Rückblicke auf die Vergangenheit des weiblichen Sträflings gibt. Diese Rückblicke geben Aufschluss über die Charakterzüge der Rollen und darüber warum sie eigentlich im Gefängnis sitzen. Die Geschichte beginnt mit Piper Chapman, die gespielt wird von Taylor Schilling ("Argo"). Piper muss für einen Drogendeal ins Gefängnis, den sie gemeinsam mit ihrer damaligen lesbischen Lebensgefährtin Alex (Laura Prepon) vor zehn Jahren begangen hat. Piper ist inzwischen mit Larry verlobt, der von Jason Biggs ("American Pie") gespielt wird. Piper wurde zu 15 Monaten Haft verurteilt, doch sie und Larry beschließen zusammen zu bleiben und nach dem Gefängnisaufenthalt zu heiraten. Als Piper im Gefängnis ankommt, bekommt sie gleich zu spüren, dass sich ihr Leben um 180 Grad wenden wird. Sie bekommt dort nichts geschenkt und muss sich Freunde und Anerkennung hat erkämpfen. Außerdem wird ihre Situation im Gefängnis dadurch erschwert, dass ihre damalige Freundin Alex im selben Gefängnis wie sie sitzt. Doch wie gesagt, es gibt zahlreiche Charaktere, die diese Serie bereichern. Einer von ihnen ist "Red" (Kate Mulgrew), die russische Herrin der Küche. Sie führte schon vor ihrer Zeit im Gefängnis mit ihrem Ehemann ein Lokal und daher weiß sie, wie man einen Laden führt. Durch die Macht der Küche kann sie über die anderen Insassen bestimmen, wer essen bekommt und wer nicht. Doch wer sich mit ihr anfreunden kann, dem wird das Leben im Gefängnis erleichtert. Sie kann Dinge ins Gefängnis reinschmuggeln lassen und kann den Insassinen Alltagsgegenstände besorgen, die sie im Gefängnis niemals bekommen würden. Durch die komplette Serie zieht sich auch die Geschichte von Dayanara (Dascha Polanco). Ihr wird das Leben im Gefängnis vor allem durch ihre Mutter erschwert, die ebenfalls im selben Gefängnis sitzen muss. Schutz findet sie bei dem Wärter John Bennett (Matt McGorry). Es kommt bei den beiden soweit, dass sie sich verlieben. Ihre Liebesgeschichte zieht sich durch beide Staffeln, in denen sie stets versuchen ihre Liebe geheimzuhalten. In der zweiten Staffel geraten zunehmend die Rollen in den Mittelpunkt, die in der ersten vernachlässigt worden sind. Doch auch neue Charaktere stoßen zu der zweiten Staffel hinzu. Der wichtigste von allen: Vee (Lorraine Toussaint). Sie sieht aus wie eine fiese Whoopi Goldberg und ist die Stiefmutter von "Taystee" die bereits in der ersten Staffel als Nebenrolle dabei ist und durch ihre Stiefmutter zunehmend mit ins Zentrum der Sendung gerückt wird. Als Vee ins Gefängis kommt, ändert sich alles. Sie sitzt nicht zum ersten mal im Gefängnis und pflegt zu "Red" eine alte Hassliebe, denn auch sie macht Geschäfte mit Schmuggeleien. Zudem sorgt sie für zunehmende Rassentrennung im Gefängnis und hetzt sämtliche Seiten gegen sich auf. Sie gibt der zweiten Staffel den besonderen Reiz. Fazit "Orange is the New Black" ist eine Serie in dem Frauen die Hauptrollen spielen. Es gibt einige Männer als Aufseher oder Lebensgefährten der Frauen in den Nebenrollen, doch es dreht sich alles um die Insassinen. Dies bedeutet aber nicht, dass es sich um eine reine Frauenserie handelt. Die Geschichte um Piper und die anderen Insassinen ist so gut durchdacht und umgesetzt, dass es einfach Spaß macht dem Verlauf der Serie zu folgen und hinter die Fassaden der inhaftierten Frauen zu schauen. Man könnte die Vorstellungen der Charaktere noch ein ganzes Stück weiterführen. Jeder Einzelne von ihnen macht die Serie so sehenswert. Die Spannung der Geschichte wird stets hoch gehalten durch bewegte Themen, wie Liebe, Sex, Gewalt, Tod, Drogen und Betrug. Diese Themen bestimmen die Beziehungen zwischen den inhaftierten Frauen untereinander, mit ihren Leuten außerhalb der Gefängnismauern, aber auch mit den Angestellten des Gefängnises. Eine dritte Staffel wurde bereits angekündigt und ist in Arbeit. Diese wird allerdings erst wieder Mitte nächsten Jahres erscheinen. Man kann nur hoffen, dass die Serie spätestens mit dem Start von Netflix auch in Deutschland die große Bühne findet. Was haltet Ihr von "Orange is the New Black"? Würdet Ihr diese Serie im Fernsehen sehen? Oder wäre sie in Deutschland doch zum Scheitern verurteilt?

Interesse geweckt? Jetzt weiterlesen
  • 28-06-2014
  • Archiv (nicht mehr nutzen)googlenewsKinoSpecials

„New Hollywood“: Erinnerung an eine goldene Ära des Films

Wohl kaum eine andere Filmära hat das amerikanische Kino so sehr geprägt wie die "New Hollywood"-Phase. Im Zeitraum von 1967 bis 1976 entstanden nicht nur zahlreiche Filmklassiker, sondern es wurden auch einige der bekanntesten Filmregisseure hervorgebracht. Die Ära des "New Hollywood"-Kinos gilt als eine der künstlerisch bedeutendsten Phasen des amerikanischen Films und ist unmittelbarer Vorläufer des Blockbuster-Kinos. IOFP erinnert an diese glorreiche Zeit und stellt Euch einige der damaligen Filmjuwelen vor, die auch heute noch viele Zuschauer zu begeistern wissen! "New Hollywood" gilt als eine Antwort der Filmemacher auf den Niedergang des klassischen Studiosystems. Das 'Golden Age' (die frühen 1930-er bis späten 1950-er) zeichnete sich vor allem durch die Produktionsvielfalt, das Starsystem und das Festhalten an etablierten Erfolgsmustern aus. Als die Filmstudios begannen erhebliche Verluste zu verzeichnen, war die Zeit für den großen Umbruch gekommen. Wie dieser zum damaligen Zeitpunkt aussehen sollte, wußte man jedoch noch nicht. Auch dass der Wandel die Filmindustrie so erschüttern und nachhaltig verändern sollte, konnte niemand vorausahnen. Das "New Hollywood"-Kino nutzte den damals herrschenden Unmut und ließ die gesellschaftskritische Stimmung in die Filme miteinfließen. Dies hatte zur Folge, dass sich die neu entstandenen Filme sowohl inhaltlich, als auch formal von allem bisher Bekannten unterschieden. Es war die Zeit der Freigeister und Experimentierfreudigen. Antihelden und Außenseiter wurden zu den Protagonisten der Filme. Man brach mit den klassischen Erzählkonventionen, dekonstruierte die bekannten Genres, verzichtete auf ein Happy End und setzte die Filme in einen politischen, sozio-kulturellen Zusammenhang. Auf der nächsten Seite erfahrt Ihr, was die bevorzugten Genres des "New Hollywood"-Kinos waren!

Interesse geweckt? Jetzt weiterlesen
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
404